เข้าสู่ระบบDie Tage vergingen, doch das seltsame Gefühl in Lilys Brust wurde immer stärker.
Maya hatte bemerkt, dass sie in der Schule abgelenkt war. „Bist du sicher, dass alles in Ordnung ist?“, fragte sie zum dritten Mal in dieser Woche, während sie sich in der Mittagspause im Schulhof neben Lily setzte. Lily nickte. „Ja, alles gut. Nur müde“, antwortete sie. „Wovon denn? Du machst ja nicht die ganze Nacht durch für die Schule“, neckte Maya, doch ihre Augen verrieten Besorgnis. „Hör mal, ich weiß, es ist nicht einfach mit den Zwillingen, aber irgendetwas stimmt nicht. Du verhältst dich komisch.“ Lily seufzte und lehnte sich an den Baum, unter dem sie saßen. „Es liegt nicht nur an ihnen“, gab sie zu. „Da ist … noch etwas anderes.“ Maya runzelte die Stirn. „Was meinst du?“, fragte sie fast sofort. Lily zögerte, unsicher, ob sie das Thema überhaupt ansprechen sollte. Sie wollte nicht paranoid wirken, aber das Angstgefühl hatte sie schon seit Tagen nicht losgelassen. Schließlich beschloss sie, Maya von der Person zu erzählen, die sie vor ihrem Fenster gesehen hatte. „Ich glaube, jemand beobachtet mich“, flüsterte Lily. „Vor ein paar Nächten sah ich jemanden draußen bei den Bäumen stehen. Er war einfach nur da und hat mich beobachtet. Und dann war er verschwunden.“ „Du hast jemanden gesehen? Wer? War es einer der Zwillinge?“, fragte Maya mit geweiteten Augen. „Ich weiß es nicht. Es war zu dunkel, um sein Gesicht zu erkennen, aber es würde mich nicht wundern, wenn es Liam oder Lucas gewesen wäre. Vielleicht ist das ihre kranke Art, mich noch mehr zu erschrecken“, antwortete sie. Mayas Gesicht wurde kreidebleich. „Lily, das ist … echt unheimlich. Ich mache mir Sorgen um dich“, sagte sie. „Vielleicht solltest du es jemandem erzählen.“ „Wem soll ich es erzählen?“, fragte Lily mit schmerzverzerrter Stimme. „Niemand im Rudel kümmert sich um mich. Sie denken doch nur, ich erfinde das. Und selbst wenn sie mir glauben würden, warum sollten sie mir helfen?“ Maya wusste darauf keine Antwort. Beide wussten, dass das Rudel keinen Finger rühren würde, um Lily zu beschützen. Sie war schon so lange eine Außenseiterin, wie sich irgendjemand erinnern konnte. Niemand kümmerte sich darum, ob sie Angst hatte oder in Gefahr war. „Vielleicht war es keiner der Zwillinge“, schlug Maya vor. „Vielleicht war es einfach nur ein Fremder.“ Lily glaubte das keine Sekunde, aber sie wollte Maya nicht noch mehr beunruhigen. „Ja, vielleicht“, sagte sie. Dennoch ließ sie die Erinnerung an die Person nicht los. Und je näher ihr achtzehnter Geburtstag rückte, desto größer wurde ihre Angst. Endlich war es soweit, und die Vorbereitungen für das Mondgöttinnenfest waren in vollem Gange. Das ganze Rudel war voller Aufregung, besonders weil die Alpha-Zwillinge dieses Jahr volljährig werden würden. Das Fest sollte den Moment markieren, in dem die Zwillinge offiziell zu den nächsten Anführern des Rudels ernannt wurden. Der Gedanke daran machte Lily krank. Sie saß in einer weiteren langweiligen Geschichtsstunde und starrte ausdruckslos auf die Tafel, während Mrs. Davis von einer alten Werwolf-Legende erzählte. Sie hörte kaum zu, ihre Gedanken kreisten nur um ihre Flucht. In ein paar Stunden würde sie weg sein. Sie musste nur das Fest unauffällig überstehen, dann konnte sie sich davonschleichen, während alle abgelenkt waren. Gerade als sie sich in ihren Gedanken verlieren wollte, schwang die Klassenzimmertür auf. Alle drehten sich um und sahen Lucas im Türrahmen stehen. Sein übliches selbstsicheres Grinsen war verschwunden. Stattdessen war sein Gesicht ausdruckslos, seine Augen undurchschaubar, während sie den Raum absuchten. Mrs. Davis unterbrach den Unterricht und sah ihn sichtlich überrascht an. „Mr. Lucas, brauchen Sie etwas?