เข้าสู่ระบบ# Kapitel Zwei
Emma Carter hasste Morgenstunden.
Korrektur.
Emma Carter hasste Morgen, die mit dem Geräusch ihres Handys begannen, das heftig auf ihrem Nachttisch vibrierte.
Sie stöhnte und vergrub ihr Gesicht noch tiefer in das Kissen.
Die Vibration hat aufgehört.
Dann begann es von vorne.
Und wieder.
Mit einem Seufzer griff sie blind nach dem Gerät.
Der helle Bildschirm blendete sie fast.
Drei verpasste Anrufe.
Zwei E-Mails.
Eine einzige Textnachricht.
Ihr Herz sank.
Der Text stammte von ihrer Vermieterin.
Erinnerung: Frau Carter, Ihre nächste Zahlung fälligt in zehn Tagen. Bitte verpassen Sie diesen Termin nicht.
Emma stöhnte.
„Welche Zahlung?“, murmelte sie in ihr Kissen.
„Ich habe gerade so genug Geld, um Zahnpasta zu kaufen.“
Sie drehte sich auf den Rücken.
Das Sonnenlicht schien durch die Vorhänge.
Das war nicht richtig.
Sie wachte immer schon auf, bevor die Sonne richtig aufging.
Langsam drehte sie sich in Richtung ihrer Weckuhr.
Ihre Augen wurden groß.
8:37 Uhr morgens.
„Oh mein Gott!“
Sie sprang buchstäblich aus dem Bett.
Ihre Schicht bei Maple & Moon begann um neun Uhr.
Normalerweise mochte sie es, früh aufzumachen. So hatte sie Zeit, die Regale zu staubsaugen, Tee zu kochen und so zu tun, als hinge das Buchgeschäft nicht am seidenen Faden.
Heute hatte sie dreiundzwanzig Minuten Zeit.
Wunderbar.
Sie stürmte ins Badezimmer.
Fünfminütiges Duschen.
Dreiminütige Schminkroutine.
Zwei Minuten, die damit verbracht wurden, mit ihren Haaren zu kämpfen.
Schließlich gab sie nach und steckte die Haare zu einem unordentlichen Dutt zusammen.
Sie schaute sich im Spiegel an.
Cremefarbener Pullover.
Blue Jeans.
Weiße Sneaker.
Haselnußfarbene Augen.
Dunkle Ringe unter den Augen.
Emotional instabil.
Perfekt.
Sie griff nach ihrer Tasche.
Geldbörse.
Telefon.
Schlüssel.
Notizbuch.
Omas Glücks-Lesezeichen.
Alles ist berücksichtigt worden.
Außer Kaffee.
Emma blieb mitten in der Bewegung stehen.
Kaffee war keine optionale Zutat.
Kaffee war eine Notwendigkeit zum Überleben.
Sie eilte die Treppe hinunter und überquerte die Straße in Richtung ihres Lieblingscafés.
Als sie eintrat, ertönte die Glocke.
Der Duft des Espressos besserte ihre Stimmung sofort.
Fast.
„Guten Morgen, Emma“, rief der Barista.
„Wieder zu spät?“
Emma lehnte sich dramatisch gegen die Theke.
„Ich weigere mich, Fragen zu beantworten, solange ich kein Koffein zu mir genommen habe.“
Er lachte.
„Das Übliche?“
„Großer Vanille-Latte.“
„Zusätzlicher Schuss.“
„Eine zusätzliche Hoffnung.“
„Es kommt gleich.“
Emma hat bezahlt.
Sie verzog das Gesicht bei dem Anblick ihres stetig sinkenden Bankkontos.
Dann nahm er die warme Tasse entgegen, als würde er eine göttliche Gabe erhalten.
Draußen sammelten sich dunkle Wolken über Manhattan.
Regenwarnung.
Die Leute eilten die Bürgersteige entlang.
Unternehmer in maßgeschneiderten Anzügen.
Touristen, die Kameras mit sich führen.
Frauen, die Kaffeetassen balancieren, während sie in Headsets sprechen.
Die Stadt hat niemals aufgehört, sich zu bewegen.
Emma bewunderte das.
New York kümmerte es nicht, wenn man ein gebrochenes Herz hatte.
Oder kaputt.
