Masuk
Sylvias Perspektive
„Lass mich in Ruhe!“ Meine Stimme brach, während ich gegen die Wachmänner ankämpfte, die den Eingang versperrten.
„Wie könnt ihr mich daran hindern, meinen eigenen Hochzeitssaal zu betreten? Ich habe diese Reservierung selbst bezahlt!“
Die beiden Männer zeigten keinerlei Mitgefühl. Einer verschränkte die Arme und sah mich an, als wäre ich nur eine lästige Störung, die er loswerden wollte.
„Sie sind eine Betrügerin, Fräulein. Hören Sie auf, hier eine Szene zu machen, und verschwinden Sie, bevor wir Sie hinauswerfen.“
Für einen Moment konnte ich ihn nur anstarren.
Eine Betrügerin?
Diese Worte ergaben überhaupt keinen Sinn.
„Mein Mann ist drinnen“, sagte ich und zeigte auf den Saal. „Er wartet auf mich.“
Der zweite Wachmann schnaubte. „Glauben Sie, wir sind dumm? Welche Braut kommt allein zu ihrer eigenen Hochzeit?“
Die Männer tauschten amüsierte Blicke aus.
„Sie sind wahrscheinlich eine verbitterte Ex-Freundin, die die Zeremonie ruinieren will.“
Diese Worte trafen mich wie eine Ohrfeige.
„Nein.“ Ich schüttelte sofort den Kopf. „Nein, ihr versteht das völlig falsch. Vincent ist mein Verlobter. Heute ist unsere Hochzeit.“
Sogar in meinen eigenen Ohren klang meine Stimme verzweifelt.
„Bitte. Lasst mich einfach hinein.“
Die Wachmänner sahen sich an.
„Sie müssen träumen“, sagte der erste.
„Bitte“, flehte ich. „Lasst mich einfach hinein.“
„Sie brauchen Hilfe. Diese Hochzeit ist für Herrn und Frau Vincent Sky, und sie ist bereits im Gange“, murmelte der erste Wachmann.
Bevor ich erneut widersprechen konnte, sah ich eine Gruppe Männer auf den Eingang zukommen. Ich erkannte sie sofort.
Es waren Vincents Untergebene.
Sofort überkam mich Erleichterung.
Endlich jemand, der mich kannte.
Ohne nachzudenken lief ich auf sie zu.
„Ihr kennt mich doch, oder?“
Die Worte sprudelten verzweifelt aus mir heraus.
„Bitte sagt ihnen, wer ich bin. Sie lassen mich nicht hinein.“
Die Männer blieben stehen.
Einer von ihnen betrachtete mich genau. Dann weiteten sich seine Augen leicht.
„Moment.“
Er zeigte auf mich.
„Ist das nicht das Dienstmädchen, das Mr. Vincent letztes Mal mit auf die Feier gebracht hat?“
Die Welt schien stillzustehen.
Dienstmädchen?
Mein Lächeln verschwand im selben Augenblick.
„Was?“
Ein anderer Mann musterte mich von oben bis unten.
„Warum trägt sie ein Hochzeitskleid?“
Einige von ihnen fingen an zu lachen.
Meine Finger schlossen sich fester um meinen Blumenstrauß.
Sicher hatte ich mich verhört.
Als Vincent mich diesen Männern vorgestellt hatte, nannte er mich seine Freundin.
„Die Arme“, sagte einer von ihnen.
„Sie ist tatsächlich aufgetaucht.“
Doch sie hörten nicht auf zu lachen.
Ein schrilles Pfeifen begann in meinen Ohren.
„Wovon redet ihr?“ flüsterte ich.
Die Männer sahen sich an.
Dann zuckte einer mit den Schultern.
„Mr. Vincent hat uns erzählt, dass er dich irgendwo auf dem Land herumirrend gefunden hat.“
Ich blinzelte.
„Was?“
„Er meinte, du hättest psychische Probleme.“
Fast wäre mir der Blumenstrauß aus den Händen gefallen.
„Er hatte Mitleid mit dir“, fügte ein anderer beiläufig hinzu.
„Er sagte, du hättest dich an ihn geklammert und dir alles nur eingebildet.“
„Nein... das ist unmöglich.“
Die Worte entglitten meinen Lippen, bevor ich sie aufhalten konnte.
