BLUT & ROSEN đŸŒčđŸ©ž

BLUT & ROSEN đŸŒčđŸ©ž

last updateLast Updated : 2026-10-23
By:  Florence Dennis Updated just now
Language: Deutsch
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Die Familien Moretti und Romano fĂŒhren seit zwölf Jahren einen erbitterten Krieg.‹Eines regnerischen Abends in Manhattan kreuzen sich die Wege von Isabella „Bella“ Moretti, der Tochter des Dons, und Luca Romano, einem gefĂŒrchteten Capo der rivalisierenden Familie. Die Anziehung ist sofort, roh und absolut verboten.‹Was als eine einzige gestohlene Nacht beginnen sollte, wird zu geheimen Treffen, gefĂ€hrlicher Leidenschaft und einem Spiel, bei dem jeder Fehler einen Krieg auslösen kann. Zwischen Blut, LoyalitĂ€t und Verlangen mĂŒssen Bella und Luca entscheiden:‹ihre Familien
 oder einander. Am Ende finden sie einen Weg, die Regeln neu zu schreiben – und sich ihr Happy End zu erkampfen.

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Chapter 1

Kapitel 1 – Regen und Blut

Der Regen kam richtig runter. Nicht so ein leichter Nieselregen, sondern richtig heftig. Isabella Moretti trat aus der Galerie und machte den Schirm auf. Die Luft roch nach nassem Asphalt und Abgasen. Es war fast Mitternacht. Die meisten GĂ€ste waren schon weg. Nur noch zwei Ă€ltere MĂ€nner standen drinnen an der Bar und redeten zu laut ĂŒber irgendein Bild, das sie angeblich kaufen wollten.

Bella zog den Mantel enger. Ihr Fahrer hatte wieder abgesagt. Irgendeine „wichtige Sache“. Sie wusste, was das bedeutete. In ihrer Familie bedeutete das immer Ärger.

Sie ging die Straße runter. Die AbsĂ€tze klackerten auf dem nassen Gehweg. Sie hasste es, allein unterwegs zu sein, aber sie hatte keine Lust, noch lĂ€nger in der Galerie zu warten.

Sie sah den schwarzen Wagen zu spÀt.

Die TĂŒr ging auf und ein Mann stieg aus. Groß. Dunkler Mantel. Er stellte sich direkt in ihren Weg.

Luca Romano.

Bella blieb stehen. FĂŒr eine Sekunde konnte sie nichts tun. Sie kannte das Gesicht. Jeder kannte es. Der Capo von den Romanos. Der Mann, der letztes Jahr drei von den Leuten ihres Vaters umgebracht hatte.

Ihre Hand ging zur Clutch. Die kleine Pistole war drin.

„Lass es“, sagte er. Die Stimme war ruhig. Tief. „Ich bin nicht deswegen hier.“

Bella schluckte. „Dann geh aus dem Weg.“

Er ging nicht. Regen tropfte von seinem Gesicht. Er sah sie einfach an. Zu lange.

„Du solltest um die Zeit nicht allein rumlaufen“, sagte er.

„Ich komme klar.“

Er lĂ€chelte ganz leicht. Nicht freundlich. „Das weiß ich. Deshalb ist das hier dumm.“

Er kam einen Schritt nĂ€her. Bella wich zurĂŒck, bis sie mit dem RĂŒcken an der Wand war. Der Schirm kippte. Kaltes Wasser lief ihr in den Nacken.

„Ich hab dich seit Wochen beobachtet“, sagte er leise. „Hab mir eingeredet, ich soll die Finger davon lassen. Heute Nacht hab ich’s gelassen.“

Bella spĂŒrte, wie ihr Herz zu schnell schlug. „Das ist Selbstmord.“

„Ja.“ Sein Blick ging auf ihren Mund. „Trotzdem steh ich immer noch hier.“

Sie hÀtte die Waffe ziehen sollen. Oder schreien. Oder einfach weglaufen. Stattdessen griff sie in seinen Mantel.

Der Kuss kam plötzlich. Hart. Fast wĂŒtend. Seine Hand war sofort in ihrem Haar und hielt ihren Kopf fest. Bella machte einen Laut, den sie selbst nicht kannte. Der Schirm fiel zu Boden. Der Regen tropfte auf beide.

Als sie sich lösten, atmeten sie beide schwer.

„Eine Nacht“, sagte er heiser. „Nur eine. Dann ist es vorbei.“

Bella sah ihn an. Ihre Lippen brannten. „Du lĂŒgst. Du weißt genau, dass das nicht reicht.“

Er sagte nichts. Er kĂŒsste sie einfach nochmal.

Zwanzig Minuten spĂ€ter waren sie in einem Hotel in Midtown. Suite im obersten Stock. Luca schloss die TĂŒr ab und machte kein Licht an. Nur das Licht von draußen kam rein.

