LOGINDer Regen hörte am zweiten Tag im Haus nicht mehr auf.
Bella stand am Fenster und sah zu, wie das Wasser den Weg zum Haus in Matsch verwandelte. Luca war draußen. Er kontrollierte die Kameras, die er am Vortag aufgestellt hatte. Einfache Dinger. Bewegungsfühler. Nichts Professionelles, aber besser als nichts.
Sie hatte die ganze Nacht schlecht geschlafen. Immer wieder war sie aufgewacht und hatte nach ihm gegriffen. Er war da gewesen. Warm. Ruhig. Trotzdem ließ die Angst nicht nach.
Als die Tür aufging, drehte sie sich um. Luca kam rein, nasse Haare, nasse Jacke. Er streifte sie ab und hing sie über einen Stuhl.
„Alles ruhig“, sagte er.
„Noch.“
Er nickte und ging in die Küche. Bella folgte ihm. Der Kaffee von heute Morgen war kalt. Luca machte neuen.
„Die Ergebnisse kommen heute“, sagte er, ohne sie anzusehen. „Matteo hat geschrieben. Irgendwann am Nachmittag.“
Bella lehnte sich gegen die Theke. „Und dann?“
„Dann wissen sie, dass die Haare zu einer Moretti gehören. Und dann fängt die richtige Suche an.“
Sie schwieg. Der Kaffee gurgelte in der Maschine. Luca stellte ihr eine Tasse hin und nahm selbst eine.
„Wir können nicht ewig hierbleiben“, sagte Bella.
„Ich weiß.“
„Also was machen wir?“
Luca trank einen Schluck. „Wir warten ab, wie heftig sie reagieren. Wenn dein Vater die Hunde loslässt, müssen wir weiter. Wenn er zögert… vielleicht haben wir eine Chance, zu reden.“
„Reden?“ Bella lachte kurz und humorlos. „Mein Vater redet nicht, wenn es um Verrat geht.“
„Dann kämpfen wir.“
Sie sah ihn an. Er meinte es ernst. Das war das Problem. Er meinte immer ernst, was er sagte.
Der Nachmittag zog sich.
Bella versuchte zu lesen. Irgendein altes Buch, das im Regal stand. Die Seiten blätterte sie, ohne etwas mitzubekommen. Luca saß am Tisch und putzte eine Waffe. Ruhig. Methodisch. Als wäre das das Normalste der Welt.
Gegen vier vibrierte sein Handy.
Beide froren.
Luca nahm es und las. Sein Gesicht veränderte sich nicht. Nur die Kiefermuskeln spannten sich an.
„Was steht drin?“ fragte Bella.
„Treffer. Weiblich. Moretti-Linie. Sie haben es eingegrenzt. Nicht auf dich direkt, aber nah genug. Vincent hat die Suche verdoppelt. Carlo auch. Beide Seiten suchen jetzt die Frau.“
Bella setzte sich. Die Beine fühlten sich plötzlich schwer an.
„Wie lange, bis sie hier sind?“
„Keine Ahnung. Das Haus steht unter keinem Namen, den sie kennen. Aber wenn sie lange genug suchen…“
Er legte das Handy weg und sah sie an.
„Wir fahren heute Nacht weiter. Tiefer in den Staat. Ich kenne noch einen Ort.“
Bella nickte. Mehr fiel ihr nicht ein.
Sie packten in einer Stunde. Diesmal noch weniger. Nur das Nötigste. Waffen. Bargeld. Zwei Wechsel der Kleidung. Luca löschte die Kameras und versteckte die Festplatte.
Als es dunkel wurde, verließen sie das Haus. Der Wagen stand unter Bäumen. Der Matsch spritzte, als sie losfuhren. Bella sah im Rückspiegel zu, wie das Haus kleiner wurde. Ein Teil von ihr wollte zurück. Der größere Teil wusste, dass das dumm war.
Sie fuhren zwei Stunden. Kaum Licht. Kaum andere Autos. Luca sagte wenig. Bella auch.