Oder beides.
Es wurde einfach erwartet, dass man weitermacht.
Sie überprüfte ihr Handy.
Noch eine E-Mail.
Betreffzeile:
Endgültige Mitteilung bezüglich der Nutzungsmöglichkeiten.
Emma seufzte.
„Ich hasse das Erwachsenenleben.“
Vergesslich tippte sie eine Erinnerung, um die Elektrizitätsgesellschaft anzurufen.
Sie hat nicht aufgepasst.
Auch der Mann, der um die Ecke kam, war nicht zu sehen.
Die Kollision war unvermeidlich.
Der Aufprall warf sie nach hinten.
Kaffee flog durch die Luft.
Warme Flüssigkeit spritzte überallhin.
Emma schnappte nach Luft.
Ihre leere Tasse rollte über den Bürgersteig.
Stille.
Es begann zu regnen.
Weich.
Gleichmäßig.
Sie blickte auf.
Und vergaß, wie man atmet.
Der Mann, der vor ihr stand, war ohne Zweifel der attraktivste Mensch, den sie je gesehen hatte.
Groß.
Breite Schultern.
Dunkles Haar, das vom Wind leicht zerzaust wurde.
Scharfe Jochbeine.
Graue Augen.
Die Augen blicken auf den Kaffee, der seinen makellosen schwarzen Anzug befleckt.
Der Anzug sah teuer aus.
Sehr teuer.
Unglaublich teuer.
Emma hielt sich die Hand vor den Mund.
„Oh nein.“
Sie schaute noch einmal hin.
Auf jeden Fall teuer.
„Oh nein.“
Sie sah ihn an.
„Oh nein.“
Der Fremde hob langsam seinen Blick.
Emma schluckte.
„Ich kann das erklären.“
Er zog eine Augenbraue hoch.
„Kannst du das?“
Sie öffnete ihren Mund.
Habe es geschlossen.
Habe es wieder geöffnet.
„Nein.“
„Ehrlich?“
„Ich kann mir keine vernünftige Erklärung dafür vorstellen, warum man Fremde mit Koffein angreift.“
Sein Gesichtsausdruck blieb unlesbar.
„Sie haben einen Anzug im Wert von dreitausend Dollar beschädigt.“
Emma blinzelte.
Dreitausend Dollar.
Ihre monatliche Miete war eigentlich gar nicht so hoch.
Sie fühlte sich schwindlig.
„Ich besitze nichts, was drei Tausend Dollar wert wäre.“
Er verschränkte die Arme.
„So habe ich es zusammengetragen.“
Sie zuckte zusammen.
„Es tut mir leid.“
„Heute war ein schrecklicher Tag.“
„Ich habe verschlafen.“
„Mein Buchladen geht unter.“
„Mein Vermieter bedroht mich.“
„Und anscheinend habe ich jetzt für Gewalt entschieden.“
Für einen kurzen Moment –
Die Ecke seines Mundes zuckte.
Kein richtiger Lächeln.
Aber ganz nah.
Interessant.
Herr „Dreitausend-Dollar-Anzug“ könnte tatsächlich ein Mensch sein.
Emma wühlte hastig in ihrer Handtasche herum.
Sie holte ein Buch heraus.
Haltete es in seine Richtung.
„Friedensangebot.“
Er starrte nur.
„Ein Buch?“
„Bücher lösen alles.“
„Sie sind deutlich günstiger als die Reinigung per Trocknung.“
Er warf einen Blick auf das Cover.
Dann zurück zu ihr.
Zum ersten Mal –
Er lächelte.
Klein.
Subtil.
Gefährlich attraktiv.
Emmas Magen verhielt sich seltsam.
Sie gab der Koffeinmenge die Schuld.
Oder das Fehlen desselben.
Auf keinen Fall sein Lächeln.
Auf keinen Fall.
Sie hatte schon genug Probleme – da brauchte sie nicht auch noch eine Schwärmerei für einen gutaussehenden Fremden zu entwickeln, der zudem noch Designerkleidung trug.
„Nun“, sagte sie nervös.
„Waffenstillstand?“
Der Fremde blickte auf den Roman hinab, der immer noch in seine Richtung ausgestreckt war.
