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Kapitel 146 : Der Rivale

Author: Déesse
last update publish date: 2026-09-19 18:34:42

— Eva

Die Wochen, die auf Alexanders Geständnis folgen, sind die friedlichsten meines Lebens.

Das Herrenhaus in den Catskills, dieser alte Steinriese, der mir bei meiner Ankunft so bedrohlich erschienen war, ist zu unserem Heiligtum geworden. Jeden Morgen erwache ich in seinen Armen, meinen Kopf auf seiner Brust, meine Hand auf seinem Herzen. Jeden Abend schlafe ich an seiner Seite ein, wiegt mich der regelmäßige Rhythmus seines Atems, beruhigt durch die Gewissheit seiner Gegenwart. Wir habe
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    Er lächelt auf diese besondere Weise, die eigentlich kein richtiges Lächeln ist, und kommt näher. Seine Hand legt sich auf meinen Knöchel und wandert langsam an meiner Wade hinauf. Seine Finger zeichnen kleine Kreise auf meine empfindliche Haut. Ich erschauere. Er setzt seine Erkundung fort, gleitet an meinem Oberschenkel entlang und hält wenige Zentimeter vor meiner intimsten Stelle inne. Seine Hand bleibt dort liegen. Warm, reglos, zugleich so nah und so weit entfernt. „Heute Nacht werde ich dich nicht nehmen“, sagt er. „Noch nicht. Vielleicht überhaupt nicht. Heute werde ich dich streicheln, küssen und verwöhnen. Ich werde dich immer wieder an den Rand des Höhepunkts bringen, aber ich werde dich nicht darüber hinauslassen. Nicht, bevor ich es erlaube. Und vielleicht werde ich dir diese Erlaubnis erst in einigen Stunden geben.“ Mein Atem beschleunigt sich. Allein die Erwartung wird zur Qual. Eine raffinier

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    TatianaDas Zimmer liegt im sanften Licht, das von den schweren purpurroten Samtvorhängen gedämpft wird. Auf dem Kamin, den Nachttischen und dem Schminktisch stehen Dutzende Kerzen. Ihre kleinen Flammen tanzen und werfen bewegliche Schatten an die Wände.Die Luft ist von einem Duft erfüllt, den ich nicht genau zuordnen kann. Vielleicht Sandelholz oder Oud. Ein orientalischer, betörender Duft, der meine Sinne verwirrt.Nikolai steht am Fußende des Bettes, mit dem Rücken zum Kamin. Er trägt eine schwarze Hose und ein weißes Hemd, dessen Ärmel hochgekrempelt sind und seine muskulösen Unterarme freigeben.In seinen Händen hält er ein Bündel roter Seidenschnur. Sie ist dünn, geschmeidig und glänzend. In seinen Handflächen windet sie sich wie eine scharlachrote Schlange. Er streicht mit den Fingerspitzen darüber, wickelt sie langsam auseinander und zeigt sie mir.„Heute Abend spielen wir ein anderes Spiel“, sagt er ruhig. Seine Stimme

  • Daddy und ich   Kapitel 233 – Der Balkon 3

    Nikolai beugt sich über den Brunnen und bricht mit bloßer Hand ein Stück Eis ab. Fasziniert und erschrocken beobachte ich, wie er es zu mir bringt. Zwischen seinen Fingern beginnt es bereits zu schmelzen.Er lässt das eiskalte Wasser über meine Haut gleiten. Ich schreie überrascht auf und zucke zusammen. Die Kälte ist so intensiv, dass sich mein Körper unwillkürlich anspannt.„Still“, murmelt er. Seine Stimme klingt nun beinahe hypnotisch. „Du wirst dich daran erinnern.“Er wiederholt die Bewegung und nimmt weiteres Schmelzwasser auf. Ich beobachte ihn mit weit geöffneten Augen. Sein Gesicht wirkt konzentriert, beinahe schön in seiner unnachgiebigen Intensität.Als er schließlich zufrieden ist, richtet er sich wieder auf.„Du gehörst mir“, sagt er. Es ist keine Frage, sondern eine Feststellung. „Alles an dir gehört mir.“Er kommt näher, und die Wärme seines Körpers steht in scharfem Gegensatz zu meiner kalten Haut. Was darauf folgt, ist von einer Intensität, die mich an meine Grenzen

