MasukDas stimmt doch …„Ich wollte nur, dass du mir die …“„Wo ist da der Unterschied?“Sie hatte den Satz „mir die Aufgaben erklärst“ noch nicht zu Ende gesprochen, da fiel er ihr schon ins Wort.Im nächsten Moment steckte er ihr den Fünf-Euro-Schein wieder in die Jackentasche und ging wie der Wind an ihr vorbei. Beim Weggehen warf er ihr noch zu: „So weit ist es mit mir nun wirklich noch nicht gekommen!“Das also meinte er damit, dass sie ihn einmal um Hilfe gebeten hatte.Wahrscheinlich erinnerte er sich nur noch dunkel an diese Begebenheit und hatte alles davor und danach längst vergessen.Nur sie erinnerte sich noch daran, dass sie in jenen verwirrenden und zugleich entschlossenen Jahren die verletzlichsten Seiten des anderen gesehen hatten.Aber vielleicht war das auch besser so. Es war ohnehin nur ein dunkles Kapitel ihrer Jugend …„Klara …“ Oma riss sie aus ihren Gedanken. „Du willst … weiß er es?“,fragte sie leise.Klara warf einen Blick zu Sebastian, der in der Küche stand, schüt
Klara war wie erstarrt. Erst in diesem Moment begriff sie, wie es bei ihm zu Hause wirklich zuging.Zu stolz, um sich das gefallen zu lassen, hob er keinen einzigen Geldschein auf.Sie hörte ihn mit eisiger Stimme sagen: „Behalt dein Geld. Ab heute nehme ich keinen Cent mehr von dir!“Damit drehte er sich um und ging.Die Person im Auto sprang heraus, lief ihm hinterher und schrie: „Na schön! Dann sieh bloß zu, wie du ohne mein Geld klarkommst! Mal sehen, wie du ohne mich überleben willst!“Die tief stehende Abendsonne tauchte ihn in goldenes Licht. Er grinste trotzig, ohne sich umzudrehen. „Keine Sorge. Eher suche ich mir eine reiche Frau, die für mich bezahlt, als noch einmal zu dir zurückzukommen!“Was sollte das denn bitte heißen? Klara, die damals noch auf der Schule war, stand der Mund offen!Andererseits kannte sie solche verletzenden Worte nur zu gut. Wenn ihre Mutter sie wieder einmal beschimpfte, sagte sie oft, dass sie reine Brotverschwendung war und sich doch lieber auf der
Sebastian konnte zwar kochen, aber mit Kochen im Freien hatte er kaum Erfahrung.Schon das Anzünden des Feuers stellte ihn vor eine große Herausforderung.Er versuchte es immer wieder, bekam aber einfach kein Feuer zustande. Am Ende war sein Gesicht voller Ruß und Asche. Klara dagegen war ganz anders. In den Ferien hatte sie als Kind oft Zeit auf dem Land verbracht und mit den anderen Kindern dort alles Mögliche ausprobiert, Feuer gemacht, auf Bäume geklettert und sich draußen herumgetrieben.Als Mitglied der Nachbargruppe konnte sie das irgendwann nicht mehr mit ansehen. Sie ging zu ihm, räumte die Feuerstelle frei und half ihm, das Feuer neu zu entfachen.Er starrte einen Moment lang auf die plötzlich auflodernden Flammen. Vielleicht war ihm bewusst, wie verloren er gerade wirkte, denn er brachte nicht einmal ein Dankeschön über die Lippen.Danach lief es bei ihm jedoch erstaunlich gut. Schon daran, wie selbstverständlich er die Zutaten vorbereitete und das Essen zubereitete, erkannt
„Kein Problem.“ Seine Stimme klang sichtlich gut gelaunt.Diese gute Stimmung blieb auch bestehen, als sie bei Oma ankamen.Zu diesem Zeitpunkt wollte Oma gerade zu Mittag essen. Auf dem Tisch standen nur eine einfache Schüssel Haferbrei, etwas eingelegtes Gemüse und ein Teller mit grünem Salat. Als sie die beiden sah, war sie überrascht und gleichzeitig etwas verlegen und wollte das Essen schnell wegräumen.„Was macht ihr denn um diese Uhrzeit hier? Habt ihr schon gegessen? Ich mache euch schnell etwas zu essen!“Klara sah auf das einfache Essen auf dem Tisch. Es hatte nichts mit den reichhaltigen Mahlzeiten zu tun, die Oma jedes Mal für sie zubereitete. „Oma, warum isst du nur so etwas?“Oma räumte hastig den Brei und das Gemüse weg. „Das ist nur der Rest vom Frühstück. Es war nur schade, ihn wegzuwerfen, also esse ich ihn eben noch auf. Normalerweise esse ich natürlich nicht so.“Klara glaubte ihr kein Wort. Sie sah Oma an und zog schmollend die Lippen zusammen.„Ach komm, schau nic
„Ja, Frau Wolf. Dieses Haus liegt tatsächlich in der besten Lage unserer Anlage, direkt am See. Wenn das Wetter wärmer wird, kommen sogar Schwäne hierher. Es ist wirklich sehr idyllisch.“ Der Makler stimmte ihm zu.Sebastian nahm ihre Hand und führte sie auf die Terrasse, damit sie den Ausblick auf sich wirken lassen konnte.Die feuchte, frische Luft vom See strömte ihr entgegen. Sie atmete tief ein und nahm den Duft von Bäumen und frisch gemähtem Gras wahr. Es fühlte sich tatsächlich angenehm an.„Und? Gefällt es dir?“, fragte er und hielt weiterhin ihre Hand.Klara blickte auf seine Hand, die auf ihrer lag. Na gut, dieses eine Mal ließ sie es durchgehen. Schließlich gefiel ihr dieses Haus wirklich gut.Sie nickte.Das machte Sebastian noch zufriedener. „Ich finde es auch sehr passend. Vielleicht können wir sogar selbst hier einziehen, sobald die Renovierung abgeschlossen ist. Was Lukas’ Hochzeit betrifft … darum kümmern wir uns später.“Klara stand auf der Terrasse und überlegte bere
Sebastian startete den Motor wieder, fuhr aber weiterhin nicht in Richtung Omas Haus.„Ich zeige dir ein Haus.“ Er seufzte leise. „Als ich gestern deinen Personalausweis genommen habe, ging es eigentlich darum, dir ein Haus zu kaufen.“Klara runzelte die Stirn. „Ein Haus kaufen?“„Wollten deine Eltern doch ein Haus für Lukas kaufen, damit er heiraten kann?“ Er erwiderte.„Haben sie sich wieder an dich gewandt?“, fragte Klara wachsam.Sebastian antwortete nicht.Sein Schweigen war Antwort genug.„Wann war das? Warum weiß ich nichts davon?“Er warf ihr einen Seitenblick zu. Ein leichtes Lächeln lag in seinen Augen. „Bei deinem Temperament? Glaubst du wirklich, sie trauen sich, es dir zu erzählen?“Klara verstand nicht, woher sein halb amüsiertes Lächeln kam. Sie spürte nur, wie ihr Ärger in ihr hochstieg. Ihre Familie war wirklich immer gut darin, ihr Steine in den Weg zu legen! Immer fanden sie einen Weg, sie vor Sebastian schlecht dastehen zu lassen!„Sebastian, kannst du bitte aufhöre







