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Kapitel 185

Author: Caroline Above Story
Ellies Perspektive

Mein erstes Lachen überraschte mich selbst.

Es entfuhr mir, bevor ich es zurückhalten konnte, hell und völlig unbefangen. Der Klang fühlte sich in meiner eigenen Kehle fremd an. Mein Körper schien verlernt zu haben, wie man lachte, ohne gleich darauf zusammenzuzucken.

Für einen Moment rechnete ich damit, dass die Stimmung im Saal wieder kippte, dass irgendetwas diese Unbeschwertheit zerriss: Vivians Stimme, ein zerspringendes Glas, ein Flüstern, das zur Waffe wurde. Doch ni
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  • Die Wiedergeburt der Luna-Königin   Kapitel 190

    Dominics PerspektiveEllie verließ das Zimmer, ohne sich umzusehen. Ich versuchte, nach ihr zu greifen, doch Ellie wich mir aus und sah mich nicht einmal an. Leise schloss sie die Tür hinter sich. Irgendwie war das noch schlimmer als ein heftiger Türknall.Als Ellie fort war, blieb nicht einfach nur Stille zurück. Der Raum wirkte luftleer, seiner ganzen Atmosphäre beraubt.Ellie war noch immer meine Frau. Die Ehe war rechtsgültig. Wir waren aneinander gebunden. Gefährten. Doch in diesem Moment fühlte es sich nicht so an. Meine eigene Frau kam mir plötzlich noch fremder vor als zuvor.Ich presste eine Hand auf die Verbände um meine Taille und verzog das Gesicht, als die empfindliche Wunde darunter spannte. Die Heilkräfte meines Wolfes wirkten bereits, und die Haut schloss sich wieder. Zum Glück drang der Dolch nicht allzu tief ein. Ellie traf keine lebenswichtigen Organe. Schon morgen sollte davon nur noch eine rote, gereizte Narbe übrig sein. Eine Erinnerung an einen Augenblick, de

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    Ellies PerspektiveLange sagte keiner von uns etwas. Wir standen nur da und starrten einander an. Wir waren gleichermaßen verletzt und fühlten uns beide verraten. Schließlich fand ich meine Stimme wieder und brach als Erste das Schweigen.„Du hast mich hereingelegt“, flüsterte ich und hielt den Vertrag hoch.Dominic stürmte ins Zimmer und schloss die Tür hinter sich. „Du hast mir einen Dolch in die Seite gestoßen.“„Das ist aus Versehen passiert.“Dominic hob die Augenbrauen. „Aus Versehen?“ Er deutete auf seine Verbände. „Das hier ist aus Versehen passiert? Und den Dolch hast du auch aus Versehen zu unserer Hochzeit mitgebracht?“Ich nickte hastig.Dominic starrte mich lange an und suchte in meinem Gesicht nach einer Erklärung. Noch immer sah er in mir eine Verräterin. Eine Attentäterin mit dem Auftrag, ihn zu töten. Ich konnte es ihm nicht verdenken. Doch ich hielt gerade den Beweis für seinen eigenen Verrat in den Händen. Deshalb konnte ich auch mir selbst nicht die ganze Sch

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    Ellies PerspektiveEin dunkelroter Blutstrom rann an Dominics Seite hinab. Auf seinem Hemd breitete sich eine rote Blüte aus. Einen Moment lang stand Dominic einfach da und starrte auf den Dolch, der in seiner Seite steckte.Dann hob Dominic langsam den Blick, bis seine Augen meine fanden.Aus Dominics Blick sprachen Schmerz und der stumme Vorwurf des Verrats.„Ellie … was hast du getan?“Ich versuchte zu sprechen. Wollte Dominic erklären, dass keine Absicht dahintersteckte, dass ich aus Angst rein instinktiv handelte. Doch als ich den Mund öffnete, brachte ich kein Wort heraus. Was sollte ich auch sagen? Dass ich mich in dem Moment, als Dominic den Dolch hielt, nicht auf unserer Hochzeitsfeier sah, sondern in meinem früheren Leben? Dass ich für einen Augenblick den Dominic aus einer früheren Wirklichkeit vor mir sah, der genau diesen Dolch führte, um mich zu töten?Das konnte ich nicht sagen. Ich konnte überhaupt nichts sagen. Ich konnte nur mit offenem Mund dastehen, genauso fa

