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Kapitel 6

Auteur: Linn
Noah weigerte sich ums Verrecken, die Auflösung der Verlobung zu akzeptieren.

Wenn Helena die Verlobung einseitig lösen wollte, brauchte sie Beweise. Nur wenn sie Noah nachweisen konnte, dass er mit Emma Schneider geschlafen hatte, würde die Familie Müller zustimmen.

Bis heute hatte Helena keinen einzigen echten Beweis in der Hand.

Jedes Mal, wenn sie deswegen mit Noah stritt, verlor sie am Ende die Beherrschung und redete wie im Fieber auf ihn ein.

Mit der Zeit hielten alle sie nur noch für hysterisch.

Emma machte kein Geheimnis daraus, dass sie an Helenas Stelle wollte. Jeder sah das. Nur Noah nicht.

Inzwischen hoffte Helena fast schon, dass Emma Noah endlich reinlegte. Am besten so gründlich, dass sich am Ende nichts mehr abstreiten ließ.

Am Vormittag sprach Helena mit dem Privatdetektiv. Danach fuhr sie wieder ins Seniorenheim. Es ging noch immer um die aufgelöste Verlobung, doch ihre Großmutter blieb bei ihrer Haltung.

Die Großmutter wollte davon nichts hören. Erst wenn Noah ihr selbst ins Gesicht sagte, dass ihre Beziehung zerbrochen war, wollte sie mit der Familie Müller darüber reden.

Helena war am Ende ihrer Kräfte, als sie in der brennenden Sommersonne nach Hause ging.

Sie wollte Noah nicht heiraten. Also kam für sie auch die Müller-Gruppe nicht mehr infrage. Sie fing an, sich neu zu bewerben.

Ihr Kalender füllte sich schnell mit Vorstellungsgesprächen. Wenigstens ließ Noah sie in dieser Zeit einigermaßen in Ruhe.

So vergingen fast zwei Wochen.

An einem Morgen um acht lag Helena noch im Bett. Sie hatte in der Nacht lange an Entwürfen gearbeitet und war erst im Morgengrauen eingeschlafen.

Ihr Handy klingelte. Es war eine unbekannte Nummer.

Helena nahm ab, ohne etwas zu sagen. Am anderen Ende sprach Noah zuerst.

„Leni, ich stehe vor deiner Tür. Jetzt reicht es mit der Funkstille, oder? Ich bin extra gekommen, um dich zu besänftigen. Frühstück habe ich auch dabei. Mach mir auf.“

„Was willst du hier? Hast du Emma schon ins Ausland geschickt?“ fragte Helena kühl.

In den letzten zwei Wochen hatte der Privatdetektiv, den sie auf Noah angesetzt hatte, kein einziges vertrauliches Foto von ihm und Emma machen können.

Wenn das so weiterging, konnte es ewig dauern.

Vielleicht ließ sich diese Verlobung wirklich erst lösen, wenn Noahs Geduld endgültig aufgebraucht war.

Noah ging auf ihre Frage nicht ein. Stattdessen sagte er: „Heute sind alle bei uns. Oma hat mich geschickt, dich abzuholen. Später kommt deine Großmutter auch noch dazu. Du willst doch nicht, dass die beiden sofort merken, dass wir schon wieder Ärger haben.“

Helena hielt in der Bewegung kurz inne und zog die Stirn zusammen.

Frau Müller hatte sie immer wie ihre eigene Enkelin behandelt. Wenn Helena ausgerechnet vor ihr die Auflösung der Verlobung ansprach, wusste sie nicht einmal, ob die alte Dame ihr zustimmen würde.

Am Telefon redete Noah weiter auf sie ein.

Helena antwortete nur kühl: „Warte.“

Sie ließ sich absichtlich Zeit und brauchte fast eine Stunde, bis sie endlich herauskam.

Noah wartete noch immer vor der Villa. Die Tüte hielt er noch in der Hand, doch seine Ungeduld war ihm inzwischen deutlich anzusehen.

Helena würdigte ihn keines Blickes, zog einfach die Tür zum Rücksitz auf und stieg ein.

Noahs Miene verdunkelte sich. „Helena, hältst du mich für deinen Chauffeur?“

„Ich setze mich ganz sicher nicht auf Emmas Platz.“ Helena verschränkte die Arme vor der Brust.

Noah biss die Zähne zusammen, stellte die Frühstückstüte auf die Mittelkonsole und sagte: „Iss wenigstens etwas.“

Helena warf nur einen kurzen Blick auf die Tüte. Natürlich hatte Noah wieder bei Emmas Lieblingsladen gekauft. Sogar die Croissants waren genau die, die Emma immer aß.

Mit einem kalten Lachen ließ Helena das Fenster herunter und warf die Tüte ohne jedes Zögern vor die Villa.

Da verlor Noah endgültig die Geduld. „Helena, jetzt gehst du zu weit!“

„Dann halt an.“ Helena war wütend und wollte sich mit ihm anlegen.

Noah schlug mit der Hand aufs Lenkrad und hatte keine Lust mehr, sich weiter mit ihrer Trotzreaktion herumzuschlagen.

Anderthalb Stunden später erreichten sie das alte Anwesen der Familie Müller.

Kaum gingen sie den Flur entlang, drang schon heiteres Lachen aus dem Inneren.

„Ich warte ja nur noch darauf, endlich mal ein Urenkelchen im Arm zu halten. Bert, jetzt wo du zurück bist, wird es langsam wirklich Zeit. Dein Neffe steht schon kurz vor der Verlobung, und du hast immer noch keine Freundin. So geht das nicht weiter.“

Die kräftige Stimme der alten Dame hallte ihnen entgegen.

Helena stockte. Sie hatte nicht damit gerechnet, Bert hier zu sehen.

