LOGINIn der Nacht, in der Aria Johnson ihren Freund beim Betrug erwischt, verändert sich ihr Leben für immer. Gebrochen und verzweifelt, um der Demütigung zu entkommen, verbringt die aufstrebende Schauspielerin eine leidenschaftliche Nacht mit einem geheimnisvollen Fremden … ohne zu ahnen, dass sie ihn jemals wiedersehen wird. Sie lag falsch. Der Fremde ist Damien Blackwood – der rücksichtslose Alpha-König, Milliardär-CEO und der gefürchtetste Werwolf der Welt. Als Damien erkennt, dass Aria seine vorherbestimmte Gefährtin ist, schwört er, sie für sich zu beanspruchen. Doch Aria weigert sich, nur ein weiterer Besitz in seiner mächtigen Welt zu werden. Dann geschieht das Unmögliche. Sie ist schwanger. Während eifersüchtige Rivalen, blutrünstige Feinde und eine tödliche Verschwörung sowohl ihre Karriere als auch den ungeborenen Erben des Alpha-Throns bedrohen, wird Aria in Damiens gefährliche Welt gezwungen. Doch jedes Geheimnis, das er bewahrt, treibt sie immer näher dazu, für immer zu gehen. Kann eine Liebe, die aus einer unvergesslichen Nacht geboren wurde, Verrat, Krieg und ein Schicksal überleben, das keiner von beiden gewählt hat? Oder wird der Alpha-König seine Gefährtin verlieren, bevor er sie beanspruchen kann?
View MoreKAPITEL 1
Aria Johnson hatte schon immer gewusst, wie man spielt.
Am Set konnte sie auf Kommando weinen. Lächeln, wenn man es verlangte. Sich in einen Fremden verlieben, der nur in einem Drehbuch existierte, und ein ganzes Publikum glauben lassen, es sei echt. Regisseure lobten ihre Kontrolle. Kritiker nannten sie natürlich. Niemand von ihnen wusste, wie sehr diese Fähigkeit abseits der Kamera trainiert worden war in Räumen, in denen Zuneigung spät kam und früh wieder ging.
Nichts in ihrer Karriere hatte sie auf eine Szene ohne Drehbuch vorbereitet.
Kein Regisseur.
Kein Schnitt.
Nur Verrat, der sich in Echtzeit entfaltete.
Sie stand vor der Wohnungstür von Jason Miller, das Telefon zitternd in der Hand. Der Bildschirm leuchtete noch von unbeantworteten Nachrichten, doch sie las sie nicht mehr. Von drinnen drang Lachen – weich, selbstbewusst und auf die schlimmste Weise vertraut.
Dann folgte Jasons Stimme, tief und intim.
Dieselbe Stimme, die ihr einst gesagt hatte, sie sei die Einzige.
Aria schluckte schwer. Irgendetwas in ihr wusste es bereits. Trotzdem drückte sie die Tür auf.
Und die Welt endete leise.
Jason lag auf dem Bett, halb entkleidet. Eine Frau lag in seinen Armen, als gehöre sie dorthin vollständiger als Aria jemals gehört hatte. Eine Sekunde lang bewegte sich Aria nicht. Atmete nicht. Sprach nicht. Ihr Verstand weigerte sich, das zu akzeptieren, was ihre Augen nicht leugnen konnten.
Nicht Jason.
Nicht der Mann, der sie nach gescheiterten Vorsprechen gehalten hatte.
Nicht der Mann, der ihr für immer versprochen hatte – mit einer Stimme, weich genug, um daran zu glauben.
“Aria – Panik flackerte über sein Gesicht. Es ist nicht das, wonach es aussieht.“
Dieser Satz.
Genau dieser Satz.
Als käme Verrat immer mit derselben faulen Verteidigung.Die Frau neben ihm wirkte nicht beschämt. Sie lächelte nur und zog das Laken höher wie eine Siegesfahne.
“Du hättest klopfen sollen“, sagte sie beiläufig.
Etwas in Aria brach – nicht laut, nicht dramatisch, sondern vollständig. Wie Glas, das unter zu langem getragenem Druck nachgibt.
Sie schrie nicht.
Sie bettelte nicht um Erklärungen.
Die Wahrheit stand bereits vor ihr, halb entkleidet und ohne Reue.
Sie trat zurück.
Jason streckte die Hand nach ihr aus. „Aria, bitte – lass mich erklären—“
Doch sie hatte sich bereits umgedreht. Es gab nichts mehr, das sich anzuhören lohnte.
Sie erinnerte sich nicht daran, das Gebäude verlassen zu haben.
Nur an die Nachtluft, die ihr ins Gesicht schlug wie eine Strafe dafür, zu sehr vertraut zu haben. Ihre Beine wurden schwach. Sie klammerte sich an die Wand, als der Schmerz kam – schwer, scharf und unerbittlich.
Drei Jahre.
Drei Jahre, in denen sie Jason Miller geliebt hatte.
Drei Jahre, in denen sie die leisen Warnungen ignoriert hatte.
