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Kapitel 140— Die Besuche 2

Author: Déesse
last update publish date: 2026-06-18 06:41:58

Die Tränen laufen über meine Wangen. Ich trete zu ihm, lege meine Hände auf sein Gesicht, wische seine Tränen weg – denn er weint auch, Kirill, zum ersten Mal, seit ich ihn kenne, weint er.

— Du bist mein Freund, Kirill. Mein bester Freund. Mein Bruder. Ich will dich nicht verlieren.

— Du wirst mich nicht verlieren. Er nimmt meine Hände in seine, drückt sie fest. Ich werde zurückkommen. Um Anna zu sehen, um nach dir zu sehen, um sicherzugehen, dass alles gut geht. Aber ich muss Abstand gewinnen
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    SofiaLeonardos Hand an meinem Arm ist ein Schraubstock. Ich bin zerbrochen, leer. Meine nackten, schlammigen Füße schleifen über die polierten Parkettböden und hinterlassen eine Spur des Scheiterns. Die Wut, die von ihm ausgeht, ist beinahe greifbar, ein brennendes Kraftfeld, das die Flammen der Kerzen flackern lässt.Er schleift mich nicht ins Untergeschoss, sondern in den großen Salon. Er wirft mich unsanft auf ein Samtsofa. Ich lande zusammengekrümmt darauf, der Blick leer, auf die verschlungenen Muster des Teppichs gerichtet.Leonardo stellt sich vor den erloschenen Kamin, sein Schweigen ist erschreckender als ein Schrei. Als er sich umdreht, ist sein Gesicht eine Maske furchtbarer Ruhe.— Nadia.Wenige Augenblicke später erscheint Nadia, bleich und zitternd. Ihre Augen wandern von mir zu der starren Gestalt ihres Mannes. Sie versteht.— Leonardo, ich …— Schweig. Sieh sie dir an. Sieh dir die Frucht deine

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