LOGINROWANS PERSPEKTIVE
Meine Augen weiteten sich.Er hatte mich gesehen.Die Erkenntnis traf mich so hart, dass mir beinahe die Luft wegblieb. Ich starrte ihn an, während mein Verstand verzweifelt nach irgendeiner anderen Erklärung dafür suchte, warum er dort in der Tür stand.Vielleicht hatte er gar nicht begriffen, was er da gerade gesehen hatte. Vielleicht hatte er nichts gehört.Vielleicht …Nein.Sein Blick ruhte direkt auf mir.Er wusste es. Er hatte gesehen, was ich gerade getan hatte.Mir schoss die Hitze ins Gesicht. Hastig wandte ich den Blick ab, griff nach der Decke und zog sie mit zitternden Händen enger um mich. Ich brachte es einfach nicht über mich, ihn noch einmal anzusehen. Ich wusste nicht einmal, was ich sagen sollte.„Jace …“Sein Name kam nur leise über meine Lippen.Er antwortete nicht. Und gerade diese Stille machte alles noch schlimmer.Ich schluckte schwer. Meine Kehle war plötzlich staubtrocken, und mein Herz hämmerte so laut gegen meine Rippen, dass ich überzeugt war, er müsste es selbst von der Tür aus hören können.Ich wollte, dass er etwas sagte.Irgendetwas.Er sollte mich anschreien. Mich fragen, was zur Hölle ich da gerade getan hatte. Meinetwegen konnte er mich sogar auslachen. Dann wüsste ich wenigstens, was er dachte.Aber Jace stand einfach nur da und sah mich mit einem Gesichtsausdruck an, aus dem ich überhaupt nichts herauslesen konnte.Ich hielt es nicht länger aus.Ich senkte den Kopf und starrte auf den Boden, weil ich es einfach nicht schaffte, ihn anzusehen.
„Oh Gott …“ Meine Hände zitterten so stark, dass ich sie fest gegeneinanderpressen musste. Was hatte ich nur getan? Wie sollte ich ihm nach all dem jemals wieder in die Augen sehen? Allein bei dem Gedanken drehte sich mir der Magen um. Er wusste es. Jace wusste es. Jahrelang hatte ich dieses eine Geheimnis vor ihm versteckt, und jetzt hatte er es auf die schlimmstmögliche Weise herausgefunden. Und ich konnte nichts mehr tun, um das rückgängig zu machen. Ein Szenario nach dem anderen schoss mir durch den Kopf. Was, wenn er es unseren Eltern erzählte? Mir wurde schlecht. Nein. Das würde er nicht tun. Oder doch? Ich wusste es nicht. Und dass ich keine Ahnung hatte, was in seinem Kopf vorging, machte mir fast noch mehr Angst als alles andere. Schließlich zwang ich mich, wieder aufzusehen. Jace sah mich noch immer an. Für einen furchtbaren Moment trafen sich unsere Blicke. Sofort sah ich wieder weg. Mein Gesicht brannte inzwischen so sehr, dass ich mir nichts sehnlicher wünschte, als einfach im Boden zu versinken. Dann bewegte sich Jace, und mein ganzer Körper spannte sich an. Ich wartete darauf, dass er endlich etwas sagte. Doch er tat es nicht. Er drehte sich einfach um und ging. Ich starrte ihm nach und konnte mich nicht bewegen. Das war’s? Er ging einfach? „Jace …“, meine Stimme brach. Er blieb nicht stehen.Ich saß da und starrte auf die leere Türöffnung, meine Hände zitterten noch immer. Erst jetzt begann wirklich zu mir durchzudringen, was gerade passiert war.
