MasukDiana wurde von dem Mann betrogen, den sie liebte; ihre eigene Schwester hatte ihre Ehe zerstört. Gezwungen, Davin zu verlassen, fand sie Zuflucht bei dessen Onkel. War es falsch von Diana, sich in Albert – den Onkel ihres Mannes – zu verlieben?
Lihat lebih banyakDiana öffnete müde die Tür. Ihre flachen Absätze erzeugten ein leises Echo im stillen Flur. Dann fiel ihr Blick auf etwas. Ein Paar leuchtend rote High Heels, achtlos in der Nähe der Treppe liegengelassen.
Sie erkannte die Schuhe sofort. Diana selbst hatte sie Kerin letztes Jahr zum Geburtstag gekauft.
Dianas Blut schien zu gefrieren. Eine Frau war hier. Zu dieser Stunde. Und diese Frau war ihre eigene Schwester.
Sie ballte die Fäuste, ihre Fingernägel gruben sich in die Handflächen. Mit schweren, doch vor Aufruhr brodelnden Schritten stürmte Diana die Treppe hinauf. Jede Stufe fühlte sich an wie tausend Nadeln, die in ihre Brust stachen. Vor der Tür des Hauptschlafzimmers, ihres Zimmers, blieb sie stehen.
Von hinter der Tür drangen Geräusche. Wimmern. Stöhnen. Die schrille Stimme einer Frau, voller Lust. Eine Stimme, die sie seit ihrer Kindheit nur allzu gut kannte. Die Stimme ihrer Schwester.
Dianas Welt zerbrach in einem einzigen Augenblick.
Mit aller Kraft stieß sie die Tür weit auf.
Der Anblick vor ihr traf sie wie ein Faustschlag ins Gesicht.
Kerin, ihre eigene Schwester, lag nackt auf ihrem großen Ehebett. Ihre schlanken Beine fest um Davins Hüfte geschlungen. Ihre Körper vereint, schweißnass, ohne Scham. Kerins Haar zerwühlt auf dem Kissen, ihr Gesicht gerötet, ihre Lippen stöhnten immer wieder Davins Namen.
Davin drehte sich um, als die Tür aufflog. Sein Gesicht war rot, sein Haar nass an der Stirn klebend. Sein Ausdruck? Keine Reue. Keine Überraschung. Nur... Kälte.
Diana konnte sich nicht mehr halten. Die Tränen strömten ungehindert. Nicht nur, weil ihr Mann sie betrog, sondern weil die Affäre ihre eigene Schwester war, die sie all die Jahre geliebt, beschützt und auf die sie stolz gewesen war.
"Davin, du Bastard!" Diana stürzte vor, ihre Hand erhob sich, und eine harte Ohrfeige landete auf Davins Wange. "Das ist unser Hochzeitszimmer! Wie konntest du, wie konntest du es wagen, sie hierher zu bringen!"
Dann wandte sie sich Kerin zu, ihre Stimme brach unter Schluchzen. "Und du, Kerin! Du bist meine Schwester! Ich habe dich großgezogen, ich habe dich beschützt, ich habe dir alles gegeben! Und das ist dein Dank?!"
Davin antwortete nicht. Er starrte Diana nur mit leerem Blick an. Dann, mit einer brutalen Bewegung, stieß er Diana weg. Der zierliche Körper wurde zu Boden geschleudert, ihr Ellenbogen prallte gegen die Kante des Nachttischs. Ein Schmerz durchfuhr ihren Arm, doch er war nichts im Vergleich zur Wunde in ihrem Herzen.
Diana schluchzte leise und sah Kerin mit verquollenen Augen an. "Warum musstest du es sein, Kerin? Von allen Frauen auf der Welt, warum meine eigene Schwester...?"
Kerin lächelte zufrieden. Keine Spur von Schuld in ihren Augen. Keine Reue. Anmutig setzte sie sich im Bett auf, griff nach Davins Arm und sagte mit einer widerlich süßlichen Stimme: "Davin, ich will mehr..."
Davin antwortete nicht. Er stieg aus dem Bett, griff nach seinem Morgenmantel und zog ihn ruhig an. Kerin schürzte verärgert die Lippen, folgte aber schließlich seinem Beispiel, nahm einen Mantel und bedeckte ihren nackten Körper.
Kerin ging auf Diana zu, die noch immer schwach auf dem Boden kauerte. Kerins Hals war voller rötlich-violetter Knutschflecken, die Beweise der gerade gestillten Lust. Mit anmutigen Schritten näherte sie sich. Ihre Mundwinkel hoben sich, voller Triumph.
Diana starrte sie mit verquollenen Augen an, ihre Stimme heiser. "Kerin... er ist dein Schwager... der Ehemann deiner Schwester!"
Kerin lachte leise. Ihre Stimme war tief, giftig und kalt. "Schwager? Ach, Diana... du bist immer noch so naiv. Seit wann warst du jemals eine wirklich gute große Schwester? Du hast immer alles bekommen, Schönheit, Karriere und Davin. Jetzt bin ich an der Reihe, meinen Anteil zu bekommen."