Irgendwann hielt er an einem Motel. Billig. Abgelegen. Er ging rein und kam mit einem Schlüssel raus. Zimmer hinten. Erdgeschoss. Direkter Zugang zum Parkplatz.
Drinnen roch es nach altem Teppich und Zigaretten von Vorjahren. Bella setzte sich aufs Bett. Die Federn quietschten.
Luca schloss ab und stellte die Tasche ab. Dann kam er zu ihr und kniete sich vor sie.
„Hey.“
Sie sah ihn an.
„Wir schaffen das“, sagte er.
„Du weißt das nicht.“
„Nein. Aber ich sag es trotzdem.“
Er legte die Hände auf ihre Knie. Warm. Bella beugte sich vor und küsste ihn. Langsam zuerst. Dann fester. Luca stand auf, drückte sie zurück aufs Bett und legte sich über sie. Die Kleidung landete auf dem Boden. Diesmal war es nicht hektisch. Es war ruhig. Fast vorsichtig. Als hätten sie beide Angst, dass es das letzte Mal sein könnte.
Danach lagen sie nebeneinander und starrten an die Decke. Irgendwo tropfte Wasser.
„Ich will nicht, dass du stirbst wegen mir“, flüsterte Bella.
„Dann stirb ich nicht.“
Sie drehte den Kopf. „So einfach?“
„Nein. Aber ich versuch’s trotzdem.“
Am nächsten Morgen war das Motel noch stiller. Luca war schon wach. Er saß am Fenster und beobachtete den Parkplatz. Bella setzte sich auf.
„Alles ruhig?“
„Ja.“
Sie ging ins Bad, duschte schnell und kam zurück. Luca hatte Kaffee organisiert. Instant. Schlecht. Aber heiß.
Sie tranken schweigend.
Dann vibrierte Lucas Handy wieder.
Diesmal war die Nachricht länger. Er las sie zweimal.
„Was ist?“
„Vincent hat eine Belohnung ausgesetzt. Eine hohe. Für Informationen über die Frau. Und Carlo hat dasselbe gemacht. Beide Seiten bieten jetzt Geld.“
Bella spürte, wie sich ihr Magen zusammenzog. „Das bedeutet…“
„Dass jeder kleine Soldat und jeder Informant jetzt sucht. Nicht nur die eigenen Leute. Auch die Unabhängigen.“
Luca legte das Handy weg. „Wir müssen noch tiefer. Weniger Kontakt. Weniger Spuren.“
„Und die Familien?“
„Die Familien können warten. Zuerst überleben wir.“
Bella nickte. Es fühlte sich an wie Kapitulation. Aber besser als tot.
Sie fuhren den ganzen Tag. Nur Pausen zum Tanken und Essen. Luca mied die großen Straßen. Bella schlief zwischendurch ein und wachte mit steifem Nacken wieder auf. Jedes Mal, wenn sie die Augen öffnete, war er da. Hand am Lenkrad. Augen auf der Straße.
Gegen Abend erreichten sie ein kleines Haus am Rand eines Sees. Noch abgelegener als das erste. Kein Nachbar in Sicht. Nur Bäume und Wasser.
Luca stellte den Wagen hinter das Haus. Sie gingen rein. Es roch nach Holz und Staub. Er machte das Licht an und kontrollierte jede Ecke.
„Für ein paar Tage sicher“, sagte er.
Bella setzte sich auf die Couch. Die Beine zitterten leicht. Nicht vor Kälte. Vor dem, was kam.
Luca setzte sich neben sie. Eine Weile saßen sie einfach nur da. Dann nahm er ihre Hand.
„Wenn die Belohnung hoch genug ist, wird jemand reden“, sagte er. „Auch wenn sie uns nicht finden. Irgendwann kommt jemand auf die Idee, dass es dich sein könnte.“
„Ich weiß.“
„Dann müssen wir uns entscheiden. Entweder wir bleiben für immer weg. Oder wir gehen zurück und stellen uns dem Ganzen.“
Bella sah auf ihre gemeinsamen Hände. „Was willst du?“
„Dich. Am Leben. Bei mir.“
„Das ist keine Antwort.“
„Doch. Das ist die einzige, die zählt.“
Sie lehnte sich an ihn. Sein Arm legte sich um sie. Draußen wurde es dunkel. Der See lag still.
