An den grausamen Alpha gebunden

An den grausamen Alpha gebunden

last updateHuling Na-update : 2026-10-22
By:  Lebrasse ChristelleIn-update ngayon lang
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Prinzessin Cathie Crescent wurde in ein Märchen hineingeboren, behütet hinter den Palastmauern und erzogen in dem Glauben, dass ihr achtzehnter Geburtstag ihr ihren Seelengefährten und eine von der Mondgöttin gesegnete Liebe bringen würde. Doch das Schicksal hielt eine grausame Überraschung für sie bereit. In der Nacht, in der ihre Träume wahr werden sollten, stürmte ein gnadenloser abtrünniger Alpha in ihr Leben, erschlug ihre Eltern vor ihren Augen und nahm sie gefangen. In einer einzigen Nacht verlor Cathie ihre Familie, ihre Krone und die Zukunft, von der sie immer geträumt hatte. Jetzt, in den Händen des Mannes, der alles zerstört hat, was sie liebt, muss Cathie die Kraft finden, zu überleben. Er ist kalt, erbarmungslos und entschlossen, sie zu seiner zu machen. Sie sollte ihn mit jedem Atemzug hassen. Sie sollte von nichts als Rache träumen. Doch in diesem gefährlichen Alpha gibt es etwas, das sie nicht verstehen kann. Unter seiner Grausamkeit verbirgt sich ein Geheimnis, und hinter seinem dunklen Blick eine Wahrheit, die er nicht preisgeben will. Je mehr sie sich ihm widersetzt, desto enger verflechten sich ihre Leben, bis Hass zu einer verbotenen Anziehung wird, die sich keiner von ihnen leisten kann. Aber ist dies nur ein verdrehtes Spiel der Besitznahme? Oder verbirgt das Schicksal etwas, womit keiner von ihnen bereit ist, umzugehen? Wenn die Wahrheit schließlich ans Licht kommt, wird die Liebe stark genug sein, um Verrat, Blutvergießen und die Sünden der Vergangenheit zu überwinden? Oder sind manche Wunden zu tief, um zu heilen, und manche Herzen dazu bestimmt, für immer Feinde zu sein?

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Kabanata 1

Kapitel 1: Die Nacht des Verrats

Sicht von Cathie

»Du bist hier nichts.«

Die Worte trafen mich wie ein heftiger Schlag ins Gesicht. Erics Stimme klang tief und heiser. Er stand so dicht vor mir, dass ich die Wärme spüren konnte, die von seiner massigen Gestalt ausging. Seine Finger schlossen sich um mein Kinn und hielten es fest, während er mich zwang, den Kopf zu heben. Ich hatte keine andere Wahl, als seinen scharfen, goldenen Augen zu begegnen.

»Nur eine Sklavin«, wiederholte er, und sein Atem streifte meine Haut.

»Je eher du das akzeptierst, desto weniger wirst du leiden. Du wirst mir dienen. Du wirst mir alles geben, was ich wünsche – deinen Gehorsam, deine Tränen, ja sogar dein Leben – und ohne zu zögern.« Sein Daumen glitt langsam über meine zitternde Unterlippe. Diese Geste war zugleich besitzergreifend und verspottend.

»Ich besitze jeden einzelnen Teil von dir, kleine Prinzessin. Deinen Körper genauso wie deine Seele«, fügte er hinzu.

Ein heftiger Schauder lief mir den Rücken hinunter. Angst mischte sich in etwas Lebendigeres – etwas, das ich mir nicht eingestehen wollte. Wie hatte sich meine Welt innerhalb einer einzigen Nacht so völlig in Trümmer legen können?

Vor kaum mehr als ein paar Stunden war noch alles perfekt gewesen.

Ich war im Palast des Halbmondes aufgewacht. Die Luft duftete nach frischen Blumen, und ich hörte das warme Lachen meiner Mutter Sylvia, das durch die Gänge hallte. Es war mein achtzehnter Geburtstag – der Tag, an dem ich dem Rudel offiziell als erwachsene Wölfin vorgestellt werden sollte. Kerzen brannten sanft entlang des großen Banketttisches. Mein Vater, der König-Alpha, lächelte vor Stolz und hob seinen Becher. Gäste aus verbündeten Rudeln füllten den Saal, ihre Stimmen erfüllt von aufgeregtem Gemurmel.

Ich schloss die Augen, bereit, der Mondgöttin meinen innigsten Wunsch zuzuflüstern – als der Tod ohne Vorwarnung kam.