  • Daddy und ich   Kapitel 232 – Der Balkon 2

    Er lässt mich Schritt für Schritt zurückweichen. Meine nackten Füße sinken in den Pulverschnee. Die Kälte beißt in meine Zehen und steigt bis zu meinen Knöcheln hinauf, doch ich nehme sie kaum noch wahr. Sein Blick hält mich gefangen.Schließlich berührt mein Rücken das steinerne Geländer. Die eisige Oberfläche lässt mich zusammenzucken.„Ist dir kalt?“, flüstert er an meinem Ohr.Ich nicke. Meine Zähne klappern inzwischen so heftig, dass ich kaum sprechen könnte. Doch er steht vor mir, sein Körper eine warme Festung gegen die Kälte. Seine Hände liegen fest auf meinen Hüften, während seine Daumen sanft über meinen Bauch streichen.Zwischen uns vibriert eine Spannung, die selbst die Stille der Winternacht nicht vertreiben kann.Er löst den Verschluss seines Gürtels. Das leise metallische Klicken klingt in der Ruhe der schlafenden Gärten ungewöhnlich laut.Ohne ein weiteres Wort hebt er mich hoch. Seine Hände umfassen meine Oberschenkel, und im nächsten Moment sitze ich auf dem eisigen

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    TatianaSeit Stunden liegt die Nacht über dem Anwesen. Eine tiefe, stille und eisige Winternacht. Der Palast ist in Dunkelheit getaucht. Nur Nikolais Arbeitszimmer leuchtet noch hinter den Sprossenfenstern.Es ist bereits nach dreiundzwanzig Uhr, als er wie immer unangekündigt mein Zimmer betritt. Ich sitze vor dem Kamin, ein Buch auf den Knien, das ich kaum wahrnehme. Meine Gedanken sind ganz woanders.Das leise Geräusch der sich öffnenden Tür lässt mich aufblicken. Er trägt noch seinen Anzug vom Tag, die Krawatte ist gelockert und der Kragen seines Hemdes geöffnet. In seinen grauen Augen liegt ein besonderer Glanz. Derjenige, der stets seinen gefährlichsten Ideen vorausgeht.„Steh auf, Tatiana. Wir gehen an die frische Luft.“„An die frische Luft? Es ist fast Mitternacht und draußen sind es minus fünfzehn Grad.“„Eben deshalb. Die Kälte schärft die Sinne. Sie wird dich daran erinnern, dass du lebst. Und ich werde dich daran erinnern, dass du mir gehörst.“Er lässt mir keine Zeit zu

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    Eine neue Berührung. Seidig und kühl gleitet sie über meinen Bauch und schlingt sich um meine Taille. Vielleicht Seide oder hauchdünner Satin. Der Stoff streichelt meine Haut, wandert hinauf zu meiner Brust und legt sich um meine Brüste. Das Gefühl ist köstlich, beinahe unerträglich intensiv.„Seide“, flüstere ich.„Sehr gut. Du bist eine ausgezeichnete Schülerin.“Die Berührungen folgen aufeinander und überlagern sich. Federn, Metall, Seide, Fell, weiches Leder, rauer Baumwollstoff, schmelzendes Eis. Jede Textur ist eine Entdeckung, jede Empfindung eine Überraschung. Ohne meinen Sehsinn wird mein Körper zum einzigen Gebiet, auf dem sich dieses Experiment abspielt. Meine Haut ist überall empfindsam, jede Nervenendung hellwach, jede flüchtige Berührung löst eine Welle des Vergnügens aus.„Und jetzt?“Etwas Kaltes und Feuchtes legt sich auf meine Brustwarze. Eis. Ein kleiner Würfel, der langsam auf meiner erhitzten Haut schmilzt.

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