Irgendwann stand Luca auf und machte etwas zu essen. Einfache Sachen aus Dosen. Sie aßen am Tisch. Wenig Worte. Danach räumten sie zusammen ab.
Als Bella ins Schlafzimmer ging, folgte er ihr. Sie zogen sich aus und legten sich hin. Diesmal ohne Sex. Nur Körper an Körper. Lucas Hand auf ihrem Bauch. Ihr Kopf auf seiner Schulter.
„Schlaf“, murmelte er.
„Versuch’s.“
Sie schloss die Augen. Der Regen fing wieder an. Leise gegen das Dach.
Zum ersten Mal seit Tagen dachte sie nicht an den Tod. Nur an den Mann neben sich und daran, wie lange sie das noch durchhalten würden.
Der nächste Tag brachte keine Nachrichten. Keine Anrufe. Keine vibrierenden Handys. Nur Stille und Regen und den See.
Bella ging raus. Die Luft war kalt und feucht. Luca kam hinterher und stellte sich neben sie.
„Denkste, sie haben uns schon aufgegeben?“
„Nein“, sagte er. „Die geben nie auf.“
Sie schwieg. Ein Vogel flog über den See.
„Ich will zurück“, sagte Bella irgendwann. „Nicht jetzt. Aber irgendwann. Ich will nicht mein ganzes Leben weglaufen.“
Luca nickte. „Dann finden wir einen Weg, wie wir zurückkönnen. Ohne dass einer von uns stirbt.“
„Und wenn das nicht geht?“
„Dann bleiben wir weg. Zusammen.“
Sie drehte sich zu ihm. „Du würdest alles stehen und liegen lassen? Deine Position? Deine Familie?“
„Für dich? Ja.“
Die Worte waren einfach. Kein Pathos. Nur Tatsache.
Bella ging auf ihn zu und küsste ihn. Der Regen tropfte auf beide. Luca zog sie enger. Der Kuss wurde tiefer. Dringender. Sie gingen zurück ins Haus, ohne sich zu lösen. Die Tür fiel ins Schloss. Die nassen Sachen landeten auf dem Boden.
Diesmal war es langsam. Auf dem Teppich im Wohnzimmer. Dann gegen den Tisch. Dann im Bett. Bella kam mit seinem Namen auf den Lippen. Luca folgte kurz danach und blieb in ihr liegen, das Gesicht in ihrem Hals.
Danach flüsterte er: „Wir schaffen das.“
Sie wollte es glauben.
Für den Moment tat sie es.
Am Abend kam die nächste Nachricht.
Luca las sie und legte das Handy langsam auf den Tisch.
„Was?“
„Matteo. Jemand hat deinen Namen genannt. Nicht offiziell. Nur als Gerücht. Aber es reicht. Vincent lässt nach dir suchen. Speziell nach dir. Er glaubt, du könntest die Frau sein.“
Bella spürte, wie die Luft wegblieb.
„Er sucht mich.“
„Ja.“
Luca stand auf und ging zum Fenster. „Wir fahren morgen früh weiter. Noch tiefer. Und diesmal schalten wir die Handys aus. Komplett.“
Bella setzte sich. Die Hände zitterten.
„Wie lange können wir das machen?“
„So lange es nötig ist.“
Sie nickte. Mehr konnte sie nicht.
In der Nacht lag sie wach und hörte den Regen. Luca schlief unruhig neben ihr. Ab und zu murmelte er etwas im Schlaf. Namen. Orte. Einmal ihren.
Bella starrte an die Decke und dachte an ihr altes Leben. An die Galerie. An den Tisch in der Küche zu Hause. An die Stimme ihres Vaters.
Alles war weg.
Nur noch das hier.
Und die Frage, wie lange „das hier“ noch halten würde.
Als es hell wurde, standen sie auf, packten und fuhren weiter.
