Mag-log inPOV: Emma, Ich-Perspektive.
Der Regen fühlte sich an wie Nadeln auf meiner Haut. Die Kälte war mir in die Knochen gekrochen und machte es schwer zu denken, schwer zu atmen. Ich umklammerte meinen Bauch, den einzigen Teil von mir, der sich warm anfühlte, während ich die lange, gewundene Auffahrt des Ashford-Anwesens hinunterstolperte.
Ich sah nicht zurück. Ich konnte nicht. Ich wusste, wenn ich zurückschaute und die Lichter des Herrenhauses sah, würde ich vollkommen zerbrechen.
Mein Handy war tot. Mein Laptop war im Haus. Ich hatte nichts als das dünne Kleid, das an meiner nassen Haut klebte, und den qualvollen Schmerz, der von den Striemen auf meinem Rücken ausging. Ich wusste nicht, wohin ich ging. Ich wusste nur, dass ich wegmusste.
Der Regen war so laut, dass ich das Auto erst hörte, als die blendenden Scheinwerfer über mich hinwegfegten.
Reifen quietschten – ein fürchterliches, zerreißendes Geräusch auf dem nassen Asphalt. Ich erstarrte, geblendet, riss die Arme hoch, um mein Gesicht zu schützen, als ein schnittiger schwarzer Wagen leicht schleuderte und Zentimeter vor meinen Knien zum Stehen kam.
Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen. Ich machte mich darauf gefasst, dass der Fahrer die Scheibe herunterkurbeln und mich anschreien würde. Mir sagen würde, ich solle von der Straße gehen.
Stattdessen flog die Fahrertür auf.
Ein Mann stieg in den Sturm hinaus. Er war groß, breitschultrig und trug einen anthrazitfarbenen Anzug, der wahrscheinlich mehr kostete als mein ganzes Leben. Der Regen klebte sein dunkles Haar sofort an seine Stirn, aber das schien ihn nicht zu kümmern. Er zögerte nicht. Er rannte auf mich zu.
„Sind Sie verletzt?“, war seine Stimme tief, autoritär und schnitt mit überraschender Klarheit durch den Sturm.
Ich konnte nicht sprechen. Meine Zähne klapperten zu stark. Ich starrte ihn nur an, zitternd, und wartete darauf, dass er mich angewidert ansehen würde. Wartete darauf, dass er das Chaos sah, das ich war, und sich abwandte.
Aber das tat er nicht. Sein scharfer Blick erfasste meinen zitternden Körper, mein durchnässtes Kleid und die wütenden roten Striemen, die unter dem Kragen meines Hemdes hervorlugten. Sein Kiefer spannte sich an, ein Anflug von etwas Dunklem und Wütendem blitzte in seinen Augen auf – aber es war nicht gegen mich gerichtet.
Ohne ein Wort zog er sein Jackett aus und legte es mir um die Schultern. Der Stoff war schwer und warm und hüllte mich vollkommen ein. Er roch schwach nach Zedernholz, Regen und sauberer Leinenwäsche.
„Sie erfrieren“, sagte er, seine Stimme wurde sanft und beruhigend. „Lass uns dich aus diesem Regen bringen.“ (Anm.: Er wechselt hier ins Du, was im Deutschen oft bei intimen/helfenden Situationen passiert).
Meine Beine gaben schließlich nach. Das Adrenalin, das Trauma, die Kälte – alles brach auf einmal über mich herein. Meine Knie knickten ein und ich fiel nach vorne.
Er fing mich mühelos auf, seine starken Arme hoben mich an seine Brust, als würde ich überhaupt nichts wiegen.
„Ich hab dich“, murmelte er, sein Atem warm an meiner eiskalten Schläfe. „Ich hab dich.“
Das rhythmische Schlagen seines Herzens an meiner Wange war das Letzte, woran ich mich erinnerte, bevor die Dunkelheit mich ganz verschluckte.
Das Erste, was ich bemerkte, war die Wärme.
Sie strahlte durch meine Knochen und vertrieb die bittere, angstvolle Kälte des Regens. Dann kam der Geruch – derselbe schwache, tröstende Duft von Zedernholz und Leinen.
