LOGINLailas PerspektiveIch musste etwas Schönes träumen.Als ich langsam erwachte, war mir warm. Ich fühlte mich geborgen und zufrieden. So gut ging es mir seit Ewigkeiten nicht.Vielleicht war es die erholsamste Nacht seit meinem Weggang aus dem Rudelhaus.Dann erinnerte ich mich. Jason.Ich riss die Augen auf.Mein Herz setzte kurz aus.Doch mein Gesicht lag auf einem Kissen. Mein Arm reichte über die leere andere Betthälfte.Er war fort.Bildete ich mir nur ein, dass er geblieben war?Nein.Erst in seinen Armen konnte ich schlafen. Ohne ihn gelang es mir nicht.Wo war er dann?Einfach gegangen?Konnte ich ihm das verdenken?Er hatte eine Gefährtin.Hier übernachten durfte er nicht. Schon gar nicht in meinem Bett.Was dachte ich mir nur dabei?Sobald wir ankamen, sollte ich ihn wegschicken.Doch er tröstete mich.Gestern Abend war ich zu verängstigt, um klar zu denken.Seine Anwesenheit beruhigte mich.Jetzt, bei Tageslicht, fühlte ich mich wieder mehr wie ich selbst. Zugleich kehrte die
Jasons Perspektive„Ich warte vor der Badezimmertür“, bot ich an. „Wenn es dir hilft.“„Das kann ich nicht verlangen.“„Du verlangst nichts. Ich biete es an.“„Mir geht’s g-gut.“Ihre Stimme zitterte.„Geh duschen“, sagte ich sanft. „Ich passe auf.“Sie diskutierte nicht. Nickte nur und senkte den Blick.Dann ging sie zur Treppe.Ich folgte ihr hinauf ins Schlafzimmer.Mein Herz schlug schneller. Ich ignorierte es.Ich war hier, um sie zu beschützen. Nicht als ihr Liebhaber.Sie nahm frische Sachen aus der Kommode und ging ins angrenzende Bad.Bevor sie die Tür schloss, sah sie mich noch einmal an.„Ich bleibe ... genau hier“, versicherte ich ihr.„Okay.“Die Tür schloss sich.Ich wartete auf das Klicken des Schlosses.Es kam nicht.Sie vertraute mir genug, um nicht abzuschließen.Stolz regte sich in mir.Ich wusste nicht, was ich davon halten sollte. Genauer darüber nachdenken wollte ich nicht.Sie brauchte Zeit, um ihr Selbstvertrauen wiederzufinden.Bis dahin wollte ich nichts sagen
Jasons Perspektive„Wir bringen dich nach Hause“, sagte ich.Ich wollte ihr nicht noch mehr Angst machen. Bei mir war sie sicher. Trotzdem gefiel es mir nicht, mit ihr auf diesem offenen Parkplatz zu stehen.Vielleicht war der Mann ein zufälliger Angreifer. Vielleicht suchte er aber auch gezielt nach Vanessa. Seine feindselige Absicht hing noch immer in der Luft.Nach ihren Nachforschungen über den Tod ihrer Eltern hielt ich beides für möglich.Ich ließ sie jedenfalls nicht mehr aus den Augen.„Ich fahre. Wo steht dein Wagen?“ Sie zitterte noch immer.Mein Handy vibrierte unaufhörlich. Brittany war bestimmt längst außer sich. Mit jeder Minute wurde es schlimmer.Heute Abend nahm ich trotzdem keinen ihrer Anrufe an.Vanessas Sicherheit ging vor.Langsam löste sie sich von mir.„Hier entlang.“Auf dem Weg sah sie immer wieder zu mir zurück. Als musste sie sicher sein, dass ich noch da war. Ich blieb dicht neben ihr. Hin und wieder streifte mein Ellbogen ihren.So gingen wir zu ihrem Wage
Lailas PerspektiveNach dem Besuch bei Adelaide fuhr ich ins Krankenhaus und blieb den restlichen Tag bei Ava.Normalerweise schlief ich auch dort. Doch am nächsten Morgen hatte ich eine geschäftliche Besprechung. Ich wollte wenigstens kurz nach Hause, duschen und frische Kleidung holen.Ich wartete, bis sie schlief. Dann ging ich leise hinaus.Draußen war es Nacht.Nur wenige Laternen beleuchteten den großen Parkplatz. Dazwischen lagen dunkle Flächen.Die Stellplätze nahe dem Gebäude waren fast alle belegt.Trotzdem war es still.Niemand kam mir entgegen.Bei meiner Ankunft herrschte großer Andrang. Mein Wagen stand deshalb weit hinten.Ein Shuttlebus fuhr regelmäßig über das Gelände.Normalerweise ging ich lieber zu Fuß.Jetzt bereute ich es.Die Nacht lag regungslos um mich.Plötzlich stellten sich mir die Nackenhaare auf.Ich sah zum Krankenhaus zurück.Niemand.Auch zwischen den Autos entdeckte ich keine Bewegung.Trotzdem fühlte ich mich beobachtet.Als sah mich jemand, den ich n
Jasons PerspektiveIch saß hinter meinem Schreibtisch und starrte Hank finster an.Marcus stand mit verschränkten Armen in der Nähe.Diesmal fehlte Hanks selbstgefälliges Grinsen. Vermutlich passte es ihm nicht, dass meine Wachen ihn ohne Vorwarnung herbrachten.Einige warteten vor der Tür. Wenn er weiter log, führten sie ihn ab.Endlich wirkte er nervös.„Ich habe genug von deinen Spielchen.“Ich legte die volle Autorität eines Alphas in meine Stimme.„Wer hat die Anzeige veröffentlicht? Ich will die Wahrheit.“Dem Zwang eines Alphabefehls widersetzte sich nur jemand mit außergewöhnlicher Willenskraft.Hank hob trotzig das Kinn.„Ich habe zugesagt, euch zu helfen. Schon vergessen?“„Bisher hast du nichts geliefert. Zeit hattest du genug. Jetzt will ich Antworten. Wer steckt hinter der Anzeige?“Er schluckte.Sein Widerstand begann zu bröckeln.Er sah weg und versuchte, mich zu ignorieren. Doch der Druck meiner Stimme ließ nicht nach.„Ich!“, stieß er hervor. „Ich habe sie erstellt. Zu
Lailas Perspektive„Ja, ja. Sehr schön.“ Sie wedelte die Worte beinahe mit der Hand fort. „Komm erst einmal herein. Ich erzähle dir von einigen interessanten Anlagen. Das lohnt sich bestimmt.“Ich folgte ihr.Beauregard schloss die Tür. Adelaide gab sich wenigstens oberflächlich freundlich. Er blieb kühl.Das Haus erinnerte an ein Museum.Gemälde hingen an den Wänden. Kostbare Vasen standen auf Sockeln. Kinder und Haustiere passten nicht in diese makellose Ordnung. Nicht einmal Staub war zu sehen.Mit Ava an meiner Seite hätte man mich vermutlich gar nicht erst eingelassen.„Beauregard, bring uns Tee.“Beinahe zuckte ich zusammen. Dass er uns folgte, bemerkte ich nicht.„Sofort, Frau Harper.“ Er verschwand im Flur.Sie führte mich in einen Salon. Weiße Wände. Weißer Teppich. Weiße Sessel und ein weißes Sofa.Nur drei Landschaftsbilder brachten Farbe in den Raum.Sie setzte sich in einen hohen Sessel und wies mir das Sofa zu.Ich nahm Platz.Die Polster waren hart. Lange hielt es hier b