Der Wagen schob sich durch den Matsch. Hinter ihnen blieb das Haus am See zurück. Vor ihnen lag nur Straße und Ungewissheit.
Bella legte die Hand auf Lucas Bein. Er nahm sie, ohne den Blick von der Straße zu nehmen, und drückte einmal fest zu.
Sie sagten nichts.
Es gab nichts mehr zu sagen.
Nur weiterfahren.
Und hoffen, dass die Jagd sie nicht einholte, bevor
sie einen Plan hatten.
Die zwei Toten vom letzten Abend lagen wie Blei in der Luft.Bella saß am Küchentisch und starrte auf die kalte Tasse Kaffee. Luca stand am Fenster und rauchte. Die vierte Zigarette seit dem Aufstehen. Der Rauch zog in dünnen Schwaden durch den Spalt der Tür.„Einer von uns. Einer von euch“, sagte er heiser. „Saubere Nummer. Keine Zeugen. Keine Spuren. Professionell.“„Rache für Enzo.“„Ja. Und die Dons tun so, als hätten sie damit nichts zu tun. Weil sie es vielleicht wirklich nicht tun. Die jungen Hunde handeln schon allein.“Bella rieb sich die Augen. Sie hatte kaum geschlafen. Jedes Mal, wenn ein Auto draußen vorbeifuhr, war sie hochgeschreckt.„Wie lange hält das noch?“„Keine Ahnung. Aber nicht bis zum Ende der drei Monate. Das spürt jeder.“Luca drückte die Zigarette aus und setzte sich ihr gegenüber. Seine Augen waren gerötet.„Raffaele und Salvatore wollen uns sehen. Heute Abend. Gleicher Ort wie letztes Mal.“Bella nickte. Mehr fiel ihr nicht ein.Das Lagerhaus am Dock roch
Das Begräbnis war vorbei.Die schwarzen Wagen rollten vom Friedhof. Die Männer gingen. Die Erde lag frisch auf Enzos Sarg. Bella und Luca fuhren zurück in das Haus am Stadtrand. Keiner von beiden sprach unterwegs. Die Anspannung hing noch in der Luft wie Rauch.Zuhause angekommen, zog Bella die Jacke aus und warf sie über einen Stuhl. Luca schloss die Tür ab und lehnte sich dagegen.„Es hat gehalten“, sagte er.„Für einen Tag.“„Ein Tag ist mehr als nichts.“Bella setzte sich aufs Bett und rieb sich das Gesicht. Die Augen brannten. Sie hatte die ganze Zeremonie über kaum geblinzelt. Jeder Blick, jede Bewegung, jedes Zucken in der Menge war eine mögliche Gefahr gewesen.Luca setzte sich neben sie. Seine Schulter berührte ihre.„Die jungen Soldaten haben das Gesicht verzogen“, sagte er. „Besonders bei uns. Die wollen Blut. Das Begräbnis hat sie nur wütender gemacht.“„Bei den Morettis genauso. Ich hab die Blicke gesehen.“Sie saßen eine Weile schweigend da. Draußen fuhr ein Auto vorbei.
Enzo war tot.Bella saß auf dem Küchenboden und starrte auf das Handy, als würde sich der Text noch ändern. Luca stand am Fenster und rauchte. Die dritte Zigarette hintereinander. Der Rauch zog unter dem Spalt der Tür nach draußen.„Offizielle Todesursache Herzinfarkt“, sagte er heiser. „Inoffiziell hat ihn jemand vergiftet. Jemand aus den eigenen Reihen.“„Carlo?“„Vielleicht. Oder einer der Jungen, die den Frieden hassen. Oder jemand, der will, dass der Krieg weitergeht.“Bella zog die Knie an die Brust. „Der Waffenstillstand ist noch keine sechs Wochen alt.“„Und schon bröckelt er.“Luca drückte die Zigarette im Waschbecken aus und setzte sich ihr gegenüber auf den Boden. Seine Augen waren gerötet.„Wir müssen mit Raffaele und Salvatore reden. Heute. Bevor einer von ihnen auch dran glaubt.“Bella nickte. Die Kehle war trocken.Raffaele antwortete erst nach drei Stunden.Kurze Nachricht. Treffen in zwei Stunden. Anderer Ort. Altes Lager hinter den Docks. Nur sie drei und Salvatore.