Ich lag auf etwas unglaublich Weichem. Seide. Ein riesiges Bett.
Meine Augen fühlten sich an, als wären sie zusammengeklebt. Mein Rücken pochte mit einem dumpfen, schweren Schmerz, und mein Kopf fühlte sich an, als wäre er mit Watte gefüllt. Panik flammte in meiner Brust auf. Das Baby. Ich versuchte, meine Hand zu bewegen, sie auf meinen Bauch zu legen, um sicherzugehen, dass mein Kind in Sicherheit war, aber meine Gliedmaßen fühlten sich wie Blei an.
Langsam und unter Schmerzen zwang ich meine schweren Augen auf, mein Körper schmerzte auf eine Art und Weise, wie es noch nie zuvor der Fall gewesen war, und ich war völlig schockiert über das, was ich in dem Raum um mich herum sah.
Es war kein Krankenhaus. Es war keine Polizeiwache.
Es war ein Penthouse. Die Decke war unvorstellbar hoch, und die Wand mir gegenüber bestand ausschließlich aus raumhohen Glasscheiben, die einen atemberaubenden Blick auf die Skyline von Manhattan boten, die gegen den dunklen Nachthimmel glitzerte. Weiches, warmes Licht fiel von eleganten Lampen und beleuchtete teure, minimalistische Möbel.
Und in einem Samtsessel am Fenster, gebadet im schwachen Schein der Stadt, saß der Mann aus dem Auto.
Er hatte sein nasses Jackett ausgezogen und trug nur noch ein frisches weißes Hemd, dessen Ärmel bis zu den Ellbogen hochgekrempelt waren. Er lehnte sich vor, die Ellbogen auf den Knien, die Hände gefaltet. Er war nicht an seinem Handy. Er trank nicht. Er... beobachtete mich einfach.
Seine Augen waren dunkel und intensiv, erfüllt von einer stillen, geduldigen Besorgnis, die mir den Atem stocken ließ.
„Wo bin ich?“, flüsterte ich, meine Stimme brach von der Kälte und dem Schreien.
Er richtete sich langsam auf, sein Blick wich nicht von meinem Gesicht.
„Du bist in Sicherheit“, sagte er leise. „Du bist in meinem Zuhause.“
POV: Lorenzo, Ich-Perspektive.Marcus stand wie erstarrt in der Tür, sein Mund öffnete und schloss sich wie bei einem Fisch, der nach Luft schnappt. Er sah Emma an, dann wieder mich, seine Augen weit aufgerissen vor Ungläubigkeit.„Lorenzo, was zur Hölle ist hier los? Wer ist sie?“, forderte Marcus und trat weiter in den Raum.„Marcus, warte in der Lobby“, sagte ich mit einer Stimme, die keinen Widerspruch duldete.„Aber der Kunde–“„Ich sagte, warte in der Lobby.“Marcus zuckte bei meinem Ton zusammen, warf einen letzten verwirrten Blick auf die Frau, die auf meinem Sofa saß, und zog sich aus dem Raum zurück, wobei er die Tür hinter sich schloss.Die Stille, die folgte, war schwer. Ich richtete meine Aufmerksamkeit wieder auf Emma. Sie hatte sich in die Ecke des Sofas gekauert, die Knie an die Brust gezogen, und sah mich an wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Sie hatte Todesangst. Nicht nur vor Marcus, sondern vor mir. Sie wartete darauf, dass der nächste Schlag kam, wartete darauf, da
POV: Emma, Ich-Perspektive.Panik war das Erste, was ich spürte, als ich wieder aufwachte. Es war ein heftiges, erstickendes Gefühl, das sich meinen Hals hinaufkrallte.Meine Hände flogen sofort zu meinem Bauch und drückten fest gegen die weiche Seide der Decke. Ich hielt den Atem an und wartete auf einen Krampf, wartete auf den stechenden Schmerz, der mir sagen würde, dass ich das Einzige verloren hatte, was mir wichtig war.Nichts. Nur ein dumpfer, schwerer Schmerz im unteren Rücken und das brennende Stechen der Striemen auf meinen Schultern.Ich stieß einen rauen Atemzug aus, Tränen traten mir in die Augen. Dem Baby geht es gut. Uns geht es gut.Die Erinnerung an die letzte Nacht kehrte in Fragmenten zurück. Der Gürtel. Dominics kalte Augen. Der Regen. Die quietschenden Reifen. Der Mann.Ich setzte mich zu schnell auf, mein Kopf drehte sich.„Ganz ruhig“, sagte eine tiefe Stimme von der Tür.Ich zuckte zusammen und drückte die Decke an meine Brust. Lorenzo Asher stand dort und hiel
