LOGINDas ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Wie viel muss Devlin noch ertragen? 😭 Wenn euch die Geschichte gefällt, fügt sie bitte eurer Bibliothek hinzu und hinterlasst einen Kommentar oder eine Rezension. Das bedeutet mir sehr viel – danke! ♥️🙏🏼
Devlins SichtIch saß noch lange an meinem Schreibtisch, nachdem ich das Archiv verlassen hatte. Das Foto lag vor mir. Ich hatte es so oft gewendet, dass die Ecken schon weich waren, und die drei handgeschriebenen Worte immer wieder gelesen, bis sie sich mir unauslöschlich eingeprägt hatten.*Aus den Alten Landen.*Drei Worte. Drei Worte, die mir mehr Fragen aufwarfen, als sie je beantworteten.Ich fuhr mit dem Daumen über den abgenutzten Rand des Fotos. „Wer warst du?“, flüsterte ich in den leeren Raum.Niemand antwortete. Die Stille ließ mich nicht los.Ich steckte das Foto in meine Handtasche und verließ das Büro. Am anderen Ende des Anwesens gab es eine kleinere Bibliothek, so einen Raum, dessen Existenz die meisten Leute längst vergessen hatten – verstaubte Bände, alte Aufzeichnungen der frühen Alphas, Staub, der sich seit Jahren nicht bewegt hatte. Ich schloss die Tür hinter mir und begann, Bücher herauszuholen.Alte Territorien. Uralte Abstammungslinien. Migrationsregister. All
Devlins SichtDie Tür der Klinik schloss sich hinter mir.Ich stand auf den Stufen und dachte über alles nach, was ich gerade erfahren hatte.Ich hatte immer noch nicht die Antworten, die ich suchte, aber eines war klar: Wenn es mehr über die Vergangenheit meiner Mutter zu erfahren gab, würde ich es nicht in der Klinik finden.Mir kam das alte Verwaltungsgebäude in den Sinn.Das Archiv des Rudels.Geburtsurkunden. Migrationsakten. Ratsdokumente. Alte Berichte. Wenn meine Mutter vor mehr als zwanzig Jahren in Red Moon angekommen war, musste es doch etwas Schriftliches geben.Vielleicht würde ich dort etwas finden.Ich ging los.Ich brauchte niemandes Erlaubnis, um meine eigene Familiengeschichte zu erforschen. Und wenn mein Vater mir einen Teil davon verschwiegen hatte, würde ich herausfinden, warum.Der ältere Teil des Rudelgeländes war still, als ich das Gebäude erreichte. Die meisten Rudelmitglieder kamen nicht mehr hierher. Die neueren Büros hatten fast alles übernommen, sodass hie
Devlins SichtIch konnte nicht schlafen. Nicht nach dem, was ich gehört hatte. Nicht nach Jasons Blick, als ich ihn fragte, ob Chloe schwanger sei.„Es ist meins.“Diese zwei Worte ließen mich nicht los. Sie hallten immer und immer wieder in meinem Kopf wider, als wollte mein Gehirn sichergehen, dass ich den Klang seiner Stimme nie vergaß.Irgendwann fragte ich mich, ob er in einem der Gästezimmer schlief. Wie dem auch sei, ich war froh, dass er es tat. Ich wollte ihn nicht in meiner Nähe haben. Und zum ersten Mal seit ich ihn kannte, war es mir egal.Ich war zu erschöpft, einem Mann hinterherzurennen, der bereits beschlossen hatte, dass unsere Verbindung ihm nichts bedeutete.Irgendwann gegen Morgen schlief ich endlich ein, flach und nutzlos. Als ich aufwachte, schien die Sonne bereits durch die Vorhänge, und mein Körper fühlte sich an, als gehöre er jemand anderem. Schwer. Falsch. Ich drehte den Kopf zu seiner Bettseite. Ich war an seinen Duft gewöhnt. Cesar und Regen. Doch jetzt w
Devlins SichtDas Anwesen war still. Nicht friedlich, nur seltsam still.Eine Stille, in der jedes noch so kleine Geräusch lauter klang, als es eigentlich sein sollte.Ich lag wach neben Jason und starrte in die Dunkelheit, während sein Atem ruhig und gleichmäßig ging.Er schlief.Ich nicht.Meine Gedanken wanderten immer wieder zu den alten Luna-Aufzeichnungen, die ich an diesem Abend gelesen hatte. Die Gesetze. Die Beschränkungen für den Rat. Die Tatsache, dass sie mich nicht einfach ersetzen konnten, nur weil sie entschieden hatten, dass eine andere Frau geeigneter sei.Zum ersten Mal seit Jahren hatte ich etwas gefunden, das mir jenseits meines Titels gehörte. Und das war die Wahrheit.Ich drehte mich auf die Seite und schloss die Augen, aber der Schlaf wollte nicht kommen.Mein Hals wurde schließlich trocken, und ich schlüpfte aus dem Bett und zog meinen Morgenmantel enger um mich, bevor ich die Schlafzimmertür öffnete.Kaum hatte ich die Treppe oben erreicht, als ich Stimmen unt
Devlins SichtAls ich nach Hause kam, gingen mir Jasons Worte vom Vorabend nicht aus dem Kopf. Er wollte, dass wir zum Arzt gehen. Nicht, weil der Rat es ihm befohlen hatte, sondern weil er wollte, dass wir verstanden, was vor sich ging.Ich wollte ihm glauben. Genau das war das Problem.Nach allem, was passiert war, konnte ich Jason nicht mehr einfach so glauben, nur weil ich es wollte.Der Morgen brach an, und ich lag noch immer im Gästezimmer, als ich ein Klopfen hörte.„Herein.“Die Tür ging auf, und Jason stand da.„Guten Morgen.“„Morgen.“Sein Blick schweifte kurz durch den Raum, bevor er auf mir ruhte.„Ich habe den Arzt angerufen.“Ich richtete mich auf. „Schon?“„Er hat uns einen Termin um neun gegeben.“Ich warf einen Blick auf die Uhr neben dem Bett. „Das ist bald.“„Ich weiß. Ich dachte, es wäre besser, es nicht länger hinauszuzögern.“ Ich musterte ihn einen Moment lang.Gestern hatte ich ihn gebeten, mit mir zu reden, bevor ich irgendwelche Entscheidungen bezüglich mein
Jasons SichtDas Ultimatum des Rates lag offen auf meinem Schreibtisch, die Frist rot eingekreist.Vor der Sonnenwende.Sie wollten einen Erben. Sie wollten Gewissheit über die Blutlinie und sie wollten, dass ich handelte, bevor der Rat entschied, dass mein Zögern eine Bedrohung für das Rudel darstellte.Monatelang hatte ich dieses Gespräch vermieden. Jedes Mal, wenn das Thema aufkam, fand ich einen weiteren Grund, es zu verdrängen. Devlin und ich hatten früh in unserer Ehe über Kinder gesprochen. Sie wünschte sich welche. Ich hatte ihr versprochen, dass wir welche bekommen würden, wenn die Zeit reif wäre.Dann vergingen die Monate.Wir versuchten es. Es klappte nicht. Schließlich hörten wir auf, darüber zu reden, weil jeder gescheiterte Monat etwas Schmerzliches zwischen uns hinterließ.Ich starrte das Dokument wieder an und spürte die Last, wie lange ich Devlin diesen Schmerz allein hatte tragen lassen.Es klopfte.Meine Mutter trat ein, ohne eine Antwort abzuwarten. Ihr Blick fiel s







