LOGINKapitel 7: Ein Tag unter seiner Kontrolle
Elara wachte früh auf, wie gewohnt, das Herz noch leicht schwer vom gestrigen Tag. Die Büroetage, die Spannung zwischen ihr und Selina, Aero’s Präsenz – alles schien noch in ihrem Kopf nachzuklingen. Kaum hatte sie den ersten Kaffee getrunken, klingelte ihr Telefon. Auf dem Display erschien Aero’s Name. Sie atmete tief ein, das bekannte Ziehen im Brustkorb. „Elara, ich erwarte Sie um acht Uhr in meinem Büro. Bringen Sie alle Unterlagen für die kommenden Meetings mit. Heute wird ein… besonderer Tag.“ Seine Stimme war kühl, präzise, ohne ein Lächeln, doch sie wusste sofort, dass sie ihm folgen musste. ⸻ Als sie in seinem Büro erschien, saß Aero bereits hinter seinem makellosen Schreibtisch, der Blick auf seine Unterlagen gerichtet. Kein Gruß, kein lässiger Tonfall – nur die nüchterne Präzision, die sie so sehr faszinierte. „Guten Morgen, Herr Aero.“ Sie setzte sich, die Mappe auf dem Tisch abstellend. „Guten Morgen, Elara.“ Er blickte auf, seine Augen kurz prüfend, dann wieder auf die Papiere. „Ich habe bemerkt, dass Ihre Garderobe für die kommenden Termine… nicht ausreichend ist. Daher wird der heutige Tag dafür genutzt, dass Sie adäquate Kleidung bekommen.“ Elara erstarrte einen Moment. Kleidung kaufen? Mit ihm? Sie hatte nicht erwartet, dass er so direkt handeln würde, und spürte eine Mischung aus Nervosität und Erstaunen. „Sie werden von mir begleitet, und wir gehen strategisch vor. Keine Diskussion.“ Seine Stimme war kühl, sachlich, aber unter der Oberfläche lag der unausgesprochene Befehlston, den sie nicht ignorieren konnte. ⸻ Der Vormittag begann mit einer Fahrt in die Stadt, in einem schwarzen Limousinenwagen, der sie lautlos durch die Straßen glitt. Aero saß neben ihr, desinteressiert, die Hände auf den Knien verschränkt, nur ab und zu kurz die Augen auf Elara gerichtet, um ihre Reaktion zu prüfen. „Wo fangen wir an?“ fragte sie vorsichtig, die Nervosität kaum verbergend. „Erste Station: Herrenkollektion für Meetings? Nein, ich meine, Frauen, die professionell wirken.“ Er blickte kurz auf, die Augen kalt, analytisch. „Wir haben wenig Zeit. Sie brauchen angemessene Kleidung für die nächste Woche. Ab morgen sind Sie unterwegs. Internationales Meeting.“ Elara schluckte. Eine Woche? Im Ausland? Die Nachricht ließ ihr Herz schneller schlagen, doch sie hielt die Ruhe. „Verstanden.“ Ihre Stimme war leise, konzentriert. ⸻ Die erste Boutique war modern, minimalistisch eingerichtet, die Regale gefüllt mit teuren Blazern, maßgeschneiderten Hosen und eleganten Blusen. Aero ließ sie durch die Reihen gehen, seine Haltung kühl, seine Augen kurz prüfend, wenn sie etwas in die Hand nahm. „Dieses Outfit funktioniert nicht. Zu verspielt. Nichts für Meetings. Professionell heißt: neutral, minimalistisch, aber hochwertig“, kommentierte er, ohne jegliche Emotion. Elara nickte, spürte gleichzeitig das Ziehen der Anspannung und eine seltsame Faszination. Seine Kälte war dominant, aber auf seltsame Weise beruhigend – er bestimmte, sie folgte. Sie probierte Kleidungsstücke, Blazer, Hosen, Blusen. Aero blieb desinteressiert, sprach kaum, doch seine gelegentlichen Kommentare waren präzise, direkt, unmissverständlich. „Nein, dieses Blau ist zu weich. Grau oder Schwarz. Neutral. Sie wollen Professionalität ausstrahlen, nicht Persönlichkeit.