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Die Opferentscheidung

Author: Shelly Thorne
last update publish date: 2026-10-23 17:16:07

Die unterirdische Kammer versank in vollkommenem, absolutem Chaos.

Nachdem die zentrale Kernrune zerbrochen war und mein königliches Blut den Stein tränkte, brachen die uralten Bannrunen wie trockenes Glas zusammen. Die Decke der Kaverne gab unter dem gewaltigen Druck des Entsiegelungsprozesses nach. Felsbrocken von der Größe gepanzerter Transportfahrzeuge stürzten in den Abgrund hinab.

Der Boden riss weit auf und bildete eine gähnende, pechschwarze Schlucht, die sich direkt durch das Zentrum d
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    Der violette Nebel hing wie ein Leichentuch über den gefrorenen Feldern, zischte auf dem Frost und verwandelte die Erde in giftige Schlacke.Unten im landwirtschaftlichen Sektor hallten die Schreie der zivilen Gestaltwandler durch die Nacht. Sie verstummten einer nach dem anderen, als der biochemische Niederschlag ihre Atemfilter auflöste und ihre inneren Wölfe unterdrückte.„Bleib hinter mir!“, rief ich.Meine Stimme hallte mit königlicher Autorität durch die Nacht, während Gideon und ich vom hohen Bergrücken sprangen und dreihundert Fuß tief auf den festgefrorenen Schnee des Talbodens zustürzten.Wir schlugen mit einer gemeinsamen kinetischen Schockwelle auf dem Boden auf.Die Wucht schleuderte den umliegenden violetten Nebel fünfzig Yards zurück und schuf eine vorübergehende Blase aus sauberer Luft.Ohne auch nur einen Moment zu verlieren, presste ich beide Handflächen gegen die gefrorene Erde.Königliches, goldenes Wildfeuer brach aus meinen Händen hervor und raste wie flüssiges L

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    Stille lag über den nördlichen Gletschern.Drei qualvolle Tage lang tobte der Schneesturm über den zerklüfteten Gipfeln, durch die der Leviathan des Hohen Rates den Himmel aufgerissen hatte. Unten im Tal wartete die Zitadelle von Blackwood in angespannter, atemloser Stille.Suchtrupps aus Kriegern von Ironclaw, ehemaligen Kämpfern von Silverfang und abtrünnigen Gestaltwandlern gruben unermüdlich durch die brennenden Trümmer, die sich über kilometerweite Flächen des gefrorenen Eises verteilt hatten. Sie weigerten sich, den eisigen Winden nachzugeben.Unten auf dem zentralen Platz standen die Bürger Schulter an Schulter.Der Himmel war nicht länger von einem verdorbenen violetten Dunst verseucht. Die Luft war klar, sauber und kühl und trug den süßen Duft von Kiefern und frischem Schnee mit sich.Die Schwarzader-Krankheit war verschwunden.Die Stadt stand noch.Doch die Stille vom oberen Bergrücken lastete schwer auf jedem Herzen.„Irgendetwas auf den Langstreckenscannern?“, fragte Ältes

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