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Kapitel 350

Author: Ein Glücksfischchen
Danach brachte er es nicht mehr über sich, noch länger zu bleiben, und verließ hastig den Saal.

„Sebastian! Sebastian!“

Charlotte und Justin liefen ihm hinterher.

Doch Sebastian war bereits verschwunden.

Im Festsaal wurde die Übertragung auf der Leinwand beendet. Lars trat nach vorn und entschuldigte sich für die Störung. Doch die Gäste schenkten dem Zwischenfall keine allzu große Bedeutung mehr. Schließlich war Herr Rossi der Mittelpunkt dieses Abends. Seinetwegen waren sie gekommen.

Klara sah
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  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 355

    Wenn er heute an die Hochzeit zurückdachte, waren damals wohl zwei Menschen enttäuscht gewesen. Nicht nur Klara, sondern auch ihre Oma.Der Wunsch der alten Dame war doch so einfach gewesen. Welche Großmutter freute sich nicht darauf, ihre geliebte Enkelin bei einer großen, festlichen Hochzeit zu sehen?Bei diesem Gedanken zog sich etwas schmerzhaft in seiner Brust zusammen.In letzter Zeit überfiel ihn dieser Schmerz immer häufiger ...Während seine Gedanken kreisten, fuhr ein Wagen vor und parkte in seiner Nähe.Im Rückspiegel sah er, wie Klara in Julians Begleitung ausstieg. Auch er öffnete die Tür und ging ihnen entgegen.Im goldenen Morgenlicht begegneten sich ihre Blicke.„Klara.“Er beschleunigte seine Schritte.Ihre Miene blieb ungerührt. Sie nickte ihm zu.„Du bist da. Gehen wir.“Er hatte ihr so viel zu sagen.„Klara, ich habe wirklich nie daran gedacht, mich von dir scheiden zu lassen. Ich habe gesagt, dass ich mein ganzes Leben mit dir verbringen will. Daran hat sich nie et

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 354

    „Meinst du?“ Charlotte hatte das leise Gefühl, dass mehr dahintersteckte.„Natürlich“, versicherte Justin. „Außerdem hast du immer noch einen Trumpf: deine ehrenamtliche Arbeit damals. Erinnere ihn daran, und Sebastian verzeiht dir alles.“Charlotte brachte ein gequältes Lächeln zustande.Dieser vermeintliche Schutz war womöglich eine tickende Zeitbombe. Niemand wusste, wann sie explodierte. Dann stand sie noch viel schlimmer da.„Was ist los?“ Justin merkte, dass etwas nicht stimmte.Charlotte wagte nicht, ihm die Wahrheit zu sagen. Die ehrenamtliche Helferin von damals war gar nicht sie gewesen. Sie hatte sich nur zum Spaß im Krankenzimmer aufgehalten. Sebastian war damals so gut aussehend gewesen und hatte ihr auch noch Geschenke als Dank angeboten. Sie hatte sich auf den ersten Blick in sein hübsches Gesicht verliebt. Außerdem waren seine Geschenke teuer und ganz nach ihrem Geschmack gewesen. Also hatte sie das Missverständnis einfach nicht aufgeklärt.„Mach dir keine Sorgen“, sagt

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 353

    Sebastian lag zu Hause auf dem Boden. Noch nie war ihm sein Leben so trostlos erschienen.Da klingelte sein Handy und zerriss die nächtliche Stille.Er sprang auf und suchte fieberhaft danach.Schließlich fand er es unter dem Couchtisch. Er zog es hervor und sah aufs Display. Justin.Kraftlos sank er wieder zu Boden, nahm den Anruf aber an.„Sebastian! Ich muss dringend mit dir reden!“ Justin klang aufgeregt.Sebastian dagegen brachte kaum die Kraft zum Sprechen auf. „Was ist?“„Was machst du gerade? Hast du nicht gesehen, was im Netz los ist? Das eskaliert völlig! Julians Beitrag steht immer noch ganz oben in den Trends. Du musst endlich Stellung beziehen!“Julian?Ganz oben in den Trends?Sebastians Gedanken waren wie in Watte gepackt. Während Justins Stimme ihm in den Ohren dröhnte, öffnete er die sozialen Medien.Ach ja. Das hatte er völlig vergessen ...„Hör mir zu, Sebastian. Du musst sofort eine Erklärung veröffentlichen, dass du und Klara bereits geschieden seid. Dann hast du s

