Share

Die UNSICHTBARE BRAUT Des CEOS
Die UNSICHTBARE BRAUT Des CEOS
Author: Nat Ink

Die unsichtbare wahl

Author: Nat Ink
last update Petsa ng paglalathala: 2026-06-30 21:05:54

Leah senkte den Kopf, das silberne Tablett zitterte leicht in ihren Händen. In den fünf Jahren, die sie auf dem Anwesen der Kangs gearbeitet hatte, hatte sie eine goldene Regel gelernt: Sei wie ein Geist. Besonders, wenn Ian Kang und sein Vater im selben Raum waren. Die Luft im Arbeitszimmer war erfüllt vom Duft teurer Zigarren und der kalten, stechenden Luft eines herannahenden Gewitters.

Sie konzentrierte sich auf den Dampf, der von den Porzellantassen aufstieg, und versuchte, sich so klein wie möglich zu machen. In diesem Haus bedeutete es meist einen Tadel, bemerkt zu werden. Für die Kangs war sie nur ein Teil des Inventars – ein stiller, sich bewegender Schatten, der dafür sorgte, dass der Tee heiß und die Böden poliert waren.

„Du bist leichtsinnig, Ian“, knurrte Vorsitzender Arthur Kang mit tiefer Stimme, die die Dielen zu erzittern schien. „Victoria Shin ist die Einzige, die die Fusion von Apex stabilisieren kann. Du heiratest sie bis zum Quartalsende, sonst übergebe ich den CEO-Posten an deinen Onkel. Ist dir klar, was auf dem Spiel steht? Das ist kein Spiel der Gefühle, sondern ein Schachspiel um die Zukunft dieses Imperiums.“

Leah griff nach dem leeren Teeservice auf dem Schreibtisch. Ihr Herz hämmerte wie wild gegen ihre Rippen. Jeder Muskel in ihrem Körper war angespannt und bereit, loszubrechen, sobald sie ihre Aufgabe erledigt hatte.

„Ich habe meine Wahl bereits getroffen, Vater“, erwiderte Ian. Seine Stimme war wie ein Gletscher – glatt, hart und völlig gleichgültig.

„Ach ja? Und wer ist sie?“, spottete Arthur. Sein Lachen klang wie trockenes Laub. Er lehnte sich in seinem Ledersessel zurück und sah seinen Sohn mit höhnischen Augen an. „Irgendein Laufstegmodel? Ein Popstar, den du in Paris versteckst, um mich zu ärgern? Egal, wer sie ist, sie wird nicht die Shin-Abstammung haben.“ 

„Sie ist direkt hier.“

Leah stockte der Atem. Plötzlich legte sich eine schwere Hand auf ihre Schulter. Es war keine sanfte, romantische Berührung; es war eine Behauptung, ein taktisches Manöver. Sie musste aufblicken, ihr Blick traf auf Ians durchdringende, dunkle Augen. Aus der Nähe war seine Schönheit einschüchternd – scharfe Kinnlinie, Augen wie die Nacht und eine Präsenz, die die Welt stillstehen ließ.

„Sir?“, flüsterte sie, kaum hörbar.

Ian sah ihr nicht einmal ins Gesicht. Er fixierte seinen Vater mit den Augen. „Leah Kim. Sie ist seit Jahren direkt vor Ihrer Nase. Sie kennt dieses Haus, sie kennt unsere Geheimnisse, und vor allem – ich habe sie bereits gefragt.“

Die Welt schien sich zu neigen. Gefragt? Er hatte seit drei Tagen kein Wort mit ihr gewechselt, außer: „Schwarzer Kaffee, Leah. Ohne Zucker.“

„Die Tochter der Haushälterin?“ Arthur stieß ein höhnisches, beleidigendes Lachen aus. Er stand auf und trat näher, bis er in Leahs unmittelbarer Nähe war. Sein Blick musterte ihr Gesicht mit einem tiefen Ekel, der ihr eine Gänsehaut bescherte. Er verweilte auf den dunklen, unebenen Flecken an ihrer Schläfe – den Makeln, die sie seit ihrer Kindheit trug. „Du würdest unsere Blutlinie für ein Mädchen wie … das hier entehren? Sie ist eine Dienerin, Ian. Sie ist ein hässliches, fleckiges Nichts. Ein Schandfleck in einem Haus aus Gold.“

Leah zuckte zusammen, als hätte er ihr eine Ohrfeige gegeben. Der „unsichtbare“ Schutzschild, den sie jahrelang um sich errichtet hatte, zerbrach. Sie fühlte sich bloßgestellt, hässlich und gedemütigt. Sie versuchte, sich loszureißen, doch Ians Griff verstärkte sich, seine Finger gruben sich wie eiserne Krallen in ihre Schulter.

