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34

Author: R-A-I-A
last update publish date: 2026-08-18 00:51:19

Kapitel 34

Das sechsunddreißigste Stockwerk des Willian-Group-Gebäudes war an jenem Morgen in eine Atmosphäre gehüllt, die noch beklemmender war als sonst. In dem Moment, als sich die Türen des privaten Aufzugs mit einem Klingeln öffneten, trat Kael heraus. Sein Kiefer war fest zusammengepresst, sein Blick starr geradeaus gerichtet, so eisig und unberührt wie Schnee. Der dunkelgraue Anzug, den Hellena ihm an jenem Morgen ausgesucht hatte, saß perfekt an seiner athletischen Figur, doch seine Aur
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    Kapitel 82Das Hauptschlafzimmer des Anwesens der Familie Smith wirkte unerträglich still und kalt, als Hellena es betrat. Der Nieselregen draußen war stärker geworden und klopfte sanft gegen die Fensterscheiben, als würde auch er um die Zerstörung des Herzens der fülligen Frau trauern.Hellena schaltete das Licht im Schlafzimmer ein und ignorierte den Saum ihres blauen Samtkleides, der leicht feucht geworden war. Mit noch immer zitternden Fingern streifte sie das luxuriöse Abendkleid ab und zog die einfachste Alltagskleidung an, die sie besaß – ein lockeres Baumwoll-T-Shirt und eine schlichte lange Hose. Auf ihrem Gesicht blieb keine Spur von Make-up zurück, auch kein Perlenschmuck. Alles, was blieb, war ihr blasses Gesicht mit zwei verquollenen, geröteten Augen.Hellena zog ihren mittelgroßen Koffer aus dem Kleiderschrank. Einen nach dem anderen faltete sie ihre einfachen Kleidungsstücke zusammen und legte sie hinein. Kein einziges der luxuriösen Stücke, keines der teuren Kleider od

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    Kapitel 81Gerade als Hellena zwei Schritte in Richtung des Saalausgangs getan hatte, schnitt eine schrille Stimme, die sie nur zu gut kannte, durch den donnernden Applaus der Gäste. Die Stimme dröhnte durch das Mikrofon und hallte in jedem Winkel der geräumigen Halle wider.„Sekretärin Hellena!“, rief Vivian Wheeler in einem süßlichen, aber gebieterischen Tonfall, der voller Gift steckte. „Könnten Sie uns bitte das Etui mit unseren Verlobungsringen von dem Tisch neben der Bühne bringen?“Hellenas Schritte kamen abrupt zum Stillstand. Ihr Körper erstarrte mitten im Gang. Eine eiskalte Empfindung breitete sich augenblicklich von ihren Zehenspitzen bis in ihre Brust aus. Noch bevor sie überhaupt verarbeiten konnte, was gerade geschehen war, ertönte erneut Kaels Baritonstimme von der Bühne – die Stimme, bei der sie sich sonst immer sicher gefühlt hatte, klang nun so fremd und kalt.„Hellena, bringen Sie das Etui bitte sofort her“, rief Kael monoton.Hellena schloss langsam die Augen. Si

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    Kapitel 80Das Klirren der Kristallgläser und die schwungvollen Klänge der Symphonie verblassten allmählich, als die Hauptbeleuchtung des großen Festsaals mehrmals flackerte. Der Moderator betrat die prachtvolle Bühne und bat alle geladenen Gäste, ihre volle Aufmerksamkeit dem Höhepunkt des heutigen Jubiläumsabends zu schenken.Hinter dem purpurroten Samtvorhang an der Seite der Bühne erschien schließlich Kael William Smith. Er sah in seinem maßgeschneiderten schwarzen italienischen Smokingsuit, der seine athletische Statur perfekt betonte, ausnehmend gut aus. An seiner Seite schritt Madam Hansel elegant in einer smaragdgrünen Abendrobe voran und grüßte mit einem warmen Lächeln die Reihen der Geschäftspartner und Medienvertreter, deren Kamerablutze nicht aufhörten zu blitzten.Donnernder Applaus hallte durch jeden Winkel des Saals.Reglos im Gang unterhalb der Bühne stehend, richtete Hellena ihre hellen, runden Augen ganz auf den Mann, den sie so tief liebte. Ein aufrichtiges, sanfte

