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SKYLAR
„Wahrheit oder Pflicht, Golden Boy.“
Diese Stimme. Ugh. Sie gehört einer der schlimmsten Personen an der Valor State University, und falls du auf „Arschloch-Linebacker“ oder „wandelnde Geschlechtskrankheit“ getippt hast, liegst du absolut richtig.
Sie gehört Chris Jerkins. Dem besten Freund meines Freundes. Der zertifizierten Nervensäge des Jahrhunderts.
Und der Golden Boy, den er meint? Das ist Shawn Crawford – VSUs Star-Running-Back, der Bruder meiner besten Freundin und Mitbewohnerin, und mein Freund.
Nun ja. Technisch gesehen mein Secret-Freund, weil absolut niemand weiß, dass wir zusammen sind.
Vor acht Wochen hatte Shawn einen massiven, brutalen und von unzähligen Handykameras gefilmten Streit mit Trey Parker, dem bärenstarken Quarterback des Teams. Das Video hatte innerhalb eines Tages zwei Millionen Aufrufe.
Jetzt hat das PR-Team der Uni die beiden unter strengste Nachrichtensperre gestellt. Da Shawns jeder Schritt überwacht wird, reichte schon eine einzige Schlagzeile wie „Star-Running-Back in toxischer neuer Beziehung“, um ihn auf die Ersatzbank zu verfrachten, zu suspendieren oder Schlimmeres.
Logisch gesehen verstehe ich das. Aber emotional macht es mich trotzdem fertig. Niemand wird gerne wie ein schmutziges kleines Geheimnis behandelt, das man unter der Tribüne verstecken muss. Aber ich liebe ihn, und ich werde ganz sicher nicht der Grund sein, warum er alles verliert, wofür er geschuftet hat.
Also spiele ich mit.
Wir sitzen alle um ein Lagerfeuer herum. Und mit „alle“ meine ich: mich – direkt gegenüber von Shawn sitzend und so tuend, als würde es mich nicht innerlich umbringen, dass er mich seit meiner Ankunft keines Blickes gewürdigt hat; Shawn; seine drei idiotischen Kumpels; meine prüde Stiefschwester; ihre Bimbo-Freundinnen, die gerade die Schoße der Jungs wärmen; und etwa sechs andere Leute, die ich nicht kenne.
Wir sind auf einer Party. Der genialsten Lagerfeuer-Party des Semesters, laut meiner besten Freundin Jade.
Ich habe nur zugestimmt mitzukommen, weil ich erpresst wurde. Jade hat mir allen Ernstes gedroht, meinen Kindle auf Werkseinstellungen zurückzusetzen und meine gesamte 500-Bücher-Sammlung an Spicy Dark Romance unwiderruflich zu löschen, wenn ich noch einen Sonntagabend in der Bude verbarrikadiert verbringe.
Das ist ein Verbrechen, und ich konnte diese Tragödie unter keinen Umständen zulassen.
Aber der eigentliche Knaller? Nur wenige Minuten nach unserer Ankunft ist meine sogenannte beste Freundin mit irgendeinem heißen Mädel abgehauen und hat mich komplett im Regen stehen lassen. Gott, wenn ich sie erwische, ist sie so was von tot.
Überall sind Leute. Einige tanzen eng umschlungen zur Musik, andere knutschen, als ginge es um ihr Leben. Es gibt sogar ein Saufspiel, bei dem die Jungs Bier direkt von den Brüsten oben-ohne-tanztender Mädels trinken.
Und ausgerechnet von all den Orten, an denen ich hätte landen können, bin ich irgendwie genau in dieser Schusslinie gelandet.
Als Shawn nicht antwortet, beugt sich Chris nach vorne – Natalia liegt quer über seinem Schoß – und hat dieses eklige Grinsen auf den Lippen, das immer Ärger bedeutet. „Komm schon, Crawford. Wahrheit oder Pflicht? Lass uns nicht hängen.“
Mit angespannter Kieferpartie stellt Shawn seinen Drink ins Gras. „Ich passe, Chris. Im Gegensatz zu dir kann ich mir gerade keinen weiteren Skandal leisten. Der Sportausschuss sitzt mir im Nacken–“
„Oh, buhu“, fällt ihm Jake von der anderen Seite des Kreises ins Wort und rollt mit den Augen. „Ernsthaft, Shawn? Du führst dich in letzter Zeit auf wie eine totale Pussy. Seit wann drückst du dich vor einem harmlosen Partyspiel? Früher konntest du mal Spaß haben.“
Falscher. Verdammter. Fehler.