„Sie ist die zukünftige Mrs. Kang“, sagte Ian mit einer gefährlich ruhigen Stimme. „Und wenn Sie sie noch einmal ‚nichts‘ nennen, ziehe ich die Apex-Technologiepatente aus der Fusion heraus. Ist das klar? Mir ist der Stammbaum egal. Mir geht es um die Kontrolle.“

Das Gesicht des Vorsitzenden lief rot an. Die Patente waren die Kronjuwelen der Firma. Eine lange, erdrückende Minute lang starrten sich die beiden Männer an. Schließlich drehte sich Arthur um und knallte die Tür so heftig zu, dass die Kristallkaraffen auf dem Sideboard klirrten.

Die Stille, die folgte, war drückend. Ian ließ endlich ihre Schulter los.

Leah taumelte zurück, ihre Brust hob und senkte sich heftig. „Was war das? Sie können nicht … Sie haben mich nicht gefragt! Sie haben mich in den letzten fünf Jahren kaum angesehen! Ich bin eine Magd, Mr. Kang. Ich bin das Mädchen, das Ihre Böden putzt.“

Ian wandte sich ihr zu. Die „beschützende“ Wärme, die er vor seinem Vater gezeigt hatte, war augenblicklich verschwunden und einer Mauer aus Eis gewichen. 

„Ich habe keine Zeit für eine Romanze, Leah“, sagte er und warf einen Blick auf seine Platinuhr. „Du hast ihn gehört. Er wird mich ruinieren, wenn ich nicht heirate. Und wenn ich meine Stelle verliere, verliert deine Mutter ihre Krankenversicherung und ihren Platz im Personalwohnheim. Du brauchst Sicherheit. Ich brauche einen Schutzschild, damit die Shins diese Firma nicht übernehmen.“

Du benutzt mich“, flüsterte Leah. Eine einzelne Träne rann ihr über die Wange und zeichnete sich über die Stellen, die der Vorsitzende verhöhnt hatte. Sie fühlte sich wie eine Spielfigur auf einem Brett, das sie nicht verstand.

In einem Moment verzweifelter Verletzlichkeit streckte Leah die Hand aus. Sie zitterte, ihr Kopf ratterte angesichts der plötzlichen Wendung ihres Schicksals. Sie wollte sehen, ob noch ein Funken Menschlichkeit in ihm steckte – irgendein Zeichen, dass er sie als Mensch sah, nicht als Werkzeug. Sie legte ihre zitternde Hand auf seine, ihre Finger streiften den teuren Stoff seines Anzugs.

Die Reaktion kam sofort.

Ians Augen blitzten vor scharfem, unmissverständlichem Ekel. Er zuckte zurück und riss seine Hand weg, als hätte ihre Berührung ihn verbrannt. Er zog ein frisches Seidentaschentuch aus seiner Brusttasche und wischte langsam und bedächtig über die Stelle, wo ihre Finger geruht hatten.

„Vergiss deinen Platz nicht, Leah“, sagte er mit messerscharfer Stimme. „Wenn es nicht um meine Position ginge, hätte ich dich nicht einmal eines Blickes gewürdigt, geschweige denn berührt. Du bist ein Werkzeug. Ein Platzhalter. Nicht mehr.“

Leahs Hand erstarrte in der Luft, ihr Herz zerbrach. Die Zurückweisung war schlimmer als die Beleidigungen des Vorsitzenden. Der „Eiskönig“ mochte sie nicht nur nicht; er fand sie abstoßend.

„Du hast eine Stunde Zeit, um deine Sachen zu packen“, sagte Ian und wandte ihr den Rücken zu, um sich seinem Laptop zuzuwenden. „Wir ziehen in mein Penthouse. Lass mich meine Wahl nicht bereuen.“

Als er hinausging, stand Leah allein in dem großen Arbeitszimmer. Ihre Gefühle fuhren Achterbahn zwischen Entsetzen und Trauer. Sie blickte auf ihre Hände – die Hände, die ihm jahrelang gedient hatten. Sie sollte die meistbeneidete Frau des Landes werden, die Ehefrau von Ian Kang, doch nie zuvor h

atte sie sich so allein und so unsichtbar gefühlt.

