Masuk„Er muss bald ankommen“, murmelte Dominic, die Augen auf sein Smartphone gerichtet mit einem distanzierten, fast klinischen Blick. Mein Kopf hämmerte, und Fragen wirbelten in meinem Kopf wie ein Sturm.Warum tat er das? Was konnte er überhaupt von so einem verdrehten Plan gewinnen?Dominic blickte vom Bildschirm auf und fing meinen verzweifelten, wütenden Starren ein. Ich stieß gedämpfte Flüche aus, meine Stimme schwach und verzerrt unter dem Band, aber der Hass in meinen Augen sagte alles, was die Geräusche nicht konnten.Ich hatte ihn vom Moment an gehasst, als wir uns trafen, und jetzt hatte sich dieser Hass zu etwas weitaus Gefährlicherem verhärtet.Dominic seufzte, ein gelangweilter Laut, als wäre diese ganze Tortur nichts weiter als eine kleine Unannehmlichkeit. „Hör auf, deine Energie zu verschwenden, Elara“, sagte er und trat mit einer lässigen, fast abweisenden Art vor.Er griff hin und zog das Band von meinem Mund, allerdings nicht mit der Brutalität, die die anderen Männer
Dominics dunkle, halb geschlossene Augen ruhten auf mir, sein Gesicht eine Maske, die ich nicht lesen konnte. Mein Herz hämmerte, als ich erneut Antworten forderte, die Wut in mir stieg an die Oberfläche und mischte sich mit Tränen, die überzulaufen drohten.Vivian kicherte neben ihm, genoss die Show offensichtlich. Sein Blick schnappte zu ihr und schnitt ihre Belustigung ab. „Halt die Klappe“, knurrte er. Dann wandte er sich wieder mir zu, seine Stimme unheimlich ruhig, als würde er einen Geschäftsvertrag ausbreiten.„Ich hab dir Warnungen gegeben“, begann er, der Ton glatt und unnachgiebig. „Von Anfang an, vom Tag, an dem wir uns getroffen haben, hab ich klar gemacht, was ich will.“Ich biss die Zähne zusammen, als Wut durch mich schoss. „Dieses Vertragsding ist Scheiße!“, spuckte ich, die Stimme zitterte vor Wut.Er zuckte nicht. Sein Ausdruck blieb so kalt wie immer. „Wenn du zu meiner Seite gekommen wärst, statt bei Adrian zu bleiben, wäre nichts davon passiert. Ich genieß es nic
ELARA –Das Brennen der Ohrfeigen hallte noch immer in meinem Schädel nach, und der ganze Raum schien sich um mich herum zu drehen und zu schwanken. Meine Sicht verschwamm, und das hatte nichts mit Drogen oder Alkohol zu tun. Es lag allein an der brutalen Wucht der Schläge.Ich stöhnte. Mein ganzer Körper schmerzte. Meine Handgelenke spürte ich kaum noch, denn die Seile hatten sich tief in meine Haut geschnitten und mich so fest an den Stuhl gefesselt, dass ich mich nicht einmal selbst befreien konnte.Die beiden Männer standen ein kurzes Stück entfernt und rauchten. Von Zeit zu Zeit wanderten ihre Blicke zu mir, eine Mischung aus Verachtung und grausamer Belustigung in ihren Augen.Vivian war nicht hier. Sie war ausgegangen, aber ich wusste, dass sie zurückkommen würde. Sie würde sehen wollen, was sie mit mir angerichtet hatte, und jede einzelne Sekunde meines Leidens auskosten.Tränen stiegen mir in die Augen und ließen alles noch verschwommener erscheinen. Ich blinzelte sie weg. Me
ADRIAN –Ich lief die Länge des Zimmers ab und checkte mein Handy alle paar Sekunden, als könnte sich der Bildschirm ändern, wenn ich nur hart genug starrte. Wo zum Teufel war sie? Fast drei Stunden waren vergangen, seit Elara Vale diese Nachricht geschickt hatte, und jeder Anruf landete immer noch direkt auf der Mailbox. Die Unruhe fraß ohne Pause an mir. Ein unruhiges Ziehen saß tief im Bauch und wollte sich nicht lösen.Ich wählte ihre Nummer noch einmal. Nichts. Ich wusste, ich machte mir wahrscheinlich umsonst Sorgen — sie steckte wahrscheinlich nur in der Arbeit fest —, aber das nagende Gefühl, dass etwas nicht stimmte, ließ mich nicht in Ruhe, egal wie oft ich es runterdrückte.Als Nächstes rief ich Holden an. Er ging beim zweiten Klingeln ran, die Stimme so schräg wie immer. „Sir! Was gibt’s?“, fragte er, plötzlich wach.„Find raus, wo Elaras Arbeit stattfindet“, verlangte ich, die Schärfe in der Stimme härter, als ich wollte.„Wie soll ich das anstellen?“, antwortete Holden,