Wenn es eine Sache gibt, die Shawn Crawford zutiefst hasst, dann ist es, wenn man an seinem Ego kratzt – und eine Herausforderung auszuschlagen, hasst er noch mehr.
Ich beobachte, wie sich sein Gesichtsausdruck verändert. Seine Schultern straffen sich. Dieser düstere, ehrgeizige Blick legt sich über seine gutaussehenden Züge.
„Gut“, sagt er. „Pflicht.“
Ein kollektives „Ouuu!“ hallt durch den Kreis.
Als der Lärm nachlässt, wird Chris’ Grinsen raubtierhaft. „Perfekt. Ein kleines Vögelchen hat mir nämlich letztens ein sehr interessantes Gerücht gezwitschert.“ Er lässt seinen Blick über das Feuer schweigen. „Man munkelt, dass unser Star-Running-Back eine geheime Freundin hat. Und laut meiner Quelle … ist sie auf genau dieser Party. In genau diesem Kreis.“
Mein Herz rutscht mir auf der Stelle bis in die Hose. Oh mein Gott. Er weiß es.
Bei dem warnenden, gefährlichen Blick, den Shawn auf Chris wirft, würde jeder mit auch nur einer Gehirnzelle das Maul halten. Nicht Chris. Er genießt es regelrecht und kostet es aus, dass die anderen aufgeregt tuscheln und an seinen Lippen hängen.
„Also“, fährt er fort, „hier ist deine Pflicht, Golden Boy. Ich fordere dich heraus, genau jetzt zu diesem Mystery-Girl zu gehen … und sie zu küssen.“
Ermüdende, totenstille Stille folgt. Mir bleibt der Atem im Hals stecken, und meine Handflächen fangen an meinen Jeans wie verrückt an zu schwitzen.
Als Shawn sitzen bleibt und Chris mit einem geradezu mörderischen Blick fixiert, wird der Rest des Kreises ungeduldig.
„Tu es!“, fängt ein schaksiger Typ an und klatschen im Takt. „Tu es! Tu es!“
Innerhalb von Sekunden stimmen alle ein. Der Sprechgesang übertönt die Musik. „TU ES! TU ES! TU ES!“
Da er weiß, dass er hier ohne wie ein Feigling dazustehen nicht mehr rauskommt, reißt Shawn sich zusammen und steht auf. „Na gut.“
Als er vom Baumstamm steigt und anfängt, am Rand des Lagerfeuers entlangzugehen, hämmerst mein Herz so laut, dass es an ein Wunder grenzt, dass die zwei Mädels neben mir es nicht hören.
Heilige Scheiße. Ich habe solche Angst vor dem Chaos, das das auslösen wird. Ich habe keine Ahnung, wie die PR-Abteilung das regeln soll. Aber gleichzeitig bin ich völlig aus dem Häuschen. Das ist es. Er wird sich endlich zu mir bekennen. Kein Versteckspiel mehr.
Er kommt näher. Ein Meter. Ein halber Meter.
Nur … bleibt er nicht stehen. Sein Schatten zieht direkt an meinen Knien vorbei und geht weiter.
Warte. Was?
Warum zum Teufel ist er nicht stehen geblieben?
Ungläubig und wie gelähmt sehe ich zu, wie er drei Schritte später anhält. Direkt vor Cherry. Meiner Stiefschwester.
Warum um alles in der Welt steht sie überhaupt schon da? Warum sieht sie ihn an, als hätte sie den ganzen Abend nur darauf gewartet?
Bevor ich überhaupt weitere Fragen formulieren kann, greift Shawn zu, nimmt ihren Hinterkopf in die Hand und presst seine Lippen auf ihre.