„Du meinst das ernst.“
Emma zuckte mit den Schultern.
„Ich habe Kaffee auf Ihren unglaublich teuren Anzug verschüttet.“
„Das Mindeste, was ich tun kann, ist, eine emotionale Entschädigung anzubieten.“
„Emotionale Entschädigung?“
Sie nickte ernst.
„Bücher heilen Traumata.“
„Sie bieten eine Art Abschluss/Ende der Situation.“
„Sie bringen die Leute zum Weinen.“
„Manchmal alle drei.“
Er beobachtete sie.
Nicht nur das Buch.
Sie.
Der unordentliche Dutt.
Die geröteten Wangen.
Der überdimensionale Cremefarbene Pullover.
Die nervöse Angewohnheit, sich auf die Unterlippe zu beißen.
Sie war völlig anders als alle Menschen, denen er normalerweise begegnete.
Die meisten Menschen erkannten ihn sofort.
Sie richteten ihre Haltung auf.
Wurde übermäßig höflich.
Ich habe versucht, einen guten Eindruck auf ihn zu machen.
Man bat um Gefälligkeiten.
Verbindungen.
Geld.
Achtung.
Diese Frau wirkte einfach entsetzt über seinen Anzug.
Und seltsamerweise war sie fest entschlossen, ihm Literatur zu geben.
Es war…
Erfrischend.
Emma räusperte sich.
„Und?“
Er nahm das Buch.
„Ich denke, ich sollte zustimmen.“
Sie lächelte.
„Sie werden es nicht bereuen.“
„Kühne Aussage.“
„Es bekommt hervorragende Bewertungen.“
„Du hast es gelesen?“
„Dreimal.“
„Zweimal – weil es mir einfach gefallen hat.“
Sie hielt inne.
Einmal, weil ich versucht habe, die Rechnungen zu vermeiden.
Ein leises Kichern entwich ihm.
Emma blinzelte.
Ach.
Seine Stimme klang unglaublich attraktiv, wenn er lachte.
Tief.
Glatte Oberfläche.
Warm.
Gefährlich.
Sie gab sich innerlich eine Ohrfeige.
Nein.
Auf keinen Fall.
Sie hatte bereits genug Probleme.
Sie fügte „sich in attraktive Fremde zu verlieben“ nicht zur Liste hinzu.
Der Regen wurde um sie herum immer stärker.
Die Leute eilten vorbei, dabei hielten sie ihre Regenschirme in der Hand.
Ein schwarzer Luxus-Sedan näherte sich langsam dem Bürgersteig.
Emma bemerkte, dass der Fahrer sie beobachtete.
Ich warte auf jeden Fall auf ihn.
Interessant.
Sehr reich.
Sehr gutaussehend.
Völlig außerhalb ihrer Möglichkeiten.
„Übrigens“, sagte sie.
„Ich bin Emma.“
„Emma Carter.“
Er nickte.
„Adrian.“
„Nur Adrian?“
Er zögerte.
„Nur Adrian.“
Emma kniff die Augen zusammen.
„Geheimnisvoll.“
„Ich versuche es.“
„Bist du heimlich ein Spion?“
„Nein.“
„Ein Schauspieler?“
„Nein.“
„Technologie-Milliardär?“
„Nein.“
„Serienmörder?“
Seine Augenbraue hob sich.
„Warten Serienmörder normalerweise auf Fahrer?“
Emma betrachtete den Sedan.
„Guter Punkt.“
Sie grinste.
„Weißt du, du bist überraschend ruhig.“
„Ich habe mit Schreien gerechnet.“
„Du hast meinen Anzug ruiniert.“
Sie stöhnte.
„Bitte erinnern Sie mich nicht daran.“
„Aber du hast dich doch entschuldigt.“
„Und er bot mir ein Buch an.“
„Nicht viele Leute tun das.“
Emma verschränkte die Arme.
„Das liegt daran, dass die meisten Menschen keine Buchhändler sind – und daher auch keine finanziellen Krisen vor dem Frühstück erleben.“
Er wirkte interessiert.
„Sie besitzen ein Buchgeschäft?“
„Maple & Moon.“
„Der kleine, unabhängige Buchladen – drei Blocks entfernt.“
„Meine Großmutter hat damit angefangen.“
„Ich versuche, es am Leben zu halten.“
Ich versuche es.