Vincent würde so etwas niemals sagen.
Er konnte so etwas unmöglich sagen.
„Er ließ sie sogar so tun, als wäre sie seine Freundin“, sagte jemand.
„Ehrlich, der Boss ist viel zu freundlich.“
Ein lauter Lachanfall folgte.
„Aber ich hätte nie gedacht, dass sie wirklich glauben würde, er würde sie heiraten.“
Ihre Stimmen verschwammen zu bedeutungslosem Lärm.
Ich konnte sie nicht mehr hören.
Mein Herz schlug wie wild in meinen Ohren.
Meine Hände zitterten.
Das passierte nicht.
Das konnte nicht passieren.
Vincent liebte mich.
Er hatte mir einen Heiratsantrag gemacht.
Er war fünf Jahre lang mit mir zusammen gewesen.
Fünf Jahre konnten doch keine Lüge gewesen sein...
Oder doch?
Ich schluckte schwer.
Der Kloß in meinem Hals verschwand nicht.
Nach mehreren Minuten voller Diskussionen ließen mich die Wachmänner schließlich hinein.
In dem Moment, als ich den Saal betrat—
zerbrach meine Welt.
Alles, was ich sehen konnte, war Vincent.
Er stand lächelnd und glücklich am Altar.
Neben ihm stand eine andere Frau.
Sie trug das Hochzeitskleid, das eigentlich meines hätte sein sollen.
Der Priester hielt ihre ineinander verschlungenen Hände.
Die Gäste beobachteten sie voller Bewunderung.
Die Ringe wurden bereits ausgetauscht.
Es fühlte sich an, als hätte ich aufgehört zu atmen.
Doch meine Füße bewegten sich wie von selbst.
Um mich herum begannen die Leute zu tuscheln.
„Wer ist sie?“
„Warum trägt sie ein Hochzeitskleid?“
„Ist das nicht die Braut?“
„Nein... die Braut steht doch schon am Altar.“
„Wie ist sie überhaupt hereingekommen?“
Die Stimmen kamen aus allen Richtungen.
Doch ich konnte mich auf keine einzige konzentrieren.
Mein Blick blieb auf Vincent gerichtet.
Auf den Mann, der mir versprochen hatte, für immer bei mir zu bleiben...
...und der mich jetzt ansah, als wäre ich das Problem.
Als ich schließlich den Altar erreichte, verdunkelte sich sein Gesichtsausdruck.
„Warum bist du hier?“, fragte er kalt.
Für einen Moment konnte ich ihn nur anstarren.
Warum ich hier war?
Diese Frage traf mich so hart, dass mein Verstand leer wurde.
Es war unser Hochzeitstag.
Er stand mit einer anderen Frau am Altar...
...und trotzdem sah er mich an, als hätte ich ihm Unrecht getan.
Die Braut neben ihm warf mir einen genervten Blick zu, doch ich nahm sie kaum wahr.
Mein Blick blieb auf Vincent gerichtet.
Langsam trat ich vor, schob sie sanft zur Seite und nahm ihren Platz ein.
„Das hier...“
Meine Stimme brach, obwohl ich versuchte, sie ruhig zu halten.
„Das hier hätte mein Platz sein sollen, Vincent.“
Der ganze Saal verstummte.
Alle Augen waren auf uns gerichtet.
Ich wartete darauf, dass Schuld in seinem Gesicht erschien.
Scham.
Oder wenigstens irgendeine Regung.
Doch alles, was ich sah, war Genervtheit.
„Wie bist du hier herausgekommen?“, verlangte er zu wissen.
„Und woher hast du dieses Kleid? Ich habe ihnen gesagt, sie sollen dir deine Medikamente geben.“
Medikamente?
Das Wort hallte in meinem Kopf wider.
Es fühlte sich an, als würde ich träumen.
Seit wann nahm ich Medikamente?
Ich starrte ihn an und suchte in seinem Gesicht nach einem Zeichen, dass das alles nur ein Missverständnis war.
Doch da war nichts.
„Also stimmt es?“, flüsterte ich.
Tränen sammelten sich in meinen Augen.