Keuchen. Schockierte Schreie. Lauter Jubel bricht aus. Sogar Leute, die gar nicht mitgespielt haben, sind herbeigeströmt. Aber das Geräusch erstirbt augenblicklich in meinen Ohren – ich höre nur noch ein lautes Rauschen.
Nein. Das ist nicht real. Das Feuerlicht spielt meinen Augen definitiv einen Streich.
Mit zittrigen Händen ziehe ich meine runde Brille ab, wische die Gläser an meiner Strickjacke sauber und schiebe sie wieder auf die Nase, während ich um eine andere Realität bete.
Das Gebet stößt auf taube Ohren, denn mir bietet sich ein noch schlimmeres Bild. Shawn zieht Cherry eng an seine Brust, und ihre Krallen fahren durch sein rotes Haar.
Schließlich pfeift Chris laut durch die Zähne. „Alles klar, alles klar, Crawford! Heb dir was fürs Wohnheim auf!“
Das reißt die beiden auseinander, beide außer Atem. Cherrys Wangen sind triumphierend rosa angelaufen. Shawns Gesicht ist angespannt vor angestauter Wut, während er an ihr vorbei zu Chris funkelt.
„Nicht cool, Mann. Bist du jetzt zufrieden?“
Chris zuckt nur mit den Schultern und hebt seinen Becher. „Spiel ist Spiel.“
Mit einem Kopfschütteln dreht Shawn sich um, um zu gehen, aber er kommt nicht weit, bevor Cherry nach seinem Arm greift und Schmollmund macht. „Warte, Babe, wo willst du hin?“
Babe?
Shawn atmet tief aus, sieht sie an und sagt laut genug, dass es jeder hören kann: „Ich bin gleich zurück. Nur kurz schiffen.“
Dann tut er das, was mein ohnehin schon gebrochenes Herz vollends in Flammen setzt – er beugt sich hinunter und drückt ihr einen Kuss auf die Stirn, bevor er in der Dunkelheit verschwindet.
Als meine Sicht vor Tränen verschwimmt, blicke ich gerade noch rechtzeitig auf, um zu sehen, wie Cherry sich zu mir umdreht – und genau da auf ihrem perfekten Gesicht liegt ein leises, süffisantes Grinsen.
0,2 Sekunden später verschwindet ihre ganze Gestalt, weil alle über sie herfallen.
„Oh mein Gott, wie lange schon?“
„Ist das was Ernstes?“
„Erzähl uns alles!“
In diesem Moment löst ein heißer, wütender Funke meine Trauer ab – einer, der nach Antworten verlangt.
Ich kämpfe gegen die zentnerschwere Last in meiner Brust an, stehe auf wackligen Beinen auf und marschiere meinem „Freund“ hinterher in den dunklen Wald.
Der wummernde Bass des Lagerfeuers verblasst hinter mir und wird durch Grillenzirpen und das Geräusch meines eigenen schweren Atemzugs ersetzt.
Wütende Tränen lassen meine Brille beschlagen, bis sie mir auf den Nasenrücken rutscht. Es ist ein Wunder, dass ich ihn überhaupt finde – mit dem Rücken zu mir, völlig entspannt an eine Eiche gelehnt.
„Was zum Teufel, Shawn?“, bringe ich hervor, und er fährt herum, stolpert beinahe über seine eigenen Füße und zieht hastig seinen Hosenstall zu.
