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Kapitel 314

Author: Cara Anderson
Dominic

Selbst wenn wir am nächsten Tag nicht alles aufs Spiel gesetzt hätten, wusste ich, dass ich von Elara niemals genug bekommen würde. Doch gerade diese Gefahr verwandelte jede Berührung in ein Brandmal und weckte in mir das verzweifelte Bedürfnis, mir jeden Zentimeter ihres Körpers für immer einzuprägen. Es ging um mehr als unsere Bindung oder körperliches Verlangen. Zwei Menschen bekräftigten angesichts des möglichen Verlusts von allem, was ihnen etwas bedeutete, mit aller Macht ihre Ver
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  • Die verstoßene Omega des Lykan-Königs   Kapitel 335

    „Die diplomatische Mission …“„Kann meinetwegen in Flammen aufgehen“, sagte er mit wilder Überzeugung. „Es wird immer eine neue Krise, eine neue Verhandlung und einen neuen politischen Notfall geben, der angeblich keinen Aufschub duldet. Aber dich gibt es nur einmal. Uns gibt es nur einmal. Und wir haben nur diese eine Gelegenheit, das zu beschützen, was wirklich zählt.“Die Gewissheit in seiner Stimme und die Art, wie er mich hielt, als wäre ich der Mittelpunkt seines Universums, ließen die Gefühle in meiner Brust so sehr anschwellen, dass ich kaum atmen konnte.„Ich liebe dich“, sagte ich. Diese Worte trugen fünfundzwanzig Jahre voller geteilter Freude, gemeinsamer Kämpfe und derselben Entschlossenheit, das zu schützen, was wir uns aufgebaut hatten.„Ich liebe dich auch“, erwiderte er und nahm meinen Mund mit einem verzweifelten Hunger in Besitz, der verriet, wie sehr er mich vermisst und wie furchtbar er sich davor gefürchtet hatte, mich zu verlieren.Der Kuss begann sanft, wur

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    SophieIn der Nacht von Elaras und Dominics FeierNach Tagen voller Krisen, Feiern und familiären Chaos lag endlich Stille über den privaten königlichen Gemächern.Ich stand am Fenster und blickte auf die Palastgärten hinaus. Während ich all das Geschehene verarbeitete – die Wahrheit über meine Schwester, die letzte Schlacht gegen das Umbral-Kollektiv und das Glück unserer Tochter in ihrer neuen Bindung –, ging mein Blick aus violetten Augen in die Ferne. Noch immer trug ich das Festkleid von der Siegesfeier dieses Abends, doch meine Schultern lasteten schwer wie bei einem Menschen, der alles allein mit bloßer Willenskraft zusammengehalten hatte.Ich war so sehr in Gedanken versunken, dass ich Alaric nicht in unsere Gemächer kommen hörte. Erst als sich seine Arme von hinten mit jener verzweifelten Erleichterung um mich schlossen, die verriet, welchen Preis die vergangenen Wochen auch ihn gekostet hatten, nahm ich seine Gegenwart wahr.„Tu mir das nie wieder an“, knurrte er an mein

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    Dominic„Es ist ein solches Geschenk, in einer Welt zu leben, in der sich niemand zwischen Liebe und Pflicht entscheiden muss“, stellte ich fest und griff damit ein Gespräch auf, das wir im Laufe der Jahre unzählige Male geführt hatten. „Ich wünschte nur, jemand hätte unserem jüngeren Ich das schon vor acht Jahren gesagt.“„Ich auch.“ Elara lehnte sich mit einem Vertrauen an meine Brust zurück, das noch immer Dankbarkeit in meiner Kehle anschwellen ließ. „Doch ich bin jeden Tag dankbar dafür, dass du mutig genug warst, mir zu sagen, dass wir Gefährten sind – selbst als du glaubtest, ich würde dich zurückweisen.“„Nur weil du mutig genug warst, die mentalen Blockaden zu durchbrechen, die dich daran hinderten, zu erkennen, was wir gemeinsam sein konnten“, verbesserte ich sie und küsste ihren Scheitel. „Ich hatte einfach Glück, dass du endlich aufgehört hast, gegen dein eigenes Glück anzukämpfen.“„Wir hatten Glück“, widersprach sie sanft. „Glück, dass wir einander gefunden haben. Glü

