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Kapitel 3: Resteffekt

Autor: Brownieee
last update Fecha de publicación: 2026-08-24 00:00:40

Thomas – Begrenzte dritte Person

Die Berichte auf dem Bildschirm verschwammen vor Thomas’ Augen. Zum dritten Mal starrte er auf dieselbe Zahlenreihe und konnte ihr noch immer keinen Sinn abgewinnen.

Bestandslisten des Rudels. Revierprotokolle. Versorgungsanfragen.

Nichts davon blieb hängen.

Jedes Mal, wenn er versuchte, sich zu konzentrieren, zog sein Kopf ihn zurück in den Untersuchungsraum. Zu Elias auf der Liege. Elias, der sich ihm entgegengedrückt hatte. Das scharfe Klatschen seiner Hand auf dessen Arsch. Die Art, wie Elias „Härter“ gesagt hatte, als wäre es Befehl und Bitte zugleich.

*Ich schlafe nicht mit Männern.*

Mit jedem Mal, das Thomas diesen Satz in Gedanken wiederholte, klang er weniger überzeugend.

Er rückte unruhig auf seinem Stuhl hin und her. Sein Schwanz lag bereits halb hart an seinem Oberschenkel.

Nur von der Erinnerung.

Thomas presste den Handballen dagegen, fest, als könnte er seinen eigenen Körper damit zur Vernunft bringen.

Es funktionierte nicht.

Fünf Jahre Ehe. Fünf Jahre weiche Laken, vorsichtige Berührungen und eine Frau, die nach Lavendel und Sicherheit gerochen hatte. Er war beim Sex mit ihr gekommen. Er hatte sie gehalten. Er hatte all die Dinge gesagt, die man eben sagte.

Aber es hatte sich nie so angefühlt.

Nie wie dieses scharfe, hungrige, beinahe wütende Verlangen, das jetzt unter seiner Haut saß und sich einfach nicht beruhigen wollte.

Elias hatte ihn in den Mund genommen und sich auf das Frenulum unter seiner Eichel konzentriert, als hätte er von Anfang an gewusst, dass genau diese Stelle Thomas beinahe den Verstand raubte.

Er hatte Thomas dabei zugesehen, wie er sich selbst wichste, und anschließend genau denselben Rhythmus mit Mund und Zunge nachgeahmt, bis Thomas’ Hüften sich von allein bewegt hatten.

Elias hatte ihm gesagt, er solle ihn schlagen. Und mit jedem gebrochenen Laut, der ihm dabei über die Lippen gekommen war, hatte er nach mehr verlangt.

Thomas schloss die Augen.

Er konnte die Hitze von Elias’ Arsch noch immer unter seiner Handfläche spüren. Wie dessen Körper nach jedem Schlag gezuckt hatte. Wie Elias sich ihm immer wieder entgegengedrückt hatte, weil er mehr wollte.

Und wie eng er sich beim Kommen um Thomas’ Schwanz zusammengezogen hatte, als wollte sein Körper ihn gar nicht mehr loslassen.

*Fuck.*

Thomas sprang so abrupt auf, dass der Stuhl über den Boden schrammte.

Er schloss die Bürotür ab, zog die Jalousien herunter und ging direkt zum untersten Fach des Aktenschranks. Zu der Schublade, die er nie in Gegenwart anderer öffnete.

Darin lag ein kleines schwarzes Etui.

Er stellte es auf den Schreibtisch und öffnete es.

Ein dicker Silikondildo, nicht ganz so groß wie sein eigener Schwanz, aber beinahe. Eine Flasche Gleitgel. Ein schlichter Vibrationsring, den er vor Jahren gekauft und seit seiner Scheidung nie benutzt hatte.

Seine Hände blieben ruhig, als er die Sachen herausnahm.

Sein Atem nicht.

Er schob Jeans und Unterwäsche bis zur Mitte seiner Oberschenkel hinunter, setzte sich wieder auf den Stuhl und schloss die Faust um seinen Schwanz.

Inzwischen war er vollkommen hart. Die Eichel glänzte bereits feucht.

Er ließ die Faust einmal langsam daran entlanggleiten, genau so, wie Elias es am Vortag bei ihm beobachtet hatte. Fester kurz unter der Eichel, der Daumen bei jeder Bewegung über die Spitze.

*Er hat sich das gemerkt.*

Thomas sah Elias wieder vor sich.

*Er hat mir zugesehen und seinen Mund danach genau so benutzt.*

Er verteilte mehr Gleitgel auf seinen Fingern, griff zwischen seine Beine und drückte zwei Finger gegen seinen Eingang.

Der Muskel spannte sich sofort an.

Thomas drückte trotzdem weiter, langsam, bis beide Finger in ihm verschwunden waren.

Die Dehnung brannte.

Er hieß den Schmerz willkommen.

Langsam spreizte er die Finger und dehnte sich weiter, während seine andere Hand seinen Schwanz weiterhin in demselben festen Rhythmus bearbeitete.

Die Bilder ließen ihn nicht los.

Elias’ Stimme, rau und schmutzig:

„Schlag mich härter. Fick mich, als wärst du wütend darüber.“

Das Klatschen von Haut auf Haut.

Das Zittern an Elias’ innerem Oberschenkel unter seiner Hand.

