LOGIN♡Astrid♡Nachdem ich mir das Gesicht gewaschen und die Zähne geputzt hatte, schlenderte ich hinaus, um Adrian zu suchen. Mit etwas Glück war er noch zu Hause. Falls nicht, würde ich ihn anrufen müssen.Ich ging zu seiner Tür und klopfte. Einmal. Zweimal. Keine Antwort.Ich wandte mich ab und ging in Richtung Fitnessraum. Er war also schon weg. Früher als sonst.Ich stieß die Tür auf und betrat den kühlen Raum. Ich sollte ein paar Kalorien verbrennen und etwas Anspannung abbauen, bevor ich Joan und Aaron traf.Doch dann blieb ich stehen.Er war da.Sein Körper glänzte vor Schweiß, während er auf den Boxsack einschlug, als würde es ihm überhaupt nichts ausmachen. Jeder Schlag hallte durch den Raum. Die Muskeln an seinem Rücken spannten sich bei jeder Bewegung an, und diese Hose?Er musste wirklich aufhören, sie zu tragen. Es sollte illegal sein, in einer Jogginghose so gut auszusehen.„Gefällt dir die Aussicht?“Seine Stimme klang rau, und er atmete schnell. Ich räusperte mich hastig un
♡Astrid♡„Was? Warum?“, fragte er. Ich atmete tief ein und lehnte mich leicht gegen die Couch.„Er hat versucht, Freya zu missbrauchen“, flüsterte ich.Seine Stirn legte sich in Falten. „Was?“„Ich weiß, dass es schwer zu glauben ist, aber … deshalb ist sie hier. Zum Glück konnte sie entkommen, bevor es noch schlimmer wurde.“Er schüttelte langsam den Kopf. „Das ist … schrecklich.“Ich nickte. Wenigstens gab es jemanden, der mir zustimmte.„Habt ihr Beweise? Irgendetwas? Freyas Aussage allein wird wahrscheinlich nicht ausreichen.“Er wusste nicht, dass auch ich einmal ein Opfer gewesen war. Niemand wusste es, und Adrian wusste es ebenfalls nicht.Ich hatte es ihm nie erzählt, als wir zusammen waren. Ich dachte, ich hätte alles verarbeitet. Doch als ich mit ansehen musste, wie es meiner Schwester durch denselben Mann erging, wurde mir klar, dass ich es lediglich tief in mir vergraben hatte.„Es gibt zwei Zeugen. Und eine Textnachricht.“Er hob eine Augenbraue. „Einen Zeugen außer Freya
♡Astrid♡Als wir zu Hause ankamen, sorgte ich dafür, dass Freya sich frisch machte und ins Bett ging, bevor ich im Wohnzimmer auf Adrian wartete.Ich wusste, dass er noch nicht zurück war, weil eines seiner Autos nicht in der Garage stand. Und der einfachste Weg, ihn abzufangen, war, im Wohnzimmer auf ihn zu warten.Ich setzte mich auf die Couch, legte den Kopf zurück und schloss die Augen. Gott, ich war so verdammt müde.Es war einfach beschissen, eine Mutter zu haben, die nicht einsehen wollte, dass sie sich für den falschen Mann entschieden hatte – einen Mann, der ein Kind missbraucht hatte, das seiner Obhut anvertraut worden war, und der ein paar Jahre später beinahe dasselbe einem weiteren Kind angetan hätte.Es war einfach nur beschissen.Ich hatte so viel im Kopf, dass ich gar nicht merkte, wann ich eingeschlafen war.Jemand berührte mich. Sanfte Finger strichen über meine Wangen und schoben mir die Haare hinters Ohr.Die Berührung wanderte tiefer, und ich spannte mich sofort a
♡Astrid♡Irgendwann erfuhr Mum davon. Freya war bei mir, weil Alexia laut ihrer Aussage vorbeigekommen war, um sich nach Freyas Wohlergehen zu erkundigen.Wir hatten für den Abend ein Treffen vereinbart, und deshalb saß ich nun wieder meiner Mutter gegenüber.Diesmal in einem anderen Restaurant, aber Freya saß neben mir und spielte nervös am Saum ihres Ärmels herum.Mums Gesichtsausdruck war unergründlich. Während Freya auf ihre Hände starrte, beschloss ich, die Katze aus dem Sack zu lassen.„Wir haben ein Problem“, begann ich.Mum presste die Lippen zusammen. Ihr Gesichtsausdruck blieb unlesbar.„Das erklärt immer noch nicht, warum Freya bei dir zu Hause war und du es nicht für nötig gehalten hast, mir davon zu erzählen“, konterte sie mit scharfem Unterton. Ihre Finger schlossen sich fester um das Wasserglas vor ihr.Ich ignorierte ihre Bemerkung und zwang mich, ruhig zu bleiben.„Es geht um Derrick“, fuhr ich fort.Mum richtete sich ein wenig auf. Die Bewegung war kaum merklich, abe
♤Adrian♤Ich stieg in mein Auto und fuhr aus dem Anwesen, während Freyas Worte in meinem Kopf widerhallten.„Warum bist du wieder in ihr Leben getreten? Hast du vor, sie ein zweites Mal zu verletzen? Vielleicht sie dieses Mal sogar umzubringen?“Das Ganze war verdammt verwirrend, denn ich hatte nicht die geringste Ahnung, wovon sie sprach.Ich hatte sie fragen wollen, doch genau in diesem Moment war Astrid die Treppe heruntergekommen. Ich konnte nicht anders, als mich zu fragen, was nach unserer Trennung passiert war, dass Freya so etwas sagte.Ich dachte immer noch über ihre Worte nach, als ich eine Gestalt vor dem Tor bemerkte. Ein vertrautes Gesicht. Es sah so aus, als hätte sie mich ebenfalls erkannt.Ich verlangsamte das Auto und runzelte die Stirn. Was zur Hölle machte Nova hier?Sie kam auf mein Auto zu, ein kleines, unsicheres Lächeln auf den Lippen.„Hi“, sagte sie und blieb vor meinem Fenster stehen. Meine Stirn legte sich noch mehr in Falten.„Und was machst du hier?“, frag
♡Astrid♡Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war ich allein im Bett – in meinem eigenen Zimmer. Es war unnatürlich still.Langsam setzte ich mich auf und rieb mir die Stirn. Mein Kopf dröhnte. Ich sah mich im Zimmer um. Wo war Freya?„Fre?“, rief ich. Meine Stimme klang rau. Vielleicht war sie im Badezimmer? Doch ich bekam keine Antwort.Ich schob die Decke beiseite und ließ die Beine über die Bettkante gleiten. Bitte sag mir nicht, dass sie gegangen und ins Wohnzimmer hinuntergegangen war. Wenn doch, könnte sie auf … Scheiße!Ich verließ hastig das Zimmer, ohne mir die Mühe zu machen, die Tür zu schließen. Während ich die Treppe hinunterging, versuchte ich, mich nicht zu schnell zu bewegen, damit meine Kopfschmerzen nicht noch schlimmer wurden.Unten angekommen, blickte ich ins Wohnzimmer und entdeckte sie. Freya saß mit übereinandergeschlagenen Beinen auf der Couch. Erleichtert atmete ich aus – bis ich sah, wer ihr gegenübersaß.Adrian.Was zur Hölle?Als Adrian und ich noch zusam







