Masuk**Du warst niemals ein Glas Wein****Mario**„Wo zum Teufel glaubst du eigentlich, dass du in diesem Zustand hingehst, Mario?!“ Ich drehte mich zu ihr um und schwankte dabei so sehr, dass ich kaum gerade stehen konnte.„Ich habe an diesem Ort alles gesagt, was ich zu sagen hatte. Und unterm Strich bin ich einfach ein Versager, Emma. Ich habe alles auf dieses verdammte Projekt gesetzt. Es war das, was ich mir mehr als alles andere gewünscht habe, und ich habe alles für eine Frau riskiert, für die ich notfalls mein Leben gegeben hätte. Und was habe ich dafür bekommen? Die Leute werden sich an mich als den gehörnten Regisseur erinnern, als den Mann, dem seine Frau bei seiner eigenen Preisverleihung ausgespannt wurde. Ich habe bekommen, was ich wollte ... aber dafür die Frau meiner Träume verloren. Und jetzt habe ich nichts weiter als ein verdammtes Regal voller Auszeichnungen und ein ... ein leeres Leben.“ Wütend riss ich mich aus ihrem Griff los und ging weiter.„Na schön. Du willst wis
Bis du zurückkehrst.Zwei Jahre später.„Ich habe es dir schon tausendmal gesagt, Abby … Mir geht es gut. Ich kaufe jeden Monat selbst ein, treibe jeden Morgen Sport, wasche meine Wäsche und habe sogar kochen gelernt. Hör auf, dir so viele Sorgen zu machen, sonst bekommst du am Ende noch eine Glatze.“„Wenn ich dich besuchen komme und herausfinde, dass du dich nur von irgendeinem Mist ernährst, rufe ich Sebastian an und sorge dafür, dass er sich um dich kümmert.“Ich lachte, während ich meinen Schlüssel ins Schloss steckte. Ich öffnete die Tür und fand das ganze Haus stockfinster vor. Ich verlagerte die Einkaufstüten auf eine Hand und tastete mit der anderen nach dem Lichtschalter. Genau in diesem Moment hörte ich eine Stimme.„Langsam dachte ich schon, du würdest überhaupt nicht mehr kommen.“Ich wirbelte so schnell herum, dass mir beinahe ein Schrei entfuhr.„Scheiße! Was zum Teufel …?“Eine elegante Frau saß selbstbewusst in meinem Sessel. Sie trug ein ausgesprochen edles Kleid und
Letztes KapitelEin Versprechen der LiebeFrüh am Morgen machte ich mich fertig, um zur Polizeiwache zu fahren, wo Kiliam darauf wartete, das Urteil des Richters zu erfahren. Da er sich freiwillig gestellt und Aussagen gemacht hatte, die der Polizei halfen, den Fall schneller abzuschließen, würde es keinen Prozess geben. Das Urteil würde auf Grundlage aller verfügbaren Beweise gefällt werden. Ich wusste nicht, was ich davon halten sollte. Einerseits hatte die gesamte Familie Quiroz für ihre Taten bezahlt, andererseits war auch jemand daran beteiligt, der mir viel bedeutete. Egal, wie ich mich entschied, jemand würde verletzt werden, und ich hasste dieses Gefühl.„Du bist aber früh auf den Beinen …“, sagte Mario und erregte damit meine Aufmerksamkeit. Ich drehte mich um und entdeckte ihn mit einer Tasse Kaffee am Wohnzimmertisch.„Ja, ich habe einiges zu erledigen …“, murmelte ich verlegen, während sich zwischen uns eine unangenehme Stille ausbreitete.„Celine, ich möchte nur, dass du
Eine schmerzhafte EntscheidungWährend die Stunden im Auto vergingen, fühlte sich mein Kopf an wie eine tickende Zeitbombe, die jeden Augenblick zu explodieren drohte. Was sollte ich nur tun? Kiliam würde ins Gefängnis kommen, der Mann, dem ich beschlossen hatte, alles zu geben, sogar mein Leben, wenn man mir die Möglichkeit dazu gegeben hätte. Ich hätte es nicht bereut. Er sollte für das bezahlen, was er getan hatte, für all den Schaden, den er angerichtet hatte … aber war es das wirklich, was ich wollte? Ich wusste es nicht … Woher sollte ich es auch wissen, wenn so tiefe Wut und ein gebrochenes Herz miteinander darum kämpften, gehört zu werden? Ich hatte meine Mutter, den Traum, der mich jeden einzelnen Tag hatte weitermachen lassen, aber Kiliam … Kiliam war ein ungewöhnliches und doch wunderschönes Geschenk gewesen, das mir das Leben im schwierigsten Moment meines Daseins gemacht hatte.Das Taxi hielt vor der Rehabilitationsklinik. Meine Mutter sah mich an und legte eine Hand auf
Von Grund auf neu anfangenIch schreckte panisch aus dem Schlaf hoch und rang nach Luft. Schweiß rann mir über die Stirn. Ich drehte mich zur anderen Seite des Bettes und suchte nach meiner Mutter. Ich musste ausgesehen haben wie ein kleines Mädchen, das in einer regnerischen Nacht aus einem Albtraum erwacht war. Hastig schlug ich die Decke zurück und rief verzweifelt nach ihr. Warum war sie ohne mich aufgestanden? Was, wenn ihr etwas zugestoßen war ...? Was, wenn man sie mir wieder weggenommen hatte?Als ich schwer atmend das Wohnzimmer erreichte, ließ mich das Gelächter aus der Küche abrupt stehen bleiben. Da war sie, meine Mutter, die mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht kochte. Mario stand neben ihr und half ihr, während die beiden sich angeregt unterhielten.„Mama ...“Beide drehten sich bei meiner Stimme zu mir um, und meine Mutter rief aufgeregt:„Sieh mal, Celine! Ich habe deine Lieblingsspeise gemacht: Pfannkuchen! Mit selbstgemachter Erdbeermarmelade!“, sagte sie und ste
Ein unangenehmes Geschäftsessen, Teil 2.MarioAls wir beim BBQ ankamen, war es am Tisch bereits ohrenbetäubend laut. Alle Männer aus dem Cast waren da, und Emma unterhielt sich mit jedem Einzelnen, während sie Bier tranken und auf das Essen warteten. Diego saß neben Paul, beinahe so, als versuchte er, ihm jedes noch so dunkle Geheimnis zu entlocken. Neben Emma war ein Platz frei, und ohne auch nur einen Moment darüber nachzudenken, drehte ich mich mit einem breiten Lächeln zu ihr um. Sie bemerkte mich, doch ihr Lächeln verschwand wie die Kohlensäure aus einer geöffneten Coladose. Sie begrüßte mich mit einem kaum hörbaren Murmeln und verbrachte anschließend den gesamten Abend damit, sich mit allen am Tisch zu unterhalten und mit ihrem Freund zu flirten.„Emma, seit wann interessierst du dich eigentlich so sehr für Theater? Ich dachte, du wärst lieber Schauspielerin“, fragte eine ihrer Schülerinnen.„Ich liebe die Schauspielerei. Sie hat mich viel gelehrt, ich habe unglaubliche Mensche