Scheiße. Er wusste es. Ich vergrub mein Gesicht in beiden Händen und stöhnte auf. „Ich bin so am Arsch.“ Es gab kein Zurück mehr. Morgen würde ich ihm wieder begegnen müssen. Fuck. Wie sollte ich ihm bloß in die Augen sehen? Ich hatte keine Ahnung. Noch ein paar Sekunden blieb ich sitzen, bevor ich mich schließlich zwang, mich zu bewegen. Als ich vom Bett aufstand, fühlten sich meine Beine merkwürdig schwach an. Ich griff nach meinen Sachen und zog mich an, während meine Hände noch immer zitterten und ich verzweifelt versuchte, mich irgendwie wieder in den Griff zu bekommen. Ich konnte keinen klaren Gedanken fassen. Immer wieder sah ich Jace vor mir, wie er in meiner Tür gestanden hatte. Sein Gesicht. Diese Stille und sein ausdrucksloser Blick. Ich presste die Lippen zusammen und versuchte, das unangenehme Gefühl zurückzudrängen, das sich in meiner Brust ausbreitete. Er fand mich bestimmt widerlich. Jahrelang hatte ich meine Gefühle für Jace versteckt, weil ich wusste, dass er mich ohnehin niemals wirklich wahrnehmen würde. Dann heirateten unsere Eltern, und plötzlich wurde alles noch komplizierter. Er war nicht mehr nur irgendein Typ, den ich heimlich aus der Ferne anhimmelte. Er war mein Stiefbruder.Eigentlich hätte allein das reichen müssen, damit ich endlich aufhörte, so für ihn zu empfinden. Stattdessen hatte ich eine Grenze überschritten, von der ich mir geschworen hatte, sie niemals zu überschreiten.
Ich fühlte mich schmutzig, beschämt. Und ich konnte niemand anderem dafür die Schuld geben als mir selbst. Ich ging zum Spiegel und blieb davor stehen. Mein Gesicht war noch immer gerötet, meine Haare völlig zerzaust, und mir stand die Verlegenheit genauso deutlich ins Gesicht geschrieben, wie ich sie empfand. Sofort sah ich wieder weg. „Oh Mann …“ Ich vergrub das Gesicht in den Händen. Was war nur los mit mir? Jace saß wahrscheinlich gerade in seinem Zimmer und fragte sich genau dasselbe. Vielleicht konnte er überhaupt nicht begreifen, wie ich so etwas hatte tun können, während ich an ihn dachte. Ich kniff die Augen zusammen. Ich wollte mir gar nicht vorstellen, was er jetzt von mir hielt. Aber natürlich hörte mein Kopf trotzdem nicht auf. Vielleicht würde er mir morgen aus dem Weg gehen. Vielleicht würde er es unseren Eltern erzählen. Bei dem Gedanken drehte sich mir erneut der Magen um. Ich kroch ins Bett und zog die Decke über mich, in der Hoffnung, ich könnte einfach einschlafen und die ganze Nacht irgendwie aus meinem Kopf löschen. Aber daraus wurde nichts. Gefühlt stundenlang lag ich wach und starrte an die Decke, unfähig, den Moment zu vergessen, in dem Jace in meiner Tür aufgetaucht war.Jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, sah ich ihn wieder vor mir.
Ich drehte mich auf die Seite. Dann auf den Rücken. Dann vergrub ich mein Gesicht im Kissen. Nichts half. Der Morgen kam viel zu früh. Ich hatte praktisch nicht geschlafen. Den größten Teil der Nacht hatte ich an die Decke gestarrt und mir gewünscht, ich könnte die Zeit zurückdrehen und mich selbst davon abhalten, überhaupt so weit zu gehen. Aber das war sinnlos. Was passiert war, war passiert. Und Jace hatte alles gesehen. Ich stöhnte und zog mir die Decke über das Gesicht. Ich konnte ihm nicht gegenübertreten. Nach letzter Nacht konnte ich doch unmöglich einfach nach unten gehen und so tun, als wäre alles ganz normal. Allein die Vorstellung, ihm über den Weg zu laufen, ließ meinen Magen verkrampfen. Vielleicht sollte ich einfach hierbleiben. Ich ließ die Decke wieder sinken und starrte an die Zimmerdecke. Eigentlich war das gar keine schlechte Idee. Ich könnte den ganzen Tag in meinem Zimmer bleiben. Wenn ich Hunger bekam, schlich ich mich einfach nach unten, sobald ich sicher war, dass Jace nicht da war, schnappte mir schnell etwas zu essen und verschwand wieder, bevor er mich sehen konnte. Langsam nickte ich. Das könnte funktionieren.Die nächsten drei Tage könnte ich ihm komplett aus dem Weg gehen. Ich würde vor ihm aufstehen, mir alles holen, was ich brauchte, und wieder in mein Zimmer verschwinden. Wenn er nach oben kam, blieb ich einfach drinnen. Wenn ich hörte, wie seine Tür aufging, tat ich so, als wäre ich gar nicht da.