Ein so kleines Wort.
Für eine so enorme Last.
Adrian bemerkte die leichte Traurigkeit in ihrem Gesichtsausdruck.
Etwas zog sich in seiner Brust zusammen.
Er verstand, was Verantwortung bedeutet.
Erwartungen.
Druck.
Einsamkeit.
Aber im Gegensatz zu ihm –
Sie lächelte immer noch.
Selbst dann, wenn offensichtliche Sorgen bestehen.
Interessant.
Sehr interessant.
Der Regen tropfte von seinen Haaren herab.
Emma zeigte darauf.
„Du wirst ganz nass.“
„Du auch.“
Sie blickte nach unten.
Kaffeeflecken.
Nasse Sneaker.
Krauses Haar.
Fantastisch.
Wahrscheinlich sah sie aus wie eine ausgesetzte Katze.
„Ich habe schon besser ausgesehen.“
Er war nicht einverstanden.
Eigentlich–
Er fand, dass sie wunderschön aussah.
Natürlich.
Ungefiltert.
Wirklich.
Eine seltsame Erkenntnis.
Er bemerkte Frauen nur selten.
Selten hatte ich dazu Lust.
Beziehungen sind eine komplizierte Sache.
Und das Geschäft hatte bereits sein ganzes Leben in Anspruch genommen.
Und doch stand er hier.
Ein Liebesroman in der Hand.
Mit einer Frau zu sprechen, die ihm Kaffee übergegossen hat.
Lächelnd.
Lächelnd.
Marcus würde niemals zulassen, dass er das jemals vergisst.
Emma warf einen Blick auf ihre Uhr.
„Oh nein.“
„Neun fünfzehn.“
„Ich bin zu spät.“
Wieder.
Wunderbar.
Sie trat einen Schritt zurück.
„Ich sollte jetzt gehen.“
„Bevor mein Buchladen mich offiziell entlässt.“
„Sie arbeiten für sich selbst.“
„Genau.“
„Ich bin ein schrecklicher Chef.“
Adrian lächelte.
Der Ausdruck veränderte sein ganzes Gesicht.
Nicht so einschüchternd.
Menschlicher.
Noch umwerfender in seiner Anziehungskraft.
Emmas Magen krampfte sich zusammen.
Gefährlich.
Sehr gefährlich.
Sie zeigte auf das Buch.
„Du solltest es besser lesen.“
„Ich werde es wissen, wenn Sie es nicht tun.“
„Wie?“
„Die Intuition des Buchladenbesitzers.“
„Beängstigend.“
„Mir wurde das gesagt.“
Der Fahrer stieg aus dem Sedan aus.
„Herr Knight?“
Emma erstarrte.
Ritter.
Ritter.
Warum klingt das so vertraut?
Adrian warf dem Fahrer einen warnenden Blick zu.
Zu spät.
Emma runzelte die Stirn.
„Ritter?“
Er seufzte leise.
„Ja.“
„Adrian Knight.“
Stille.
Emmas Augen wurden groß.
Adrian Knight.
CEO.
Milliardär.
Knight Corporation.
Magazinumschläge.
Wirtschaftsartikel.
Fernsehinterviews.
Einer der begehrtesten Junggesellen in New York.
Der Mann, den anscheinend jede Gesellschaftsdame haben wollte.
Und sie—
Ich habe ihm Kaffee ins Gesicht geschüttet.
Wunderbar.
Sie lachte nervös.
„Ich habe einen Milliardär angegriffen.“
„Sie haben einen Anwalt angegriffen.“
„Das gehörte einem Milliardär.“
„Details.“
Emma bedeckte ihr Gesicht.
„Ich werde mich nie wieder erholen.“
Adrian ging auf das Auto zu.
Dann eine Pause.
Er blickte zurück.
„Auf Wiedersehen, Emma.“
Sie lächelte.
„Auf Wiedersehen, Adrian.“
Er stieg in den Sedan ein.
Das Auto verschwand im Verkehr.
Emma stand dort.
Das Herz schlägt seltsam schnell.
Regen fällt um sie herum.
Buchhandlung – bitte warten.
Rechnungen warten noch auf Begleichung.
Die Realität wartet.