„Was zur Hölle, Skylar!“, fährt er sich genervt mit der Hand durchs Haar. „Du hast mich zu Tode erschreckt!“
„Was sollte das eben, Shawn? Ernsthaft. Was zur Hölle war das?“
Typisch für ihn hat dieser Typ die Dreistigkeit, mit den Augen zu rollen. „Was sollte was?“
„Du und Cherry! Du hast sie gerade buchstäblich vor der gesamten Uni aufgefressen! Anstatt mich! Ich bin deine Freundin, verdammt nochmal! Wir sind seit zwei Monaten zusammen!“
Wenn das Augenrollen mich noch nicht gebrochen hat, dann hat es der zutiefst gelangweilte, abwertende Seufzer definitiv getan, als er an meiner Schulter vorbeigeht und direkt zurück zum Feuer steuert. „Es ist nichts. Denk nicht zu viel darüber nach.“
„Denk nicht zu viel darüber nach?!“ Ich wirbel hinter ihm her. „Jede verdammte Seele da draußen hat zugesehen, wie du dich zu ihr bekannt hast! Sie hat dich Babe genannt! Du hast ihr einen Kuss auf die Stirn gegeben! Wenn sie also deine Freundin ist, was bin ich dann? Ein schmutziges kleines Geheimnis? Eine Peinlichkeit?“
Shawn hält so abrupt an, dass ich fast gegen seinen Rücken pralle. Als er sich umdreht, verziehen sich seine gutaussehenden Züge zu einer harten Fratze. „Bitte fängst du nicht damit an, Skylar. Genau diese dramatische Scheiße ist der Grund, warum ich dich nicht gewählt habe.“
Sofort fahre ich im Bett hoch und fauche in die Dunkelheit: „Jade, kannst du bitte– AHH!“ Ein panischer Schrei entfährt meiner Kehle bei dem Anblick, der sich mir bietet. Es ist nicht Jade, die diese furchtbaren Geräusche macht. Verdammt, diese eiskalten Augen würde ich überall im Dunkeln wiedererkennen. „Trey?!“, ich klammere mich krampfhaft an die Decke vor meiner Brust. „Was zur Hölle machst du so spät in meinem Zimmer?!“ „Es ist nicht dein Zimmer, Schatz“, brummt Treys tiefe Stimme aus den Schatten. Und die merkwürdigen, feuchten Bewegungen gehen ohne eine Sekunde Unterbrechung weiter. „Was meinst du mit, es ist nicht mein– Oh.“ Ich greife nach dem Nachttisch und knipse die Lampe an, woraufhin der Raum sofort in ein warmes, oranges Licht getaucht wird. Es ist definitiv nicht mein Wohnheimzimmer. Bei dem riesigen Himmelbett, den gotischen Mahagonimöbeln und den schwarz-roten Vorhängen kommt die Erinnerung in einer schwindelerregenden Welle zurück. Ich bin im Kappa-Omega-Hau
„H-hier ist es!“, quiekt das Goth-Mädchen nervös und zeigt auf eine offene Schlafzimmertür am Ende des Flurs im zweiten Stock. Bevor einer von uns noch etwas sagen kann, dreht sie auf dem Absatz um und rennt den Flur zurück zur Treppe wie vom Hafer gestochen. Sobald ich sicher bin, dass ihre schnellen Schritte im Gang verhallt sind, fange ich wieder an zu zappeln. „Trey, lass mich sofort runter! Ich verlange das!“, schreie ich über seine Schulter und halte mit einer Hand krampfhaft meine Brille fest, damit sie nicht durch die Gegend fliegt und auf den Dielen zerschellt. Wenig überraschend ignoriert Trey meine wütenden Forderungen einfach. Er stößt die Tür auf, tritt sie hinter uns mit dem Stiefel zu und greift nach hinten, um abzuschließen. Er geht ein paar Schritte ins Zimmer und schmeißt mich mit einem unsanften Plumps mitten auf eine weiche Matratze. Ich krabbel rückwärts gegen das Kopfteil des Bettes und richte außer Atem meinen winzigen Faltenrock, während Trey über dem Fußen