Ein silberner Dolch schoss durch die Luft. Er verfehlte meine Wange nur um Zentimeter – und bohrte sich mit einem dumpfen, schrecklichen Geräusch tief in die Brust meines Vaters. Blut schoss auf den weißen Marmorboden und befleckte die festlichen Dekorationen in leuchtendem Rot. Seine Augen weiteten sich voller Entsetzen. Er taumelte, die Hände um den Griff geschlungen, dann stürzte er und fiel auf das Gesicht.

»VATER!« Der Schrei brach sich heiser und verzweifelt aus meiner Kehle.

Bevor ich mich bewegen konnte, durchbohrte ein zweites Messer die Brust von Sylvia. Sie stieß nur einen einzigen Laut aus – schwach, gebrochen – und sank neben ihm nieder, in die sich ausbreitende Blutlache.

»Mama … Papa …« Die Tränen verschleierten meinen Blick. Ich wollte zu ihnen eilen, doch starke Arme hielten mich zurück.

»Eure Hoheit, wir müssen Sie in Sicherheit bringen!«, rief ein königlicher Wächter. Ein weiterer half ihm, und gemeinsam zogen sie mich fort von den Toten und dem Blut.

Überall brach das Chaos aus. Knurren und Heulen hallten durch den großen Saal, während unsere Wächter die Angreifer abzuwehren versuchten – ein unbekanntes, gnadenloses Rudel in dunkler Rüstung, das sich mit erschreckender Geschwindigkeit bewegte. Unsere Krieger waren gut ausgebildet, doch diese hier kämpften wie Dämonen. Die Männer, die meinem Vater treu ergeben waren, fielen einer nach dem anderen. Ihr Blut durchtränkte den Boden, auf dem ich als Kind gelernt hatte, zu tanzen.

Ich wehrte mich mit aller Kraft in den Armen der Wächter und wollte zu meinen Eltern zurück.

»Lasst mich! Ich muss ihnen helfen!«, schluchzte ich.

Kaum hatten wir den Saal verlassen, versperrten uns weitere Feinde den Weg in den Gängen. Die Wächter fluchten und drängten mich in eine dunkle Ecke hinter schweren Samtvorhängen. Mein ganzer Körper zitterte. Das durfte nicht wahr sein. Mein perfektes Leben, meine Familie, meine Zukunft – alles war mir innerhalb weniger Minuten genommen worden.

Von stillem Schluchzen geschüttelt, hörte ich einen der Wächter leise und eindringlich sagen: »Sei still, Prinzessin. Sonst hören sie dich.«

Schwere Schritte näherten sich. Eine riesige, dunkle Gestalt tauchte im flackernden Licht der Fackeln auf.

Er war gewaltig – größer und breiter als jeder andere Wolf, den ich je gesehen hatte. Eine dunkle Macht ging von ihm aus wie eine drohende Welle. Als seine goldenen Augen durch den Spalt des Vorhangs meine trafen, lähmte mich blanke Angst. Das war kein gewöhnlicher Alpha.

Das war ein Ungeheuer.

Meine Wächter brüllten und stürzten sich zugleich auf ihn – die tapfersten Krieger des Rudels des Halbmondes. Doch er hatte sie in nur wenigen Sekunden überwältigt. Seine Krallen fuhren heraus. Knochen knackten mit einem widerlichen Geräusch. Blut spritzte an die Steinwände. Einen Augenblick später lagen die beiden Männer leblos zu seinen Füßen, ihr Blick starr und leer.

Ich drehte mich um und rannte, mein Herz schlug wild an meine Schläfen – doch seine Männer waren überall. Grobe Hände packten mich von hinten und drückten mich heftig auf den kalten Steinboden. Ein stechender Schmerz durchbohrte meinen Kopf; Sterne tanzten vor meinen Augen. Ich schmeckte Blut auf meinen Lippen.

Man brachte mich mit Gewalt zurück in den Festsaal – zurück in diesen Albtraum. Die Leichen meiner Eltern lagen noch immer dort, wo sie gefallen waren. Eric stand über ihnen wie ein Sieger, sein Stiefel lastete schwer auf der Wunde in der Brust meines Vaters.

»Ich werde deine Tochter so zerbrechen, dass sie den Mondgott anfleht, sie sterben zu lassen«, erklärte er laut genug, dass es im ganzen Saal zu hören war. Sein Blick wich von meinem nicht ein einziges Mal.

»Sie wird lernen, was es wirklich bedeutet, einem Alpha ohne eigenes Rudel zu gehören«, fügte er hinzu.

