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Kapitel 7

last update Data de publicação: 2026-10-10 04:41:26

Adrian

So ungern ich sie auch allein in dem Zimmer zurückließ – die Angst, dass jemand versuchen könnte, die Gefährtin zu nehmen, nach der ich fünf lange Jahre gesucht hatte, wollte mich nicht verlassen. Trotzdem zwang ich mich, hinaus in den Flur zu treten. Ich hatte die Schlösser bereits zweimal geprüft. Niemand konnte meine Gemächer ohne mein Wissen betreten, und nichts darin konnte gestohlen werden, ohne jeden Alarm auszulösen, den der Palast besaß. Dieses Wissen war das Einzige, das mich s
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  • Die Verfluchte Luna    Kapitel 7

    AdrianSo ungern ich sie auch allein in dem Zimmer zurückließ – die Angst, dass jemand versuchen könnte, die Gefährtin zu nehmen, nach der ich fünf lange Jahre gesucht hatte, wollte mich nicht verlassen. Trotzdem zwang ich mich, hinaus in den Flur zu treten. Ich hatte die Schlösser bereits zweimal geprüft. Niemand konnte meine Gemächer ohne mein Wissen betreten, und nichts darin konnte gestohlen werden, ohne jeden Alarm auszulösen, den der Palast besaß. Dieses Wissen war das Einzige, das mich schließlich gehen ließ.„Mein König.“Der Hauptwachmann Thorne verneigte sich tief, als ich näherkam. Ich blieb stehen und wartete, dass er sprach.„Mein König, es ist Nachricht vom König von Eldoria eingetroffen. Eine Flüchtige ist aus ihren Landen entkommen und in unsere geflohen. Sie bitten um Erlaubnis, Valeria zu betreten und die Flüchtige selbst festzunehmen.“Meine Augen verengten sich sogleich. Die gerettete junge Frau, die in meinen Räumen ruhte – diejenige, die den Duft meiner Gefährtin

  • Die Verfluchte Luna    Kapitel 6

    CelestiaIch konnte sie nicht einholen. Egal, wie sehr ich mich durch die dichten Bäume und über den unebenen, wurzelverfilzten Boden drängte – sie blieb mir immer knapp voraus, bis die Spur völlig erkaltete. Meine Lungen brannten. Meine Beine schmerzten. Frustration und Wut verdrehten sich in meiner Brust, als ich mich schließlich zwang, zum Palast zurückzukehren. Sie hätte nie gehen dürfen. Sie sollte verborgen bleiben, für den Rest ihres elenden Lebens von der Welt eingeschlossen. Und doch hatte ich sie wie Wasser durch die Finger gleiten lassen. Das Versagen lastete schwer auf meinen Schultern, und jeder Schritt nach Hause machte die Wut nur schärfer und persönlicher.„Ich hätte sie erledigen sollen, als ich die Chance hatte“, murmelte ich vor mich hin, die Worte schmeckten bitter auf der Zunge. Warum hatten unsere Eltern es nicht am Tag unserer Geburt getan? Es hätte allen so viel Ärger erspart. Es hätte unsere Mutter gerettet. Stattdessen hatten sie beschlossen, sie zu behalten

  • Die Verfluchte Luna    Kapitel 5

    KAPITEL 5SERAPHINAIch setzte mich auf und hielt meinen Kopf in den Händen. Der Schmerz war so stechend, dass ich dachte, mein Schädel könnte jeden Moment bersten. Ich bemerkte eine Gestalt am anderen Ende des Zimmers, und meine Verwirrung wurde noch größer.Warum befand ich mich in einem prächtigen, luxuriös eingerichteten Zimmer mit einem Mann in einer vollständigen Wachenuniform? Aus Verwirrung wurde Angst. Ich schnappte mir ein Kissen und hielt es vor mich, als könnte es mich beschützen, falls er näher kam.„Wer bist du, und was mache ich hier?“, fragte ich und versuchte, ruhig zu klingen, was mir nicht gelang.Als er meine Stimme hörte, kam er auf mich zu. Meine zitternden Hände schoben das Kissen weiter nach vorn.Er blieb stehen. Ich senkte das Kissen gerade weit genug, um ihn sehen zu können.„Bitte bleib ruhig. Du wurdest bewusstlos gefunden und von den Wachen des Königreichs Valeria gerettet. Dieses Zimmer …“ Er sah sich um, und ich tat es ihm gleich. Es war das schönste Zi