Thomas schob einen dritten Finger hinein und stöhnte zwischen zusammengebissenen Zähnen auf. Seine Hüften hoben sich vom Stuhl.

Er bewegte sich gegen seine Finger, während seine Faust weiter über seinen Schwanz glitt, und jagte dem Gefühl nach, wieder in dieser engen Hitze zu stecken.

Es reichte nicht.

Thomas zog die Finger heraus, nahm den Dildo und setzte ihn an.

Die dicke Spitze drückte gegen ihn.

Er spannte sich kurz an, dann drückte er sich dagegen und schob.

Die Dehnung presste ihm ein raues Geräusch aus der Kehle.

Zentimeter für Zentimeter nahm er das Spielzeug in sich auf, bis die Basis dicht an seinem Körper lag und seine Oberschenkel zitterten.

*Elias hat mich ganz in sich aufgenommen.*

Der Gedanke traf ihn sofort.

*Ganz. Am ersten Tag gegen die Wand. Am zweiten über diese Liege gebeugt. Jeden Zentimeter. Und danach hat er noch nach mehr verlangt.*

Thomas begann sich zu bewegen. Er hob die Hüften und ließ sich wieder auf das Spielzeug sinken, während seine Faust weiter seinen Schwanz bearbeitete.

Die doppelte Stimulation ließ seine Sicht verschwimmen.

Wieder dachte er an Elias’ Mund. An seine Zunge auf dem Frenulum, genau dort, wo Thomas am empfindlichsten war. Daran, wie Elias diese Stelle geleckt und gesaugt hatte, bis Thomas seine Hüften nicht mehr unter Kontrolle gehabt hatte.

Jetzt rieb Thomas selbst mit dem Daumen darüber. Drückte. Kreiste. Kopierte genau das, was dieser verdammte Mund mit ihm gemacht hatte.

„Fuck …“

Das Wort kam rau über seine Lippen.

Er schaltete den Vibrationsring ein und schob ihn bis zur Basis seines Schwanzes. Das Summen traf ihn sofort.

Thomas ließ den Kopf gegen die Rückenlehne sinken.

Er bewegte sich weiter auf dem Dildo, jetzt schneller und härter. Feuchte Geräusche durchbrachen die Stille des Büros.

Jedes Mal, wenn er sich wieder darauf sinken ließ, stellte er sich Elias unter sich vor.

Wie er sich ihm entgegendrückte. Ihm schmutzige Worte entgegenwarf. Ihm sagte, er solle tiefer gehen.

*So etwas habe ich noch nie mit jemandem gespürt.*

Der Gedanke traf ihn mit voller Wucht.

Nicht mit seiner Frau.

Nicht bei diesem vorsichtigen, sanften Sex, der sich immer angefühlt hatte wie etwas, das er eigentlich wollen sollte.

Das hier war anders.

Das hier war Hunger.

Wut. Verlangen.

Und diese erschreckende Erleichterung, endlich von jemandem gesehen zu werden.

Thomas wichste schneller. Sein Daumen rieb über die Eichel, genau so, wie Elias es getan hatte. Der Dildo dehnte ihn jedes Mal, wenn er sich darauf sinken ließ.

Schweiß sammelte sich an seinen Schläfen. Seine Eier zogen sich zusammen.

„Elias …“

Er hatte den Namen nicht laut aussprechen wollen.

Trotzdem kam er über seine Lippen, tief und heiser.

Der Orgasmus traf ihn hart.

Sein Schwanz pulsierte in seiner Faust, dicke Stränge Sperma landeten auf seinem Bauch und am Rand des Schreibtischs. Sein Körper zog sich eng um das Spielzeug zusammen, während die Nachwirkungen durch ihn liefen. Seine Hüften zuckten, jeder Atemzug kam stoßweise aus seiner Brust.

Eine lange Minute blieb Thomas einfach sitzen.

Der Dildo steckte noch immer tief in ihm. Das Sperma kühlte langsam auf seiner Haut ab, während sein Herz gegen seine Rippen hämmerte.

*Ich schlafe nicht mit Männern.*

Jetzt klang der Satz beinahe lächerlich.

Thomas zog den Dildo langsam heraus und verzog kurz das Gesicht bei der plötzlichen Leere.

Dann säuberte er sich mit routinierten, mechanischen Bewegungen. Er zog seine Jeans wieder hoch und legte alles zurück in das schwarze Etui. Wenige Sekunden später lag es wieder in der untersten Schublade, als hätte Thomas sie nie geöffnet.

Die Berichte warteten noch immer auf dem Bildschirm.

Er setzte sich wieder davor, starrte auf die Zahlen und sah trotzdem nichts.

Sein Handy vibrierte auf dem Schreibtisch.

Eine neue Nachricht.

Von Elias.

*Tag 3 beginnt morgen. Ich bin jetzt schon hart, wenn ich daran denke, was du mit mir machen wirst. Komm nicht zu spät.*

Thomas’ Schwanz zuckte gegen seinen Oberschenkel, als wäre er nicht erst vor fünf Minuten gekommen.

Er sperrte das Handy, legte beide Hände flach auf den Schreibtisch und versuchte sich daran zu erinnern, wie ein Mann atmete, der noch wusste, wer er war.

Draußen vor seinem Büro blieben leise Schritte stehen.

Dann erklang Sarahs Stimme durch die Tür, sanft und hoffnungsvoll.

„Thomas?“

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