Drei Jahre, in denen sie ihn über sich selbst gestellt hatte.
Alles reduziert auf das Bett einer Fremden und einen Satz, der nie etwas bedeutet hatte.
Ihr Telefon vibrierte.
Es ist nicht das, was du denkst. Bitte komm zurück.
Aria lachte – ein gebrochener Laut, der ihr in der Kehle kratzte. Sogar jetzt glaubte er, sie sei töricht genug, zurückzukehren. Sie löschte die Nachricht, blockierte die Nummer und blieb an der Wand, bis ihr Atem sich wieder beruhigte.
Nicht weil es ihr gut ging.
Sondern weil sie keine andere Wahl hatte.
Sie ging nicht nach Hause.
Zuhause bedeuteten die sanfte Sorge ihrer Mutter und das enttäuschte Schweigen ihres Vaters. Zuhause bedeuteten Fragen, die sie nicht beantworten konnte, ohne in einem Ort zusammenzubrechen, der immer noch erwartete, dass sie stark war. Ihre Karriere verlangte bereits Leistung. Heute Nacht hatte sie keine mehr zu geben.
Also rief sie Sophia an.
In dem Moment, in dem ihre beste Freundin ihre Stimme hörte, brach die Fassade zusammen.
„Zieh dich an“, sagte Sophia. „Du bleibst heute Nacht nicht allein.“
„Ich will nicht ausgehen.“
„Ich habe nicht gefragt.“
Die Rooftop-Party glitzerte über der Stadt – Musik, Champagner, Kameras und Menschen, die für ihren Lebensunterhalt lächelten. Schauspieler. Regisseure. Produzenten. Eine Welt schöner Lügen, verkleidet als Chance. Aria gehörte heute Nacht nicht hierher. Sie blieb trotzdem, weil Einsamkeit gefährlicher wirkte als Lärm.
Sie saß an der Bar mit einem unberührten Glas Wein, während Sophia sich kurz entschuldigte. Die Musik drückte gegen ihre Haut. Die Lichter der Stadt verschwammen.
„Du siehst aus, als hätte dir jemand die Seele gestohlen.“
Die Stimme kam von neben ihr – tief, kontrolliert, unbekannt.
Aria drehte sich nicht sofort um. „Ich habe keine Gesellschaft erbeten.“
„Gut“, erwiderte der Mann. „Ich habe auch nicht um Erlaubnis gebeten, mich zu setzen.“
Das ließ sie innehalten.
Sie drehte sich um.
Er war groß, in Schwarz gekleidet, so gefasst, dass das Chaos um ihn herum dilettantisch wirkte. Er griff nicht nach Aufmerksamkeit. Er nahm den Raum ein, als wäre er schon immer um ihn herum angeordnet gewesen.
Aria runzelte leicht die Stirn. „Ziemlich arrogant, oder?“
„Beobachtend“, sagte er.
Schweigen legte sich zwischen sie – seltsam, ruhig, weder angenehm noch feindselig. Zum ersten Mal in dieser Nacht lächelte Aria beinahe.
Beinahe.
Und das war gefährlich. Es bedeutete, dass ein ungebrochener Teil von ihr noch fähig war zu fühlen.
Sie schaute schnell weg.
Er ging nicht.
Damien Blackwood setzte sich neben sie, und etwas Uraltes in ihm regte sich.
Jahrhundertelang war sein Wolf in Gegenwart von Frauen stumm geblieben – kein Interesse, kein Anspruch, keine Unruhe. Jetzt war er wach. Wachsam. Ruhelos.
Dann erreichte ihn ihr Duft.
Vanille. Jasmin. Und etwas, das einzigartig ihr gehörte.
Das Tier schoss so heftig nach vorn, dass Damien beinahe die Kontrolle verlor.
Gefährtin.
Das Wort traf ihn wie ein Urteil.
Sein Körper erstarrte.
Nein.
Nach Hunderten von Jahren der Enttäuschung und falschen Hoffnung konnte das Schicksal seine Gefährtin unmöglich hier platzieren – mitten auf einer Rooftop-Party, menschlich, gebrochen, ahnungslos.
Doch je länger er sie ansah, desto stärker wurde der Sog. Sein Wolf schritt unter seiner Haut auf und ab, ungeduldig und gewiss.
Gefährtin. Mein.
Damien umklammerte die Kante der Bar. Jeder Instinkt verlangte, sie an sich zu ziehen und nie wieder loszulassen. Er zwang den Impuls nieder. Die Frau neben ihm wusste nicht, wer er war, und die Traurigkeit in ihren Augen trug bereits genug Gewicht.
Vorerst würde er beobachten. Lernen. Warten.
Doch eine Wahrheit setzte sich unumkehrbar in ihm fest.
Aria Johnson war seine vorherbestimmte Gefährtin.
Und Damien Blackwood hatte nicht die Absicht, zuzulassen, dass das Schicksal sie ihm wieder nahm.
