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Sein Preis

Author: T.M Tales
last update publish date: 2026-09-26 17:13:51

Sloanes Perspektive

Alle Türen, an die ich geklopft hatte, waren verschlossen. Der Antrag auf das Sorgerecht war abgewiesen worden. Die Ältestenratssitzung, von der ich zweimal ausgeschlossen worden war. Ryan, der gegenüber von Luciens Schreibtisch saß und mit monotoner Stimme von der gefälschten Unterschrift berichtete – als wäre es nichts weiter als eine bloße Tatsache –, und ich, die im Türrahmen stand und begriff, dass es für diesen Abend kein Szenario gab, in dem ich nicht ganz allein für
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  • Auserwählt vom Alpha, gebunden durch Verlangen   Was weggeschlossen war

    Sloanes SichtweiseDas Erste, was ich wahrnahm, war, dass ich in meinem eigenen Kopf nicht allein war.Lucien war da. Nicht seine Stimme, keine Worte, nur er selbst – ein Tosen aus Hitze, Wut und blanker Angst, das sich gegen die Innenseite meiner Rippen drängte wie ein Wolf, der sich gegen eine verschlossene Tür warf. Es tat weh. Es war das Einzige, das mir verriet, dass ich noch am Leben war.Das Zweite, was ich spürte, war eine Hand auf meinem Mund.Meine Augen rissen auf. Hannahs Gesicht war über mir, grau im Dämmerlicht; sie hatte einen Finger auf ihre Lippen gepresst. Schritte waren auf dem Flur zu hören – langsam, gemächlich, Absätze auf Holz. Sie hielten vor meiner Tür inne.Hannah hielt den Atem an. Ich auch.Die Schritte entfernten sich wieder.Erst als sie die Treppe erreichten, nahm sie die Hand weg. „Richte dich nicht zu schnell auf“, flüsterte sie. &bdqu

  • Auserwählt vom Alpha, gebunden durch Verlangen   Geliebte Schwester

    Sloanes PerspektiveIch war gezwungen, mich in diesem Haus wieder klein zu machen. Fünf lange Jahre hatte ich mich hier klein gehalten; man hatte mir beigebracht, wie man so wenig Raum wie möglich einnimmt, die Stimme dämpft und auf all das verzichtet, was ein Haus wie dieses einem Mädchen wie mir nicht zugestand – und mein Körper erinnerte sich daran, sobald ich eintrat: Die Schultern sackten nach innen, der Blick senkte sich auf den Boden, noch ehe ich jemandem ins Gesicht sah.„Die verlorene Luna“, sagte Bella, laut genug, dass es bis in die Küche drang. „Zurückgekehrt, um dich mit deiner armen, verlassenen Familie auszusöhnen.“„Ich bin wegen Carl hier.“„Du bist hier, weil dein Mann dich geschickt hat.“ Ihr Blick huschte zu meinem Hals, zu dem dortigen Mal, das noch immer verheilte. Ein Ausdruck huschte so schnell über ihr Gesicht, dass ich ihn nicht benennen konnte – er war verschwunden, noch ehe ich entscheiden konnte, ob es Hass oder Hunger war. „Du trägst sein Mal wie eine Le

  • Auserwählt vom Alpha, gebunden durch Verlangen   Der Morgen, an dem ich sie gehen ließ

    Aus Luciens SichtIch hatte noch nie zuvor einen Menschen, den ich liebte, in Oscars Haus geschickt. Als das letzte Mal jemand, der mir am Herzen lag, durch dieses Tor gegangen war, war er nie zurückgekehrt; ich hatte zwölf Jahre damit verbracht, sicherzustellen, dass ich dieses quälende Warten nie wieder erleben musste. Ich hatte Mauern, Verträge und Sicherheitsvorkehrungen genau dagegen errichtet. Und nun setzte ich eigenhändig meine Unterschrift darunter, weil es keinen anderen Weg gab, ein Kind zu retten, für das es sich zu kämpfen lohnte.Doch an diesem Morgen sollte ich es trotzdem erleben.Ich küsste sie – die Stelle an ihrem Hals war noch wund –, erst sanft, dann leidenschaftlicher; meine Hand fand ihre Hüfte und zog sie fest an mich, als hätte mir die Nacht bereits mehr geschenkt, als ich je hätte verlangen können.Sie hauchte: „Noch einmal?“„Ein letztes Mal, bevor ich dich an ein Haus übergeben muss, dem ich nicht traue.“ Ich drehte sie langsam und gründlich unter mich; ich

  • Auserwählt vom Alpha, gebunden durch Verlangen   Die Stimme, die ich niemals haben sollte

