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Der Alpha CEO und seine ahnungslose Gefährtin
Der Alpha CEO und seine ahnungslose Gefährtin
Author: J. C. Veyra

Kapitel 1

Author: J. C. Veyra
last update Petsa ng paglalathala: 2026-02-14 05:48:18

Kapitel 1: Letzte Chance

Elara starrte auf die E-Mail, bis die Buchstaben vor ihren Augen verschwammen. Sie hatte sie schon so oft gelesen, dass ihr die Worte wie ein Echo in den Schädel hämmerten:

„Wir müssen Ihnen leider mitteilen…“

Natürlich mussten sie das. Jeden. Einzelnen. Mal. Jede Absage fühlte sich wie ein kleiner Dolch in ihrem Rücken an, unsichtbar, aber schmerzhaft.

Sie ließ den Laptopdeckel langsam zuklappen und lehnte sich in ihrem wackeligen Küchenstuhl zurück. Die kleine Wohnung war still – zu still. Selbst der Kühlschrank brummte heute irgendwie vorwurfsvoll, als würde er ihre Misere kommentieren. Staubkörnchen tanzten im Licht der Morgensonne, das durch die schmalen Fenster fiel.

Absage Nummer zwölf.

Ein trockenes Lachen entwich ihr, leise, bitter.

„Läuft ja großartig, Elara.“

Sie fuhr sich durch die Haare, die noch am Morgen gepflegt wirkten, jetzt aber zerzaust auf ihrem Kopf standen. Ihr Blick wanderte durch die kleine Küche: der Küchentisch mit halb leeren Kaffeetassen, der Notizzettel, auf dem sie die Termine für Vorstellungsgespräche kritzelte, und die vergilbten Rechnungen, die sich in einer Ecke stapelten. Sie konnte die Zahl auf ihrem Handy auch so erahnen, ohne hinzuschauen.

Kontostand: erbärmlich.

Miete: überfällig.

Geduld ihres Vermieters: vermutlich längst aufgebraucht.

Ein dumpfer Druck legte sich auf ihre Brust, schwer wie Blei. Sie durfte jetzt nicht zusammenbrechen. Nicht heute.

Mit einem tiefen Atemzug griff sie nach dem zerknitterten Notizzettel neben ihrem Laptop. Darauf stand in hastiger Schrift:

Aero Industries — Vorstellungsgespräch — 10:00 Uhr

Ihr Blick wanderte zur Uhr an der Wand: 9:12.

Ein nervöses Kribbeln breitete sich in ihrem Magen aus, wie Schmetterlinge, die gegen das Gitter ihres Käfigs schlugen. Dies hier… war ihre letzte Chance.

⸻

Sie sprang auf, griff hastig nach ihrer Mappe und warf sich die Jacke über die Schultern. Jede Bewegung fühlte sich an wie in Zeitlupe, als würde die Welt versuchen, sie zu stoppen.

Auf dem Weg zur Tür stolperte sie über einen Stapel Zeitschriften. Ein kurzer Fluch entwich ihr, als sie sie wieder aufrichtete. „Konzentrier dich, Elara. Ein Schritt nach dem anderen.“

Die Straßen draußen waren bereits voller Menschen. Der Verkehr pulsierte wie ein Herz aus Stahl und Asphalt. Autos hupten, Busse quälten sich durch den dichten Morgenverkehr, und irgendwo klingelte ein Fahrradfahrer seine Klingel, der sich durch die Menschenmassen drängte.

Der Bus war zu spät. Natürlich war er das.

Elara drängte sich durch die Menge, spürte Arme und Rucksäcke an ihren Schultern, hörte die gedämpften Gespräche um sie herum, das Klacken von Schuhen auf dem Boden, gelegentliches Husten oder Räuspern. Jede rote Ampel fühlte sich wie ein persönlicher Angriff an.

Sie überprüfte zum fünften Mal ihre Bewerbungsmappe:

Lebenslauf.

Zeugnisse.

Motivationsschreiben.

Alles da.

„Bitte lass das funktionieren“, murmelte sie leise vor sich hin, ihre Finger strichen nervös über die Mappe.

⸻

Der Bus kam, quietschend und schnaufend, hielt direkt vor ihr. Sie drängte sich hinein, quetschte sich zwischen fremde Körper und spürte sofort die Wärme, die Schweißgerüche, den Geruch von Parfum und feuchtem Regenmantel. Jede Bewegung war eng, unbequem, klaustrophobisch. Sie spürte, wie ihr Herz schneller schlug, wie sich ihre Hände feucht anfühlten.

„Nur noch fünf Minuten zur Etage 32…“ dachte sie immer wieder, ein Mantra gegen die Nervosität.

⸻

Als der Bus endlich vor dem glänzenden Geschäftsviertel hielt, sprang sie fast aus der Tür, noch bevor sie vollständig geöffnet war. Ihre Schuhe klackten auf dem Pflaster, und sie rannte durch den Menschenstrom Richtung Gebäude.

Und dann sah sie es.

Das Gebäude von Aero Industries.

Ihr Schritt stockte.

Heilige…

Es ragte wie ein Monolith aus Glas und Stahl in den Himmel, spiegelte das graue Morgenlicht und wirkte unnahbar, mächtig, teuer. Eine Welt, die nicht ihre war.

Elara schluckte, straffte die Schultern und ging los. Du brauchst nur den Job. Nicht einschüchtern lassen. Leichter gesagt als getan.

⸻

9:58 Uhr

Zwei Minuten. Nur noch zwei Minuten.

Elara hastete durch die gläsernen Drehtüren in die Lobby – und blieb abrupt stehen.

Wow.

Makelloser, cremefarbener Marmorboden. Hohe Decken, Designer-Lichtinstallationen, irgendwo plätscherte Wasser aus einem Brunnen. Luxus, Macht, Perfektion in jedem Detail.

Und sie… fühlte sich klein, fehl am Platz, unzureichend.

„Kann ich Ihnen helfen?“

Elara zuckte leicht zusammen. Die Empfangsdame, perfekt gestylt, lächelte effizient, nicht herzlich. Elara stotterte:

„Ich— ja. Elara Voss. Ich habe um zehn ein Vorstellungsgespräch.“

Die Frau tippte etwas in den Computer, nickte. „Personalabteilung, Etage 32. Die Aufzüge dort drüben.“

„Danke.“

Tief durchatmen. Schritt für Schritt. Sie trat in den Aufzug. Jede Sekunde fühlte sich wie eine Ewigkeit an.

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Mga Comments (1)
goodnovel comment avatar
Azilla
wow die Geschichte fängt richtig gut an...
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