Der Mann mit der Narbe trat näher heran, ein sadistisches Grinsen zog an seinem Mund. „Alles“, sagte er, das eine Wort getränkt von Bosheit. Es lief mir geradewegs das Rückgrat hinunter, und mein Körper schauderte, bevor ich es aufhalten konnte.Er sah zu seinem Partner, dem mit dem dichten Bart, dann ließ er den Blick wieder über mich kriechen, langsam und dreckig, blieb an jeder Stelle von mir hängen, als würde er mir die Kleidung schon im Kopf vom Leib ziehen. „Ihre Lippen sehen so zart aus. Ich frag mich, wie zart der Rest von ihrem Körper ist“, sagte er, die Stimme dick von dem, was dahintersteckte. Seine Augen glänzten dunkel und verdreht, während sie wanderten, und ich fühlte mich entblößt und verletzt, obwohl noch jeder Faden an mir war.Der bärtige Mann zuckte nicht. Sein Gesicht blieb kalt und leer. „Bis der Boss da ist, benehmen wir uns nicht unanständig“, sagte er, flach wie Stein.„Aber der Boss hat gesagt, wir sollen uns um sie kümmern“, antwortete der mit der Narbe. Die
Es tat schlimmer weh als alles, was ich hätte benennen können. Mein Kopf pochte in tiefen, erbarmungslosen Schlägen, die meine Sicht verschwimmen ließen, sobald ich die Augen gewaltsam öffnete. Alles war an den Rändern weich und unscharf. Ich versuchte, Formen auszumachen, Wände, irgendetwas Festes, doch der Raum blieb ein grauer Schleier. Mein Atem kam flach und unregelmäßig, blieb mir im Hals stecken, und da spürte ich es – Klebeband war fest über meinen Mund geklebt und erstickte jedes Geräusch, bevor es ihn verlassen konnte.Als sich der Schleier langsam lichtete, nahm ich den Raum um mich herum wahr. Dunkel. Eng. Das einzige Licht kam von einer einzelnen Leuchtstoffröhre, die von der Decke hing und so stark flackerte, dass sie lange, gebrochene Schatten über die mit Schmutz verschmierten Wände warf. Dann traf mich der Geruch, schwer und säuerlich: feuchter Beton, Schimmel, der hier offenbar seit Jahren vor sich hin wucherte, und etwas darunter, das bereits zu verrotten begonnen h
Ich blinzelte heftig und versuchte, den Nebel aus meinen Augen zu vertreiben. Ich flüsterte Jacksons Namen ein letztes Mal, doch es kam keine Antwort. Der Mann vor mir wirkte größer, als ich ihn in Erinnerung hatte, und er atmete schwer, fast keuchend. Sein Gesicht blieb im Schatten verborgen – das
ELARAPositiv.Diese beiden kleinen roten Linien starrten mich vom Teststäbchen aus an. Ich war schwanger. Meine Hand zitterte, als ich das Testkit hielt, und ich blinzelte es nur an, als könnte ich die Linien zum Verschwinden bringen, wenn ich lange genug starrte. „Das kann nicht passieren“, flüst
„…was hast du im Krankenhaus gemacht? Was für ein Abbruch?“ Moms Stimme zitterte so sehr, dass sie mein ganzes Ohr ausfüllte.„Mom, beruhig dich. Ich erkläre dir alles, das verspreche ich. Ich sag’s dir heute Abend, wenn ich zum Essen vorbeikomme.“„Du weißt wirklich, wie man mir einen Herzinfarkt
Ich sah den Kindern zu, wie sie über das Feld tobten und dem Fußball hinterherjagten, als wäre er das Wichtigste auf der Welt. Ihre Rufe und ihr Lachen erfüllten die Luft, und etwas daran wärmte mich von innen. Allein der Anblick ihrer riesigen Grinser und das pure Glück darin ließen mich automatis







