FAZER LOGINMANHATTAN GLOBAL CONVENTION CENTER, MIDTOWN MANHATTANDer Whitmore-Konvoi fuhr kurz vor neun unter das gläserne Vordach. Sicherheitsleute standen schon an den Türen postiert, die sich unablässig drehten, dazu Führungskräfte, Investoren und eine Delegation von Beamten, die leise Deutsch sprachen, nahe der Garderobe, Fotografen, die den Eingang nach jedem absuchten, der eine Bildunterschrift wert war. Apples Banner standen neben Ausstellungen zu Logistik, Infrastruktur und moderner Fertigung, das ganze Atrium erfüllt von der Energie eines Raumes voller Menschen, die alle glaubten, die wichtigste Person darin zu sein.Eine Empfangsdame begrüßte sie an der Tür. „Mr. Whitmore. Mrs. Whitmore. Willkommen."„Guten Morgen", sagte Malcolm.Dane trennte sich von ihnen, um sich mit der Sicherheit des Veranstaltungsorts abzustimmen. Priya blieb einen Schritt hinter Adrianna, scrollte schon durch die Terminänderungen des Vormittags.Ein Mann in einem gut geschnittenen marineblauen Anzug kam auf sie
WHITMORES RESIDENZ — SCHLAFTRAKTRegen klopfte gleichmäßig gegen die Fenster. Der Raum blieb dunkel, bis auf einen schmalen Streifen Stadtlicht, der durch die Vorhänge fiel.Adrianna wachte plötzlich auf. Sie drehte sich vorsichtig um. Malcolm lag noch neben ihr, ein Arm über die Decke gelegt, sein Atem langsam und gleichmäßig.Sie sah ihn einen Moment an, dann stand sie vorsichtig auf. Die Matratze bewegte sich kaum. Sie schlüpfte in ihren Morgenmantel, zog den Gürtel fest und verließ das Zimmer, schloss die Tür leise hinter sich.Als sie unten an der Treppe ankam, war auch die andere Bettseite schon leer.**In der Küche brannten nur die Unterschrankleuchten. Das ganze Anwesen wirkte, als schliefe es um sie herum. Adrianna füllte ein Glas am gefilterten Wasserhahn und hatte gerade einen Schluck genommen, als hinter ihr Schritte über den Marmor kamen.Malcolm. Barfuß, weißes T-Shirt, dunkle Jogginghose, das Haar noch nicht g
THE LANGHAM HOTEL — MIDTOWN MANHATTAN Gläser wanderten durch den Raum. Gelächter, gerade laut genug, um über das Streichquartett hinwegzutragen, das vor einer Stunde aufgegeben hatte, gegen den Saal anzuspielen, und sich elegant geschlagen gegeben hatte. Malcolm kam getrennt an, direkt von einem Meeting, das sich in die Länge gezogen hatte, sein Jackett trug noch die Falte vom Autositz. Adrianna war schon seit sieben dort, arbeitete sich im Namen von Apex durch Investoren und Vorstandsmitglieder, ein Glas Champagner, das in ihrer Hand langsam schal wurde. Die beiden bearbeiteten den Saal die meiste Zeit von entgegengesetzten Enden aus und trafen sich nur in der Mitte, wenn es darauf ankam. Ein Manager von Mitsubishi fand sie in der Nähe der Fenster und blieb zwanzig Minuten. Eine Hand landete in ihrem Kreuz, um sie zu einem besseren Blick auf die Skyline zu lenken. Malcolm hatte ein Auge darauf.
FIONAS WOHNUNGDie Wohnung war still – die Vorhänge noch zugezogen, die Kaffeemaschine noch aus, die Schuhe von letzter Nacht liegengelassen an der Tür, wo sie aus ihnen herausgestiegen war. Fiona war schon angezogen, als die Gegensprechanlage summte, ein Glas Wasser in der einen Hand, das Haar noch feucht von der Dusche.Sie drückte den Knopf.„Du hast elf gesagt."„Ich weiß. Ich— hör zu, ich hab Frühstück mitgebracht."„Es ist neun."„Glaubst du, Essen entschuldigt, dass du zu früh bist?"„Hilft normalerweise."Sie lachte, bevor sie sich zurückhalten konnte.„Komm rauf."Er kam ein paar Minuten später mit zwei Papiertüten und einem Pappträger mit Kaffee, streifte sich das Jackett ab, noch bevor er irgendetwas abgestellt hatte.„Blaubeermuffin?"„Du hast dir das gemerkt."„Du hast drei Samstage hintereinander dasselbe bestellt."„Ich wusste nicht, dass ich studiert werde."„Ich studiere alles."Sie sah ihn über den Rand ihrer Kaffeetasse an.„Ich weiß."Statt sich zu setzen, bemerkte
Liebe wird nicht immer erklärt. Manchmal ist sie einfach der Ort, an dem sich jemand entscheidet zu stehen.WHITMORES RESIDENZ — SCHLAFZIMMERAdrianna wachte vor dem Wecker auf und fand Malcolm schon wach neben sich, einen Arm hinter dem Kopf verschränkt, er starrte an die Decke, als schulde sie ihm eine Antwort.Sie bewegte sich nicht gleich.Die Bibliothek war noch immer bei ihr – der Ordner, die Häkchen, der Bleistiftstrich, den sie fast um Mitternacht gefunden und seither nicht erwähnt hatte. Sie hatte noch nicht entschieden, was sie damit tun sollte. Also hatte sie nichts getan. War zurück ins Bett gegangen. Hatte ihn neben sich schlafen lassen, ohne ein Wort über die Version von ihm zu verlieren, die sie still in einem Laufwerk sitzend gefunden hatte, von dem er wahrscheinlich vergessen hatte, dass es existierte.Er drehte den Kopf. „Woran denkst du?"Sie sah zuerst weg, ungewöhnlich genug, dass er auch das bemerkte, auch wenn er nichts sagte.„Schlechte Nacht?", fragte er.„Nei
WHITMORES RESIDENZ — SCHLAFZIMMERDie Vorhänge standen schon offen, als Adrianna aus dem Bad kam, ein Handtuch locker über eine Schulter geworfen, während sie sich Feuchtigkeitscreme in die Hände rieb. Das Schlafzimmer trug die leisen Geräusche eines weiteren beginnenden Wochentags – das gedämpfte Summen des erwachenden Anwesens draußen, das ferne Rauschen der Dusche, die Malcolm gerade eben benutzt hatte, das entfernte Murmeln des Personals im Flur.Sie ging zum Frisiertisch, befestigte ein Paar kleiner goldener Ohrringe, während sie auf die E-Mails auf ihrem Handy blickte.Drei von der Kanzlei.Eine von Apex.Eine weitere von der Rechtsabteilung, ob sie die überarbeitete Klausel zum geistigen Eigentum vor der heutigen Unterzeichnung durchgesehen habe.Sie tippte mit einer Hand eine kurze Antwort, während sie mit der anderen nach einem marineblauen Blazer im Kleiderschrank griff.Hinter ihr stand Malcolm vor dem Spiegel und richtete den Knoten seiner Krawatte.„Du bist in letzter Zei