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    Kapitel 79Der lang ersehnte Abend war endlich gekommen. Der große Festsaal des Fünf-Sterne-Hotels im Herzen der Stadt hatte sich in einen atemberaubenden Veranstaltungssaal verwandelt, geschmückt mit Tausenden von Kristallkronleuchtern und erfüllt von den bezaubernden Klängen klassischer Musik. Die Feier anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Smith Group wurde nicht nur von elitären Persönlichkeiten aus der Wirtschaft und hochrangigen Beamten besucht, sondern auch von dutzenden namhaften Medienvertretern, die sich bereits mit ihren Kameras entlang des roten Teppichs in Stellung gebracht hatten.Derweil stand Hellena im Hauptschlafzimmer des Anwesens der Familie Smith vor einem ganzkörpergroßen Spiegel, ihr Atem ruhig und gleichmäßig. Sie begutachtete ihr Erscheinungsbild von Kopf bis Fuß. Am Morgen hatte Kael sie noch einmal daran erinnert, sich frühzeitig fertig zu machen, da er vorab am Veranstaltungsort sein musste, um die technischen Vorbereitungen mit dem Vorstand zu überwach

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    Kapitel 78Die kühle Luft der Klimaanlage füllte langsam die Stille des Hauptschlafzimmers. Kael blickte auf Hellenas kurvigen Rücken, als sie unter der dicken Decke von ihm abgewandt lag. Als er den gleichmäßigen Rhythmus des Atems seiner Frau hörte, umspielte ein schwaches Lächeln Kaels Lippen. Er wusste nur zu gut, wie anstrengend der Tag für die Frau war, die er von ganzem Herzen liebte. Kael wollte sie nicht bedrängen, wenn Hellena in einer so schlechten Stimmung war.„Schlaf gut, Liebling“, flüsterte Kael ganz leise nahe Hellenas Ohr. Der Mann drückte einen warmen Kuss auf ihren Scheitel, bevor er sich schließlich vom Bett entfernte.Kael ging langsam ins Badezimmer, um sich frisch zu machen. Das kalte Duschwasser strömte über seinen breiten, athletischen Körper und wusch die Reste der Erschöpfung eines Tages fort, den er mit Angelegenheiten im Büro und Spannungen zu Hause verbracht hatte.Einige Minuten später kam Kael in einer legeren Hose aus dem Badezimmer, ein kleines Handb

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    Kapitel 77Hellena warf ihren kurvigen Körper mit einem sanften, unregelmäßigen Atemzug auf das Bett. Das brennende Gefühl in ihrer Brust hatte sich noch immer nicht gelegt. Jede Sekunde, in der sie Frau Hansel und Vivian unten entgegentreten musste, spielte sich wieder und wieder in ihrem Kopf ab.Hellena stieß ein verärgertes Schnaufen aus und klammerte sich fest an die Ecke ihres Kissens. „Diese hinterhältige Frau...“, murmelte sie mit zusammengebissenen Zähnen. Sie wusste sehr wohl, dass die plötzliche Kälte und das Misstrauen ihrer Schwiegermutter nichts weiter als das Ergebnis der giftigen Lügen waren, mit denen Vivian sie gefüttert hatte. Ihre gütige und fürsorgliche Schwiegermutter war zweifellos völlig von der Vorstellung dieser blonden Frau getäuscht worden.Klick.Die Schlafzimmertür öffnete sich langsam.Kaels bedächtige Schritte hallten wider, als er den Raum betrat. Er hängte sein teures Sakko über den Stuhl nahe der Tür, und sein Blick landete augenblicklich auf seiner

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