分享

Vier

作者: Demsie
last update publish date: 2026-08-20 08:12:55

CLAIRE

Ich schrie, bis mir die Lunge wehtat. Warum wollte der Arzt einfach nicht auf mich hören?

Ich wehrte mich nach Kräften, als man mich auf eine Liege im Operationssaal legte, doch meine Flehen stieß auf taube Ohren. Jeff gehört dieses Krankenhaus; es gehörte einst seiner Mutter, und er hatte es von ihr erbt. In den fünf Jahren unserer Ehe hatte ich diesen Ort nur betreten, wenn er mich brauchte, um vor den Kameras die perfekte Ehefrau zu spielen, oder wenn sein Großvater im Land war. Ansonsten war ich den Mitarbeitern so gut wie unbekannt, sodass mein Wort keinerlei Gewicht hatte.

Die einzige Person, die sie hätte aufhalten können, war außer Landes – und diese Person war Großvater Howard.

Das Licht im Operationssaal ging an, und ich spürte, wie mir die Spritze injiziert wurde.

Ich dachte an das Baby in meinem Bauch: „Es tut mir leid, mein Baby. Ich bin so eine nutzlose Mutter, ich konnte dich nicht einmal beschützen.“

Falls es so etwas wie eine zweite Chance gibt, schwöre ich mir selbst, mich nie wieder so leichtgläubig zu verlieben. Denn in diesem Moment spürte ich nichts als tiefe Reue darüber, den falschen Mann geliebt zu haben.

Ich konnte Jeff an der Tür stehen sehen, wie er jeden einzelnen Schritt beobachtete. Sein kalter Blick war das Letzte, was ich sah, bevor ich in die Bewusstlosigkeit abglitt.

JEFFS PERSPEKTIVE

Ich stand einen Moment lang da und beobachtete, wie die Ärzte an Claire arbeiteten. Plötzlich zog sich mein Hals zu, und meine Brust krampfte sich schmerzhaft zusammen.

„Es gab keinen anderen Weg“, redete ich mir ein.

Irene hatte vor fünf Jahren ihr Leben riskiert, um mich zu retten, und ich hatte ihr versprochen, dass ich niemals zulassen würde, dass ihr etwas zustößt. Und wenn Claire nun diejenige war, die das Opfer bringen musste, damit es Irene gut ging, dann sollte es so sein. Ich schuldete ihr mein Leben.

Ich ging zurück in Irenes Zimmer und blieb abrupt stehen, als ich meinen Großvater im Raum sah, der wütend mit dem Finger auf Irene zeigte. Ich eilte hinein.

„Großvater, was machst du hier?“, fragte ich überrascht.

Er wandte sich zu mir um, und bevor ich überhaupt begreifen konnte, was er vorhatte, traf seine Hand meine Wange.

„Wie kannst du es wagen, meiner Schwiegertochter so etwas anzutun?!“, brachte er zähneknirschend hervor.

„Woher weißt du…“, begann ich zu fragen, brach aber ab und rieb mir die Wange. Er mochte alt sein, aber seine Ohrfeige saß immer noch verdammt tief.

„Ich kann Irene nicht sterben lassen, Großvater!“, erwiderte ich stattdessen, und er sah mich voller Enttäuschung an.

„Aber du kannst deine Ehefrau sterben lassen?!“, zischte er heraus.

„Irene hat mir vor Jahren das Leben gerettet und…“

„Es gab überhaupt keine Notwendigkeit für eine Transplatation! Du hast deine Frau völlig umsonst sterben lassen!“

Ich blickte ihn mit verengten Augen an. „Was meinst du damit, Großvater?“

Er schüttelte enttäuscht den Kopf, warf mir ein Papier entgegen und stürmte aus dem Zimmer.

Mein Herz hämmerte wie wild, als ich es schnell aufhob und die Zeilen überflog. Mir sackte der Magen weg.

Ich starrte Irene an. „Du brauchtest gar keine Transplantation“, flüsterte ich, und sie wurde kreidebleich.

„Wie ist das möglich? Aber der Arzt…“, sie hielt inne und starrte mich mit aufgerissenen Augen an. „Könnte es sein, dass der Arzt eine Fehldiagnose gestellt hat?“

Ich wurde blass bei diesem Gedanken.

Claire!

Mein Verstand schrie auf. Ich musste sie retten!

Ich stürzte zum Operationssaal. Ich musste verhindern, dass sie sie operierten.