Die ersten Tage nach dem Treffen fühlten sich unreal an.Bella und Luca fuhren nicht zurück in eines der alten Verstecke. Stattdessen brachte Raffaele sie in ein kleines Haus am Stadtrand, das unter seinem Namen lief. Kein Luxus. Aber sicher genug. Zwei von seinen Männern blieben in der Nähe. Nicht als Bewacher. Als stille Beobachter.„Ihr seid unter Beobachtung“, hatte Raffaele gesagt, bevor er ging. „Von beiden Seiten. Macht nichts Dummes.“Jetzt saßen sie in der Küche des Hauses und tranken Kaffee, der zum ersten Mal seit Wochen nicht aus einer Dose kam.„Drei Monate“, sagte Bella in die Stille.„Drei Monate“, wiederholte Luca.Sie sahen sich an. Zum ersten Mal seit der Flucht lag keine unmittelbare Todesgefahr in der Luft. Nur die schwere, zähe Ungewissheit.Die erste Woche verlief seltsam ruhig.Keine Schüsse. Keine Nachrichten über neue Tote. Die Straßen, die vorher Kriegsgebiet gewesen waren, blieben still. Bella und Luca blieben größtenteils im Haus. Manchmal gingen sie abends
Die fünf Tage bis zum Treffen fühlten sich an wie fünf Jahre.Bella und Luca wechselten noch einmal den Ort. Ein kleines, heruntergekommenes Apartment am Rand von Queens. Dritter Stock. Hintereingang. Die Vorhänge blieben den ganzen Tag zu. Luca ging nur raus, wenn es absolut nötig war. Bella blieb drinnen und zählte die Stunden.Am ersten Tag schwiegen sie viel.Am zweiten Tag redeten sie über alles, was schiefgehen konnte.Am dritten Tag hörten sie auf zu reden und fingen an, sich festzuhalten.Am Morgen des dritten Tages saß Bella am Fenster und starrte auf die graue Straße. Luca kam hinter sie und legte die Arme um ihren Bauch.„Noch zwei Tage“, murmelte er gegen ihr Haar.„Zwei Tage, und dann entscheiden zwei alte Männer über unser Leben.“„Nein. Wir entscheiden mit. Wir sind am Tisch.“Bella drehte sich in seinen Armen um. „Und wenn sie Nein sagen?“„Dann kämpfen wir. Oder wir sterben. Aber wir sterben nicht auf den Knien.“Sie küsste ihn. Der Kuss war langsam und tief. Sie land
Die zwei Tage bis zum Treffen zogen sich wie Wochen.Bella und Luca blieben in dem kleinen Apartment im dritten Stock. Die Vorhänge blieben den ganzen Tag zugezogen. Luca ging nur raus, um die Umgebung zu prüfen und Essen zu holen. Bella blieb drinnen. Sie putzte die Waffen, die sie hatten. Sie übte, die Pistole schnell aus der Tasche zu ziehen. Sie starrte an die Wand und rechnete durch, wie viele Dinge schiefgehen konnten.Am Abend vor dem Treffen saßen sie auf dem Bett und aßen kalte Pasta aus Plastikschalen.„Die Capos heißen Enzo und Salvatore“, sagte Luca. „Enzo ist von uns. Alt. Hat zwei Söhne verloren. Salvatore ist von den Morettis. Dein Vater vertraut ihm nicht ganz, aber er hat Gewicht.“Bella nickte. „Und Raffaele bringt sie beide.“„Ja. Wenn niemand abspringt.“Sie stellten die Schalen beiseite. Luca legte sich zurück und zog sie mit. Der Sex war langsam und still. Als wollten sie die Nacht festhalten. Danach lag Bella mit dem Kopf auf seiner Brust und hörte den Herzschla