„Du hast allen erzählt, ich wäre dein Dienstmädchen?“
Er antwortete nicht.
Also sprach ich weiter.
„Du hast ihnen erzählt, ich wäre psychisch krank?“
Meine Stimme zitterte.
„Du hast sogar dem Hotelpersonal erzählt, ich hätte mir eingebildet, deine Braut zu sein, und würde dir ständig nachlaufen?“
Ein gebrochenes Lachen entwich meinen Lippen.
Es klang fremd.
Fast hysterisch.
„Fünf Jahre, Vincent.“
Meine Finger krallten sich in sein Hemd.
Fünf Jahre, in denen ich ihn geliebt und ihm vertraut hatte.
Fünf Jahre, in denen ich jedes einzelne seiner Versprechen ohne jeden Zweifel geglaubt hatte.
„Fünf ganze Jahre.“
Meine Brust schmerzte so sehr, dass das Atmen unmöglich schien.
„Für alle war ich nur dein Dienstmädchen?“
Meine Stimme zitterte unkontrolliert.
„Das verrückte Mädchen vom Land, das du gerettet hast? Die Frau, die in eine psychiatrische Klinik gehört?“
Die Tränen wollten einfach nicht aufhören.
Egal wie oft ich blinzelte...
sie flossen weiter.
„Wie konntest du so leicht lügen?“
Ich schlug ihm schwach gegen die Brust.
„Wie konntest du das alles tun, ohne auch nur einen Funken Schuld zu empfinden?“
„Hey!“
Die Braut trat wütend nach vorne.
„Nimm sofort deine schmutzigen Hände von meinem Mann!“
In dem Moment, als ich ihre Stimme hörte, erstarrte mein ganzer Körper.
Ich kannte diese Stimme.
Sofort drehte ich den Kopf zu ihr.
Sie war die Frau vom Telefonat gestern.
Die Frau, die an Vincents Handy gegangen war.
„Also... Vi...“
Meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.
„Du warst ebenfalls Teil davon?“
Vivian sah keineswegs schuldbewusst aus.
Ganz im Gegenteil.
Sie verschränkte die Arme und betrachtete mich mit offener Verachtung.
„Sag mir mal, Sylvia“, sagte sie.
„Was genau hat dich glauben lassen, dass du Vincent verdient hast?“
Die Frage traf mich wie ein körperlicher Schlag.
Für einen Moment konnte ich überhaupt nicht sprechen.
Mein Verstand versuchte verzweifelt zu begreifen, was um mich herum geschah.
Verdient?
Ich hatte meine Karriere für ihn aufgegeben.
Menschen aus meinem Leben ausgeschlossen.
Meine gesamte Zukunft auf ihn aufgebaut.
Und sie fragte mich, warum ich glaubte, ihn verdient zu haben?
Vivian schnaubte, als ich schwieg.
„Du bist nur ein wahnsinniges Mädchen, das von einem Mann besessen ist, der nie dir gehört hat“, fuhr sie fort.
„Und jetzt bist du hier und versuchst, uns als die Bösewichte darzustellen.“
Sie schüttelte den Kopf.
„Ganz ehrlich... ist dir das nicht peinlich?“
Der Raum fühlte sich plötzlich unwirklich an.
Als wäre ich im Albtraum eines anderen gefangen.
Jeden Moment würde jemand lachen und mir sagen, dass alles nur ein Scherz war.
Oder ich würde aufwachen.
Denn es konnte unmöglich mein echtes Leben sein.
Ich sah sie an und versuchte zu verstehen, wie eine andere Frau so etwas sagen konnte...
ohne den geringsten Funken Reue.
„Vivian“, sagte ich leise, „wie kannst du einer anderen Frau so etwas antun... nur wegen eines Mannes?“
„Genug, Sylvia!“
Endlich fuhr Vincent mich an.
Der Zorn in seiner Stimme durchschnitt den ganzen Saal.
„Das ist nicht mehr lustig. Es wird langsam einfach nur noch erbärmlich und nervig.“
Jedes einzelne Wort fühlte sich an wie ein weiteres Messer, das sich tiefer in mein Herz bohrte.
Seine Augen waren voller Ärger.
Nicht voller Schuld.
