LOGINSKYLAR Glaubst du, ich habe das Richtige getan? Glaubst du, dass es die beste Option war, mich Trey auf dem silbernen Tablett zu servieren, um ihn davon abzuhalten, einen – nun ja, echten Mord zu begehen? Ich weiß ja nicht, wie es bei dir ist, aber in diesem Moment des absoluten Wahnsinns fühlte es sich wie die einzige Option an, die auf dem Tisch lag. Also ja – scheiß auf meinen Stolz und scheiß auf meine anhaltende Wut auf Trey. Wenn das Opfern meines Körpers nötig ist, um ein Menschenleben zu retten – selbst wenn dieses Leben zu meinem billigen Ex gehört –, dann soll es eben so sein. Doch während Trey mich tiefer in den Sportkomplex trägt und meine Lippen mit so viel Hunger verschlingt, schnürt sich der Zweifel in meiner Magengegend zusammen. Denn genau bevor seine Schritte die Geräusche aus dem Stadion übertönten, hätte schwören können, dass ich Cherry habe würgen hören. Ich hörte sie Shawn anflehen, sie gehen zu lassen. Es klang, als würde er sie erwürgen. Oh Gott. Angesic
TREY Ich habe in meinem ganzen verdammten Leben noch nie eine Welle von Wut gefühlt wie diese. Diese Wut ist nicht nur ein kleiner Funke – sie ist ein apokalyptischer Waldbrand. Sie übertrifft absolut alles, was ich je gegenüber Marcus empfunden habe. Okay, vielleicht ist das übertrieben. Aber sie kommt verdammt nah heran. Es ist ein Cocktail aus aufgestauter Genervtheit, weil ich auf Entzug von meiner Muse bin, kombiniert mit der bitteren Wut darüber, meine eigene Regel gebrochen zu haben. Nachdem ich sorgfältig meinen Masterplan als „verständnisvoller Typ“ ausgeklügelt hatte, um Skylars Wachsamkeit zu senken, habe ich völlig die Kontrolle verloren, weil ich es einfach nicht ertragen konnte, keinen Geschmack von ihr zu bekommen. Und dann habe ich es noch schlimmer gemacht, indem ich mich wie ein absoluter Idiot aufgeführt und sowohl meine Muse – als auch meinen eigenen verdammten Schwanz – damit verärgert habe. Obendrein hat mein Monster schon an seinem Käfig gekratzt, in dem Mo
Shawns Frage lässt mich zu einer echten Statue erstarren. Jeder einzelne Muskel in meinem Körper verkrampft sich, mir bleibt der Atem stocken, und für drei qualvolle Sekunden vergesse ich schlichtweg, wie man funktioniert. Trey sieht jedoch immer noch mordlustig aus – außer dass seine Augen jetzt vollkommen auf mich gerichtet sind. Auf eine gewisse Art ist ein Teil von mir erleichtert, dass sich sein Fokus auf mein Gesicht gelegt hat und weg vom Rasen ist. Denn in meinem gelähmten Zustand gäbe es absolut null Chance, dass ich ihn aufhalten könnte, wenn er beschließen sollte, über die Absperrung zu springen und Shawn direkt in den Boden zu stampfen. Cherrys keuchende Stimme bricht die Stille, zittrig, während sie versucht, wieder zu Atem zu kommen. „W-Was für ein Schrei?“ „Der, der klang, als wäre jemand vor Schreck aus der Haut gefahren.“ Ungeduld liegt in Shawns Stimme. „Hast du das im Ernst nicht gehört?“ Ich kann die beiden von meinem Versteck im Schatten aus nicht sehen, bes
Frustration macht sich in meiner Brust breit. Hier ist absolut gar nichts. Keine Hinweise, keine Cheat-Codes. Nur zwei geile Narzissten, die Schuleigentum entweihen. Genau in diesem Moment bellt Shawn ein Kommando heraus: „Steh auf. Komm und blase mir einen.“ Meine Genervtheit erreicht eine schwindelerregende neue Sphäre. Ich schnappe mit dem Blick zurück zu ihrem ekligen Spektakel – genau rechtzeitig, um zu sehen, wie Cherry den gefakten Ausdruck unterwürfiger, weit aufgerissener Augen auflegt und sich so hinsetzt, dass sie nun auf den Knien vor ihm hockt. „Füttere mich, Baby“, schnurrt sie und öffnet den Mund weit. Von meinem Aussichtspunkt an der Seite aus habe ich einen Logenplatz bei dieser zutiefst abstoßenden Darbietung. Shawn steht über ihr, seine Haltung strahlt so viel Arroganz aus, während er auf sie herabsieht, als wäre sie eine unbedeutende Untertanin, die seiner Zeit nicht wert ist. Ich rolle die Augen so heftig, dass ich glaube, für einen Moment die Rückseite meine
In meiner Brust toben gerade drei völlig unterschiedliche Emotionen.Erstens: Wut – jede Menge davon. Zweitens: dieses blöde Ding namens Schmerz, weil mein schwaches Herz sich tatsächlich hat von Treys arroganter Angebot-Nummer verletzen lassen. Und drittens? Entschlossenheit.Warum setzt sich die Entschlossenheit gegen alles andere durch? Weil Mama und Tante Danny meine gesamte Welt sind. Sie sind buchstäblich alles, was mir in dieser grausamen Welt geblieben ist, und ich werde nicht zulassen, dass meine eigenen zerbrechlichen Gefühle – oder irgendein verdammter Quarterback – dem Lebensziel im Weg stehen. Ich tue alles, was nötig ist, um Mama zu heilen und Tante Danny davor zu bewahren, auch nur eine weitere Sekunde ihres Lebens für uns zu opfern.Mit diesem eisernen Fokus, der jeden meiner Schritte lenkt, erreiche ich schließlich den Eingang des Stadions und bewege mich so schleich- und lautlos wie ein Geist.Es kümmert mich überhaupt nicht, ob ich mich umdrehe, um zu sehen, ob Trey
SKYLAREndlich.Er ist geknickt. Der verdammte Trey Parker ist endlich, endlich eingeknickt.Ich musste diesmal nicht einmal etwas tun. Seit diesem peinlichen Spektakel am Montag ist da so ein ständiges Ziehen zwischen meinen Beinen.Stellt euch vor: Alkohol verwandelt mich in einen schamlosen, horny Dämon. Ich habe den ganzen Montagabend in meinem Zimmer verbracht und vor lauter Demütigung über diese Aktion gebrannt, aber mein verräterischer Körper hat das Memo wohl nicht ganz mitbekommen. Als Trey gestern zu unserer Lernsitzung aufkreuzte, habe ich auf meinem Bett quasi vibriert und darauf gewartet, dass er die Masche mit dem „verständnisvollen Typen“ fallen lässt und mich anfasst. Aber er blieb so verdammt gefasst, so distanziert, dass ich dachte, ich werde verrückt.Aber jetzt? Endlich gibt er mir die Berührung, nach der ich mich so verzweifelt gesehnt habe.Außer … dass das hier absolut der beschissenste Zeitpunkt für eine gehirnerweichende Ablenkung ist.Meine Hände pressen sich







