Share

Die wertlose Reue meines Verlobten
Die wertlose Reue meines Verlobten
Author: sago pudding‌

Kapitel 1

Author: sago pudding‌
„Selena, zum Glück habe ich es rechtzeitig herausgefunden!“

„Aber bist du dir sicher, dass du den Namen im Antrag auf Eheschließung nicht ändern lassen willst? Enzo ist ein gnadenloser Mörder! Warum willst du ihn heiraten? Ich dachte, du liebst Lorenzo?“

Die Augen meiner Mutter waren leicht gerötet, und sie tat mir leid.

Seit sie erfahren hatte, dass Lorenzo endlich eingewilligt hatte, mich zu heiraten, war niemand glücklicher gewesen als meine Mutter.

Ich wartete sieben Jahre lang auf Lorenzo.

Aus einem neunzehnjährigen Mädchen wurde ich zur alten Jungfer, zum Gespött der ganzen Stadt – zu einer Frau, die niemand heiraten wollte.

Nun hatte Lorenzo endlich eingewilligt, mich zu heiraten.

Wegen einer Wette mit Lena hatte Lorenzo absichtlich den Antrag auf Eheschließung mit dem falschen Namen eingereicht.

Meine Mutter war zugleich wütend und untröstlich.

Am Ende blieb ihr nichts anderes übrig, als mich nach meiner Meinung zu fragen.

Ich fuhr mit dem Finger über Enzos Namen und sagte leise: „So oder so, er gehört noch immer zur Familie Cammarata.“

Ich konnte es mir nicht mehr leisten, eigensinnig zu sein.

Lorenzo hatte die Hochzeit zehnmal verschoben, sodass sich in der ganzen Stadt kein Mann mehr traute, mich zu heiraten.

Beim ersten Mal waren meine Freundinnen in meinem Namen empört und verurteilten ihn als wankelmütig und treulos.

Beim zweiten Mal waren die Damen der besseren Gesellschaft irritiert und tuschelten, ob zwischen uns etwas schiefgelaufen war.

Später aber waren sich alle einig, dass das Problem bei mir lag.

Man nannte mich schamlos – ich würde mich an Lorenzo klammern, obwohl er mich nicht wollte.

Man nannte mich gemein, boshaft und unausstehlich – schließlich weigerte sich sogar Lorenzo, der mit mir aufgewachsen war, mich zu heiraten.

Als Lorenzo die Hochzeit zum sechsten Mal absagte, dachte ich tatsächlich daran, einen anderen zu heiraten.

Als die Heiratsvermittlerin der Stadt allerdings sah, dass ich ihre Kundin war, schob sie das Geschenk beiseite.

„Lorenzo hat das längst klargestellt: Sie gehören ihm.“

„Wer in Sizilien wagt es schon, sich mit der Mafia anzulegen? Erst recht mit der Familie Cammarata. Hören Sie auf meinen Rat – lernen Sie einfach, wie man einem Mann gefällt.“

Als Enzos Mutter, Donna Isabella, erfuhr, dass ich anstelle von Lorenzo nun Enzo heiraten sollte, war sie sehr überrascht.

Je länger sie darüber nachdachte, desto klarer wurde ihr:

Auf der einen Seite war da ich, die von Lorenzo immer wieder enttäuscht worden war; auf der anderen ihr jüngster Sohn Enzo, der wegen all der Gerüchte um ihn schon so lange unverheiratet geblieben war.

Sie sagte: „Enzo und Fräulein Kane sind eindeutig ein vom Himmel bestimmtes Paar. Warum sonst hätte Gott zwei so außergewöhnliche Menschen mit so vielen Rückschlägen in der Liebe geprüft?“

Daher stimmte sie der Ehe zwischen Enzo und mir bereitwillig zu.

Während die Hochzeit mit großem Prunk vorbereitet wurde, tauchte Lorenzo mit Lena auf.

Ich wusste es – er glaubte, ich hätte den falschen Namen im Antrag auf Eheschließung noch immer nicht bemerkt, und war gekommen, um mich auf die Probe zu stellen.

Mehr noch – in seinen Augen war dies die Hochzeit von ihm und mir.