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    Ellies PerspektiveDominic trat ganz selbstverständlich zu uns. Er lächelte, doch die Atmosphäre veränderte sich augenblicklich. Genau wie beim Auftauchen eines Raubtiers, wenn alle vorgaben, es nicht zu bemerken.Unwillkürlich wich ich ein wenig zurück, als Dominic meine Hand umschloss. Vielleicht spürte er das Zittern meiner Finger.Dominic sah mich an, und ich konnte den Blick nicht abwenden. Mir war ... speiübel.Dann wandte Dominic sich Lucas zu. Sein Blick wurde hart.„Darf ich mit meiner Frau tanzen?“Lucas’ Mund verzog sich zu einem süffisanten Grinsen. Für einen Moment blitzte darin eine Genugtuung auf, die mir den Magen umdrehte.„Natürlich“, sagte Lucas gewandt und ließ mich demonstrativ langsam los. „Ich will sie dir schließlich nicht zu lange vorenthalten. Wer weiß, was sonst passiert.“Dominics Kiefer spannte sich leicht an, als Lucas in der Menge verschwand.Kaum war Lucas fort, atmete Dominic durch die Nase aus und sah mich wieder an.„Was ist denn passiert?“,

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    Bei dem letzten Wort spannte sich Lucas’ Kiefer an. Für einen Moment huschte etwas über sein Gesicht – beinahe Sanftheit, beinahe Bedauern.Dann war es wieder fort.Lucas nickte einmal, langsam.„Ja, schon gut“, sagte Lucas. „Du hast meine Hilfe ja nie wirklich gebraucht. Mach dir also keinen Kopf. Du bist doch genau da, wo du sein willst, oder?“Ich ballte die Hände im Stoff meines Kleides zu Fäusten.Vermutlich stimmte das.Die Musik wechselte. Ein neues Lied begann, langsamer, inniger. Eines für Paare, die an ein Für immer glaubten.Lucas hob den Blick und sah mir in die Augen.„Ein letzter Tanz“, sagte Lucas. „Um der alten Zeiten willen?“Ich blinzelte. „Lucas ...“„Als Freunde“, fügte Lucas hastig hinzu und kam damit meiner Ablehnung zuvor. „Mehr nicht. Als Freunde. Vielleicht bin ich bald eine Weile weg. Das wäre doch ein schöner Abschied.“Mein Herz geriet für einen Moment aus dem Takt.Ich sah zu den Gästen hinüber. Zu Dominic. Dominic unterhielt sich noch immer, wi

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    Ellies PerspektiveMein erstes Lachen überraschte mich selbst.Es entfuhr mir, bevor ich es zurückhalten konnte, hell und völlig unbefangen. Der Klang fühlte sich in meiner eigenen Kehle fremd an. Mein Körper schien verlernt zu haben, wie man lachte, ohne gleich darauf zusammenzuzucken.Für einen Moment rechnete ich damit, dass die Stimmung im Saal wieder kippte, dass irgendetwas diese Unbeschwertheit zerriss: Vivians Stimme, ein zerspringendes Glas, ein Flüstern, das zur Waffe wurde. Doch nichts geschah. Die Kronleuchter strahlten weiter. Die Musik wogte in sanften Wellen über den polierten Boden. Die Gäste lächelten und tanzten.Verglichen mit dem Chaos am Morgen war der Festsaal eine andere Welt. Das grelle Licht der Trauung, die Gelübde und die andächtige Stille schienen hier weit weg. Stattdessen umfingen mich Wärme, goldener Glanz und süßer Kerzenduft. In der Luft vermischte sich der Geruch von honigsüßem Wein mit dem Duft zerdrückter Blüten, die über die Tische verstreut lag

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