Sie schüttelte den Kopf.
Sie würde ihn nie wiedersehen.
Menschen wie Adrian Knight gehörten in Penthouse-Wohnungen.
Konferenzräume.
Privatjets.
Menschen wie Emma gehörten in Buchhandlungen.
Versuchen zu überleben.
Ihre Welten waren für fünf Minuten aufeinandergestoßen.
Das war’s dann.
Sie drehte sich um und eilte in Richtung Maple & Moon.
Völlig unbewusst davon, dass jemand auf der anderen Seite der Straße eine Kamera herunternahm.
Lächelte.
Und die Fotos wurden online hochgeladen.
Bis morgen früh—
Im Internet würde man glauben, dass Emma Carter Adrians Knight’s geheime Freundin ist.
Und das Leben beider Menschen sollte von nun an für immer verändert werden.
Emma ging nicht direkt nach Hause.Sie sagte sich, dass sie Raum brauchte – frische Luft. Sie musste Abstand zu Adrians Stimme gewinnen, die weiterhin in ihrem Kopf widerhallte, wie ein leiser, unvergesslicher Klang.Aber die Wahrheit war viel einfacher.Sie wollte nicht, dass dieser Tag schon zu Ende ging.Denn das Ende des Tages bedeutete, zu viel darüber nachdenken zu müssen, was zwischen ihnen geschehen war.Und sie war nicht bereit für diese Art von Ehrlichkeit.Die Stadt sah nachts anders aus.Warschau lebt von Lichtern und Bewegung – eine Atmosphäre, die Konferenzräume und Glasgebäude nur unvollständig nachahmen können.Emma stand einen Moment länger als nötig vor dem Gebäude. Sie richtete ihren Mantel und beobachtete die Menschen, die vorbeigingen – als wäre sie wieder unsichtbar.Das hätte doch normal sein sollen.Stattdessen fühlte es sich seltsam an.Als wäre sie heute bereits viel zu oft gesehen worden.Ihr Handy vibrierte.Adrian.Sie zögerte, bevor sie antwortete.„Ja?“
Emma erstarrte, als sich die Türen des Aufzugs öffneten.Jede Kamera im Foyer war auf sie gerichtet.Blitz.Blitz.Blitz.Das helle Licht trübte ihr Sehvermögen, während die Reporter sich gegenseitig mit Fragen überhäuften.„Emma! Hast du wirklich eine Beziehung mit Adrian Knight?“„Wie lange seid ihr schon zusammen?“„Hat er den Buchladen für dich gekauft?“„Was denken Sie über die Gerüchte, dass Sie verlobt sind?“Instinktiv trat sie einen Schritt zurück.„Ich… ich weiß nicht.“Bevor die Panik vollständig überhandnehmen konnte, umschloss eine vertraute Hand sanft ihre Hand.Warm.Fest.Gleichmäßig.Adrian.Er trat wortlos an ihre Seite. Sein maßgeschneideter Anzug in Grauton ließ ihn wie den Milliardär aussehen, den die Welt bewunderte – und auch fürchtete. Sein Gesichtsausdruck blieb unlesbar, doch Emma bemerkte, dass sich sein Kiefer leicht anspannte.Er hasste das.Nicht die Kameras.Was sie ihr angetan haben.Sein Daumen strich sanft über die Rückseite ihrer Hand.„Bleib in mein
Ein unmöglicher VorschlagEmma Carter begann zu vermuten, dass Adrian Knight es genoss, ihr Leben zu stören.Sie starrte ihn von hinter der Theke von Maple & Moon aus an.Um sie herum war im Buchladen reges Treiben.Die Kunden gingen zwischen den Regalen umher.Zwei Teenagermädchen flüsterten miteinander, während sie heimlich Adrian ansahen.Mrs. Henderson saß in ihrem Sessel und schien sich köstlich zu amüsieren.Und Adrian—Adrian wirkte auf eine nervige Weise ruhig.Als wäre es zu seiner morgendlichen Routine dazu gehörig, völlig Fremden falsche Beziehungen vorzuspielen.Emma verschränkte die Arme.„Nein.“Adrian blinzelte.„Nein?“„Nein.“„Auf keinen Fall.“„Das wird nicht passieren.“„Nie.“Mrs. Henderson hob ihre Teetasse an.„Ich glaube, sie meint es nicht so.“Emma starrte wütend drein.„Du solltest doch auf meiner Seite stehen.“Frau Henderson lächelte.„Ja, das bin ich.“„Ich stehe auf der Seite der Romantik.“Emma stöhnte.Adrian lachte leise.Sie hasste diesen Klang.Haupt
