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Kapitel 2

Penulis: Genesis
last update Tanggal publikasi: 2026-08-06 18:55:16

Der scharfe Chlorgeruch traf mich und ließ meinen Magen rebellieren. Selbst der sanfte Lilien-Duft meines eigenen Shampoos machte mich jetzt übel. Ich holte langsam Luft, versuchte, das Gefühl zu beruhigen, und ging weiter auf Zimmer zwölf zu – die Gynäkologie-Abteilung.

Herauszufinden, dass ich schwanger war, hatte mir die Luft genommen, aber ich klammerte mich immer noch an die winzige Hoffnung, dass die Tests falsch waren. Ich würde es erst glauben, wenn ein Arzt die Worte laut aussprach.

Zwei Frauen warteten bereits. Eine hatte dunkle Locken und stand direkt vor der Tür, die Arme verschränkt, eine Akte fest an die Brust gedrückt. Die andere saß auf der Metallbank mit einem schönen runden Babybauch.

Ich ließ mich auf den Platz neben ihr fallen. „Hi!“, sagte sie fröhlich, ihre Wangen zartrosa. „In welchem Monat bist du?“

„Ich bin nur zur Bestätigung hier“, antwortete ich mit einem unbeholfenen kleinen Grinsen.

„Sieben Monate“, sagte sie stolz. Dann, plötzlich: „Dein Freund ist nicht mitgekommen?“

Ich spannte mich sofort an. Allein das Wort „Freund“ ließ meine Schultern verkrampfen. Ich schüttelte den Kopf.

„Weißt du, ich bin mit Anya schwanger geworden, als ich erst achtzehn war“, sagte sie. „Mein Freund hat mich sofort abserviert, als er es hörte. Meine Eltern haben mich rausgeworfen – sie haben sich so geschämt. Das Leben wurde richtig hart. Ich habe sogar einen Abbruchtermin gebucht, weil ich den ganzen Mist loswerden wollte.“ Sie machte eine Pause, ihre Augen wurden weich. „Aber etwas hat mich aufgehalten. Es fühlte sich an, als würde Anya selbst mit mir sprechen. Ich dachte, ich würde einen riesigen Fehler machen, aber es hat sich als die beste Entscheidung herausgestellt, die ich je getroffen habe.“

Sie wandte sich wieder mir zu. „Also, wenn du dich verloren fühlst oder dich nicht entscheiden kannst, dann hör einfach auf dein Herz. Es kennt immer die Antwort, auch wenn du sie nicht weißt.“

Dr. Gregory Sutton empfing mich im Behandlungszimmer. „Sie bekommen morgen früh einen Anruf mit Ihren Ergebnissen“, sagte er. Ich trug noch das Krankenhaushemd. Er hatte zwei Tests gemacht – einen Urin- und einen Bluttest. Der Urintest war positiv, genau wie die beiden zu Hause. Drei Positive waren kein Zufall. Ich war schwanger.

„Was ist mit… dem Schwangerschaftsabbruch?“, fragte ich, die Worte blieben mir etwas im Hals stecken.

Dr. Sutton schaute über seine großen achteckigen Brillengläser. „Sobald wir sicher sind, können wir darüber sprechen. In den ersten zwölf Wochen ist es sicher.“

Ich nickte und starrte auf meine verknoteten Hände hinunter. Es war wahrscheinlich die sicherste Wahl. Die klügste. Es gab keine Möglichkeit, dass ich mich jetzt um ein Baby kümmern konnte. Ich konnte kaum auf mich selbst aufpassen.

Am nächsten Tag war ich früher als sonst im Star-Waisenhaus. Ich sah den Kindern zu, wie sie über das Feld tobten, ihren Rufen und ihrem Lachen zuhörte. Allein der Anblick ihrer riesigen Grinser ließ mich automatisch lächeln.

„Du kommst nur früh, wenn dir etwas schwer auf dem Herzen liegt“, sagte Schwester Elena, die sich neben mich auf die Bank setzte. „Also erzähl – was ist los?“

Ich hatte die Ergebnisse heute Morgen bekommen. Genau wie erwartet waren sie positiv. Ich hatte gedacht, ich wäre darauf vorbereitet, doch in dem Moment, als ich die Bestätigung sah, war ich zusammengebrochen und hatte geweint.

„Du kennst mich zu gut“, sagte ich und zwang mich zu einem Lächeln. „Mir geht’s gut, wirklich.“

Als der sechsjährige Jordan stürzte und sich das Knie aufschlug, eilte ich zu ihm, brachte ihn zur Krankenschwester. Später, als wir durch die ruhigen Flure schlenderten, sagte Schwester Elena plötzlich: „Du wirst eines Tages eine wunderbare Mutter sein, Elara.“

Ich blieb abrupt stehen. Die Worte hinterließen einen bitteren Geschmack in meinem Mund.

„Woher weißt du das?“, fragte ich leise.

Sie lächelte. „Weil ich es einfach weiß. Du bist freundlich, du kümmerst dich tief, und du liebst diese Kinder.“

„Bitte… sag das nicht“, flüsterte ich, meine Stimme belegt. Die Worte trafen mich mitten in die Brust und taten mehr weh, als ich erwartet hatte.

Dann, in der Privatklinik Gregory, saß ich auf der Kante des Krankenhausbettes in diesem steifen blauen Kittel, die Finger verknotet. Es passierte wirklich. Schwester Elenas Worte hallten immer noch in meinem Kopf nach. Ich hätte jemanden mitbringen sollen. Aber wen? Niemand wusste von der Schwangerschaft.

Mein Handy klingelte. Mom. Videoanruf. Ich holte tief Luft und nahm ab.

„Wo bist du, Schatz?“

„In der Bibliothek!“, log ich und flüsterte.

„Unsinn. Warum siehst du so angespannt aus?“

„Also gut, Miss Elara Vale. Wir können jetzt mit dem Schwangerschaftsabbruch beginnen“, sagte Dr. Sutton, ohne zu ahnen, dass meine Mom keine Ahnung hatte.

„Was? Abbruch?“ Moms entsetzte Stimme drang durch den Lautsprecher.

Ich beendete den Anruf hastig. Dr. Sutton sah mich nun etwas unsicher an. „Sind Sie bereit, Miss Vale?“

Ich nickte. Gott, ich tat es wirklich. Sobald es vorbei war, würde die ganze Sorge verschwinden. Alles könnte wieder normal werden.

Aber in dem Moment, als ich dieses winzige Leben in mir spürte, kippte etwas. Ich packte das Handgelenk der Ärztin, kurz bevor sie die Spritze setzen konnte. Ich bereute nicht, sie aufgehalten zu haben. Eine Minute oder zwei danach schon, doch dann wurde mir klar, welchen riesigen Fehler ich beinahe gemacht hätte. Ich war hier. Ich war die Mutter des Babys, und ich würde alles tun, um dieses Kind zu schützen.

Ich lächelte sanft und legte die Hand auf meinen immer noch flachen Bauch. Ich wusste genau, wie riskant diese Entscheidung war.

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CHERRY
Endlich mal eine Geschichte, die mich sofort gepackt hat! ...️
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