Diese Worte schicken einen elektrisierenden Nervenkitzel direkt meine Wirbelsäule hinunter. „Ist das alles?“ Michelle schenkt mir ein fieses Grinsen. „Das ist alles.“ „Kinderspiel.“ Ich gebe ihr ein selbstbewusstes Nicken, und sie schnippt mit den Fingern, was einem der Mädchen hinter Trey das Signal gibt, den Sack von seinem Kopf zu reißen. Ich werde von dem vertrauten Anblick von Treys eisigen Augen begrüßt, die sich im selben Moment in meinen verhaken, als die Haube fällt. „Hey, Mr. Joker.“ Mit einem Schnurren schliche ich mich einen Schritt weiter in den inneren Kreis. „Ich habe eine Überraschung für dich.“ Ich habe keine Ahnung, woher dieser plötzliche Mut kommt, aber ich werde ihn jetzt ganz bestimmt nicht hinterfragen. Trey zieht lediglich eine Braue hoch, sein Ausdruck ein unbeschriebenes Blatt, während er auf meinen nächsten Schritt wartet. Ohne den Blickkontakt zu brechen, greife ich an meinen Hals und öffne den Verschuss des dunkelroten Umhangs, der meinen Körper um
„Bist du … bist du tatsächlich echt?!“ „Was um alles in der Welt hast du da an?!“ „Sind der Entenstrampler und die Schwimmflossen-Hausschuhe so was wie … ein neuer Trend?!“ „Müssen wir uns die auch besorgen, um unsere Treue zu #TeamTreylar zu zeigen?!“ Ich bringe nicht einmal ein einzelnes Wort heraus, weil der gesamte nicht-ohnmächtige Teil des Kappa-Omega-Covens mich wie ein Schwarm manischer, mit Eyeliner geschminkter Krähen umschwärmt. Hände berühren meine übergroßen Fleece-Ärmel, stupsen gegen meine Schwimmflossen-Hausschuhe und greifen nach meinen Haaren. In dem Moment, als das kollektive Todesfee-Gekreische nachließ, stürmte Michelle die Treppe herunter, riss mich am Handgelenk über die Türschwelle und zog mich tief ins Foyer, während ihr Coven mich mit einer Lawine von atemlosen Fragen bombardierte. Es wird schnell so intensiv und erstickend, dass ich tatsächlich spüre, wie meine Lunge blockiert. „Okay. Das reicht jetzt verdammt noch mal“, ertönt Treys tödlicher Tonfall
Als nach ein paar Sekunden niemand antwortet, drücke ich die Klingel ein zweites Mal und halte sie länger gedrückt. Immer noch nichts. „Süße, ich glaube nicht, dass jemand zu Hause ist“, sagt Trey hinter mir, als die Veranda beim dritten Läuten weiterhin totenstill bleibt. „Oder wenn doch, scheren sie sich einen Dreck darum, wer um eins Uhr morgens vor der Tür steht.“ „Oh, sie sollten sich besser darum scheren“, fauche ich. „Ich hatte die schlimmste, demütigendste Nacht meiner gesamten Existenz, und diese Goth-Mädchen werden mein Elend nicht noch vergrößern!“ Ich vergesse jede Höflichkeit, lasse die Türklingel sausen und beginne, aggressiv mit den Fäusten gegen das Holz zu hämmern. Gerade als ich die Faust für einen weiteren Schlag heben will, fliegt die Tür sperrangelweit auf und gibt den Blick auf ein Mädchen frei, das im dämmrigen Foyer steht. Sie öffnet den Mund, bereit, jemandem den Kopf abzubeißen. „Ja? Wenn du hier bist, um unsere –“ Ihre Worte sterben einen gewaltsamen T
„AHHHHH! Oh Gott, rette mich! Bitte, bitte, bitte lass mich nicht in einem gelben Entenstrampler sterben!“ Ich schreie aus voller Kehle, während ich meine Lider so fest zusammendrücke, dass ich mir ziemlich sicher bin, meine Sehnerven dauerhaft zu schädigen. Meine Finger krallen sich derweil in einem Todesgriff um Treys Taille. In der Sekunde, in der wir auf Becky gestiegen sind, hat Trey den Gashahn praktisch komplett aufgedreht und uns mit einer Geschwindigkeit nach vorne katapultiert, die sich ehrlich gesagt illegal anfühlt. Falls ich vorher dachte, dass Gigi eine Todesmaschine war, lag ich tiefgreifend und dumm falsch, und ich muss diesem Motorrad jetzt eine formelle, tränenreiche Entschuldigung aussprechen. Denn Becky? Becky nimmt das Konzept einer Todesmaschine und schießt es direkt in die Stratosphäre. Ich weiß nicht einmal, was für ein exactes Modell oder welche Marke das Bike ist – hauptsächlich, weil ich kein Motorrad-Mensch bin, aber auch, weil mein Gehirn gerade meine







