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KAPITEL VIER: VIER FREMDE UND EIN STOCK

ผู้เขียน: Seyiunwritten
last update วันที่เผยแพร่: 2026-07-07 02:08:42

Wir rannten, bis sie uns eingeholt und in die Enge getrieben hatten. Wir befanden uns auf einer Lichtung im Wald. Es gab keinen Ausweg. Grace lächelte Ivy an.

„Was ist los, Schatz? In der Schule hast du noch so selbstgefällig geguckt.“ Sie lachte. „Da bist du dir jetzt nicht mehr so sicher, oder?“

„Was wollt ihr von mir?“, fragte Ivy. Sie hatte sichtlich Angst, ließ sich das aber nicht anmerken.

„Glaubst du etwa, du kannst meine Schwester beleidigen und damit durchkommen?“, unterbrach ein Junge sie. Es war nicht Mason.

„Wer seid ihr überhaupt?“, fragte ich. „Wisst ihr eigentlich, was eure Schwester getan hat? Vielleicht sollten diese Mädchen nicht so viel austeilen, was sie selbst nicht einstecken können!“

Vielleicht hätte ich besser den Mund gehalten, denn meine Bemerkung machte sie alle noch wütender. Die fünf stürmten auf uns zu und begannen, uns anzugreifen. Natürlich mussten wir standhalten und zurückschlagen. Meine Karate-Erfahrung half mir ein wenig – zumindest konnte ich mich verteidigen, als diese Typen auf mich losgingen. Aus dem Augenwinkel sah ich, wie Ivy Mühe hatte, mit den drei Mädchen mitzuhalten.

Mason und sein Freund. Er sah den anderen an. „Wir kriegen sie schon hin.“

Der andere Typ spottete: „Alter, klar können wir das.“ Dann stürzten sie sich auf mich.

Mason hatte versucht, mich an meiner Jacke zu packen, aber ich wehrte den Griff ab. Das machte ihn wütend. Er versuchte, mir einen Schlag zu versetzen, und auch den wehrte ich ab. Dann versetzte ich ihm einen schnellen Frontkick gegen das Schienbein. Ich sorgte dafür, dass es genug wehtat, um ihn aus dem Weg zu halten, während sein Freund auf mich losging.

Aber er tat es etwa zehn Sekunden lang nicht, sondern stand nur da und starrte fassungslos vor sich hin.

„Logan, was machst du denn da, Mann!?“, brüllte Mason vom Boden aus. „Hol sie raus!“

Ich schaute hinüber und sah, wie meine Schwester den Kampf kläglich verlor. Ich musste ihr auf die eine oder andere Weise helfen. Ich entdeckte einen riesigen Stock, der zwischen zwei Felsen eingeklemmt war, und mir war klar: Ich musste Ivy da rausholen. Als ich auf den Stock zulief, schien es bei Logan endlich „Klick“ zu machen. Er rannte auf mich zu. Ich versetzte ihm einen Rückhandschlag gegen die Nase, und er schrie vor Schmerz auf. Während er noch verwirrt war, trat ich ihm in den Bauch und rannte zum Stock. Endlich erreichte ich ihn und zog ihn aus seiner Verkeilung.

Ich rannte auf meine Schwester und die drei Mädchen zu und schlug Norah damit auf den Rücken. Sie stieß einen lauten, schmerzerfüllten Schrei aus. Das war übertrieben, denn ich hatte sie definitiv NICHT so hart getroffen. Sie fiel weinend zu Boden, und ich verdrehte nur die Augen angesichts dieser Theatralik.

Mason war so wütend darüber, was ich seiner Schwester angetan hatte, dass er auf mich zustürmte und aus voller Kehle schrie. Ich will nicht lügen, ich hatte eine Heidenangst! Ich wusste in diesem Moment nicht, was ich tun sollte, also schwang ich den Stock in meinen Armen blindlings herum, und ich übertreibe nicht: Mason flog bis ans andere Ende des Waldes, bis er gegen einen Baum prallte und zusammensackte. Warum übertreiben diese Leute ständig? Ich schwöre, ich habe ihn nicht einmal so fest getroffen!

Jetzt richtete sich die Aufmerksamkeit aller auf mich. Logan stürzte sich auf mich, packte das andere Ende des Stocks und versuchte, ihn mir wegzunehmen.

Oh, ein Tauziehen? Na gut, dann mal los!

Ich klammerte mich mit aller Kraft an diesen Stock. Er war mir eindeutig überlegen, aber ich mobilisierte jede Unze Kraft, die ich hatte, um mich festzuhalten. Ich bekam Splitter in die Hände, weil ich mich so fest krallte, und mir tat überall weh, aber ich hielt durch.

„Lass los!“, brüllte Logan.

„Bist du verrückt?“, erwiderte ich. „Nein!“

Plötzlich riss Logan mit voller Wucht daran, und ich spürte, wie in meiner Schulter etwas furchtbar schiefging. Ich hörte es knacken. So einen Schmerz hatte ich noch nie in meinem ganzen Leben gefühlt! Ich stieß einen lauten Schrei der Niederlage und des Schmerzes aus, in der Hoffnung, dass mich jemand hören und mir zu Hilfe kommen würde. Doch stattdessen löste der Stock in meiner Hand in dem Moment, als ich ihn losließ, eine gewaltige Explosion aus. Er schleuderte mich, Logan und alle anderen in verschiedene Richtungen! Nach ein paar Sekunden stand ich panisch auf. Ich sah Ivy auf dem Boden liegen und eilte zu ihr. Ich merkte, dass meine rechte Schulter sehr stark schmerzte, aber darum würde ich mich später kümmern.