„Herr Doktor, aufhören! Nicht operieren!“, schrie ich, als ich hineinstürzte.

Ich kam abrupt zum Stehen, als ich die Umrisse einer Person sah, die unter einem weißen Tuch auf der Liege lag.

Nein!

Der Chirurg schüttelte den Kopf. „Es tut mir leid, Herr Anderson, aber es ist zu spät. Ihre Frau ist tot.“

Mein Großvater starrte mich mit purer Wut in den Augen an: „Ich kann nicht glauben, dass ich eine Bestie wie dich als Enkel habe. Du hast sie auf dem Gewissen!“

在 APP 繼續免費閱讀本書
掃碼下載 APP

最新章節

  • Die Reue des Milliardärs   Kapitel achtunddreißig

    Jeff wachte auf dem Sofa auf. Sein Kopf hämmerte und sein Mund fühlte sich trocken wie Stroh an.Er trug noch die Kleidung vom Vortag. Im Haus war es mäuschenstill – und dann kam schlagartig alles wieder hoch. Er stöhnte auf.Die Treppe knarrte und Irene erschien in einem seidenen Morgenmantel, das Haar perfekt gestylt und ein dunkler Bluterguss, der auf ihrer Wange aufblühte.Sie sah ihn kalt an. „Du hast mich vor den Augen unseres Sohnes geschlagen.“ Sie berührte die blaue Stelle behutsam.Jeff stand auf und ihm drehte sich der Kopf. Er wusste bereits, dass sie die Situation schamlos ausnutzen würde.„Irene… ich war betrunken und du…“„Das macht es nur noch besser, Jeff… so viel besser, denn das wird Konsequenzen haben“, knirschte sie hervor und trat mit einem grausamen Lächeln näher.Sein Blut kochte, aber er bewahrte die Ruhe und starrte sie nur an.„Ich könnte sofort die Polizei rufen und dich wegen häuslicher Gewalt festnehmen lassen. Ich habe den Bluterguss und ich habe einen Z

  • Die Reue des Milliardärs   Kapitel siebenunddreißig

    Jeff fuhr ziellos durch die Stadt, die Hände fest um das Lenkrad geklammert, während seine Gedanken rasenden Kreis drehten.Er landete schließlich in einer Bar in der Innenstadt und ging hinein.„Whiskey. Pur“, bestellte er und nahm Platz.Der Barkeeper goss ein, und Jeff kippte das Glas auf ex herunter. Das Brennen tat gut, also bestellte er noch einen.Und noch einen.Nach dem vierten Glas verlor er den Überblick. Seine Sicht begann zu verschwimmen und seine Brust fühlte sich schwer an.Immer wieder tauchte Ambers Gesicht vor seinem inneren Auge auf – wie sie Irenes Hand abgefangen hatte und der Ekel in ihren Augen, als sie sagte: „Ihre Frau sollten Sie besser im Griff haben.“Warum beschäftigte ihn Amber nur so sehr? Es reichte nicht schon, dass sie wie Claire aussah; er wünschte sich, sie wäre Claire.Stunden vergingen, bis der Barkeeper schließlich sagte: „Mein Herr, wir schließen gleich. Lassen Sie mich Ihnen ein Taxi rufen.“Jeff widersprach nicht.Das Taxi setzte ihn vor seine

  • Die Reue des Milliardärs   Kapitel Sechsunddreißig

    Irene schrie vor Wut und trat gegen die Seite einer Mülltonne am Straßenrand, die laut schepperte, bevor sie umkippte.Ihre Brust hob und senkte sich schwer, ihr Gesicht war rot angelaufen und ihre Hände waren zu Fäusten geballt.„Wie kannst du es wagen, mir das anzutun, Jeff?“, knurrte sie.Ihr Telefon klingelte und sie riss es aus ihrer Handtasche, bereit, es auf den Boden zu schleudern.Unbekannte Nummer.Sie nahm mit einer Stimme voller Gift an. „Was?“„Hallo Schatz, hast du mich vermisst?“Die Männerstimme war geschmeidig und spöttisch und ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren.„Matt?“, kam ihre Stimme erstickt heraus. „Warum zum Teufel rufst du mich an?“„Tsk, tsk, tsk.“ Sein Lachen war leise und gefährlich. „Dieser Ton sagt mir, dass du mich überhaupt nicht vermisst hast, und ich bin verletzt, Irene, wirklich verletzt.“Irenes Kiefer spannte sich an und ihre freie Hand ballte sich zur Faust. Sie hatte keine Zeit für so etwas.„Fahr zur Hölle“, zischte sie hervor.Sie beendet