Notfalls könnte ich den ganzen Tag irgendwo anders verbringen. Die Bibliothek hatte bis spät abends geöffnet. Dort könnte ich mich die meiste Zeit verstecken. Ich nickte vor mich hin. Perfekt. Dann holte mich die Realität wieder ein. Ich konnte mich doch nicht ernsthaft drei Tage lang in einer Bibliothek verstecken. Wir wohnten im selben Haus. Unsere Schlafzimmer lagen direkt gegenüber. Ich vergrub das Gesicht in den Händen. „Scheiße.“ Es gab keinen Ausweg. Das hier war nicht die Schule, wo ich einfach in einen anderen Flur verschwinden oder mich ans andere Ende der Cafeteria setzen konnte. Das hier war sein Zuhause. Na ja … inzwischen eigentlich auch meines. Und Jace war nur ein paar Schritte von mir entfernt. Früher oder später würde ich ihm begegnen müssen. Mein Magen zog sich wieder zusammen. Langsam setzte ich mich auf und rieb mir über die müden Augen. Vielleicht machte ich das Ganze auch viel schlimmer, als es war. Was, wenn Jace das überhaupt nicht so schlimm fand? Was, wenn er es schon wieder vergessen hatte?Fast hätte ich über mich selbst gelacht.
Natürlich. Als würde irgendjemand einen Raum betreten, seinen Stiefbruder dabei erwischen, wie er seinen Namen stöhnte, und das anschließend einfach vergessen. Ich seufzte tief. Dann stand ich langsam auf und hatte dabei das Gefühl, mich auf etwas deutlich Schlimmeres vorzubereiten als auf ein Frühstück. Als ich schließlich meine Schlafzimmertür öffnete, blieb ich erst einmal ein paar Sekunden stehen und lauschte. Der Flur war still. Ich atmete tief durch und ging die Treppe hinunter. Vielleicht konnte ich mir schnell etwas zu essen holen und direkt wieder nach oben verschwinden. Dann müsste ich ihn nicht einmal sehen. Wie naiv dieser Gedanke gewesen war, merkte ich, sobald ich unten ankam. Jace war schon in der Küche. Nein. Sofort drehte ich mich wieder um, doch noch bevor ich verschwinden konnte, blieb mein Fuß an der Kante einer Stufe hängen. Ich stolperte und griff hastig nach dem Geländer, um mich abzufangen. Natürlich machte ich dabei genug Lärm, um seine Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Fuck. Ich blieb wie angewurzelt stehen. Ich sah nicht einmal zur Küche. Ich wusste auch so, dass er mich gehört hatte. Sobald ich wieder sicheren Halt hatte, eilte ich die Treppe hinauf. Mein Herz schlug so wild, als wollte es mir aus der Brust springen. Ich schaffte es bis in mein Zimmer, zog die Tür hinter mir zu, schloss ab und ließ mich mit dem Rücken daran hinuntergleiten, bis ich auf dem Boden saß.Ich zog die Knie an die Brust und vergrub mein Gesicht darin.