Emma Carter wachte durch das Vibrieren ihres Telefons auf.Einmal.Zweimal.Und das kontinuierlich.Sie stöhnte und vergrub ihr Gesicht im Kissen.Nein.Es war noch zu früh für Verantwortung.Es ist noch zu früh für Rechnungen.Es ist noch zu früh, daran zu erinnern, dass das Maple & Moon Bookstore nur wegen eines nicht gezahlten Betrags nicht zu einem angesagten Juice-Bar geworden ist.Das Telefon summte erneut.Und wieder.Mit einem genervten Seufzer drehte sie sich um und griff danach.Dreißig-seven Benachrichtigungen.Emma saß aufrecht da.„Was zum Teufel?“Zehn Textnachrichten.Fünf verpasste Anrufe.Zwanzig-two Benachrichtigungen aus den sozialen Medien.Sie runzelte die Stirn.Ihre Social-Media-Posts waren langweilig.Es bestand hauptsächlich aus Büchern, Kaffee, gemütlichen Leseecken – sowie gelegentlichen Beschwerden über das Erwachsenenleben.Wer zeigte plötzlich Interesse?Die erste Nachricht stammte von ihrer wichtigsten Kundin.Frau Henderson.Rufen Sie mich umgehend an.
# Kapitel ZweiEmma Carter hasste Morgenstunden.Korrektur.Emma Carter hasste Morgen, die mit dem Geräusch ihres Handys begannen, das heftig auf ihrem Nachttisch vibrierte.Sie stöhnte und vergrub ihr Gesicht noch tiefer in das Kissen.Die Vibration hat aufgehört.Dann begann es von vorne.Und wieder.Mit einem Seufzer griff sie blind nach dem Gerät.Der helle Bildschirm blendete sie fast.Drei verpasste Anrufe.Zwei E-Mails.Eine einzige Textnachricht.Ihr Herz sank.Der Text stammte von ihrer Vermieterin.Erinnerung: Frau Carter, Ihre nächste Zahlung fälligt in zehn Tagen. Bitte verpassen Sie diesen Termin nicht.Emma stöhnte.„Welche Zahlung?“, murmelte sie in ihr Kissen.„Ich habe gerade so genug Geld, um Zahnpasta zu kaufen.“Sie drehte sich auf den Rücken.Das Sonnenlicht schien durch die Vorhänge.Das war nicht richtig.Sie wachte immer schon auf, bevor die Sonne richtig aufging.Langsam drehte sie sich in Richtung ihrer Weckuhr.Ihre Augen wurden groß.8:37 Uhr morgens.„Oh m
Das Buchgeschäft hatte noch zweiunddreißig Dollar und siebzehn Cent auf dem Konto.Emma Carter starrte auf die Banking-App, die auf ihrem Handybildschirm leuchtete, und wartete darauf, dass sich die Zahlen wie durch Zauberhand änderten.Sie taten es nicht.Zweiunddreißig Dollar.Siebzehn Cent.Sie aktualisierte die Seite.Einmal.Zweimal.Dreimal.Immer noch zweiunddreißig Dollar und siebzehn Cent.Sie stieß einen langen Seufzer aus und ließ den Kopf auf den hölzernen Tresen des Maple & Moon Bookstore sinken.„Fantastisch“, murmelte sie.„Absolut fantastisch.“Mit dreiundzwanzig Jahren war sie offiziell die Besitzerin einer der ältesten unabhängigen Buchhandlungen in Manhattan.Sie war außerdem die Besitzerin von überfälligen Mietzahlungen, unbezahlten Rechnungen der Versorgungsunternehmen, vier wütenden Verlagen und genug Angst, um für eine medizinische Studie in Frage zu kommen.Das Leben war wunderschön.Wirklich.Sie griff unter die Kasse und zog den neuesten Brief ihres Vermieter







