DES ALPHA  -KONINGS  ENINE NACHT

DES ALPHA -KONINGS ENINE NACHT

last updateLast Updated : 2026-10-20
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In der Nacht, in der Aria Johnson ihren Freund beim Betrug erwischt, verändert sich ihr Leben für immer. Gebrochen und verzweifelt, um der Demütigung zu entkommen, verbringt die aufstrebende Schauspielerin eine leidenschaftliche Nacht mit einem geheimnisvollen Fremden … ohne zu ahnen, dass sie ihn jemals wiedersehen wird. Sie lag falsch. Der Fremde ist Damien Blackwood – der rücksichtslose Alpha-König, Milliardär-CEO und der gefürchtetste Werwolf der Welt. Als Damien erkennt, dass Aria seine vorherbestimmte Gefährtin ist, schwört er, sie für sich zu beanspruchen. Doch Aria weigert sich, nur ein weiterer Besitz in seiner mächtigen Welt zu werden. Dann geschieht das Unmögliche. Sie ist schwanger. Während eifersüchtige Rivalen, blutrünstige Feinde und eine tödliche Verschwörung sowohl ihre Karriere als auch den ungeborenen Erben des Alpha-Throns bedrohen, wird Aria in Damiens gefährliche Welt gezwungen. Doch jedes Geheimnis, das er bewahrt, treibt sie immer näher dazu, für immer zu gehen. Kann eine Liebe, die aus einer unvergesslichen Nacht geboren wurde, Verrat, Krieg und ein Schicksal überleben, das keiner von beiden gewählt hat? Oder wird der Alpha-König seine Gefährtin verlieren, bevor er sie beanspruchen kann?

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Chapter 1

KAPITEL 1

KAPITEL 1

Aria Johnson hatte schon immer gewusst, wie man spielt.

Am Set konnte sie auf Kommando weinen. Lächeln, wenn man es verlangte. Sich in einen Fremden verlieben, der nur in einem Drehbuch existierte, und ein ganzes Publikum glauben lassen, es sei echt. Regisseure lobten ihre Kontrolle. Kritiker nannten sie natürlich. Niemand von ihnen wusste, wie sehr diese Fähigkeit abseits der Kamera trainiert worden war  in Räumen, in denen Zuneigung spät kam und früh wieder ging.

Nichts in ihrer Karriere hatte sie auf eine Szene ohne Drehbuch vorbereitet.

Kein Regisseur.

Kein Schnitt.

Nur Verrat, der sich in Echtzeit entfaltete.

Sie stand vor der Wohnungstür von Jason Miller, das Telefon zitternd in der Hand. Der Bildschirm leuchtete noch von unbeantworteten Nachrichten, doch sie las sie nicht mehr. Von drinnen drang Lachen – weich, selbstbewusst und auf die schlimmste Weise vertraut.

Dann folgte Jasons Stimme, tief und intim.

Dieselbe Stimme, die ihr einst gesagt hatte, sie sei die Einzige.

Aria schluckte schwer. Irgendetwas in ihr wusste es bereits. Trotzdem drückte sie die Tür auf.

Und die Welt endete leise.

Jason lag auf dem Bett, halb entkleidet. Eine Frau lag in seinen Armen, als gehöre sie dorthin vollständiger als Aria jemals gehört hatte. Eine Sekunde lang bewegte sich Aria nicht. Atmete nicht. Sprach nicht. Ihr Verstand weigerte sich, das zu akzeptieren, was ihre Augen nicht leugnen konnten.

Nicht Jason.

Nicht der Mann, der sie nach gescheiterten Vorsprechen gehalten hatte.

Nicht der Mann, der ihr für immer versprochen hatte – mit einer Stimme, weich genug, um daran zu glauben.

“Aria – Panik flackerte über sein Gesicht. Es ist nicht das, wonach es aussieht.“

Dieser Satz.

Genau dieser Satz.

Als käme Verrat immer mit derselben faulen Verteidigung.

Die Frau neben ihm wirkte nicht beschämt. Sie lächelte nur und zog das Laken höher wie eine Siegesfahne.

“Du hättest klopfen sollen“, sagte sie beiläufig.

Etwas in Aria brach – nicht laut, nicht dramatisch, sondern vollständig. Wie Glas, das unter zu langem getragenem Druck nachgibt.

Sie schrie nicht.

Sie bettelte nicht um Erklärungen.

Die Wahrheit stand bereits vor ihr, halb entkleidet und ohne Reue.

Sie trat zurück.

Jason streckte die Hand nach ihr aus. „Aria, bitte – lass mich erklären—“

Doch sie hatte sich bereits umgedreht. Es gab nichts mehr, das sich anzuhören lohnte.

Sie erinnerte sich nicht daran, das Gebäude verlassen zu haben.

Nur an die Nachtluft, die ihr ins Gesicht schlug wie eine Strafe dafür, zu sehr vertraut zu haben. Ihre Beine wurden schwach. Sie klammerte sich an die Wand, als der Schmerz kam – schwer, scharf und unerbittlich.

Drei Jahre.