„Hey, bist du okay?“, fragte ich, als ich Ivy erreichte. Sie stand langsam auf und konnte die Szene um sich herum kaum fassen. Ehrlich gesagt, ich auch nicht.

„Oh Gott, Kaelyn. Was ist gerade passiert?“, fragte Ivy und sah sich immer noch entsetzt um. Sie wusste nicht einmal, ob all diese Kinder noch am Leben waren oder nicht.

Bevor ich antworten konnte, hörten wir Schritte näherkommen. Es kamen noch mehr Leute. Ich konnte in Ivys Augen sehen, dass sie Angst hatte. Wenn es noch mehr Schläger wären, würde das nichts Gutes bedeuten. Und wenn nicht, nun, dann würden sie denken, wir wären welche! Ich drehte mich zu ihr um und legte meinen gesunden Arm um ihre Schulter.

„Ivy, du musst weg“, sagte ich.

Sie sah mich ungläubig an und trat einen Schritt von mir zurück, sodass mein Arm von ihrer Schulter glitt.

„Bist du verrückt? Warum sollte ich dich hier zurücklassen?“, fragte sie mit lauter Stimme, die dennoch wie ein Flüstern klang.

„Ivy!“, flüsterte ich zurück. „Schau dich um. Das hier ist eindeutig eine Gefängnisstrafe! Geh und hol Hilfe!“, wies ich sie an.

Ivy sah mich zwei Sekunden lang an, bevor sie aus dem Wald rannte. Ich blieb stehen und blickte in die Richtung, aus der die Schritte kamen. Was auch immer kommen mochte, es konnte nicht schlimmer werden als das, was ich gerade erlebt hatte. Vier seltsame Leute, Teenager, kamen aus dem Wald. Ich wusste nicht, wer sie waren, und es war mir auch egal. Wenn sie keine Erwachsenen waren, waren sie wahrscheinlich Verstärkung für diese bewusstlosen Versager! Schnell hob ich meinen Stock vom Boden auf und hielt ihn wie ein Schwert vor mich. Leider lenkte das ihre Aufmerksamkeit auf mich.

„Bleibt mir vom Leib!“, schrie ich.

Die vier sahen sich die Verwüstung an und wirkten fast schon erstaunt. Ein rothaariges Mädchen sah mich an.

„Hast du das gemacht?“, fragte sie.

Ich antwortete nicht, sondern scharrte unbehaglich mit den Füßen.

„Ganz allein?“, keuchte sie.

Ich hatte kein Interesse daran, mit diesen Fremden zu interagieren. Ich hielt meinen Stock direkt vor mir und schwieg. Aber sie löcherten mich weiter mit Fragen.

„Wer bist du?“

„Wie bist du hierhergekommen?“

„Wie hast du das gemacht?“

„Was ist passiert?“

„Warum solltest du …?“

Das andere Mädchen kam auf mich zu, und ich drehte mich zu ihr um und schwang meinen Stock. „Hey! Ich habe gesagt, du sollst verschwinden!“

Einer der Jungen lachte und zeigte auf den Stock. „Hat dieser Stock all diesen Schaden angerichtet?“

Ich antwortete nicht. Ich begann, mich von ihnen zurückzuziehen, und überlegte mir, wie ich davonlaufen und entkommen könnte. Dieses Mädchen versuchte erneut, auf mich zuzukommen, und überraschte mich damit.

„Bleib einfach weg von mir!!!“, schrie ich dreimal so laut. Dann passierte es erneut. Eine Explosion schleuderte mich und alle um mich herum nach hinten. Doch diesmal kam die Explosion nicht von dem Stock, sondern von mir.

Sie waren alle geschockt, dann verblüfft. Sie wandten sich einander zu und fingen an, laut zu flüstern. Ich stand da und hatte Angst. Wenn sie nicht hier waren, um mich zu verprügeln, warum waren sie dann immer noch hier? Plötzlich hörten sie auf zu flüstern und drehten sich zu mir um. Sie grinsten alle, was mir unheimlich war.

Das rothaarige Mädchen kam langsam auf mich zu, und ich schwang meinen Stock zwischen uns hin und her, um sie aufzuhalten. Sie begann, mit mir zu sprechen.

„Ich weiß, das klingt verrückt, aber wir wissen genau, was hier vor sich geht“, sagte sie mit erhobenen Händen. „Und wir können dir auch helfen. Ich muss nur nah genug an dich herankommen. Bitte, leg dein Schwert weg.“

Ich hatte absolut keine Ahnung, was um mich herum vor sich ging. Seit ich diesen Wald betreten hatte, war alles völlig aus den Fugen geraten! Ich war in meinen Gedanken versunken, und ehe ich mich versah, stand dieses Mädchen direkt vor mir und sah mir intensiv in die Augen. Sie öffnete den Mund und sagte nur ein einziges Wort:

„Schlaf.“

Ich verdrehte die Augen. Lächerlich. Was sollte das denn bitte? Telepathie? Diese Nerds spielen bestimmt „Dungeons & Dragons“ oder so etwas. Dieser Gedanke war das Letzte, woran ich mich erinnerte, bevor ich nur noch Dunkelheit sah.

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