LOGINCéline hätte sich nie vorstellen können, dass es einen Mann geben könnte, der so arrogant war wie Kiliam Lockwood. In der Nacht, in der sie sich begegneten, wurde sie auf dem Heimweg nach der Arbeit von einer Gruppe betrunkener Männer verfolgt. In ihrer Verzweiflung versteckte sie sich im erstbesten Auto, das sie sah – ohne zu ahnen, dass es diesem absoluten Idioten gehörte, ausgerechnet dem Mann, mit dem sie schließlich die Nacht verbringen würde. Von diesem Tag an war nichts mehr wie zuvor. Jede Begegnung mit Kiliam wurde intensiver, leidenschaftlicher, wie ein gefährliches Spiel, bei dem es nur darum ging, herauszufinden, wer als Erster in die Falle des anderen tappen würde.
View MoreVor 25 Jahren„Wie groß du geworden bist, kleiner Kiliam.“ Ich hob meinen wütenden Blick zu Helenas Vater. Ich konnte mich nicht einmal mehr an seinen Namen erinnern, und wir standen uns ganz bestimmt nicht nahe genug, dass er mich so anreden durfte. Ich hasste Menschen, die sich aufführten, als wären sie mit einem auf Du und Du.„Mr. Lockwood.“„Was hast du gesagt?“, fragte er verwirrt.„Von jetzt an wirst du mich so ansprechen. Vergiss das nicht.“„E-es tut mir leid, Kiliam. Du hast vollkommen recht. Du bist kein Kind mehr.“„Sag mir, was du willst. Ich habe nicht viel Zeit zu verschwenden.“ Meine Stimme klang nervös.„Ich habe gehört, dass du seit deinem Universitätsabschluss damit begonnen hast, die Geschäfte deines Vaters zu übernehmen. Stimmt das?“„Das stimmt. Ich investiere an der Börse … obwohl ich weiß, dass mein Vater in einem ganz anderen Bereich tätig war. Jedenfalls möchte ich nicht nur für die Geschäfte meines Vaters bekannt sein. Ich werde mir selbst einen Namen machen
Verfluchte ErinnerungenEinige Stunden waren vergangen, seit Miss Celine entkommen war, und Mr. Lockwood hatte nichts unternommen, um nach ihr zu suchen. Trotzdem war er am Boden zerstört … Ich kannte ihn viel zu gut, um es nicht zu bemerken. Er machte sich Sorgen und war tief in seine Gedanken versunken. Ich konnte nicht verstehen, was in ihm vorging. In seinem Handeln war er kalt und brutal ehrlich, ein Mann, der einem mit seinen Worten die Seele zerreißen konnte. Also warum? Ich nahm die Ermittlungsunterlagen an mich, aus Angst, das Feuer in seinem gequälten Geist noch weiter anzufachen. Doch wenn es ihm etwas Seelenfrieden verschaffen würde, würde ich seine Anweisungen ausführen.„Mr. Lockwood …“, kündigte ich mein Eintreten an, als ich sein düsteres Büro betrat. Der Raum roch nach Alkohol und Tabak.„Sir … haben Sie geraucht?“„Bevor mein Vater starb, hinterließ er mir eine Zigarrenkiste, eine Uhr und eine Vase. Ich dachte, ich würde keines dieser Dinge jemals benutzen … und heute
Sag mir die Wahrheit.„Mr. Lockwood … Mr. Lockwood, können Sie mich hören? Sir!“„Sebastian … ich … ich weiß nicht, was ich tun soll“, murmelte ich, hin- und hergerissen von meiner Unentschlossenheit.„Sagen Sie mir, was ich tun soll, Sir. Soll ich Miss Celine suchen gehen?“Ich hob den Blick und wurde aus meiner Erstarrung gerissen. Hastig platzte es aus mir heraus:„Celine! Natürlich, Celine! Wo ist sie?“Ich sprang auf und stürmte in panischer Eile zur Tür. Sebastian eilte mir hinterher und sprach über sein Headset, um das Sicherheitspersonal zu alarmieren.„Durchsuchen Sie das ganze Haus nach Miss Celine! Sofort!“Einige Stunden zuvorAls ich das Klingeln meines Handys hörte, versuchte ich mühsam, die Augen zu öffnen. Völlig erschöpft tastete ich zwischen den Kissen danach. Mein Körper fühlte sich schwer an, als ich mich bewegte, doch ein glückliches Lächeln breitete sich auf meinen Lippen aus, als ich mich an die vergangene Nacht mit Kiliam erinnerte. Sie war kurz gewesen, aber i
Eine angekündigte BedrohungAls ich mein Gespräch mit Sebastián beendet hatte, kehrte ich in den Kinoraum zurück. Celine war mit ihrer Tasse noch in der Hand eingeschlafen. Ich lächelte leicht, als ich sie zudeckte, denn ich brachte es nicht übers Herz, sie in ihr Bett zu tragen. Sie sah so friedlich aus, viel friedlicher als in dem Moment, als ich sie in jenem Raum gefunden hatte … Ich seufzte erschöpft und setzte mich neben sie, während ich meinen Gedanken nachhing. Ich wollte nie wieder diese Angst verspüren, nichts zu wissen und völlig im Dunkeln zu tappen. Als Emma mir alles erzählt hatte, war mir klar geworden, dass es eine Celine gab, die ich kannte, und eine andere, die mir völlig fremd war … Und das hatte erneut Gefühle der Unsicherheit und des Misstrauens in mir geweckt, Gefühle, die ich nie wieder in mein Leben lassen wollte. Dieses Mal würde ich alles unter Kontrolle haben. Nie wieder wollte ich mich wie ein nutzloser Mann fühlen, dessen Frau glaubte, ihn beschützen zu müs