    Sloanes SichtweiseWolfslose Omegas sind taub. Das war die eine Sache an mir, an der ich nie zweifeln musste – der eine feste Punkt inmitten all der anderen Zweifel meines Lebens. Keine Wandlung, kein Heulen, kein Wolf unter meiner Haut. Ein Mädchen, geboren in einer Welt, die für Wesen geschaffen ist, die ich niemals sein werde.Ich hörte sie, als ich mit gepackter Tasche im Türrahmen stand – elf Tage vor Carls Operation und eine Nacht vor dem Mondlicht-Ereignis.Gefährtin.Es war kein bloßer Gedanke. Es war nicht meine eigene, erschöpfte Stimme. Es war etwas anderes, etwas Tieferes und Gewisses, das aus einer Schicht unterhalb des bewussten Denkens kam – so wie damals der Sog zu Lucien, als ich ihn auf einem Campus-Hof wahrnahm, noch bevor ich seinen Namen kannte.Ich ließ meine Tasche fallen.„Sloane.“ Lucien trat hinter mich, noch ehe ich mich ganz umdrehen konnte, und leg

  • Auserwählt vom Alpha, gebunden durch Verlangen   Sein Preis

    Sloanes PerspektiveAlle Türen, an die ich geklopft hatte, waren verschlossen. Der Antrag auf das Sorgerecht war abgewiesen worden. Die Ältestenratssitzung, von der ich zweimal ausgeschlossen worden war. Ryan, der gegenüber von Luciens Schreibtisch saß und mit monotoner Stimme von der gefälschten Unterschrift berichtete – als wäre es nichts weiter als eine bloße Tatsache –, und ich, die im Türrahmen stand und begriff, dass es für diesen Abend kein Szenario gab, in dem ich nicht ganz allein für die Wahrheit würde einstehen müssen.Ich sah, wie er die Information aufnahm, sah die Stille, die sich über sein Gesicht legte – so wie immer, bevor er sich entschied, wütend zu werden; eine Stille, vor der ich mich mehr gefürchtet hatte als vor seinen Wutausbrüchen.„Du bist zu Oscar gegangen“, sagte Lucien. „Nachdem ich dir gesagt hatte, du sollst es nicht tun.“„Lucien …“„Du hast ein Dokument zur Sorgerechtszustimmung gefunden, das du nie unterschrieben hattest, bist damit zu Ryan gegangen,

  • Auserwählt vom Alpha, gebunden durch Verlangen   Der Wolf, der nicht gewinnen konnte

    Aus Ryans SichtFrüher sind wir vor dem Training davongelaufen – keiner von uns wollte es beenden. Vor fünfzehn Jahren kletterte ich gemeinsam mit Lucien aus einem Fenster im zweiten Stock; wir lachten dabei viel zu laut, um unbemerkt zu bleiben. Er kam zuerst unten an. Irgendein Instinkt in ihm sorgte schon damals dafür, dass der Boden ihn sanfter auffing als uns andere; er landete immer als Erster. An jenem Tag redete ich mir ein, es spiele keine Rolle, wer zuerst auf dem Boden aufkam – und das habe ich mir in den fünfzehn Jahren seither immer wieder gesagt: stets einen Schritt hinter ihm, nah genug, um eine Rolle zu spielen, aber nie nah genug, um er selbst zu sein.Heute wollte ich eine einzige Sache erreichen, die eigentlich Lucien vorbehalten war – und dabei ging es nicht um Sloane, ganz gleich, was andere dachten oder denken würden, sollten sie mich jemals dabei ertappen, wie ich sie einen Augenblick zu lange ansah. Ich wollte der Mann sein, der tat, wozu Lucien nicht schnell g

  • Auserwählt vom Alpha, gebunden durch Verlangen   Das Alpha, Omega und die schmutzige Affäre

    Sloanes SichtSeine Brust hob und senkte sich langsam. Heute Abend war ich nicht mehr Sloane, das naive Mädchen, das ihrem Schwarm einen Brief geschrieben hatte. Ich war Sloane, Luciens Vertragsfrau. Sein Penis stand steif zwischen seinen Schenkeln, die Adern pulsierten schnell mit jedem Atemzug, u

  • Auserwählt vom Alpha, gebunden durch Verlangen   Sündhafte, brennende Begierden

    Sloanes Sicht.Ich keuchte auf, als Lucien mich vom Boden hob und aufs Bett legte. Er lehnte sich nicht von mir weg, sein Gesicht war so nah, dass ich schlucken musste.Sein Körper presste sich gegen meine nackten Brüste, und seine Hand wanderte zu meinem Rücken. Unbewusst bog ich mich vom Bett weg

  • Auserwählt vom Alpha, gebunden durch Verlangen   Willkommen zu Hause, kleiner Schatz

    Sloanes Sicht.Man sagt, Omegas seien bedeutungslos. Man erinnert uns daran, dass wir nichts wert sind. Deshalb kann jemand wie ich nicht einmal davon träumen, mit jemandem wie Lucien zusammen zu sein. Was er mir damals im College angetan hat, hat es nur bestätigt.Omegas wie ich werden behandelt,

  • Auserwählt vom Alpha, gebunden durch Verlangen   Zu einem Bündnis gezwungen

    Sloanes Sicht.Ein Klopfen an Dads Arbeitszimmer genügte. Ohne auf Erlaubnis zu warten, drehte ich den Türknauf und stieß die Tür auf.Dad saß auf dem Drehstuhl, seine Hand trommelte langsam auf dem Schreibtisch.„Willst du das wirklich tun?“, fragte ich und blieb vor ihm stehen.Unsere Blicke traf

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