  • Die verstoßene Omega des Lykan-Königs   Kapitel 332

    DominicFünf Jahre späterIch stand in der Tür unserer Familienbibliothek, beobachtete, wie meine Frau unseren drei Kindern eine Gutenachtgeschichte vorlas, und fragte mich, womit ich so viel Glück verdient hatte.Seraphina, inzwischen sieben Jahre alt, saß sittsam neben ihrer Mutter und hielt ein ledergebundenes Buch mit Prophezeiungen auf dem Schoß. Hin und wieder berichtigte sie Einzelheiten des Märchens, das Elara vorlas, anhand ihrer eigenen geschärften Sicht. Unser vierjähriger Sohn Michael hatte sich mit jener vollkommenen Entspannung, zu der nur Kinder fähig waren, über beider Schoß ausgestreckt. Seine kleine Hand ruhte auf Elaras gewölbtem Bauch, in dem unser drittes Kind – wieder eine Tochter – heranwuchs und innerhalb eines Monats zur Welt kommen sollte.„Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“, schloss Elara und klappte das Märchenbuch mit theatralischer Geste zu.„Das stimmt so nicht“, stellte Seraphina in jenem nüchternen Ton fest, mit dem sie E

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    ElaraVertreter aus sechs verschiedenen Königreichen traten vor und berichteten vom Erfolg der Programme für magische Partnerschaften, die wir mit aufgebaut hatten: junge Paare, die gelernt hatten, ihre Fähigkeiten miteinander zu verbinden, statt sie gegeneinander einzusetzen; Heilerzentren, in denen traditionelle und übernatürliche Medizin Hand in Hand arbeiteten; Bildungseinrichtungen, in denen magische und nichtmagische Kinder gemeinsam lernten und dadurch Verständnis statt Angst entstand.„Die nördlichen Territorien haben uns förmlich gebeten, die Bedingungen unseres Bündnisses um die Einführung Eurer neuesten Programme zu erweitern“, verkündete der führende Abgesandte. „Sie berufen sich ausdrücklich auf die gesellschaftliche Stabilität, die ihre partnerschaftlich ausgerichtete Magiepolitik bewirkt hat.“„Die Berggemeinschaften möchten ein dauerhaftes kulturelles Austauschprogramm einrichten“, fügte ein anderer hinzu, „dessen Schwerpunkt darauf liegt, traditionelles Wissen mit m

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    ElaraZwei Jahre später„Mama, die Lichter tanzen wieder!“Ich blickte von den Briefen auf, die ich gerade prüfte. Meine Tochter Seraphina stand in der Tür meines Arbeitszimmers. Ihre violetten Augen leuchteten vor Staunen, und sie streckte ihre winzigen Hände nach magischen Strömungen aus, die für die meisten Menschen unsichtbar, für eine Zweijährige mit außergewöhnlichen prophetischen Fähigkeiten jedoch offenbar faszinierend waren.„Ich sehe sie, mein Schatz“, antwortete ich und legte den Brief aus den Östlichen Königreichen beiseite, in dem man um unsere Hilfe für ein weiteres junges Gefährtenpaar bat. „Was erzählen dir die Lichter?“„Papa kommt nach Hause!“, verkündete sie mit jener vollkommenen Gewissheit, die ihre Vorhersagen auszeichnete. „Und er bringt Überraschungen mit!“Durch unsere Bindung spürte ich tatsächlich, dass Dominic sich nach einer einwöchigen diplomatischen Mission in den nördlichen Territorien dem Palast näherte. Mehr noch: Ich nahm seine Begeisterung über

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    Sophie„Sophie! Sophie! Wo steckt dieses wolflose Gör?“ Ich hörte Daphne – die Tochter des Betas und die sogenannte zukünftige Luna, zumindest hielt sie sich selbst dafür – wie sie nach mir rief, als ich ins Rudelhaus hineineilte.„Ich bin hier!“, keuchte ich, noch ein wenig außer Atem.„Du bist

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    Sophie„C-, C-, Cassius. D-, d-, danke, M-, Mondgöttin!“ Meine Zähne klapperten so heftig, dass mir der Kiefer wehtat und jedes Wort zur Qual wurde. Und doch wurde mir beim Anblick von ihm warm ums Herz, trotz der klirrenden Kälte. „B-, b-, bitte… h-, hilf mir!“„Oh, kleiner Spatz. Was hast du nur

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