Bella legte die Clutch ab. Die Pistole darin fĂŒhlte sich plötzlich sinnlos an. Sie drehte sich zu ihm um. Er hatte den Mantel schon ausgezogen. Das Hemd spannte ĂŒber der Brust.

„Du kannst immer noch gehen“, sagte er.

„Du könntest mich hier einsperren und meinem Vater den Kopf schicken.“

Er lachte kurz. Ohne Humor. „WĂ€re einfacher.“

Er kam auf sie zu. Bella blieb stehen. Als er vor ihr war, strich er mit dem Daumen ĂŒber ihre Unterlippe.

„Sag es klar. Willst du das oder nicht?“

„Ich will das“, sagte sie. „Auch wenn es uns beide umbringt.“

Mehr brauchte er nicht.

Der nĂ€chste Kuss war hĂ€rter. Er zog ihr den Mantel von den Schultern. Dann den Reißverschluss am RĂŒcken runter. Das Kleid fiel zu Boden. Darunter nur schwarze Spitze.

Luca sah sie an. Lange. „Scheiße“, murmelte er. „Du bist noch schlimmer, als ich dachte.“

Bella griff nach seinem Hemd und riss die Knöpfe auf. Ein paar sprangen auf den Boden. Ihre HĂ€nde fuhren ĂŒber seine Brust. Narben. Mehrere. Eine lange auf der linken Seite, eine unter dem SchlĂŒsselbein.

Er packte sie an den HĂŒften und hob sie hoch. Sie landeten auf dem Bett. Sein Körper war schwer und warm ĂŒber ihr. Er kĂŒsste ihren Hals, biss leicht zu. Bella drĂŒckte die HĂŒften nach oben.

„Nicht so schnell“, keuchte sie.

„Doch“, sagte er gegen ihre Haut. „Wir haben nur die eine Nacht. Ich will alles.“

Seine Hand schob den Stoff beiseite und war sofort da. Bella stöhnte. Laut.

„Schon so nass“, murmelte er. „Und dabei hasst du mich.“

„Ich hasse dich“, sagte sie atemlos. „Aber ich will dich trotzdem.“

Er lachte leise. Das GerĂ€usch ging ihr direkt unter die Haut. Er zog ihr das Kleid ganz aus und warf es weg. Dann setzte er sich zurĂŒck und sah sie an. Bella lag da, nur noch in Spitze, die Haare wild, die Lippen rot.

FĂŒr einen Moment war es still. Nur der Regen draußen.

Dann beugte er sich wieder ĂŒber sie.

Es war nicht zĂ€rtlich. Es war hart und hungrig und ein bisschen verzweifelt. Er kĂŒsste und biss und markierte. Bella kratzte ĂŒber seinen RĂŒcken und zog an seinem Haar. Als er endlich in sie stieß, kam aus beiden ein Laut gleichzeitig.

Sie bewegten sich schnell. Fast wĂŒtend. Bella kam zuerst, mit seinem Namen auf den Lippen. Luca kurz danach, das Gesicht in ihrem Hals vergraben.

Danach lag nur noch der Regen und ihr Atem.

Luca rollte sich zur Seite, aber sein Arm blieb um sie. Bella starrte an die Decke. Ihr Körper fĂŒhlte sich an, als hĂ€tte jemand einen Schalter umgelegt.

„Das war dumm“, flĂŒsterte sie.

„Der beste dumme Fehler seit Langem“, antwortete er.

Er strich mit den Fingern ĂŒber ihre HĂŒfte. Langsam. „Eine Nacht, hast du gesagt.“

„Ich hab gelogen.“

Er lĂ€chelte ganz leicht. „Ich auch.“

Bella setzte sich auf und zog das Laken hoch. „Wenn mein Vater das rausfindet

„Dann sind wir beide tot.“ Luca setzte sich auch auf. Die Laken rutschten runter. Narben und Muskeln im Licht von draußen. „Aber ich bin nicht bereit, dich nach einer Nacht gehen zu lassen. Und du bist es auch nicht.“

Sie wollte widersprechen. Wollte aufstehen und sich anziehen und hier raus. Stattdessen lehnte sie sich vor und kĂŒsste ihn. Langsamer diesmal.

Als sie sich lösten, sagte er gegen ihren Mund:

„Wir machen das weiter. Heimlich. So lange, bis einer von uns nicht mehr kann. Oder bis alles in die Luft fliegt.“

Bella sah ihn an. Sie wusste in dem Moment, dass sie schon verloren hatte.

„Dann lass es in die Luft fliegen“, sagte sie leise.

Draußen wurde der Regen langsam schwĂ€cher.

Irgendwo in der Stadt schliefen zwei Familien, die keine Ahnung hatten, was gerade angefangen hatte.

Und in einem Hotelzimmer in Midtown lagen zwei Menschen, die sich eigentlich umbringen sollten, und fingen an, den gefÀhrlichsten Fehler ihres Lebens zu machen.

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