  • Die Verfluchte Luna    Kapitel 4

    KAPITEL 4ADRIANSie starrte mich an. Unsere Blicke blieben aufeinander gerichtet, während wir uns an entgegengesetzten Enden des großen Schlafzimmers gegenüberstanden.Ich lächelte und ging zu ihr, sobald sie nur nickte, als wäre das genau das Zeichen gewesen, auf das ich gewartet hatte. Ich hob sie in meine Arme und trug sie zum großen Kingsize-Bett.Ich sah sie an, als würde sie mir etwas bedeuten. Das tat sie nicht. Sie war nur da, um ein Bedürfnis zu befriedigen.Schon bald lag sie unter mir, und ich drang in sie ein. Unsere Körper bewegten sich gemeinsam. Unsere Münder folgten demselben Rhythmus. Sie war schön und warm, doch ich fühlte kaum Energie, und das machte mich wütend, weil ich nicht die Befriedigung bekam, die ich wollte.Sie begann mich anzuwidern. Nachdem ich hastig gekommen war, stieß ich sie zur Seite.„Der Vollmond rückt näher“, warnte Ragnar. Ragnar war mein Wolf. Da verstand ich, warum meine Kraft nachgelassen hatte. Der Vollmond stand kurz bevor.Eine schwere Un

  • Die Verfluchte Luna    Kapitel 3

    KAPITEL 3SERAPHINA„Regina! Regina!“, rief ich. Mein Herz hämmerte so heftig, dass ich es in meinem Kopf hören konnte.Ich konnte es mir nicht leisten, sie zu verlieren. Sie wollte, dass ich fliehe, aber wohin? Wo sollte ich hin? Mein ganzes Leben hatte ich versteckt gelebt und war wie eine Dienerin behandelt worden. Ich hatte kaum etwas vom Königreich außerhalb des Palastgeländes gesehen. Ich kannte die Straßen nicht. Ich wusste nicht, wer mich aufnehmen würde.„Regina, wenn du mich hören kannst, brauche ich dich wirklich“, rief ich erneut. Tränen liefen über mein Gesicht, während ich mich auf dem kalten Boden zusammenkauerte. Ich schlug immer wieder gegen meine Brust und hoffte, dass der Schmerz nachlassen würde. Das tat er nicht. Mein Gefährte hatte mich gerade zurückgewiesen, und nun antwortete auch meine einzige Gefährtin nicht mehr.„Lauf, Seraphina. Du bist in Gefahr. Verlass das Königreich Eldoria!“Die Warnung hallte erneut durch mich hindurch. Ich sprang auf, wischte mir mi

  • Die Verfluchte Luna    Kapitel 2

    KAPITEL 2SERAPHINAIch blinzelte und versuchte zu begreifen, was er gerade gesagt hatte. Was meinte er damit, dass ich ebenfalls seine Gefährtin sei? Hatte er bereits eine andere? Mein Blick fiel auf Celestia, als sie ihre Kleidung richtete. Der Mann zog hastig seine Hose hoch und schloss den Reißverschluss. Hitze stieg mir in die Wangen, als ich begriff, dass sie mehr getan hatten, als sich nur zu küssen. Ich wollte wegsehen, konnte es aber nicht.Celestias Augen brannten, als sie mich ansah.„Die anderen Dienstmädchen helfen beim Bankett“, sagte sie. „Also, was machst du hier?“„Dienstmädchen?“, stammelte der Mann. „Du meinst, sie ist ein Dienstmädchen?“„Ja, das ist sie. Sieh sie dir an, Damien. Wofür sollte sie deiner Meinung nach sonst gut sein?“Noch nie in meinem Leben hatte ich mir so sehr gewünscht, die Wahrheit zu sagen. Ich öffnete sogar den Mund. Ich wollte ihm sagen, dass er sich irrte, dass ich kein Dienstmädchen war, dass ich jemand war, der es verdiente, seine Gefährt

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