POV: Emma, Ich-Perspektive.Der Regen fühlte sich an wie Nadeln auf meiner Haut. Die Kälte war mir in die Knochen gekrochen und machte es schwer zu denken, schwer zu atmen. Ich umklammerte meinen Bauch, den einzigen Teil von mir, der sich warm anfühlte, während ich die lange, gewundene Auffahrt des Ashford-Anwesens hinunterstolperte.Ich sah nicht zurück. Ich konnte nicht. Ich wusste, wenn ich zurückschaute und die Lichter des Herrenhauses sah, würde ich vollkommen zerbrechen.Mein Handy war tot. Mein Laptop war im Haus. Ich hatte nichts als das dünne Kleid, das an meiner nassen Haut klebte, und den qualvollen Schmerz, der von den Striemen auf meinem Rücken ausging. Ich wusste nicht, wohin ich ging. Ich wusste nur, dass ich wegmusste.Der Regen war so laut, dass ich das Auto erst hörte, als die blendenden Scheinwerfer über mich hinwegfegten.Reifen quietschten – ein fürchterliches, zerreißendes Geräusch auf dem nassen Asphalt. Ich erstarrte, geblendet, riss die Arme hoch, um mein Gesi
POV: Dominic, Ich-Perspektive.Es war mir egal, dass ihre Hände zitterten. Es war mir egal, dass sie aussah wie ein Geist, der im Flur unseres Penthouse stand. Ich konnte mich nur auf den schweren Koffer in Biancas Hand konzentrieren und auf die Tatsache, dass Emma dort stand und den Weg blockierte wie eine erbärmliche, stumme Statue.„Geh beiseite, Emma“, sagte ich mit ausdrucksloser Stimme.„Dominic, bitte“, flüsterte sie. Ihre Stimme war heiser, als hätte sie geweint. Es nervte mich. Sie weinte in letzter Zeit ständig, spielte immer das Opfer. „Du verstehst das nicht. Wir müssen reden. Gib mir einfach fünf Minuten allein.“Ich schnaubte verächtlich und rieb mir mit einer Hand über den Kiefer. „Es gibt nichts zu bereden. Bianca ist krank. Sie stirbt, Emma. Die Ärzte haben ihr sechs Monate gegeben, und ich werde nicht zulassen, dass sie diese Monate in einem engen Gästezimmer verbringt, während du in der Master-Suite schmollst. Sie braucht Trost.“„Ich bin deine Frau“, sagte Emma, ih
Das Leder peitschte auf meinen Rücken, bevor ich überhaupt das Pfeifen hörte, mit dem es durch die Luft schnitt.Ich schrie nicht. Ich hatte sehr früh in meiner Ehe mit Dominic Ashford gelernt, dass Schreien ihn nur noch härter zuschlagen ließ. Stattdessen grub ich meine Fingernägel in den weichen Teppich des Wohnzimmers und kniff die Augen fest zu, während sich der scharfe, brennende Schmerz über meine Schultern ausbreitete.„Sieh sie dir an“, dröhnte Dominics Stimme von oben, kalt und völlig frei von der Liebe, die er mir an unserem Hochzeitstag versprochen hatte. „Sieh dir an, was du ihr angetan hast.“Ich zwang meine Augen auf. Von meiner Position auf den Knien aus war der Marmorboden eiskalt unter mir, aber die Kälte war nichts im Vergleich zu dem Eis in den Augen meines Mannes. Er stand über mir, die Brust hob und senkte sich schwer, ein schwerer Ledergürtel so fest in seiner rechten Hand, dass seine Knöchel weiß geworden waren.Hinter ihm, perfekt im Rahmen der gewölbten Tür st