Diana biss sich so fest auf die Lippe, bis Blut kam. In ihrer Brust starb an diesem Abend etwas, nicht nur ihre Liebe zu Davin, sondern auch ihr Vertrauen in die Familie. In die Schwester, die sie einst auf dem Arm getragen, umarmt und vor allem Unheil beschützt hatte.
Diana starrte mit aschfahlem Gesicht auf die Zeitung und sagte bitter: "Die Person auf dem Foto... das bin nicht ich..."Frau Margaretha, Dianas Schwiegermutter, war einen Moment lang verblüfft, dann wurde sie noch wütender. Ihre Augen funkelten Diana scharf an. "Du bist Davins Ehefrau, und trotzdem sucht er sich draußen andere Frauen. Solltest du dich nicht selbst hinterfragen? Diana Moore, wenn du nicht die Fähigkeit hast, das Herz deines Mannes zu erobern, dann verschwinde so schnell wie möglich. Besetze nicht nur die Position ohne Ergebnis!"Sie stand einfach nur da, den Kopf gesenkt, und war das Ziel des Zorns ihrer Schwiegermutter."Drei Jahre verheiratet und kann kein Ei legen! Kein Wunder, dass Davin draußen nach anderen Frauen sucht." Frau Margaretha sagte dies kalt, ihr Tonfall herablassend. "Wenn du keinen Sohn schenken kannst, dann verschwinde aus der Familie Simons. Sei hier kein Schmarotzer!"Dianas Herz blutete bei diesen Worten, aber sie konnte nicht widersprechen. In
Nach dem Frühstück verabschiedete sich Diana hastig von Albert und verließ die Villa. Doch als sie die einsame, lange Bergstraße vor sich liegen sah, galoppierten tausend Schlammpferde in ihrem Herzen. *Ich suche wirklich den Tod. Wenn ich zu Fuß nach Hause gehen muss, verliere ich mein Leben, bevor ich ankomme!* Diana schimpfte innerlich und bereute ihre Entscheidung, das Angebot des Fahrdienstes abgelehnt zu haben.Nachdem sie eine halbe Stunde unter der immer höher steigenden, sengenden Sonne gelaufen war, fühlte Diana, dass ihre Füße ihr nicht mehr gehörten. Die Absätze ihrer High Heels fühlten sich an wie Messer, die in ihre Fußsohlen stachen. Sie blieb am Straßenrand stehen, umgeben von schattenspendenden Bäumen, bereit, diese verfluchten Schuhe auszuziehen und den Weg barfuß fortzusetzen, als ein luxuriöser schwarzer Wagen genau vor ihr anhielt. Es war Alberts Auto.Das hintere Fenster senkte sich langsam und gab Alberts Gesicht preis, das geradeaus starrte. Seine Stimme war ti
Albert runzelte die Stirn, als er die sanfte Stimme hörte. "Lass uns nach Hause gehen." Albert warf nur diese zwei Worte hin. Seine Stimme war kalt, doch sie enthielt einen Ton von Befehl, dem man nicht widersprechen konnte.Nach Hause... Diana schüttelte langsam den Kopf und sagte traurig, während sich erneut Tränen in ihren Augenwinkeln sammelten: "Ich will nicht nach Hause... Ich will dich nicht mit jemand anderem schlafen sehen, ich will nicht nach Hause..." Ihre Stimme klang wie ein hoffnungsloses Flüstern, das vom Nachtwind davongetragen wurde.Während sie sprach, schluchzte Diana. Ihre schmalen Schultern bebten heftig. Im trüben Licht der Straßenlaterne wirkte sie wie ein kleines Kind, das in strömendem Regen zurückgelassen wurde. Sie sah vollkommen hilflos aus, zitternd nicht nur vor Kälte, sondern auch vor der Wunde in ihrem Herzen.Albert hatte gerade in seine Jackentasche gegriffen, um Davin anzurufen und diese lästige Frau abholen zu lassen, da hörte er sie zwischen den Sc
Diana hob ihre andere Hand und schlug Kerin. Kerin erwiderte dies mit einem wütenden Blick und schlug ebenfalls Dianas Gesicht. Dianas Gesicht fühlte sich heiß und brennend an, doch sie spottete weiter: "Schamlose Menschen sind auf dieser Welt wahrlich unbesiegbar. Wenn du mich wirklich als deine große Schwester ansehen würdest, wärst du niemals in sein Bett gestiegen."Kerin lachte höhnisch, ihr Tonfall voller Verachtung. "Große Schwester? Bist du das überhaupt wert? Damals, als Davin zum ersten Mal mit mir zusammen war, waren meine Haare noch nicht einmal lang. Diana, du bist wirklich großartig, nicht einmal deinen eigenen Ehemann konntest du halten. Weil du ihn nicht befriedigen kannst, musste ich es eben tun.""Pfft, schamlos." Dianas Augen röteten sich vor Wut, sie wollte Kerin am liebsten in Stücke reißen. Diana wollte nicht länger an diesem widerlichen Ort stehen bleiben und ging sofort zur Tür.Als Kerin sah, dass Diana gehen wollte, sagte sie lässig: "Diana, selbst wenn du na