„Was ist jetzt schon wieder?“ Noah bemerkte, dass sie stehen blieb, und sah genervt über die Schulter zu ihr zurück. „Sind dir die paar Schritte etwa schon zu viel? Soll ich dich tragen?“

Helena hob nur den Blick und ging an ihm vorbei weiter.

Noah schnalzte genervt mit der Zunge. „Ehrlich, langsam weiß ich echt nicht mehr, wie ich es dir noch recht machen soll.“

Wie erwartet stand Bert schon in der Halle.

Im Kreis der versammelten Verwandten fiel er sofort ins Auge.

Im Anzug wirkte er ruhig und unangreifbar. Auf seinen Lippen lag ein flüchtiges Lächeln, doch sein Blick blieb kühl.

Das Licht fiel genau auf ihn und hob seine Züge noch mehr hervor. Kein Wunder, dass selbst einige der Hausangestellten immer wieder verstohlen zu ihm hinübersahen.

Helena setzte ein höfliches Lächeln auf und sagte: „Guten Morgen, Oma.“

„Ach!“ Kaum hatte Frau Müller sie gehört, drehte sie sich auch schon zu ihr um. „Morgen, Leni.“

Sie nahm Helena gleich bei der Hand und fragte: „Wie schön, dass du schon so früh kommst.“

Berts Blick fiel erst auf Helena und dann auf Noah, der hinter ihr hereinkam. Das flüchtige Lächeln auf seinen Lippen verschwand.

Helena ignorierte seinen kühlen Blick und schmiegte sich mit einem kleinen Lächeln an die alte Dame.

„Ich habe dich vermisst, deswegen bin ich extra früh gekommen.“

Noah grinste und nahm den Faden auf.

„So früh ist das gar nicht. Wenn ich sie heute Morgen nicht persönlich abgeholt hätte, wäre sie wahrscheinlich erst am Nachmittag aufgetaucht.“

Frau Müller warf Noah einen tadelnden Blick zu.

„Ihr seid doch bald verlobt. So redet man nicht über seine Verlobte.“

Noah hob nur die Hand.

„Schon gut. Mädchen sind eben empfindlich, da muss man halt ein bisschen aufpassen. Und bei der eigenen Verlobten erst recht.“

Helena sagte nichts dazu.

Frau Müller schien zufrieden, hielt Helena noch eine Weile bei sich und wandte sich dann wieder lachend den anderen zu.

Es war einfach dieses übliche Geplauder unter Familien.

Bert saß die ganze Zeit etwas abseits, ein Bein über das andere geschlagen, und sagte kaum ein Wort.

Wenn das Gespräch doch einmal auf ihn kam, lächelte er nur flüchtig oder antwortete mit einem knappen Nicken oder Kopfschütteln.

Von Anfang bis Ende vermied Helena jeden Blickkontakt mit ihm. Selbst zur Begrüßung hatte sie ihn nicht angesehen.

Beim Mittagessen wollte sie nicht neben Noah sitzen und nahm deshalb den Platz an der Seite von Frau Müller.

Die alte Dame mochte Helena sehr. Dass sie sich einfach neben sie setzte, störte niemanden.

Noah hielt es nur für eine Laune und nahm es nicht weiter ernst. Mit lockeren Sprüchen und einem Lächeln hielt er die Gespräche mit den Älteren mühelos am Laufen.

Ein paar Sekunden später zog Bert den Stuhl neben Helena zurück und setzte sich. Ohne ein Wort. Ohne jede Regung.

Die Stimmung beim Mittagessen war gelöst, doch Helena fühlte sich alles andere als wohl.

Bert war viel zu präsent. Er sagte kein Wort, aber gerade das machte es noch schlimmer.

Alles schmeckte nach nichts. Helena wollte nur so schnell wie möglich fertig werden und aufstehen.

Nach ein paar Bissen legte sie das Besteck hin und wollte gerade aufstehen, da schob sich von der Seite ein langes Bein heran und klemmte ihren Unterschenkel fest.

Für einen Moment setzte ihr Herz aus.

Mit aller Mühe griff Helena wieder zum Löffel und tat so, als würde sie Suppe trinken. Gleichzeitig versuchte sie vorsichtig, ihr Bein zurückzuziehen.

Doch entweder war Berts Bein zu lang oder ihre Bewegung zu klein. Jedenfalls kam sie nicht frei.

Helena biss sich auf die Lippe und trat ihn leicht.

Bert rührte sich nicht. Er warf ihr nur einen kurzen Blick zu und deutete dann mit den Augen auf den Tisch.

Helena verstand. Also nahm sie die Bestecke wieder in die Hand.

Kaum hatte sie sich etwas auf den Teller gelegt, zog er sein Bein zurück.

Niemand bemerkte den kurzen Blickwechsel zwischen ihnen. Und erst recht niemand sah, was unter dem Tischtuch zwischen ihnen vor sich ging.

Als das Mittagessen endlich vorbei war, ging Helena nach draußen in den kleinen Park, um sich ein wenig auszuruhen und die Müdigkeit aus den Gliedern zu bekommen.

Da hörte sie hinter sich eine Stimme:

„Bert, was ist denn mit deinem Hosenbein passiert?“

Helena blieb abrupt stehen. Als sie sich umdrehte, sah sie Bert im Salon auf dem Sofa sitzen, eine Tasse Tee in der Hand. Einige Frauen aus der Familie hatten seinen Hosenaufschlag bereits entdeckt und redeten darüber.

Bert senkte kurz den Blick auf die Spur am Stoff, hob dann den Kopf und sah zu Helena hinüber. Ganz ruhig sagte er: „Die Katze hat mich getreten. Sie war nicht brav. Später kümmere ich mich um sie.“
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