Als ich ihn ignorierte, schien ihn das nicht zu stören. „Ist für die Hochzeit alles vorbereitet?“

„Ja.“

Als er meine kalte Stimme hörte, huschte ein undeutbarer Ausdruck über sein Gesicht; er erinnerte mich lediglich:

„Hast du wirklich alles überprüft? Immerhin ist das der wichtigste Tag deines Lebens. Wirf ruhig noch einmal einen Blick darauf.“

Ich tat so, als verstünde ich seine Anspielung nicht, und sagte nur: „Ich habe alles zweimal überprüft. Wenn du sonst nichts willst, kannst du jetzt gehen.“

Lorenzos Gesicht verfinsterte sich leicht; er presste die Lippen zusammen und sagte: „Gut. Eigentlich bin ich heute tatsächlich wegen etwas hergekommen. Vor Jahren habe ich dir das Erbstück meiner Familie geschenkt – diesen Ring. Aber er war für meine zukünftige Frau bestimmt.“

„Da wir noch nicht verheiratet sind, solltest du mir den Ring nicht erst einmal zurückgeben?“

Patuloy na basahin ang aklat na ito nang libre
I-scan ang code upang i-download ang App

Pinakabagong kabanata

  • Die wertlose Reue meines Verlobten   Kapitel 8

    Ich fragte besorgt: „Stimmt etwas nicht mit deiner Gesundheit? Ich habe dich gestern reiten gesehen. Ist es deswegen ...“Als er sah, wie besorgt ich wirkte, war er für einen Moment überrascht, lächelte dann und schüttelte den Kopf. „Nein.“Danach begleitete ich Enzo jeden Tag.Natürlich hatte ich, so beschäftigt ich auch war, Lorenzo nicht vergessen.In dieser Zeit brachte ich absichtlich das Gerücht von Lorenzos Mätresse in Umlauf. Bald summte die ganze Stadt vor Klatsch.Die Damen der besseren Gesellschaft verachteten Lorenzos Verhalten. Schließlich drang die Sache auch an Donna Isabellas Ohren.Donna Isabella kannte keine Gnade. Kaum zurückgekehrt, bestrafte sie Lorenzo sofort mit zwanzig Peitschenhieben. Ich hörte, dass er geschlagen worden war, bis er das Bewusstsein verlor.Danach, ohne auch nur abzuwarten, bis seine Wunden verheilt waren, schickte sie ihn zum Knien in die Ahnenhalle.Jeder wusste, dass Donna Isabella diesen Enkel stets vergöttert und ihm nie auch nur ein hartes

  • Die wertlose Reue meines Verlobten   Kapitel 7

    Sein Blick fiel direkt auf meinen Hals.Dort zeichneten sich ein paar zweideutige Kussmale ab – Spuren, die Enzo hinterlassen hatte, als er mich in der letzten Nacht wieder und wieder geküsst hatte.Lorenzo starrte unverwandt auf die verräterischen Male, in seinen Augen brannte Gift. „Du hast mit ihm geschlafen? Wie konntest du nur ...“Ich sah direkt in diese eifersüchtigen, wutverzerrten Augen und fand das Ganze einfach nur lächerlich.Er war eifersüchtig und bereute es, aber so naiv war ich nicht, zu glauben, dass er mich liebte oder dass es ihm leidtat, mich mit einem anderen Mann verheiratet zu sehen.Was Lorenzo bereute, war einzig, dass der Kanarienvogel, den er stets unter Kontrolle gehabt hatte, ihm entflogen war.Was er hasste, war nichts weiter als das Gefühl, dass ihm etwas genommen worden war, das ihm gehörte.„Lorenzo, bild dir nichts ein.“Ich sah ihn kalt an. „An dem Tag, an dem du absichtlich den falschen Namen in den Antrag auf Eheschließung eingetragen hast, hättest

  • Die wertlose Reue meines Verlobten   Kapitel 6

    Ich folgte Enzo zurück ins Brautgemach. Der Raum war von einem zarten, erfrischenden Duft nach Osmanthusblüten erfüllt.Enzo lächelte und sagte: „Es wird spät. Du solltest dich ausruhen.“Vielleicht hatte sich die Anspannung endlich gelöst – jedenfalls schlief ich bis Mittag durch.Als das Dienstmädchen sah, dass ich wach war, errötete sie und eilte herbei, um mir zu helfen. „Frau Cammarata, der Don hat bereits mit Donna Isabella gesprochen. Sie müssen sie heute nicht aufsuchen. Er hat gesagt, Sie sollen sich gut ausruhen.“Nachdem ich mich gewaschen und fertig gemacht hatte, ging ich langsam aus dem Innenhof.In dem Moment, als ich das Tor aufstieß, sah ich Lena direkt am Eingang knien.Ihr Gesicht war bleich, und sie wirkte völlig entkräftet. Bei näherem Hinsehen war ihre Kleidung leicht zerzaust.Mein Herz sank. Ich wusste, ihr Anblick bedeutete nichts Gutes.Wie erwartet rutschte Lena, kaum dass sie mich erblickte, sofort auf den Knien zu mir, packte den Saum meines Kleides und fle