“, fragte sie. Lucas' Blick ruhte auf Lily, und ein Schauer lief ihr über den Rücken. Er beantwortete die Frage der Lehrerin nicht. Stattdessen betrat er das Klassenzimmer. Er verhielt sich seltsam. Er war nicht er selbst, so hasserfüllt wie sonst. Lilys Herz hämmerte. Was tat er nur? Er tauchte nie einfach so in irgendwelchen Unterrichtsstunden auf. Lucas ging direkt zu ihrem Platz und ignorierte die neugierigen Blicke der anderen. Er blieb vor ihr stehen und beugte sich über sie. Seine Anwesenheit war erdrückend, und Lily bekam Angst. „Was willst du?“, fragte Lily kaum hörbar. Lucas antwortete nicht sofort. Er starrte sie nur an, seine stechend blauen Augen suchten ihr Gesicht ab, als wollte er etwas herausfinden. Schließlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, sprach er. „Du musst vorsichtig sein“, sagte er leise, so leise, dass nur sie es hören konnte. Lily war verwirrt über seine Worte. „Was meinst du?“, fragte sie. „Pass einfach auf dich auf“, fügte Lucas ernst hinzu. Ohne ein weiteres Wort drehte er sich um und verließ das Klassenzimmer. Alle, einschließlich Mrs. Davis, waren fassungslos und verstummten. Lily starrte ihm nach, als er ging, ihre Gedanken rasten. Was sollte das denn? Lucas hatte sie noch nie gewarnt. Normalerweise war er es, der ihr Probleme bereitete, nicht der sie davor warnte. Maya beugte sich von ihrem Platz vor, ihre Augen weiteten sich vor Verwirrung. „Was zum Teufel war das?“, fragte sie. „Keine Ahnung“, murmelte Lily. Sie war genauso geschockt wie alle anderen. Lucas’ seltsame Warnung hatte sie erschüttert. Es war, als wüsste er etwas, was sie nicht wusste. In der Schule konnte sich Lily nicht konzentrieren. Sie hörte ihren Lehrern nicht zu, weil ihr Kopf voller Fragen war. Was hatte Lucas gemeint? Warum kümmerte es ihn, ob sie ihr nach hinten schaute? Spielte er etwa ein perverses Spiel mit ihr? Während des Unterrichts dachte sie immer öfter an die Person, die sie beobachtet hatte. Was, wenn Lucas etwas darüber wusste? Was, wenn er die Person gesehen hatte? Oder wusste er vielleicht, wer es war? Aber warum sagte er es ihr nicht einfach? Frustriert und erschöpft stand Lily endlich auf und ging zur Toilette. Sie wusch sich das Gesicht und versuchte verzweifelt, sich zu beruhigen und sich auf ihren Fluchtplan zu konzentrieren, anstatt an Lucas zu denken. Plötzlich öffnete sich die Toilettentür, und Lexa kam mit ihrer großen Freundesclique herein. Sie lachten über etwas, das Lexa gesagt hatte, doch sobald sie sie sahen, verstummte ihr Lachen. Lilys Herz raste. Sie wollte diesen Mädchen nicht zu nahe kommen, denn sie waren genauso gemein zu ihr wie Lucas und Liam. Sie versuchte zu gehen, aber die Mädchen versperrten ihr den Weg. „Du hast aber Nerven“, begann Lexa. „Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was die Zwillinge an dir finden, dass sie sich überhaupt die Mühe machen, mit dir zu reden.“ „Das frage ich mich auch“, sagte Lily und versuchte, cool zu wirken, anstatt ihre Angst zu zeigen. Lexa hob eine Augenbraue und verpasste Lily innerhalb von Sekunden eine Ohrfeige. Lily hielt sich das Gesicht und starrte Lexa fassungslos an. „Erstens bin ich nicht die Zwillinge, mit der du einfach so reden kannst“, sagte Lexa und trug Lippenstift auf. „Du stehst unter mir, und das heißt, du solltest mich nicht einmal ansehen. Nun, wenn die Mondgöttin mich heute Nacht zur Gefährtin der Zwillinge auserwählt, werde ich dafür sorgen, dass dein Leben hier die Hölle auf Erden wird.