Patuloy na basahin ang aklat na ito nang libre
I-scan ang code upang i-download ang App

Pinakabagong kabanata

  • Die UNSICHTBARE BRAUT Des CEOS   Kapitel 30 : Das Geschenk des Sandelholzes

    Die Rückfahrt zum Grand Azure Hotel war wie ein Abstieg in die Realität. Die leuchtenden Farben des Marktes verblassten, als Leah die Marmorlobby betrat. Die Klimaanlage traf sie wie eine eisige Wand. Sie spürte die Last ihrer Rollen wieder, die unsichtbaren Fesseln der „perfekten Ehefrau“, die sich mit jedem Stockwerk, das der Aufzug hinauffuhr, enger zuzogen.Als sie auf ihrer Etage ausstieg, wäre sie beinahe mit Julian und Leo zusammengestoßen, die im Flur vor den kunstvollen Doppeltüren der Präsidentensuite standen. Ihre Gesichter hellten sich sofort auf, als sie sie sahen. Statt der üblichen steifen, professionellen Begrüßung wirkten beide Männer aufrichtig überrascht und beeindruckt, sie allein von draußen zurückkehren zu sehen.„Leah! Wir dachten schon, du würdest den ganzen Tag in der Suite verbringen“, sagte Leo mit einem ehrlichen Lächeln. „Du warst tatsächlich draußen auf Entdeckungstour? Du siehst … glücklich aus. Strahlend sogar. Es steht dir gut.“Julian rückte seine Bri

  • Die UNSICHTBARE BRAUT Des CEOS   Kapitel 29: Der unerwartete Zufluchtsort

    Nach der emotionalen Erschöpfung durch ihr Treffen mit Marcus verspürte Leah das dringende Bedürfnis, sich in der Anonymität der Stadt zu verlieren. Sie wollte noch nicht ins Grand Azure Hotel zurückkehren. Sie wollte weder der stillen, verurteilenden Suite noch dem kalten, steinernen Blick des Mannes begegnen, der behauptete, ihr Ehemann zu sein.Sie beschloss, durch das exklusive Einkaufsviertel von H-Country zu schlendern. Es war ein Ort voller leuchtender Farben und pulsierender Energie, ein krasser Gegensatz zur sterilen, grauen Perfektion der Metropole. Sie suchte Geschenke – echte Geschenke – für ihre Mutter und Emily. Sie wollte Dinge aus eigenem Antrieb kaufen, nicht weil es von ihr als Society-Lady erwartet wurde, sondern weil sie zu ihr passten.Sie betrat eine kleine, charmante Boutique, versteckt in einer Kalksteingasse. Der Laden war erfüllt vom Duft getrockneten Lavendels und dem leisen Klirren handbemalten Porzellans. Als sie um eine Ecke bog und sich eine Auslage mit

  • Die UNSICHTBARE BRAUT Des CEOS   Kapital 28 : Dear Geschmack von Hold und

    Staub Die Westflügelgärten des H-Country waren eine Meisterklasse in kontrollierter Schönheit - ein Ort, an dem jede Orchidee für maximale Wirkung positioniert war und jeder Brunnen an einem kuratierten Dezibel flüsterte. Für Leah war es, den kurvenreichen Steinweg entlang zu gehen, als würde man eine unsichtbare Grenze überqueren. Im Penthouse in der Metropole war sie eine stille Gestalt in einem Glaskäfig. Hier spürte sie unter der schweren, feuchten Hitze der südlichen Sonne, wie ihre Haut mit einer Empfindung begann, die sie seit langer Zeit nicht mehr empfunden hatte: ein Gefühl des Selbst. Marcus wartete schon. Er saß an einem abgeschiedenen Tisch, der unter dem smaragdgrünen Schatten eines weitläufigen Jasmin-Gitters steckte. Die weißen Blüten fielen wie duftender Schnee auf den eisernen Tisch. Er trug einen maßgeschneiderten Kohleanzug, der als Redakteur von seinem immensen Einfluss sprach, aber als er sie sah, verschwand der "Marcus of Global Echoes". Er stand mit einem Anfan