Warum musste ausgerechnet mir so etwas passieren? Ich presste die Augen zusammen und lauschte. Ein paar Sekunden später hörte ich Schritte im Flur. Sofort spannte ich mich an und überprüfte noch einmal das Schloss. Die Schritte verstummten. Dann hörte ich, wie Jaces Zimmertür aufging. Kurz darauf fiel sie wieder ins Schloss. Noch eine ganze Minute blieb ich sitzen, bis mein Magen laut knurrte. Ich stöhnte. Ich hatte solchen Hunger. Also wartete ich noch ein bisschen, bevor ich mich schließlich aufraffte und tief durchatmete. Vorsichtig schloss ich meine Tür auf und öffnete sie gerade weit genug, um hinauszuspähen. Der Flur war leer. Ich trat hinaus und huschte zur Treppe, diesmal mit dem Blick fest auf jede einzelne Stufe gerichtet. Geräuschlos schaffte ich es nach unten und schlüpfte in die Küche. Toast. Ich schnappte mir ein paar Scheiben und griff nach einer Tasse. Bevor ich wieder nach oben rannte, wollte ich mir wenigstens noch schnell einen Tee machen. Ich hatte gerade nach dem Wasserkocher gegriffen, als ich Schritte hörte, die näher kamen. Langsam und gemächlich. Von der Treppe. Mir wurde augenblicklich flau im Magen. Ich musste gar nicht hinsehen. Ich wusste längst, wer es war. Trotzdem drehte ich mich um. Jace kam die Treppe herunter. Oben ohne. Mir stockte der Atem.Der Anblick, wie er da ohne Hemd stand, reichte aus, um meinen ganzen Körper angespannt werden zu lassen, und plötzlich war ich wieder in meinem Schlafzimmer, starrte ihn in der Tür an und wünschte mir, ich könnte verschwinden. Meine Finger lockerten sich um die Tasse, und sie rutschte mir aus der Hand. Das Krachen hallte durch die Küche, als die Tasse auf dem Boden zersprang. Ich starrte darauf, atmete kaum noch, während mein Herz wild in meiner Brust hämmerte.ROWANS SICHTDereks Arm schloss sich wie ein Schraubstock um meine Schultern.Seine Finger gruben sich in meine Haut, und ich kämpfte darum, mein Gesicht ruhig zu halten. Die Musik dröhnte noch immer um uns herum, aber die Leute in unserer Nähe hatten angefangen, aufmerksam zu werden. Gespräche verstummten, während sich immer mehr Köpfe in unsere Richtung drehten.„Alle herhören!“, rief er laut. Seine Stimme schnitt durch die Musik. „Das hier ist Rowan. Wir waren zusammen auf der Schule.“Ein paar Köpfe drehten sich um. Dann noch mehr. Die Menge begann sich zu sammeln, angelockt von dem Tumult.Mein Magen verkrampfte sich.Ich erkannte einige der Gesichter, die mich beobachteten. Ein paar kannte ich aus der Schule, während die anderen Fremde waren, die offenbar Spaß an der plötzlichen Szene hatten. Jemand in der Nähe der Treppe hob sein Handy.Derek bemerkte die Aufmerksamkeit und grinste noch breiter.„Er war unser Lieblings-Boxsack“, fuhr er grinsend fort. „Aber ich bin mir sicher,
JACES SICHT„—und dann fing sie einfach an zu schreien. Mitten im Restaurant. Alle haben sie angestarrt.“Ich lachte und lehnte den Kopf gegen die Couch. Lily lag auf meinem Schoß, ihre Finger spielten mit dem Kragen meines Shirts, während ihre Lippen dieses zufriedene Lächeln umspielten, das sie immer trug, wenn sie meine Aufmerksamkeit hatte.„Hat sie nicht“, sagte ich.„Hat sie doch.“ Lily grinste. „Ich war noch nie in meinem Leben so peinlich berührt.“„Was hast du überhaupt gemacht?“„Ich habe ihr gesagt, sie soll sich beruhigen.“Ich hob eine Augenbraue. „Du hast einer schreienden Frau gesagt, sie soll sich beruhigen?“„Ich wollte ihr doch nur helfen.“„Wahrscheinlich hat sie deshalb noch lauter geschrien.“Lily schlug mir lachend auf die Brust. „Du bist so nervig.“„Aber du magst mich.“„Leider.“Sie lehnte sich wieder an mich und legte den Kopf in die Nähe meiner Schulter. Um uns herum pulsierte die Party. Auf den Sofas in der Nähe lagen Pärchen eng aneinander, küssten sich un