“ Lily wollte sich wehren, wusste aber, dass es alles nur noch schlimmer machen würde. Sie musste einfach alles ertragen, selbst wenn es bedeutete, auf der Mädchentoilette gedemütigt zu werden. „Jetzt entschuldige dich, du Wolfsmüll!“, riefen Lexas Freundinnen und schubsten Lily von allen Seiten. Lily wollte nicht, aber wenn sie ihnen nicht gehorchte, würde sie die Konsequenzen nicht tragen können. „Es tut mir leid“, sagte sie und senkte den Kopf, um Lexa nicht direkt ansehen zu müssen. Lexa lächelte zufrieden. „Was soll’s, mir ist völlig egal, was aus deinem dreckigen Mund kommt.“ Sie schob Lily beiseite und ging hinaus. Lily starrte sie wütend an, Tränen rannen ihr über die Wangen. Sie hatte genug von dieser schrecklichen Behandlung.Die sanften Strahlen der Morgensonne schossen durch die Vorhänge von Lilys Zimmer und malten die Wände in Gold- und Bernsteinfarben.Sie rührte sich unter der Decke, ihr Körper war immer noch warm vom Kokon ihrer Decke. Als sich ihre Augen öffneten, kamen die Erinnerungen an die vergangene Nacht wie eine Flut zurück.Sie erinnerte sich daran, wie Lucas ihre Taille gepackt hatte, als sie ihn überspannte, und an die Art und Weise, wie Liams Augen sich in eine andere Farbe verwandelten, als er mit solcher Leichtigkeit in sie eindrang, dass ein Keuchen ihren Lippen entwich.Die letzte Nacht war magisch gewesen und sie hätte es gegen nichts eingetauscht.Ihre Lippen kräuselten sich zu einem kleinen, glückseligen Lächeln, als sie sich aufsetzte, die Laken sammelten sich um ihre Taille.Die Erinnerung an die Küsse von Lucas und Liam, die Art und Weise, wie ihre Berührungen ihr Schauer über den Rücken jagt hatten, und die Art und Weise, wie sie sie mit ungewahrter Zuneigung angeschaut hatten
Der Raum war ruhig, bis auf das schwache Summen des Mondlichts, das durch die Vorhänge kam, warf ein schönes Leuchten um den Raum, das ihn eleganter aussehen ließ.Lily saß mit gekreuzten Beinen auf ihrem Bett, ihr Telefon an ihr Ohr gedrückt, während sie mit Maya sprach. Ihre Stimme war leise, von Frustration und Sorge gefärbt.Die jüngsten Aktivitäten der letzten paar Tage waren sehr anstrengend für sie und es begann, ihren Tribut von ihr zu fordern.Sie brauchte einen Weg, um der Realität zu entkommen, dass ihr Leben jetzt von Alex bedroht wurde und das Gespräch mit Maya eine dieser Fluchten war, nach denen sie sich sehnte.„Ich verstehe einfach nicht, wie jemand so... besessen sein kann“, murmelte Lily, ihre Finger drehten untätig die Ecke ihres Bettlakens. "Es ist, als wäre er in meinem Kopf, und egal, was ich tue, ich kann das Gefühl nicht loswerden, dass er immer zuschaut."Mayas Stimme kam durch das Telefon, beruhigend, aber fest.„Er ist nicht in deinem Kopf, Lily. Er ist ein