Drei Jahre, in denen sie Jason Miller geliebt hatte.

Drei Jahre, in denen sie die leisen Warnungen ignoriert hatte.

Drei Jahre, in denen sie ihn über sich selbst gestellt hatte.

Alles reduziert auf das Bett einer Fremden und einen Satz, der nie etwas bedeutet hatte.

Ihr Telefon vibrierte.

Es ist nicht das, was du denkst. Bitte komm zurück.

Aria lachte – ein gebrochener Laut, der ihr in der Kehle kratzte. Sogar jetzt glaubte er, sie sei töricht genug, zurückzukehren. Sie löschte die Nachricht, blockierte die Nummer und blieb an der Wand, bis ihr Atem sich wieder beruhigte.

Nicht weil es ihr gut ging.

Sondern weil sie keine andere Wahl hatte.

Sie ging nicht nach Hause.

Zuhause bedeuteten die sanfte Sorge ihrer Mutter und das enttäuschte Schweigen ihres Vaters. Zuhause bedeuteten Fragen, die sie nicht beantworten konnte, ohne in einem Ort zusammenzubrechen, der immer noch erwartete, dass sie stark war. Ihre Karriere verlangte bereits Leistung. Heute Nacht hatte sie keine mehr zu geben.

Also rief sie Sophia an.

In dem Moment, in dem ihre beste Freundin ihre Stimme hörte, brach die Fassade zusammen.

„Zieh dich an“, sagte Sophia. „Du bleibst heute Nacht nicht allein.“

„Ich will nicht ausgehen.“

„Ich habe nicht gefragt.“

Die Rooftop-Party glitzerte über der Stadt – Musik, Champagner, Kameras und Menschen, die für ihren Lebensunterhalt lächelten. Schauspieler. Regisseure. Produzenten. Eine Welt schöner Lügen, verkleidet als Chance. Aria gehörte heute Nacht nicht hierher. Sie blieb trotzdem, weil Einsamkeit gefährlicher wirkte als Lärm.

Sie saß an der Bar mit einem unberührten Glas Wein, während Sophia sich kurz entschuldigte. Die Musik drückte gegen ihre Haut. Die Lichter der Stadt verschwammen.

„Du siehst aus, als hätte dir jemand die Seele gestohlen.“

Die Stimme kam von neben ihr – tief, kontrolliert, unbekannt.

Aria drehte sich nicht sofort um. „Ich habe keine Gesellschaft erbeten.“

„Gut“, erwiderte der Mann. „Ich habe auch nicht um Erlaubnis gebeten, mich zu setzen.“

Das ließ sie innehalten.

Sie drehte sich um.

Er war groß, in Schwarz gekleidet, so gefasst, dass das Chaos um ihn herum dilettantisch wirkte. Er griff nicht nach Aufmerksamkeit. Er nahm den Raum ein, als wäre er schon immer um ihn herum angeordnet gewesen.

Aria runzelte leicht die Stirn. „Ziemlich arrogant, oder?“

„Beobachtend“, sagte er.

Schweigen legte sich zwischen sie – seltsam, ruhig, weder angenehm noch feindselig. Zum ersten Mal in dieser Nacht lächelte Aria beinahe.

Beinahe.

Und das war gefährlich. Es bedeutete, dass ein ungebrochener Teil von ihr noch fähig war zu fühlen.

Sie schaute schnell weg.

Er ging nicht.

Damien Blackwood setzte sich neben sie, und etwas Uraltes in ihm regte sich.

Jahrhundertelang war sein Wolf in Gegenwart von Frauen stumm geblieben – kein Interesse, kein Anspruch, keine Unruhe. Jetzt war er wach. Wachsam. Ruhelos.

Dann erreichte ihn ihr Duft.

Vanille. Jasmin. Und etwas, das einzigartig ihr gehörte.

Das Tier schoss so heftig nach vorn, dass Damien beinahe die Kontrolle verlor.

Gefährtin.

Das Wort traf ihn wie ein Urteil.

Sein Körper erstarrte.

Nein.

Nach Hunderten von Jahren der Enttäuschung und falschen Hoffnung konnte das Schicksal seine Gefährtin unmöglich hier platzieren – mitten auf einer Rooftop-Party, menschlich, gebrochen, ahnungslos.

Doch je länger er sie ansah, desto stärker wurde der Sog. Sein Wolf schritt unter seiner Haut auf und ab, ungeduldig und gewiss.

Gefährtin. Mein.

Damien umklammerte die Kante der Bar. Jeder Instinkt verlangte, sie an sich zu ziehen und nie wieder loszulassen. Er zwang den Impuls nieder. Die Frau neben ihm wusste nicht, wer er war, und die Traurigkeit in ihren Augen trug bereits genug Gewicht.

Vorerst würde er beobachten. Lernen. Warten.

Doch eine Wahrheit setzte sich unumkehrbar in ihm fest.

Aria Johnson war seine vorherbestimmte Gefährtin.

Und Damien Blackwood hatte nicht die Absicht, zuzulassen, dass das Schicksal sie ihm wieder nahm.

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