Share

Kapitel 33

Author: Faith mega
last update publish date: 2026-10-28 04:11:22

Tarni

Die schwere schwarze Schachtel stand genau in der Mitte des Kingsize-Bettes, als ich aus dem Badezimmer kam.

Ich blieb abrupt stehen, das feuchte Handtuch um meine Brust fühlte sich plötzlich an wie Blei. Eine lange, erstickende Minute starrte ich nur auf den mattschwarzen Karton, völlig gelähmt. Es gab keine Schleife. Es gab keine Karte. Nur die schroffen, geometrischen Kanten einer Schachtel, die nicht da gewesen war, als ich vor fünfzehn Minuten unter die Dusche gegangen war.

Rafferty
Continue to read this book for free
Scan code to download App
Locked Chapter

Latest chapter

  • DER VERBOTENE PAKDES MAFIA -KONICS    Kapitel 33

    TarniDie schwere schwarze Schachtel stand genau in der Mitte des Kingsize-Bettes, als ich aus dem Badezimmer kam.Ich blieb abrupt stehen, das feuchte Handtuch um meine Brust fühlte sich plötzlich an wie Blei. Eine lange, erstickende Minute starrte ich nur auf den mattschwarzen Karton, völlig gelähmt. Es gab keine Schleife. Es gab keine Karte. Nur die schroffen, geometrischen Kanten einer Schachtel, die nicht da gewesen war, als ich vor fünfzehn Minuten unter die Dusche gegangen war.Rafferty war sicher im angrenzenden Wintergarten eingeschlossen, mit einem Skizzenbuch und einem Tablett voller Essen, bewacht von zwei Männern, denen Silas uneingeschränkt vertraute. Ich war allein.Ich ging vor, meine nackten Füße sanken in den plüschigen anthrazitfarbenen Teppich, und streckte die Hand aus. Meine Finger zitterten leicht, als ich den Deckel anhob.Drinnen, auf einem Bett aus schwarzem Seidenpapier, lag ein Kleid.Langsam zog ich es heraus, der Stoff floss über meine Hände wie Flüssigke

  • DER VERBOTENE PAKDES MAFIA -KONICS    Chapter 32

    TarniIch verbrannte den Zettel im Waschbecken des Badezimmers.Ich hielt ein zitterndes Streichholz an die Ecke des schweren weißen Kartons und sah zu, wie die Flamme die elegante schwarze Tinte auffraß.Ich habe die Schlüssel. Das Papier kräuselte sich, verwandelte sich in zerbrechliche schwarze Asche, die ich mit eiskaltem Wasser in den Marmorabfluss spülte.Rafferty hatte mich ein Dutzend Mal gefragt, was es bedeutete. Ich log ihm ins Gesicht. Ich sagte ihm, es sei nur eine psychologische Taktik von Silas, eine grausame Erinnerung daran, dass wir eingesperrt waren.Ich konnte ihm die Wahrheit nicht sagen.Ich konnte ihm nicht sagen, dass Julian, der lächelnde, polierte Underboss, in unser abgeschlossenes Zimmer geschlüpft war, während wir wach waren.Wenn Rafferty wüsste, dass das Monster bereits unser einziges Heiligtum durchbrochen hatte, würde sein Geist völlig zusammenbrechen.Es war jetzt Vormittag, auch wenn man das beim Blick aus dem Fenster nicht merkte. Der tasmanische St

  • DER VERBOTENE PAKDES MAFIA -KONICS    Kapitel 31

    Tarni„Dreihundert Millionen Dollar.“Die Worte hingen in der eiskalten, rot beleuchteten Luft des Serverraums. Sie ergaben keinen Sinn. Sie klangen wie eine Fremdsprache, eine lächerliche, unmögliche Abfolge von Silben, die völlig von der Realität abgekoppelt war.Ich starrte auf das Blut, das an Silas’ Knöcheln trocknete. Ich sah auf den dunklen, durchnässten Stoff seines Hemdes. Ich wartete auf die Pointe. Ich wartete darauf, dass er blinzelte, den grausamen Witz fallen ließ und mir sagte, er wolle mich nur aus meiner Panik schocken.Er blinzelte nicht. Seine bernsteinfarbenen Augen waren todernst und bohrten sich geradewegs durch meinen Schädel.Ein schrecklicher, gezackter Laut riss sich den Weg aus meiner Kehle. Es sollte ein Lachen sein, aber es klang wie zerbrechendes Glas.„Du lügst“, würgte ich hervor und schüttelte den Kopf so heftig, dass meine Sicht verschwamm. Ich trat einen Schritt zurück und brachte Abstand zwischen mich und seine blutbefleckten Hände. „Meine Mutter ko