“ Elara merkte, wie sie unter seiner Kontrolle stand, jede Bewegung analysiert, jedes Kleidungsstück bewertet. Ein Teil von ihr war nervös, ein anderer… fasziniert von der Präzision und Macht, die er ausstrahlte. ⸻ Nach zwei Stunden intensiven Probierens, kurzen Diskussionen über Stoffe, Schnitte und Farben, führte Aero sie in eine weitere Boutique, diesmal für Schuhe und Accessoires. Sie probierte schwarze Pumps, dezente Schmuckstücke, Taschen, die sowohl praktisch als auch elegant waren. „Zu groß. Zu auffällig. Neutral. Funktional. Minimalistisch. Qualität über Design. Sie tragen Verantwortung, nicht Mode.“ Seine Stimme blieb sachlich, fast desinteressiert, doch jedes Wort war eine Direktive, die sie spürte, als ob es keinen Ausweg gäbe. Elara notierte innerlich alles. Ich muss perfekt sein. Für ihn. Für das Meeting. Für mich. ⸻ Mittagspause. Aero führte sie in ein gehobenes Restaurant, bestellte für sie ein leichtes Gericht, selbst bestellte er nur Wasser. Er sprach kein unnötiges Wort, beobachtete nur still die Umgebung und Elara. „Sie wissen, dass Sie ab morgen früh für eine Woche unterwegs sind, richtig?“ sagte er, ohne Blickkontakt. „Internationales Meeting. Ich erwarte, dass Sie vorbereitet sind, kompetent auftreten und alles Notwendige koordinieren.“ Elara nickte, die Nervosität stieg. Eine Woche im Ausland, Verantwortung übernehmen… und er beobachtet alles. „Verstanden. Ich werde alles vorbereiten.“ ⸻ Der Nachmittag verlief ähnlich strukturiert: weitere Boutiquen, detaillierte Auswahl von Outfits, Accessoires, Notizen für Meetings. Aero sprach kaum, seine Aufmerksamkeit auf jede kleine Bewegung von ihr gerichtet. Elara bemerkte das subtile Machtspiel: Er war desinteressiert, doch die Kontrolle über den gesamten Tag lag bei ihm. Jede Entscheidung, jedes Kleidungsstück, jede Bewegung wurde still bewertet. „Dieses Outfit wird für das Meeting in London funktionieren“, kommentierte er, als sie einen schwarzen Blazer und eine graue Hose anprobierte. „Die Schuhe ebenfalls. Sie sind korrekt, neutral, professionell. Alles andere ist überflüssig.“ Elara nickte, das Herz leicht schneller schlagend. Er bewertet mich ständig. Nicht wegen Mode… wegen mir. ⸻ Am späten Abend, nach acht Stunden, kehrten sie zurück ins Büro, um letzte organisatorische Details zu klären. Aero sprach kurz die Pläne für die Woche durch, verteilte Aufgaben, wies auf Dokumente hin, die vorbereitet werden mussten. „Alles ist organisiert. Sie fliegen morgen früh. Seien Sie pünktlich und vorbereitet. Ich erwarte keine Fehler“, sagte er abschließend, nüchtern, fast desinteressiert. Elara nickte, das Herz noch immer pochend. Eine Woche unter seiner Kontrolle… gleichzeitig Verantwortung und Herausforderung. Als sie die Etage verließ, spürte sie die Mischung aus Erschöpfung, Stolz und Faszination. Jeder Moment des Tages hatte sie geformt, die Kontrolle, die Macht, die Präzision von Aero – alles wirkte einschüchternd und magnetisch zugleich. Zu Hause erzählte sie Mina von dem Tag, der surreal wirkte. Mina schüttelte lachend den Kopf: „Also Aero entscheidet, was du trägst, plant deinen Tag, und du folgst… und dann verschickt er dich gleich für eine Woche ins Ausland? Du bist wirklich in einem Spiel, Elara.