ROWANS SICHTDas Haus war ein Monster.Drei Stockwerke aus Glas und Stein, beleuchtet wie ein Club. Die Musik war so laut, dass ich sie in meiner Brust spüren konnte, noch bevor wir die Haustür erreichten. Menschen strömten auf den Rasen hinaus, rote Becher in den Händen, während sie lachten und sich über den Bass hinweg anschrieen. Einige standen in kleinen Gruppen neben der Einfahrt, während andere unter Lichterketten in verschiedenen Farben tanzten.Ein Paar stolperte lachend an uns vorbei. Jemand rief von einem Balkon im Obergeschoss herunter, und eine Gruppe antwortete mit Jubel.Ich blieb am Rand der Einfahrt stehen.„Ich kann das nicht.“Marcus, der neben mir gegangen war, drehte sich sofort zu mir um.„Doch, kannst du.“Ich schüttelte den Kopf und starrte das Haus an. Mein Magen fühlte sich an, als würde er sich zu einem Knoten zusammenziehen.„Marcus—“„Du kannst es.“ Er sah mich ruhig und ernst an. „Ich bin hier. Ich gehe nirgendwohin.“Ich sah zu den Leuten, die sich drauße
ROWANS SICHTIch rief Marcus an.„Bist du verrückt?“, zischte ich und lief in meinem Zimmer auf und ab. „Dereks Party? Diese Typen werden mich bei lebendigem Leib auffressen. Du hast doch gesehen, was im Laden passiert ist, oder?“Marcus' Stimme klang am anderen Ende ruhig. „Genau deshalb solltest du hingehen. Zeig ihnen, dass du keine Angst hast.“Ich blieb stehen. „Ich habe Angst. Genau das ist das Problem.“„Ich weiß.“ Er seufzte. „Aber dich zu verstecken, wird es nicht besser machen. Es wird sie nur noch dreister machen.“Ich rieb mir über die Stirn und warf einen Blick auf meine Zimmertür. Ich hatte sie geschlossen, senkte aber trotzdem meine Stimme.„Marcus, sie wissen jetzt, wo ich wohne. Derek hat es praktisch direkt vor dem Laden angekündigt. Was, wenn sie beschließen, mir nach der Party nach Hause zu folgen? Was, wenn sie draußen auf mich warten?“„Dann sorgen wir dafür, dass du nicht allein nach Hause gehst.“„Darum geht es nicht.“„Worum geht es dann?“Ich öffnete den Mund
ROWANS SICHTIch ging durch die Haustür und blieb stehen.Jace lag ausgestreckt auf dem Sofa und scrollte auf seinem Handy, als hätte er nicht die geringste Sorge auf der Welt. Der Fernseher lief, war aber stummgeschaltet. Eine halb leere Wasserflasche stand auf dem Couchtisch, und eines der Kissen war auf den Boden gefallen.Er sah nicht auf.„Am Freitag ist eine Party“, sagte er.Ich erstarrte. „Was?“„Bei Derek. Alle aus der Schule werden da sein.“Mein Magen sackte ab.Dereks Party.Sofort kehrte ich gedanklich zu dem kleinen Laden zurück. Derek, der mir den Weg versperrte. Tyler, der lachte. Cole, der mich mit diesem vertrauten, grausamen Gesichtsausdruck beobachtete.Dann hallten Dereks letzte Worte in meinem Kopf wider.Wir wissen jetzt, wo du wohnst.Ich schloss meine Finger fester um meine Schlüssel.„Ich gehe nicht hin“, sagte ich.Endlich sah Jace auf. Seine kalten blauen Augen trafen meine für einen halben Moment, bevor sein Blick wieder zur Seite glitt.„Ich habe nicht ge
ROWANS SICHT„Zweimal an einem Tag. Ich schätze, heute ist unser Glückstag“, sagte Derek in dem Moment, in dem er uns in dem kleinen Laden entdeckte, in den wir gekommen waren, um etwas zu kaufen.Marcus packte mich am Handgelenk und zog mich zum Ausgang.„Komm. Wir gehen.“Ich stolperte hinter ihm her. Mein Herz raste, während mein Blick immer wieder zu Derek und seinen Freunden wanderte. Sie standen einfach nur da und beobachteten uns mit diesen widerlichen Grinsen.Ich konnte die Anspannung in meiner Brust von dem, was draußen passiert war, immer noch spüren. Meine Hände zitterten, und ich hasste den Gedanken, dass Derek es wahrscheinlich sehen konnte.„Schon wieder weg?“, rief Derek uns hinterher. „Aber ihr seid doch gerade erst gekommen.“Marcus blieb nicht stehen. Er zog mich weiter zur Tür.Ich warf einen Blick über meine Schulter.Derek stieß sich von der Wand ab.Mein Magen zog sich zusammen.„Marcus“, flüsterte ich.„Ich weiß.“Derek stellte sich uns in den Weg, noch bevor w