  • DER VERBOTENE PAKDES MAFIA -KONICS    Chapter 30

    Kapitel 30Tarni„Es tut mir leid.“Die Worte hingen nicht einfach nur im rot beleuchteten Serverraum; sie bohrten sich wie gezackte, rostige Nägel in meine Brust.Rafferty saß auf dem kalten Betonboden, den Rücken fest gegen das Metall-Serverrack gepresst. Er sah mich nicht an. Er starrte blind auf seine eigenen zitternden Hände, die Brust hob und senkte sich in heftigen, qualvollen Schluchzern, die seinen gebrechlichen Körper vollständig durchrissen.Mein Gehirn wies die Information gewaltsam zurück. Es stockte und weigerte sich völlig, den Horror dessen zu verarbeiten, was er gerade gestanden hatte.Er hatte ihr das Gift gegeben.Mein kleiner Bruder. Der Junge, für den ich Erbrochenes von den Böden der Spelunken gewischt hatte, um ihn zu ernähren. Der Junge, für den ich jede einzelne Unze meiner Jugend geopfert hatte, um ihn vor der Grausamkeit der Welt zu schützen. Er war derjenige gewesen, der das tödliche synthetische Toxin in den Drink unserer Mutter gemischt hatte.Eine Übelke

  • DER VERBOTENE PAKDES MAFIA -KONICS    Chapter 29

    Kapitel 29Tarni„Strom wird jetzt abgeschaltet.“Die klinische, roboterhafte Stimme aus dem Funkgerät des toten Capos hing in der eiskalten, blutgetränkten Luft der unterirdischen Docks.Ich schrie nicht. Ich weinte nicht. Mein Gehirn weigerte sich einfach, die Worte zu verarbeiten. Ein lautes, hochfrequentes Klingeln brach in meinen Ohren aus und übertönte vollständig das gewaltige Tosen der Tasmanischen See, die gegen die eisernen Tore brandete. Meine Sicht verengte sich, die Ränder der Kaverne bluteten ins Schwarze.Meine Mutter. Die Frau, für die ich gehungert, geblutet und meine buchstäbliche Freiheit verkauft hatte, um sie zu retten.Julians Männer waren in ihrem Krankenhauszimmer in Sydney. Sie zogen gerade die Stecker an der Aethelgard-Biotech-Bypass-Maschine. Genau jetzt.Silas ließ die Pistole fallen. Sie klirrte laut auf den Betonboden. Er stürzte vor, riss das schwere Satellitenfunkgerät aus dem Griff des Toten, seine blutbefleckten Hände rutschten am Kunststoffgehäuse ab

  • DER VERBOTENE PAKDES MAFIA -KONICS    Chapter 28

    Kapitel 28Tarni„Rafferty!“Ich schrie seinen Namen so laut, dass es die rohe Schleimhaut meiner Kehle aufriss. Ich schlug meine Hände flach gegen das verstärkte Glas des Serverraums, die Knie knickten unter mir ein.Drinnen im rot beleuchteten Raum zuckte mein Bruder nicht einmal zusammen. Seine Augen waren weit, leer und völlig hohl. Der schwere schwarze Lauf der Pistole war so fest gegen seine eigene Schläfe gepresst, dass die Haut um die Mündung herum grellweiß wurde. Und direkt hinter ihm ruhten Airlie Thornes zarte Hände auf seinen Schultern, ihre haselnussbraunen Augen durch das Glas auf mich gerichtet, mit einem kalten, toten Lächeln.Silas versuchte nicht zu verhandeln. Er verschwendete keine einzige Sekunde damit, durch das undurchdringliche Glas zu schreien.Er zog seine Waffe, zielte direkt auf das schwere Magnetschloss der Stahltür und feuerte drei Mal in schneller Folge.Die ohrenbetäubenden Schüsse explodierten im engen Betonflur. Das Schloss sprühte heftig Funken, rau

More Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status