„Es wird Zeit, dass du aufwachst und die Realität akzeptierst“, sagte er kalt.
„Ich hatte nie vor, dich zu heiraten.“
Etwas in mir zerbrach.
Bevor ich nachdenken konnte, bewegte sich meine Hand.
Die Ohrfeige hallte durch den gesamten Saal.
Ein erschrockenes Keuchen ging durch die Menge.
Vincent taumelte einen Schritt zurück.
Schock blitzte in seinem Gesicht auf.
Tränen brannten auf meinen Wangen.
Jahre voller Schmerz, Demütigung und Verrat brachen auf einmal aus mir heraus.
„Und trotzdem hast du fünf Jahre meines Lebens verschwendet!“
Ich schrie und packte erneut sein Hemd.
„Fünf Jahre, Vincent!“
Meine Hände zitterten so stark, dass ich mich kaum noch festhalten konnte.
„Ich habe wegen dir alles verloren!“
Meine Stimme brach.
„Und jetzt stehst du hier und versuchst, allen einzureden, ich wäre verrückt?“
Die Tränen verschwommen meine Sicht vollkommen.
„Hast du überhaupt noch ein Gewissen, Vincent?“
Vincenzos Perspektive Das Tor öffnete sich langsam, als ich in das Gelände des Sky Buildings fuhr. Die Sicherheitsleute erkannten mein Auto sofort und öffneten das große Tor, ohne irgendwelche Fragen zu stellen.Ich fuhr direkt zu meiner Villa. Meine Gedanken waren noch immer von allem erfüllt, was ich auf der Überwachungskamera gesehen hatte.Ich parkte mein Auto vor dem Haus und stellte den Motor ab. Einen Moment lang blieb ich hinter dem Lenkrad sitzen und starrte geradeaus.Ich konnte nicht aufhören, über diesen Mann nachzudenken.Ich glaubte immer noch nicht, dass er tatsächlich Lilys Bruder war.Ich hatte die Aufnahmen der Überwachungskameras sorgfältig angesehen. Ich hatte Lily mit dem Mann gesehen, und was mich am meisten beschäftigte, war die Art und Weise, wie sie sich in seiner Nähe verhielt.Sie wirkte entspannt bei ihm.Die Erinnerung daran, wie ich Lily kennengelernt hatte, schoss mir durch den Kopf.Alles war so plötzlich passiert, dass ich manchmal immer noch Schwieri
Sylvias Perspektive „Was ist mit dir passiert?“, fragte Lina besorgt, als sie hereinkam und sich neben mein Bett setzte. Ihre Stimme war voller Sorge, und die Art, wie sie mich ansah, ließ mich erkennen, wie sehr sie sich um mich gesorgt hatte. „Du hast mich so gestresst. Ich bin zu Vincenzos Haus gegangen, um nach dir zu sehen, aber du warst nicht dort. Warum bist du hierhergekommen, ohne mir Bescheid zu sagen?“Sie hielt einen Moment inne und schüttelte den Kopf, als sie sich daran erinnerte, wie sie mich gefunden hatte.„Wenn ich meine Nachrichten nicht überprüft hätte, hätte ich die Adresse, die du mir geschickt hast, gar nicht gesehen“, fuhr sie fort, während ihre Augen voller Sorge waren. „Du hast mir Angst gemacht, Sylvia. Ich wusste nicht, wo du warst, und ich habe mir schon alle möglichen schlimmen Dinge ausgemalt.“Ich sah Lina schweigend an. Ich konnte die Angst und die Sorge deutlich in ihrem Gesicht erkennen. Sie war schon immer ein Mensch gewesen, der sich tief um die M
Vincenzos Perspektive Ich fuhr direkt zur Villa meiner Mutter, meine Hände fest um das Lenkrad geklammert, während meine Gedanken über alles rasten, was ich gesehen hatte. In dem Moment, als ich ankam, öffnete sich das Tor, und ich fuhr hinein, bevor ich vor dem Haus parkte. Ich stieg schnell aus und ging ohne Zeit zu verlieren auf den Eingang zu.Sobald ich das Haus betrat, begrüßte mich eines der Dienstmädchen.„Guten Nachmittag, Sir“, sagte sie respektvoll.Ich ignorierte die Begrüßung und ging weiter ins Wohnzimmer.„Lily!“, rief ich laut und sah mich im Raum um.Es kam keine Antwort. Ich runzelte die Stirn und rief erneut ihren Namen. „Lily!“Immer noch antwortete niemand. Ich drehte mich zu dem Dienstmädchen um, das in der Nähe stand, und fragte ungeduldig: „Wo ist Lily?“Bevor das Dienstmädchen antworten konnte, betrat meine Mutter den Raum. „Was ist los?“, fragte sie und sah mich mit einem verwirrten Gesichtsausdruck an.Ich drehte mich sofort zu ihr um. „Wo ist Lily?“, fragt