  • Die wertlose Reue meines Verlobten   Kapitel 5

    Nach seiner Verletzung hatte Lorenzo tagelang im Bett gelegen und konnte sich ohne Rollstuhl nirgendwohin bewegen.Ich wusste, dass es keinen halben Tag dauern würde, bis sich die Nachricht wie ein Lauffeuer verbreitete, dass Lorenzo sich wegen einer Frau mit seinem eigenen Onkel angelegt hatte.Dann wären nicht nur er und die Familie Cammarata bloßgestellt, sondern auch ich und die Familie Kane würden zum Gespött der Leute.In der Kirche war es totenstill. Alle hielten den Atem an, niemand wagte einen Laut.Ich ging langsam auf Lorenzo zu.Ein Anflug von Erwartung huschte über sein Gesicht.Im nächsten Moment hob ich die Hand und schlug ihm mit aller Kraft ins Gesicht.Ich legte meine ganze Kraft in diese Ohrfeige. Sein Kopf flog zur Seite.Lorenzos Pupillen zogen sich zusammen. Er starrte mich fassungslos an.Mit eisiger Miene sagte ich: „Dir steht es nicht zu, so über meinen Ehemann zu sprechen. Für wen hältst du die Familie Kane? Glaubst du wirklich, wir würden eine Ehe eingehen, o

  • Die wertlose Reue meines Verlobten   Kapitel 4

    Der Saal fiel in völlige Stille. Die Gäste sahen sich verwirrt an.Am Kopfende des Saals war Donna Isabellas Gesicht aschfahl.Mit geröteten Augen funkelte sie Lorenzo an und brüllte: „WAS ZUM TEUFEL REDEST DU DA, DU BASTARD?“„Heute ist die Hochzeit deines Onkels. Du darfst hier keine Szene machen. Schleppt ihn hinaus!“Lorenzo erstarrte, seine Augen voller Unglauben.„Die Hochzeit meines Onkels? Wie soll das möglich sein? Das sollten Selena und ich sein ...“Mehrere Leibwächter drückten ihm die Schultern hinunter. Er war für ein paar Sekunden wie betäubt.Gerade als er aus der Kirche gezerrt werden sollte, wehrte sich Lorenzo plötzlich. „Unmöglich! Selena ist meine Frau!“„Wir sind zusammen aufgewachsen. Wir sind seit Jahren verlobt. Wie kann sie meinen Onkel heiraten?“„Das muss ein Irrtum sein!“„Großmutter! Selena, sagt endlich etwas!“Ich sagte kühl: „Wie kann das ein Irrtum sein?“Der Assistent hielt respektvoll die Heiratsunterlagen von Enzo und mir hoch und zeigte sie allen An

  • Die wertlose Reue meines Verlobten   Kapitel 3

    An jenem Tag nahm meine Mutter mich mit, um Donna Isabella kennenzulernen. Es war auch das erste Mal, dass ich Enzo sah.Donna Isabella war sehr angetan von mir und machte mir zahlreiche kostbare Geschenke.Nachdem die Höflichkeiten vorüber waren, sagte sie zu Enzo: „Enzo, die Kamelien im Garten stehen in voller Blüte. Selena mag sie. Warum gehst du nicht mit ihr spazieren?“Ich stimmte leise zu und folgte Enzo nach draußen.Entgegen den Gerüchten war Enzo weder ein abscheuliches Ungeheuer noch ein gnadenloser Dämon.Er war gutaussehend, elegant und ein wahrer Gentleman.Tatsächlich war er so sanft und bescheiden, dass er überhaupt nicht wie ein Don erschien.Wir gingen am See entlang und sprachen über vieles.Seine sanfte Aufmerksamkeit beruhigte mein nervöses Herz nach und nach.Plötzlich spürte ich einen scharfen Blick auf mir.Ich drehte mich um und sah Lorenzo, der irgendwann aufgetaucht war.Als er sah, dass ich zu ihm zurückblickte, kam er langsam näher. „Was machst du mit Enzo?

Higit pang Kabanata
Galugarin at basahin ang magagandang nobela
Libreng basahin ang magagandang nobela sa GoodNovel app. I-download ang mga librong gusto mo at basahin kahit saan at anumang oras.
Libreng basahin ang mga aklat sa app
I-scan ang code para mabasa sa App
DMCA.com Protection Status