Die großen Korridore von Lucians Herrenhaus waren unheimlich still, bis auf das gedämpfte Geräusch von eiligen Schritten und geflüsterten Atemzügen, als Lily, Lucian, Lexa, Lucas, Liam und Maya sich auf den Weg zur Quelle des Schreis machten.Die flackernden Lichter an den Wänden warfen lange, schwankende Schatten, und die Spannung in der Luft war fast erstickend."Ich sage nur", begann Lucas und brach die Stille mit einem leisen Murmeln, "wir wissen nicht einmal, worauf wir uns eingehen. Vielleicht sollten wir vorsichtiger sein.“„Ich stimme zu“, fügte Liam mit leicht scharfer Stimme hinzu. "Das Ins Unbekannte zu laden ist kein kluger Schachzug."Lucian warf einen Blick über seine Schulter, sein Gesichtsausdruck war ruhig, aber befehlend."Niemand lädt irgendwo auf. Wir bewegen uns mit einem Ziel."„Das ist leicht für dich zu sagen“, erwiderte Liam, sein Ton biss. „Du bist nicht derjenige, der dafür verantwortlich ist, Lily zu schützen.“Lily stöhnte hörbar und verdrehte die Augen.„
Lucian führte die Gruppe durch einen langen, schwach beleuchteten Korridor, der mit Bücherregalen gesäumt war, die sich bis zu einer hohen Decke erstreckten. Jedes Regal war mit alten Bänden gefüllt, ihre Dornen waren geknackt und verblasst, einige tragende Runen, die schwach im schwachen Licht leuchteten.Die Luft war schwer vom Duft von gealterten Wänden und poliertem Holz, und die Atmosphäre summte mit einem Gefühl der Ehrfurcht."Ist das Ihre persönliche Bibliothek?" Fragte Lily mit leiser Stimme, als ob sie befürchtete, die stille Majestät des Raumes zu stören.Lucian blickte zurück, ein kleines Lächeln zog an seinen Lippen."Ein Teil davon. Mein Studium ist gerade erst voraus.“"Teil davon?" Maya hallte wider, ihre Augen weit aufgerissen. "Du könntest damit ein Museum eröffnen."Lucas und Liam tauschten skeptische Blicke aus, offensichtlich unbeeindruckt.„Bücher sind in Ordnung, denke ich“, murmelte Lucas, „aber sie werden Alex nicht aufhalten.“Lucian ignorierte den Kommentar
Die hoch aufragenden Doppeltüren von Lucians Herrenhaus knarrten auf und enthüllten ein riesiges Foyer, das in das warme Leuchten von Kristallkronleuchtern getaucht war.Der Boden glänzte mit Marmor, der so poliert war, dass er die große Treppe widerspiegelte, die sich nach oben bewegte.Die Gruppe trat ein, ihre Schritte wurden von einem tiefen purpurroten Teppich gedämpft, der sich über den weitläufigen Raum erstreckte.Lily und Maya tauschten beeindruckte Blicke aus.„Wow“, sagte Maya und nahm die vergoldeten Spiegel und komplizierten Wandteppiche auf, die die Wände schmückten. "Das ist... etwas anderes."Lily konnte nicht anders, als zuzustimmen. Das Herrenhaus war eine Schönheit, die Dekoration bezaubernd und seine verführerische Schönheit hatte eine Möglichkeit, seine Bewohner anzulocken, ohne sich zu sehr anstrengen zu müssen.Lily nickte, ihr Blick verweilte auf einem funkelnden Kronleuchter über ihr."Es ist wunderschön", sagte Lily und vergaß kurzzeitig den Verdacht, den sie
Die Tür klickte hinter allen zu und ließ Lexa allein mit Alex in dem schlemm beleuchteten Raum zurück. Seine Anwesenheit dominierte den Raum, seine grünen Augen wie geschmolzenes Feuer auf sie gerichtet, seine Lippen kräuselten sich zu einem bedrohlichen Grinsen.„Lexa“, sagte Alex mit leiser, aber gefährlicher Stimme, „du warst sehr beschäftigt, nicht wahr? Ich habe alles gehört, was du Lily und den Alpha-Zwillingen erzählt hast, und ich muss sagen, dass das alles auch für mich wie eine Lüge klingt.“Lexa verdrehte die Augen und gab Alex nicht die Genugtuung zu sehen, dass sie Angst vor ihm hatte und wie gefährlich er geworden ist."Nun, danke für diese freundlichen Worte, aber niemand hat wirklich nach deiner Meinung gefragt, also ist es mir egal, was du denkst" Lexa näherte sich ihm, ihre Haltung zeigte ihre Stärke. "Warum gehst du nicht zurück zu dem Loch, aus dem du herausgekrochen bist."Alex war nicht im Geringsten von Lexas Worten eingeschüchtert, aber er war verblüfft darüber