Ohnmächtig vor Wut loderte es in mir auf. Ich ballte die Fäuste so fest, dass meine Nägel mir bis zum Blut in die Handflächen gruben. Ich konnte nichts tun, als seine Männer die Leichen meiner Eltern wie wertloses Gut hoben.

»Verbrennt, was von ihnen übrig ist«, befahl er eiskalt. »Und dann aufbrechen.«

»NEIN!« Das Wort entrang sich meiner Kehle. In einem Anflug verzweifelter Kraft riss ich mich los und stürzte mich auf die Männer, die meine Mutter Sylvia trugen. Mein schönes Seidenkleid saugte sich sofort mit ihrem noch warmen Blut voll.

»Wohin bringt ihr sie? Bleibt stehen, ich flehe euch an! Sie ist eure Königin!«, rief ich.

Ein heftiger Schlag schleuderte mich zu Boden. Der Schmerz zerriss meine Rippen. Bevor ich mich aufraffen konnte, packte eine Hand meine Haare und riss mich ruckartig hoch. Meine Kopfhaut brannte, und man schleppte mich hinaus, bevor man mich in einen schweren Eisenkäfig warf – von der Art, wie man ihn für gefangene wilde Tiere benutzt.

Der Wagen ruckelte und setzte sich in Bewegung. Durch die Gitterstäbe sah ich mit Entsetzen, wie die Leichen meiner Eltern auf den Boden geworfen wurden. Wölfe aus eroberten Gebieten drängten sich um sie, beschimpften sie und warfen mit Steinen nach ihnen.

Steine flogen durch die Gitter und trafen auch mich – sie ritzten meine Wange auf und zerkratzten meine Arme. Warmes Blut rann über mein Gesicht. Doch der Schmerz in meiner Brust war bei weitem grausamer.

An der Spitze des Zuges ritt Eric auf einem riesigen schwarzen Pferd. Sein breiter Rücken war gerade, unerschütterlich. Er blickte nicht ein einziges Mal zurück auf das, was er hinter sich gelassen hatte. Durch meine Tränen blickte ich zu ihm auf und legte das heiligste Gelübde meines Lebens ab: Eines Tages wirst du für alles bezahlen. Und koste es mich mein Leben.

Die Reise war erbarmungslos. Wir drangen tief in den dichten Wald vor, ohne jemals anzuhalten – keine Rast, kein Essen, kein Wasser. Der Hunger nagte so heftig an meinem Magen, dass es schmerzte. Der Durst trocknete meine Lippen aus. Die Erschöpfung ließ mich schließlich in einen unruhigen Schlaf auf dem kalten, metallenen Boden des Käfigs sinken.

Ich erwachte mit einem Schrecken, als der Wagen zum Stehen kam. Jenseits der Gitterstäbe erhoben sich hohe Steinmauern, die sich in der Dunkelheit verloren. Fackeln brannten entlang der Wehrmauern wie so viele Augen, die in der Finsternis wachten.

»Sperrt sie im Kerker ein«, ertönte seine gebieterische Stimme. Er lenkte sein Pferd und ritt voran, ohne noch einmal zurückzusehen.

Grobe Hände zogen mich aus dem Käfig. Ich stolperte, mein verletztes Bein streifte scharfe Steine, und ich stieß einen Schmerzensschrei aus – doch die Wächter ließen sich nicht beeindrucken. Sie brachten mich durch enge, feuchte Gänge, die nach Moder und altem Blut rochen, bis in eine Zelle, die in völliger Dunkelheit lag.

Die schwere Eisentür fiel hinter mir zu. Das Schloss klickte – endgültig, unumstößlich – wie das Zuschlagen eines Grabes.

Ich setzte mich auf das schmutzige Stroh, das den Steinboden bedeckte, und zog meine Knie an meine Brust. Tränen liefen schweigend über meine Wangen.

Gestern Morgen noch war ich in Lachen, warmen Umarmungen und der strahlenden Zuversicht meiner Zukunft aufgewacht. Heute war ich nichts weiter als eine gebrochene Sklavin in der Festung eines rudellosen Alphas – allein, ausgehungert und ausgeliefert dem grausamen Schicksal, das er für mich vorgesehen hatte.

Und doch, selbst als die Dunkelheit mich völlig zu umschließen schien, konnte ich das Bild seiner goldenen Augen, die in meine blickten, nicht aus meinen Gedanken verbannen … noch jenes seltsame, beängstigende Gefühl in meiner Bauchgegend, als sein Daumen meine Lippe berührt hatte.

Ich hasste ihn von ganzem Herzen.

 

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