  • Die UNSICHTBARE BRAUT Des CEOS   Kapital 27: Glamour im Viertel

    Das Grand Azure Hotel war ein weitläufiges Labyrinth aus Marmor und Glas, doch Leah bewegte sich mit einer Zielstrebigkeit durch seine Gänge, die sie seit Monaten nicht mehr gespürt hatte.Mit ihrer Musikmappe an der Seite entfloh sie dem Trubel der Firmengala und steuerte auf die private Lounge zu, in der der *Global Echoes*-Gipfel stattfand. Sie ging wie eine Frau, die sich ein Stück ihrer selbst zurückerobert hatte.Sie erreichte die Mahagonitüren der Lounge, strich den Stoff ihres Seidenkleides glatt und atmete tief durch.Drinnen erfüllte das leise Summen intellektueller Diskussionen und das sanfte Klirren kostbaren Kristalls den Raum. Nahe einem hohen Fenster mit Blick auf die Gärten, umgeben von einer Gruppe angesehener Komponisten, stand der Mann, den sie treffen wollte.Er war groß und strahlte die stille Zuversicht eines Mannes aus, der sein Schicksal längst in die Hand genommen hatte.Leah hielt inne. Die Art, wie er den Kopf neigte, während er einer Frage lauschte – eine

  • Die UNSICHTBARE BRAUT Des CEOS   Kapitel 26: Die Solaris-Ausstellung Die

    Solaris Art Gallery war ein weitläufiger Komplex aus weißen Kurven und Freilufthöfen, der von Tausenden weicher, bernsteinfarbener Lichter beleuchtet wurde. Ian ging mit Leah auf seinem Arm durch die Menge und seine Hand ruhte auf ihrem Rücken. Für jeden Außenstehenden waren sie eine Vision der Perfektion, aber für Leah fühlte sich seine Berührung wie eine hohle Formalität an. Sie brauchte Luft. Sie brauchte einen Moment, in dem sie nicht als Frau des CEO überprüft wurde. "Ich denke, ich werde ein bisschen wandern", sagte Leah und löste sich sanft von ihm. "Die Skizzen in der nächsten Galerie sehen unglaublich aus." Ian zögerte und sein Blick blieb auf ihrem blassen Gesicht, bevor er kurz nickte. "Seien Sie nicht lange. Wir müssen den Rat in zwanzig Minuten treffen." Leah schlüpfte davon und ihr Herz schlug ein wenig schneller, als sie in einen ruhigen, sonnendurchfluteten Korridor zog. Sie war so in die Kunst vertieft, dass sie die Frau nicht um die Ecke drehte. Sie kollidierten leis

  • Die UNSICHTBARE BRAUT Des CEOS   Kapitel 25: Die schwere Stille

    Die Suite in H-Country war ein architektonisches Meisterwerk aus Glas und hellem Kalkstein mit Blick auf die türkisfarbene Weite des Südmeeres. Es war die Art von Zimmer, geschaffen für Romantik – für gemeinsame Sonnenuntergänge und leises Flüstern –, was die kalte, distanzierte Atmosphäre zwischen Ian und Leah umso befremdlicher wirken ließ. Seit sich die Aufzugtüren geschlossen hatten, war kein einziges Wort zwischen ihnen gewechselt worden.Ian hatte sich sofort den Schreibtisch in der hintersten Ecke gesichert und sich in einen Stapel Fusionsberichte vertieft, während Leah sich auf den Balkon zurückgezogen hatte. Die warme, salzige Luft konnte die Kälte in ihren Knochen kaum lindern.Sie saß auf der Kante einer Samt-Chaiselongue, ihre Finger strichen über den Rand ihrer Ledermappe. Darin befanden sich die Noten, die Emily ihr dringend empfohlen hatte mitzubringen – die Bruchstücke ihrer Seele, von denen sie fast vergessen hatte, dass sie sie besaßen. Sie blickte auf Ians Hinterkop

Higit pang Kabanata
Galugarin at basahin ang magagandang nobela
Libreng basahin ang magagandang nobela sa GoodNovel app. I-download ang mga librong gusto mo at basahin kahit saan at anumang oras.
Libreng basahin ang mga aklat sa app
I-scan ang code para mabasa sa App
DMCA.com Protection Status