Autors Perspektive Alle Menschen in der großen Halle klatschten in die Hände, während Vincent stolz in der Mitte des Raumes stand.Das Geräusch des Applauses erfüllte die gesamte Halle und hallte von den hohen Wänden und den großen Glasfenstern wider. Der Raum war wunderschön dekoriert, mit teuren Lichtern, die von der Decke hingen, und langen Tischen, die ordentlich rund um die Halle aufgestellt waren. Wichtige Geschäftsleute und Geschäftsfrauen saßen an diesen Tischen und beobachteten Vincent mit großem Interesse.Vincent stand ruhig inmitten all dieser Menschen.Er trug einen dunklen Anzug, der perfekt an seinem Körper saß. Sein Haar war ordentlich gestylt, und auf seinem Gesicht lag ein ruhiges Lächeln.Einer der Vorsitzenden erhob sich langsam von seinem Sitz. Er war ein älterer Mann mit grauem Haar und einem ernsten Gesichtsausdruck. Er richtete seine Brille, bevor er Vincent direkt ansah.„Du bist der Beste“, sagte der Vorsitzende mit einem zufriedenen Lächeln. Seine Stimme wa
Sylvias Perspektive Mein Handy begann plötzlich zu klingeln, und ich starrte voller Angst auf den Bildschirm. Nach allem, was passiert war, hatte ich Angst, den Anruf anzunehmen, weil ich nicht wusste, wer mich in diesem Moment anrufen könnte.Ich holte tief Luft und sah erneut auf den Bildschirm. In dem Moment, in dem ich den Namen meiner Freundin sah, fühlte ich mich ein wenig erleichtert. Ich hatte sie so sehr vermisst, und plötzlich wurde mir klar, dass sie genau die Person war, die ich in diesem Moment brauchte. Ich brauchte jemanden, mit dem ich reden konnte. Ich brauchte jemanden, der mir zuhören und mir das Gefühl geben würde, dass ich nicht allein war.Mit zitternden Fingern nahm ich den Anruf entgegen.„Hallo“, sagte ich leise, meine Stimme zitterte, während ich versuchte, meine Gefühle unter Kontrolle zu halten.Bevor ich noch etwas sagen konnte, liefen die Tränen, die ich so lange zurückgehalten hatte, plötzlich über mein Gesicht. Ich hielt mir die Hand vor den Mund, aber
Vincenzos Perspektive „Was siehst du?“, fragte ich, während ich neben Smart stand. Er saß vor dem großen Computerbildschirm, seine Augen waren auf die Kameras gerichtet, während sich seine Finger schnell über die Tastatur bewegten. Nach ein paar Sekunden drückte er eine Taste, und auf dem Bildschirm vor uns wurden plötzlich mehrere CCTV-Aufnahmen aus verschiedenen Teilen der Stadt angezeigt. Es fühlte sich an, als würden wir die ganze Stadt von einem einzigen Raum aus beobachten.Ich trat näher an den Bildschirm heran und betrachtete aufmerksam die verschiedenen Menschen und Autos, die auf den Kameras auftauchten. Ich musste wissen, was draußen vor sich ging, besonders nach allem, was in der Firma passiert war.„Überprüfe diese Firma“, sagte ich und zeigte auf einen der Bildschirme. „Die Sky Company. Ich will wissen, was dort vor sich geht.“Smart begann sofort, die Kameras rund um die Firma zu überprüfen. Ich stand schweigend hinter ihm und wartete darauf, dass er etwas fand. Nach e