KAPITEL 7Isabella Steele saß steif im Fond ihres Luxuswagens, die manikürten Nägel in den Bildschirm ihres Telefons gegraben. Die frischen Fotos ihres Spions zeigten Damien und Aria in einem leidenschaftlichen Kuss auf der Terrasse des Seehauses – Körper eng aneinandergepresst, Hände streifend, Verlangen unverkennbar.Wut explodierte in ihren Adern.Jahre, in denen sie sich als künftige Luna-Königin positioniert hatte, politische Spiele, kalte Nächte und erzwungene Lächeln ertragen hatte – und diese menschliche Schlampe stahl ihr alles.„Du erbärmliche kleine Hure“, zischte Isabella und zoomte auf Arias errötetes Gesicht. „Du glaubst, du kannst die Beine spreizen und dir nehmen, was mir gehört?“Ihre Lippen verzogen sich zu einem giftigen Lächeln. Mit eisiger Präzision wählte sie ihren Kontakt.„Verlass das Seehaus. Du hast für heute Nacht genug getan.“Doch als das Gespräch endete, glänzten ihre Augen von mörderischer Absicht. Dieser Krieg hatte gerade erst begonnen.Im SeehausDrin
KAPITEL 6Die Musik auf der Dachterrasse wurde lauter, und die Party fand endlich ihren zweiten Atem.Sophia drehte sich von der Tanzfläche weg und suchte die Bar ab, an der sie Aria zuletzt mit dem Mann in Schwarz gesehen hatte. Die Hocker waren leer. Der Platz um sie herum hatte sich mit Fremden gefüllt. Angst zog sich sofort unter ihren Rippen zusammen.Sie holte ihr Telefon hervor und wählte.Es klingelte.Und klingelte.„Aria, wo bist du?“ flüsterte sie. „Bitte geh ran.“Keine Antwort.Zu hastig drehte sie sich um und prallte gegen einen großen Mann, der bereits zum Ausgang ging – James Reed, das Telefon am Ohr, der Ausdruck scharf vor Dringlichkeit. Damiens Stimme war noch in seinem Kopf: „Seehaus.“ Jetzt.„Entschuldigung“, sagte Sophia.„Schon gut.“Er war verschwunden, bevor sie mehr sagen konnte.Erst als er im Treppenhaus verschwand, blickte sie hinunter und begriff, dass das Telefon in ihrer Hand nicht ihr eigenes war. Sie versuchte, die Nummer anzurufen, die ihn hätte erre
KAPITEL 5Arias Körper erstarrte.Die kalte Nachtluft fühlte sich plötzlich zu dünn an. Ihre Augen blieben auf den riesigen Wolf gerichtet, der nur wenige Meter entfernt stand – den Wolf, der gerade gesprochen hatte.“Mein Alpha.“Die Worte hallten wieder und wieder durch ihren Kopf.Das war nicht möglich. Wölfe sprachen nicht. Sie konnten es nicht. Und doch hatte sie es klar gehört. Sie war nicht betrunken. Sie träumte nicht. Und nach der Anspannung in Damiens Gesicht auch er nicht.Der große Wolf senkte den Kopf mit ehrerbietiger Genauigkeit.“Wir haben überall nach Ihnen gesucht, Alpha-König.“Arias Herz blieb stehen.Alpha-König?Sehr langsam drehte sie sich zu Damien um. Seine Schultern waren steif. Sein Kiefer verspannt. Zum ersten Mal seit ihrer Begegnung wirkte er echt besorgt – nicht um sich selbst. Um sie.„Damien…“ Ihre Stimme zitterte. „Wovon redet er?“Schweigen.Der Wald schien den Atem anzuhalten. Die Wölfe blieben reglos wartend, beobachtend.Damien schloss kurz die Au
KAPITEL 4Der Aufzug fuhr schweigend hinunter.Aria stand neben Damien und versuchte erfolglos, ihn nicht zu bemerken. Die private Kabine war groß genug für zehn Personen, und doch fühlte sie sich zu eng an – zu still, zu intim. Wärme strahlte von seinem Körper. Mit jedem Atemzug kehrte dieser seltsame Duft zurück: Holz, Rauch und etwas Wildes, das sie noch immer nicht benennen konnte. Jedes Einatmen ließ ihren Puls steigen.Lächerlich. Sie kannte ihn erst seit wenigen Stunden. Wenige Stunden sollten sich nicht natürlich anfühlen. Gefährlich vielleicht. Natürlich war das Problem.Die Türen öffneten sich zu einer unterirdischen Garage, gesäumt von Luxusfahrzeugen. Arias Augen weiteten sich leicht.“Wow.“Damien warf ihr einen Blick zu. “Was?““Du hast nicht übertrieben, als du gesagt hast, du seist Geschäftsmann.“Ein schwaches Lächeln zuckte an seinen Lippen. “So etwas in der Art.“Er führte sie zu einem eleganten schwarzen Wagen. In dem Moment, in dem er ihn aufschloss, blieb Aria st