“ Elara nickte, spürte gleichzeitig Vorfreude und Anspannung. Ein ganzer Tag unter seiner Kontrolle… und es wird nur intensiver werden.Kapitel 62 – Hinweise und ZweifelAeroJede Sekunde fühlte sich an wie ein Schlag. Elara war verschwunden, und obwohl ich ihre Präsenz noch schwach spürte, war sie verschwunden, als hätte die Welt sie verschluckt. Mein Wolf brüllte, wild, ungeduldig, voller Panik und Zorn, doch ich zügelte ihn. Jede Aktion musste überlegt, präzise sein. Kein Fehler. Nicht jetzt.Kaelen und die Beta hatten sich entlang der möglichen Fluchtwege positioniert, jede Straße, jede Gasse, jeder Schatten überwacht. Doch selbst mit ihrem scharfen Blick, mit der Kraft des Rudels, war Elara verschwunden. Mein Herz raste, mein Wolf heulte innerlich. Ich konnte spüren, dass sie in Sicherheit war – zumindest teilweise. Irgendetwas in der Luft sagte mir das. Aber wo? Wer? Warum?„Alpha… wir haben etwas“, meldete Kaelen nach einer Minute, die sich wie Stunden anfühlte. „Ein Hinweis. Keine direkte Spur… aber eine Präsenz. Schwach, aber stabil. Nordöstlich von hier, abgelegene Gegend. Keine Zerstörung, kein Kampf, nur…
Kapitel 61 – Die Jagd nach ElaraAeroDie Minuten dehnten sich wie Stunden. Jeder Atemzug fühlte sich an wie ein Gewicht auf meiner Brust, mein Herz raste, mein Wolf war vollständig entfesselt. Elara war verschwunden. Verschwunden! Und ich konnte spüren, wie die Gefahr in der Luft hing, unsichtbar, aber deutlich – bedrohlich.„Kaelen! Beta! Ich brauche jede Information, jeden Hinweis, sofort!“ Ich rannte die Straße entlang, die Hände um das Telefon geklemmt, die Augen wie ein Falkenblick über die Umgebung. Jede Ecke, jede Gasse, jede Abweichung im Boden, jeder Schatten konnte ein Hinweis sein. Mein Wolf war in Alarmbereitschaft, spürte jede Bewegung, jede Veränderung, jede noch so kleine Unregelmäßigkeit in der Umgebung.Kaelen antwortete hektisch. „Alpha… wir scannen alles, jede Kamera, jeden Zugang. Keine Hinweise, außer dass sie von der Insel verschwunden ist. Aber…“ Seine Stimme stockte, und ich konnte die Anspannung spüren, die er kaum verbergen konnte. „…irgendetwas stimmt nicht
Kapitel 60 – Gefangen, aber beschütztElaraAlles geschah zu schnell. Ein starker Ruck, kalte Hände, die mich packten, ein kurzer Schmerz, ein Schrei, den ich kaum kontrollieren konnte – und plötzlich war ich weg. Weg von meinem sicheren Paradies, weg von Aero, weg von allem, was ich kannte.Panik brach in mir aus, wild, ungestüm. Mein Wolf war sofort wach, sprang an die Oberfläche meines Bewusstseins, jaulte, schnappte nach jeder Bewegung. Ich trat, schrie, versuchte zu entkommen, doch alles war zu stark, zu schnell. Ich spürte die Professionalität des Mannes, der mich hielt – hart, effizient, keine Zögern, keine Emotionen außer der Pflicht.„Wer… wer sind Sie? Was… was passiert hier?“, keuchte ich, mein Herz raste, mein Atem schwer.Keine Antwort. Nur der Fahrtwind, das Dröhnen des Motors, das Rattern eines unruhigen Fahrzeugs über unebenen Boden. Ich konnte kaum sehen, die Sonne verschwand hinter Wolken, und das Adrenalin schoss durch meinen Körper.Mein Wolf schrie, wild, aggressi
