تسجيل الدخولLUCIANS PERSPEKTIVEIch ging von ihr weg, das Herz bis zum Hals und die Hände an den Seiten zu Fäusten geballt, und ich schaute nicht zurück.Ich konnte nicht zurückblicken. Wenn ich zurückblickte, würde ich ihr Gesicht sehen, und ich würde schwach werden. Ich würde zu ihr zurückkehren, ich würde sie anflehen, ich würde alles tun, damit sie sich für mich entscheidet. Und ich hatte es satt, zu betteln.Das dachte ich zumindest.Die Worte hallten in meinem Kopf wider, bitter und scharf. Ich hatte ihr jede Chance gegeben. Ich war ihr durch den ganzen Palast hinterhergelaufen. Ich hatte sie geküsst. Ich hatte ihr gesagt, dass ich sie liebte. Und dennoch konnte sie sich nicht für mich entscheiden.Ich schritt mit langen, schnellen Schritten durch den Palast und ignorierte die Diener, die sich vor mir verneigten, wenn ich an ihnen vorbeiging. Ich wollte niemanden sehen. Ich wollte mit niemandem sprechen. Ich wollte einfach nur allein sein mit meiner Wut und meinem Schmerz.Ich erreichte mei
NORAS PERSPEKTIVEIch verließ den Speisesaal mit einem Lächeln im Gesicht und einem Stich im Herzen, und ich wusste nicht, wie lange ich diese Fassade noch aufrechterhalten konnte.Greta war heute Morgen so glücklich gewesen. Sie hatte von Lucian gesprochen, von ihren Plänen, von ihren Hoffnungen. Sie hatte mir gesagt, dass sie glaubte, eine Chance bei ihm zu haben. Sie hatte mir dafür gedankt, dass ich so eine gute Freundin war.Und ich hatte dort gesessen, gelächelt und genickt, während ich sie direkt ins Gesicht belog.Ich ging durch den Palast, meine Schritte waren schnell und verzweifelt, und ich spürte, wie die Schuld wie eine physische Last auf mir lastete. Ich hatte Lucian versprochen, nicht mehr davonzulaufen. Ich hatte ihm versprochen, Greta die Wahrheit zu sagen. Aber ich hatte es nicht getan. Ich hatte ihr gegenüber gesessen, ihr in die Augen gesehen und gelogen.Ich konnte es nicht tun. Ich konnte ihr nicht das Herz brechen.Aber ich konnte auch nicht weiter lügen. Ich ko
GRETAS PERSPEKTIVEIch verließ den Speisesaal und fühlte mich so unbeschwert wie schon seit Tagen nicht mehr, und ich konnte das Lächeln nicht unterdrücken, das sich immer weiter auf meinem Gesicht ausbreitete.Nora war heute Morgen so lieb zu mir gewesen. Sie hatte mir zugehört, als ich von Lucian, von meinen Plänen und von meinen Hoffnungen erzählte. Sie hatte genickt und gelächelt und mir gesagt, dass sie an mich glaube. Sie war die Freundin gewesen, die ich gebraucht hatte – die Freundin, als die ich sie schon immer gekannt hatte.Ich dachte darüber nach, was ich gestern mitbekommen hatte – wie Lucian zu Jace gesagt hatte, dass er mir nicht wehtun wolle, dass ich es verdiene, glücklich zu sein. Ich bedeutete ihm etwas. Das wusste ich. Er musste nur noch erkennen, dass ich die Richtige für ihn war.Und ich würde dafür sorgen, dass er es erkannte.Ich ging zielstrebig durch den Palast, während mir die Gedanken vor Pläne nur so schwirrten. Ich würde ihn finden. Ich würde Zeit mit ihm
LUCIANS PERSPEKTIVEIch wachte mit einem Lächeln auf den Lippen auf, und die Erinnerung an ihre Lippen brannte noch immer auf meinen. Zum ersten Mal seit Tagen hatte ich das Gefühl, dass alles gut werden würde.Ich lag noch einen Moment im Bett und ließ die vergangene Nacht Revue passieren. Wie sie sich in meinen Armen aufgelöst hatte. Wie sie mir zugeflüstert hatte, dass sie alles spürte. Wie sie mich mit diesen warmen braunen Augen angesehen hatte – endlich offen, endlich ehrlich.Kein Weglaufen mehr.Sie hatte es gesagt. Sie hatte es versprochen. Und ich glaubte ihr.Ich stand auf und ging zum Fenster, um auf die Gärten unter mir zu blicken. Die Sonne ging gerade auf und tauchte die Blumen und den Brunnen in goldenes Licht, und ich spürte einen Anflug von Hoffnung, wie ich ihn seit Jahren nicht mehr empfunden hatte.Sie gehörte mir. Sie hatte es endlich zugegeben. Und jetzt konnten wir anfangen, uns ein gemeinsames Leben aufzubauen.Ich zog mich schnell an, während mir die Gedanken
NORAS PERSPEKTIVEIch wachte auf, sein Geschmack lag noch immer auf meinen Lippen, und die Erinnerung an seine Hände brannte noch immer auf meiner Haut – für einen Moment vergaß ich, wie man atmet.Ich lag im Bett, starrte an die Decke und berührte meine Lippen mit zitternden Fingern. Sie waren noch immer geschwollen von seinen Küssen, noch immer empfindlich, noch immer kribbelnd vor der Erinnerung an seinen Mund auf meinem. Ich schloss die Augen und spürte es noch einmal – die Kraft seines Kusses, wie er meine Hände gegen die Wand gedrückt hatte, wie er sich geweigert hatte, mich davonlaufen zu lassen.Du gehörst mir, Nora. Und ich werde dich niemals gehen lassen.Seine Worte hallten in meinem Kopf wider, und ich spürte, wie mir die Tränen in den Augen brannten.Ich hatte es zugegeben. Ich hatte endlich zugegeben, dass ich alles fühlte. Und jetzt gab es kein Zurück mehr.Ich setzte mich langsam auf, mein Körper schmerzte vor einer seltsamen, süßen Erschöpfung, und ich blickte mich in
LUCIANS PERSPEKTIVEIch konnte nicht schlafen.Ich lag im Bett und starrte an die Decke, während mir die Gedanken an Nora durch den Kopf schwirrten. Unser Gespräch im Garten spielte sich immer wieder in meinem Kopf ab. Wie sie versucht hatte, mich in Richtung Greta zu drängen. Wie sie sie gelobt und in bestmöglichem Licht dargestellt hatte. Wie sie sich von mir entfernt hatte, ohne sich umzusehen.Sie versuchte wieder zu fliehen. Ich wusste es. Ich spürte es bis in die Knochen.Ich stand auf und ging zum Fenster, um in den dunklen Himmel zu blicken. Der Mond verbarg sich hinter Wolken, und die Gärten unter mir lagen im Schatten. Ich dachte daran, wie sie mich angesehen hatte, als ich ihr sagte, dass ich sie liebte. Der Schmerz in ihren Augen. Wie ihre Lippen gezittert hatten.Sie liebte mich auch. Ich wusste, dass sie es tat. Sie hatte nur zu viel Angst, es zuzugeben.Ein Klopfen an der Tür unterbrach meine Gedanken, und Jace trat herein, ohne auf eine Antwort zu warten. Sein Gesicht