  • Die Reue des Milliardärs   Kapitel Fünfunddreißig

    Der Pressekonferenzraum war vollgepackt mit Reportern und Kameras, und Claire saß neben Jeff an dem langen Tisch, während ihr Herz so heftig pochte, dass sie glaubte, es würde gleich ihre Brust sprengen.Sie bewahrte eine neutrale und professionelle Miene, während ihre Handflächen unter dem Tisch feucht vor Schweiß waren.Jeff lehnte sich vor und seine Stimme klang klar und fest. „Vielen Dank für Ihr Kommen. Der heutige Tag markiert einen bedeutenden Übergang für Anderson Industries.“Er hielt inne und warf Claire einen Blick zu; der kurze Blickkontakt ließ ihren Magen Achterbahn fahren. „Mit sofortiger Wirkung wird mein Unternehmen mit der Andersons Corporation fusionieren, und wir werden künftig als eine einheitliche Struktur agieren.“Kameras blitzten auf und Claire blinzelte gegen das Licht an, während sie versuchte, weiterhin normal zu atmen.„Darüber hinaus wird Sterling Solutions unter der Leitung von Frau Amber Clark eine Tochtergesellschaft werden, und wir werden zusammenarbe

  • Die Reue des Milliardärs   Kapitel Vierunddreißig

    Die Fahrstuhltür ertönte mit einem Piepen und Claire trat heraus, ihre Absatzschuhe klackten laut auf dem Marmorboden, während sie den Weg nach draußen einschlug.„Amber, warte.“Jeffs Stimme kam von hinten und sie hörte seine Schritte schneller werden, um sie einzuholen.Irene und Zane waren schon früher nach Hause gegangen, und Jeff hatte nach einer Gelegenheit gesucht, mit Amber zu sprechen.„Amber, bitte, ich muss erklären, was da draußen gerade passiert ist.“Claire hielt inne und drehte sich mit kaltem Gesichtsausdruck zu ihm um.Jeff eilte auf sie zu, sein Gesicht war rot angelaufen und seine Augen wirkten verzweifelt.„Das war nicht so, wie es aussah, und ich habe nicht geplant, dass Irene einfach so auftaucht“, kamen die Worte überstürzt aus ihm heraus. „Sie hat mich vor den Reportern überrumpelt, und Zane war dabei, und ich konnte nicht ...“„Es interessiert mich nicht.“ Claires Stimme war wie Eis, als sie ihn unterbrach.Jeff hielt mitten im Satz inne und starrte sie an.„W

  • Die Reue des Milliardärs   Kapitel Dreiunddreißig

    Jeff stand vor Andersons Konzern und Reporter schwärmten um ihn herum, noch bevor er den Eingang erreichen konnte, während Kameras in sein Gesicht blitzten und ihm Mikrofone entgegengehalten wurden.„Mr. Anderson, ist es wahr, dass Ihr Unternehmen kurz vor dem Konkurs steht?“„Wie planen Sie, den Konzern Ihres Großvaters zu leiten, wenn Ihr eigenes Unternehmen in der Krise steckt?“„Beeinträchtigt die Scheidung Ihre Führungsfähigkeit?“Jeff hielt den Kopf gesenkt und drängte sich vorwärts. „Kein Kommentar.“„Mr. Anderson, Investoren ziehen sich zurück und die Aktienkurse fallen. Was haben Sie dazu zu sagen?“„Stimmt es, dass der Unfall Ihres Sohnes durch Eheprobleme verursacht wurde?“Jeffs Kiefer spannte sich hart an. „Ich habe gesagt: kein Kommentar.“„Lassen Sie und Ihre Frau sich nun scheiden oder nicht?“„Wer sagt denn, dass wir uns scheiden lassen?“, fragte eine weibliche Stimme von hinten.Die Reporter wirbelten herum und auch Jeff drehte sich um. Er sah Irene auf sie zukommen,

更多章節
探索並免費閱讀 優質小說
GoodNovel APP 免費暢讀海量優秀小說,下載喜歡的書籍,隨時隨地閱讀。
在 APP 免費閱讀書籍
掃碼在 APP 閱讀
DMCA.com Protection Status