تسجيل الدخولESTEBAN„Verschwinde“, sagte sie schwach. „Das ist alles deine Schuld. Du hast ihn getötet!“Ihre Schultern bebten vor Schluchzen. Sie zog die Knie an, während ihre Tränen frei flossen.„Eliana…“„Bitte, geh einfach“, flüsterte sie.Es war zwecklos, in diesem Zustand mit ihr reden zu wollen. Vielleicht hätte ich ihr die Wahrheit früher sagen sollen. Ich drehte mich um, um zu gehen. Es war wohl am besten, wenn ich meine Mutter ihr die Wahrheit selbst erzählen ließ.Ich schloss die Tür hinter mir und ging in mein Zimmer. Ich zog mein Hemd aus und holte den Erste-Hilfe-Kasten aus der Schublade.Ich setzte mich auf die Bettkante und schnitt das Ende der Bandage mit einer Schere durch. Dann begann ich, sie abzuwickeln, bis die Wunde frei lag.Mit größter Sorgfalt reinigte ich die Wunde, wechselte den Verband und nahm meine Medizin. Schon nach kurzer Zeit war ich tief eingeschlafen.Am nächsten Morgen duschte ich, zog mich an und ließ das Frühstück bringen. Wie üblich ging das Frühstück mit
CAITLINDas sanfte Zwitschern der Vögel schenkte mir ein Gefühl von Frieden. Es war wunderschön, ihnen zuzuhören. Zum ersten Mal seit unserer Ankunft in Albuquerque erlaubte ich mir endlich, mich ein wenig zu entspannen. Helles Licht fiel durch die Vorhänge. Das Zimmer war recht klein, lag aber etwas abseits vom Rest des Hauses.Ich hatte es mir ausgesucht, um meinen Verstand zu retten. Außerdem bot es einen wunderbaren Blick auf den Himmel, die Bäume… etwas Schönes, an dem man sich inmitten all dieses Chaos festhalten konnte.An einem gewöhnlichen, faulen Morgen hätte ich jetzt auf meinem Handy herumgescrollt, mir lustige Videos angesehen oder mich vermutlich in trauriger Musik ertränkt. Aber nein—ohne Telefon war da nur ich mit meinen eigenen Gedanken.Wie hatten die Menschen bloß in der Steinzeit überlebt?Nun ja, man kann wohl schlecht vermissen, was man nie besessen hat—obwohl das in manchen Fällen auch nicht ganz stimmt.Ich ging in das kleine Badezimmer und stellte rasch die Du
ESTEBANIch taumelte durch die Tür, und mein Blick traf direkt auf den von Caitlin. Sie sprang auf und eilte auf mich zu, wobei ihr Blick immer wieder suchend zur Tür flackerte.„Wo ist er?“Einen kurzen Augenblick lang hatte ich geglaubt, sie würde sich freuen, mich zu sehen.Warum sollte sie auch?„Er hat es nicht geschafft“, sagte ich und holte tief Luft.Ich hatte weder Zeit noch Kraft für eine lange Unterhaltung. Ich brauchte einfach etwas zu essen und ein sauberes Bett.Ihr Mund blieb offen stehen, ihre Augen weiteten sich vor Schreck. Sie wich von mir zurück, als wäre ich eine Seuche oder etwas Ähnliches.Sie ansetzte, etwas zu sagen, doch Elianas Schrei schnitt ihr das Wort ab.„Nein! Nein, das kann nicht sein…“Ich blickte auf. Droben auf dem Balkon stand Eliana. Sie presste sich eine Hand auf den Mund, machte ein paar Schritte rückwärts und sank schließlich auf die Knie.Ich hatte nicht gemeint, dass er tot war. Vielleicht hatte ich mich einfach nicht richtig ausgedrückt.„E
ESTEBANIm Helikopter bemerkte ich, wie Blut aus Scotts Arm sickerte. Ich ballte vor Wut die Zähne zusammen. Das war nicht Teil des Plans gewesen. Der Plan war, ihn am Leben zu erhalten, und nicht, ihn vorzeitig ins Grab zu befördern.Dennoch sagte ich nichts—nicht ein einziges Mal während der Zwischenstopps zum Auftanken sprach ich es an. Das Einzige, was jetzt zählte, war, ihn ins Krankenhaus zu bringen.Wir erreichten das Krankenhaus in Albuquerque einige Stunden später. Ich begann bereits zu befürchten, dass der Sauerstofftank nicht ausreichen würde, um ihn am Leben zu halten. Dr. Smart machte seinem Namen wirklich alle Ehre. Er hatte für einen einzigen Tag verdammt viel um die Ohren.„Sie werden gleich morgen Früh als Erstes zurück nach Sinaloa gebracht“, versicherte ich ihm.Er nickte und wischte sich den Schweiß von der Stirn.Die Krankenschwestern und Ärzte hatten Scott bereits in den Notfallraum geschoben.Ich schritt zur Rezeption, wobei der Schmerz in meiner Seite mit jedem
CAITLINIch starrte in die Ferne, während mir unzählige Fragen durch den Kopf gingen. Die kühle Brise liebkooste meine Haut.Wir saßen auf der Terrasse, sprachen kaum ein Wort und starrten einfach in die Landschaft—im Grunde alle mit demselben Gedanken im Kopf.„Warum sind sie immer noch nicht hier?“Das war wahrscheinlich das hundertste Mal innerhalb einer Stunde, dass ich diese Frage hörte.Ich kannte die Antwort darauf doch selbst nicht. Was sollte ich ihr also sagen?„Sie werden jeden Moment hier sein. Ich bin mir ganz sicher“, sagte Miranda mehr zu sich selbst als zu Eliana.Die Luft hier war anders. Sie war nicht so friedlich wie in Sinaloa, aber sie wirkte… ich weiß auch nicht, lebendiger—moderner?„Geh schlafen, Eliana. Hör auf, dir solche Sorgen zu machen. Esteban wird nicht zulassen, dass deinem Mann etwas zustößt.“Oder etwa doch? Da er nicht widersprochen hatte, als ich ihn nach dem Angriff gefragt hatte, war ich davon ausgegangen, dass das alles nur ein Verwirrspiel war—a
ESTEBANIch spürte, wie Hände fest auf meine Wunde gedrückt wurden. Meine Augen flackerten auf. Ich schlug Ignacios Hand weg.„Versammle sie. Zur Lagerhalle nach Albuquerque.“Jemand murmelte seine Zustimmung und brüllte Befehle über das Gelände. Ich lag auf der Rückbank des Wagens.Die Tür wurde von außen zugeschlagen, und dann sprang der Motor an.„Halt!“, befahl ich.Pique trat voll auf die Bremse. Die abrupte Bewegung schoss wie ein Messer durch meinen Körper. Ich stöhnte auf.„Alkohol… gib mir verdammt noch mal etwas Alkohol.“Er kurbelte das Fenster herunter.„Hat hier irgendwer Alkohol dabei?!“Ich spürte, wie mir langsam das Bewusstsein schwand.„Ignacio… Du musst etwas für mich erledigen.“Er starrte mich völlig verwirrt an.„Ich kann die Klinge nicht herausziehen, Don! Sie könnten verbluten!“„Nein, nicht das. Ich rede von etwas anderem.“Ich schaffte es gerade noch so, ihm alles einzuschärfen, bevor ich wieder in der vollkommenen Dunkelheit versank.„Don… Don?“, flüsterte I







