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Kapitel 144 : Alexanders Wahrheit 2

Author: Déesse
last update publish date: 2026-09-12 08:49:49

Alexanders Stimme wird dumpfer, ernster, schwerer.

— Nur dass es kein Unfall war, Eva. Marcus Thorn ließ die Bremsen seines Wagens manipulieren. Er bezahlte einen Mechaniker dafür, die Bremsleitungen teilweise zu durchtrennen, so dass die Flüssigkeit nach und nach auslief, so dass die Bremsen im schlimmsten Moment versagten, auf einer Landstraße, in einem Gefälle, an einem Regentag. Der Mechaniker verschwand am nächsten Tag. Seine Leiche wurde nie gefunden.

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    Alexanders Stimme wird dumpfer, ernster, schwerer. — Nur dass es kein Unfall war, Eva. Marcus Thorn ließ die Bremsen seines Wagens manipulieren. Er bezahlte einen Mechaniker dafür, die Bremsleitungen teilweise zu durchtrennen, so dass die Flüssigkeit nach und nach auslief, so dass die Bremsen im schlimmsten Moment versagten, auf einer Landstraße, in einem Gefälle, an einem Regentag. Der Mechaniker verschwand am nächsten Tag. Seine Leiche wurde nie gefunden. Die Tränen laufen über meine Wangen, still, brennend, aber ich wische sie nicht weg. Ich will sie spüren. Ich will sie willkommen heißen. Diese Tränen sind für meinen Vater, für sein zerstörtes Leben, für seine verlorene Ehre, für seinen einsamen Tod auf einer Landstraße. — Die Polizei schloss auf einen Unfall. Mechanisches Versagen, Kontrollverlust, keine Beteiligung Dritter. Ein schlampiger Bericht, unterzeichnet von einem Inspektor, der einige Monate später mit einer komfortab

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    Er verstummt und wartet auf meine Reaktion. Ich betrachte sein Gesicht, dieses Gesicht, das ich mehr liebe als alles auf der Welt, dieses Gesicht, gezeichnet von Schmerz und von Liebe, von Schuld und von Mut. Und ich sehe einen Mann, der sein Leben damit verbracht hat, die Fehler seines Vaters wiedergutzumachen, ein junges Mädchen zu beschützen, das nicht einmal wusste, dass es ihn gab, eine Last zu tragen, die nicht die seine war, ohne sich je zu beklagen, ohne je aufzugeben, ohne je zu schwächeln. — Ich habe die Akte gelesen, sage ich langsam. In der Kiste waren Überwachungsberichte, Fotos, Kontoauszüge. Aber da war noch etwas anderes. Persönliche Notizen. Anmerkungen am Rand. Hat ein Stipendium erhalten. Hat unsere Hilfe abgelehnt. Hat ihr Rezept nicht erneuert. Scheint besser zu gehen. Hat heute gelächelt. Du hast mich nicht ausspioniert, nicht wahr? Du hast über mich gewacht. — Ich habe es versucht. Ungeschickt, wahrscheinlich. Wie ein Schutz

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    — Eva Am nächsten Morgen schneit es. Große träge Flocken fallen vom weißen Himmel und bedecken die Rasenflächen, die Bäume, die Dächer des Herrenhauses mit einem makellosen Mantel. Die Stille ist so groß, dass man eine Flocke hören könnte, die sich auf das Fenster legt, und im Kamin unseres Schlafzimmers tanzen die Flammen ihren stillen Tanz und werfen bewegte Schatten an die Steinwände. Alexander ist vor mir wach, ausnahmsweise. Als ich die Augen öffne, finde ich ihn auf einen Ellbogen gestützt, seine schwarzen Augen auf mein Gesicht gerichtet mit einer Intensität, die mich erröten lässt. Er sieht mich an, wie man ein Meisterwerk betrachtet, wie man ein Wunder bestaunt, wie man eine Erscheinung verehrt. Er sieht mich an mit Liebe, mit Dankbarkeit, mit fast religiöser Inbrunst. — Guten Morgen, flüstere ich, noch schlaftrunken. — Guten Morgen, meine Königin. Er beugt sich zu mir, drüc

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    Meine Finger gleiten seinen Oberkörper hinab, seinen Bauch, seine Hüften. Ich befreie sein Geschlecht aus seiner Hose, nehme es in die Hand, streichle es mit bewusster Langsamkeit. Er ist hart, geschwollen, pulsierend unter meinen Fingern, und ein Stöhnen entweicht seinen Lippen. Sein Kopf fällt zurück, sein Nacken wölbt sich, seine Augen schließen sich. Er gibt sich vollkommen hin, und diese Hingabe ist das Schönste, was ich je gesehen habe. Ich führe ihn in mich ein, langsam, Zentimeter für Zentimeter. Meine Muskeln passen sich seiner Größe an, ziehen sich um ihn zusammen, nehmen ihn in mir auf, wie man einen König in seinem Palast empfängt. Er ist in mir, tief, vollkommen, und ich beginne, mich zu bewegen. Eine langsame, wellenförmige, hypnotische Bewegung. Meine Hüften zeichnen Kreise, Achten, Arabesken. Ich hebe und senke mich, ich beuge mich vor und zurück, ich variiere den Rhythmus, die Amplitude, die Tiefe. Ich spiele auf seinem Körper w

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    Meine Augen füllen sich mit Tränen, aber es sind keine Tränen der Trauer. Es sind Tränen der Heilung, der Befreiung, der Vergebung. Ich beuge mich zu ihm, lege meine Stirn an seine, atme seinen Geruch ein, seine Gegenwart, seine Liebe.— Ich vergebe dir, Alexander. Ich habe dir bereits vergeben. An jenem Tag, im Keller, als du mir alles offenbart hast, habe ich verstanden, warum du getan hast, was du getan hast. Und heute, nachdem ich beinahe dich verloren hätte, ermesse ich, wie unbedeutend all das ist. Die Fotos, die Berichte, die Geheimnisse... all das ist nichts im Vergleich zu der Liebe, die ich für dich empfinde. All das ist nichts im Vergleich zu dem Glück, das wir gemeinsam aufbauen können.— Eva...— Sei still, flüstere ich gegen seine Lippen. Sag nichts mehr. Zeig es mir.Er richtet sich langsam auf, seine Hände lassen meine los, um mein Gesicht zu umrahmen, seine Daumen streicheln meine Wangenknochen, meine Schläfen, meine Lip

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