Kapitel 59 – Die Jagd beginntAeroJede Faser meines Körpers schrie Alarm. Elara war verschwunden. Mein Herz raste, mein Wolf war in vollster Alarmbereitschaft. Ich spürte das Brummen der Panik tief in meiner Brust, spürte die Instinkte, die mich trieben, jede Sekunde, jede Entscheidung, jeden Atemzug.Die Landung auf dem Festland hatte keine Zeit verschwendet. Kaelen und das Rudel warteten bereits am kleinen Hafen, die Augen wachsam, die Sinne angespannt, als hätten sie die Gefahr gespürt, bevor sie sichtbar wurde. Ich sprang von Bord, spürte den harten Asphalt unter meinen Füßen, das Dröhnen des Motors in meinem Rücken. Jeder Schritt war präzise, geplant, kein Moment verschenkt.„Wo ist sie?“ Meine Stimme war scharf, aber kontrolliert, ein Alpha-Befehl, der das Rudel sofort in Bewegung setzte. Ich spürte, wie Kaelen und die Beta auf meine Energie reagierten, ihre eigenen Kräfte bündelten. Jeder Instinkt aktiviert. Jeder Muskel bereit.Kaelen meldete sich sofort: „Keine Sichtungen in
Kapitel 58 – Aero verlässt die InselAeroDie Wut in mir brannte heißer als die Sonne über dem Meer. Elara war verschwunden. Verschwunden. Mein Herz raste, mein Wolf brüllte, und jede Faser meines Körpers war auf Alarm gestellt.Doch ein Blick auf die Realität brachte mich zurück in den Moment: Ich war auf einer Insel. Eingeschränkt, begrenzt. Kein Auto, kein sofortiger Zugang zum Festland. Alles verzögerte mich. Jede Sekunde zählte. Ich konnte nicht zögern.Mein Blick flog über das Wasser, die kleinen Boote im Hafen, die Helikopterplattform auf der Nachbarinsel. Ich musste schnell handeln. Ich musste herausfinden, wie ich sie erreichen konnte, bevor die Minuten sie zu weit weg trugen.„Kaelen, hör mir zu“, knurrte ich ins Telefon, die Stimme ein scharfer Befehl. „Ich brauche sofort alle verfügbaren Transportmittel. Boote, Hubschrauber, alles. Ich verlasse die Insel innerhalb der nächsten fünf Minuten. Keine Verzögerungen. Verstanden?“Kaelen reagierte sofort, hektisch, aber effizient
Kapitel 57 – Aero jagt das UnbekannteAeroDie Sonne brannte auf die Terrasse, das Meer glitzerte friedlich, als ich endlich das Telefonat mit dem Beta beendete. Ein kurzer Austausch, Routine. Doch selbst während ich sprach, spürte ich diese unterschwellige Unruhe in mir. Ein Instinkt, der nicht durch Worte erklärbar war.Ich senkte das Telefon, lehnte mich zurück und blickte über den Strand. Mein Blick wanderte zum Wasser, zu Elara, die ein Stück entfernt im flachen Meer stand, ihre Arme ausgebreitet, das Gesicht in der Sonne, den Kopf leicht zurückgeworfen.Ein Bild des Friedens. Ein Paradies. Und doch… etwas stimmte nicht.Mein Wolf meldete sich sofort. Ein leises Zucken, ein Kribbeln entlang meiner Wirbelsäule, ein dumpfes Warnsignal. Ich hob die Hand, wollte rufen – da war sie nicht mehr.„Elara?“ Meine Stimme hallte über die Terrasse, aber ich erhielt keine Antwort. Mein Herz setzte einen Schlag aus.Mein Blick raste über den Strand, das Wasser, die Treppe zum Haus. Keine Bewegu