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    Klara fragte nicht weiter nach. Hauptsache, die beiden hatten ihre Abreibung bekommen.Julian gab dem Fahrer das Zeichen zum Losfahren und wandte sich dann an sie.„Geh heute früh ins Bett. Morgen hast du doch noch etwas vor. Ich begleite dich.“Klara nickte.Es war gut, dass ihr Cousin mitkam. Dann konnte Sebastian wenigstens nicht wieder irgendwelche Spielchen treiben.Endlich ging es zu Ende.Fünf Jahre.Nachdem Justin und Charlotte ihre Verletzungen im Krankenhaus hatten versorgen lassen, fuhren sie zu Charlottes Wohnung.Schwer verletzt waren sie nicht. Keine inneren Blutungen, keine Knochenbrüche. Sie sahen nur furchtbar aus. Vor allem die schwarz gekleideten Männer aus den beiden Wagen hatten gezielt ins Gesicht geschlagen. Deshalb waren ihre Gesichter bis zur Unkenntlichkeit zugeschwollen. Der übrige Körper schmerzte zwar ebenfalls, doch dort waren kaum Verletzungen zu sehen.„Verdammte Scheiße! Die hat Rossi geschickt, ganz bestimmt!“Justin ließ sich aufs Sofa sinken. Inzwisc

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    Doch die Frauen dachten nicht daran, Charlotte loszulassen. Stattdessen zerrten sie noch heftiger an ihren Haaren.Justin brüllte auf und stieg aus, um ihr zu helfen. Da schoss plötzlich ein weiterer Wagen heran und stellte sich quer vor ihn. Noch bevor er ganz zum Stehen kam, sprangen mehrere schwarz gekleidete Männer heraus. Sie schnitten Justin den Weg ab und schlugen ohne ein Wort auf ihn ein.Justin konnte sich kaum selbst schützen. Währenddessen hielt eine der Frauen Charlotte weiter an den Haaren fest und zog sie zum Fenster. Eine andere griff hinein und öffnete die Tür.Charlotte wurde aus dem Wagen gezerrt.„Gib die Sachen zurück! Und das Geld! Du Betrügerin!“Dann prasselten auch auf sie Schläge und Tritte ein.Weder Justin noch Charlotte hatten eine Chance, sich zu wehren.Am Ende herrschte ein solches Durcheinander, dass die beiden nicht einmal mehr wussten, wer sie gerade schlug.So schnell, wie die beiden Gruppen gekommen waren, verschwanden sie auch wieder. Nach dem kurz

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    Danach brachte er es nicht mehr über sich, noch länger zu bleiben, und verließ hastig den Saal.„Sebastian! Sebastian!“Charlotte und Justin liefen ihm hinterher.Doch Sebastian war bereits verschwunden.Im Festsaal wurde die Übertragung auf der Leinwand beendet. Lars trat nach vorn und entschuldigte sich für die Störung. Doch die Gäste schenkten dem Zwischenfall keine allzu große Bedeutung mehr. Schließlich war Herr Rossi der Mittelpunkt dieses Abends. Seinetwegen waren sie gekommen.Klara sah zum Ausgang und sagte zu Julian neben sich:„Manche Leute nehmen offenbar besonders gern Geld und Geschenke an, die ihnen nicht zustehen. Da muss doch jemand dafür sorgen, dass sie alles zurückgeben.“Julian nickte.„Ganz deiner Meinung.“Der Empfang ging weiter. Draußen blickten Justin und Charlotte zurück in den hell erleuchteten Saal. Doch für sie führte kein Weg mehr hinein.Charlotte sah Justin durch einen Tränenschleier an.„Justin, ich hatte an dem Tag wirklich zu viel getrunken. Und dann

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