تسجيل الدخولAnna Der Tag bricht kaum an, als ich seinen Blick auf mir spüre. Nackt in seinen Laken liegend, fühle ich mich verletzlich, ausgesetzt. Louis schläft nicht. Er starrt mich an, der Blick dunkel, nachdenklich. „Wach auf", murmelt er und streichelt meine Hüfte mit besitzergreifender Geste. „Ich nehme dich mit." Ich öffne die Augen wieder, die Kehle zugeschnürt. Mein Körper schmerzt, Erinnerung an seine Brutalität vom Vorabend. Aber ich wage nichts zu sagen. Ich begnüge mich mit einem Nicken. Louis steht auf, kleidet sich an, ohne den Blick von mir abzuwenden. Immer dieser Blick, der mich festnagelt, der mich jede Sekunde daran erinnert, wem ich gehöre. „Mach dich fertig. Clara wird dir helfen. Du wirst schön sein. Ich will, dass alle dich sehen. Dass alle es wissen." Ich runzele die Stirn, überrascht. „Wohin… Wohin bringst du mich?" Er lächelt, ein kaltes Lächeln.
Anna Die Tage dehnen sich in dieser Villa mit den zu weißen Wänden, den erstickenden Vergoldungen. Ich verliere mich darin, gefangen in einem Luxus, der mich von allem entfernt, was ich war. Und doch, langsam, schleicht sich eine Präsenz in diese Leere. Clara. Sie ist anders als Hélène. Weniger kalt, weniger distanziert. Aber niemals überschreitet sie die unsichtbare Grenze, die Louis gezogen hat. Immer spricht sie mit dieser Zurückhaltung zu mir, die mir einen Stich ins Herz versetzt. Immer nennt sie mich Madame. „Madame… es ist schönes Wetter heute. Vielleicht könnten Sie etwas Luft schnappen, im Garten. Ich könnte Sie begleiten… wenn Sie möchten." Ihre Stimme zittert leicht. Ich hebe die Augen, überrascht, dass sie es überhaupt wagt, mir das vorzuschlagen. „Louis will nicht…" Clara senkt sofort den Kopf. „Verzeihung, Madame… Ich hätte nicht… Es ist nur… der Garten ist we
Anna Ich verstehe nicht, was geschieht. Er ist da, vor mir, aufrecht in diesem stickigen Zimmer, wo ich zu viel geweint, zu viel gestöhnt, zu viel gelitten habe. Und seine Worte fallen, schneidend, ohne Widerrede. „Du verlässt diesen Ort. Heute." Ich sehe ihn an, verblüfft, die Kehle zugeschnürt. „Wa… was?" Louis tritt vor, sein brennender Blick in meinem verankert. Er lässt keinen Raum für Diskussion. „Du bleibst nicht länger hier, Anna. Ich habe dich zu lange in diesem verdammten Bordell gelassen. Es ist vorbei. Du kommst mit mir." Ich stehe langsam auf, fiebrig, versuchend zu verstehen, was er wieder ausheckt. „Wo… Wo willst du mich hinbringen?" Er deutet ein kaltes Lächeln an. „Ich habe eine Villa gekauft. Groß genug, abseits von Paris. Niemand wird dich dort suchen kommen. Niemand wird das Recht haben, ohne meine Erlaubnis einen Fuß h
Louis Ich wende für einen Moment den Blick ab, nur eine Sekunde, und suche in der Menge ein Gesicht, das nicht da ist. Anna. Gegangen. Versteckt. Und ich… verurteilt. Meine Stimme ist kalt, unerbittlich. „Ja." Camille lächelt. Ein siegreiches Lächeln. Sie glaubt, sie hat mich bekommen. Sie weiß nicht, dass sie niemals mehr sein wird als ein Name auf einem Papier. Eine Marionette. Man reicht mir den Ring. Ich schiebe ihn an ihren Finger, ohne zu zittern. Sie erschaudert und fühlt sich endlich an ihrem Platz, dort, wohin ihr Ehrgeiz sie geführt hat. Aber tief in mir erlischt alles. Und in dieser inneren Stille bleibt ein einziges Bild: das von Anna, nackt in meinen Laken, der flehende Blick, die Tränen in den Wimpern. Ich heirate heute. Aber ich gehöre nur ihr. Für immer. --- Anna Der Himmel von Paris ist grau, schwer, bedrohl
Anna Ich ersticke noch unter dem Gewicht seiner Worte. Das Herz in Scherben, die Augen ertrunken in Tränen, die ich nicht fließen lassen will. Die Nacht umgibt mich wie ein Leichentuch, aber Louis lässt mich nicht los. Er hält mich gefangen in seinen Armen, sein warmer Atem an meiner Schläfe. „Du musst mir vertrauen", murmelt er mit ernster Stimme. Ich schüttle den Kopf, unfähig zu sprechen. Wie könnte ich? Wie glauben, dass er mich vor dieser Frau bewahren kann, vor dieser Hochzeit, vor diesem Krieg, den er selbst entfesselt? Und doch… seine Umarmung wird nicht schwächer, als könnte er mich festhalten, mich einschließen in das, was er für einen Schutz hält. „Ich habe einen Monat versprochen, Anna… Einen Monat. Keinen Tag mehr. Danach… wird sich alles ändern." Seine Lippen finden meine Wange, meinen Kiefer, dann meinen Mund, den er mit besitzergreifender Brutalität verschlingt. Ich verliere mich darin gegen meinen Willen. Das ist alles, was er mir noch zu bieten hat – diese zärt
Anna Schweigen herrscht seit seinem Geständnis. Und doch scheint die Luft um uns herum zu vibrieren, bereit, jeden Moment zu explodieren. Louis hat sich stundenlang in seinem Büro eingeschlossen, um Geschäfte zu regeln, die mir fremd sind. Ich bleibe hier, reglos, der Geist gefoltert von diesem Bild: unsere Gesichter, Seite an Seite, allen Blicken ausgesetzt. Ich weiß, was das bedeutet. Diese Welt verzeiht die Kühnheit eines Mädchens wie mir nicht, an der Seite eines Mannes wie ihm zu stehen. Die Tür öffnet sich endlich. Er ist da. Müde, mit gezeichneten Zügen, aber sein Blick sucht mich sofort. Ich stehe auf, zögernd. „Louis… dein Vater?" Er presst die Kiefer zusammen. Ein Wutblitz durchzieht seinen Blick. „Er will mich heute Abend sehen. Er spricht von Schande… von Konsequenzen." Ich schlucke mühsam. „Wirst du hingehen?" Er nickt. „Ich habe keine Wahl." Ich senke die Augen, beiße mir auf die Lippe, bis es blutet. Dann wage ich es, mit zitternder Stimme: „Und
SashaMeine Hüften rollen in langsamen, hypnotischen Kreisen. Ich hebe die Arme über meinen Kopf, lasse das Kleid noch tiefer über meine Schultern gleiten, enthülle die Kurve meiner Wirbelsäule, das Grübchen genau über meinem Hintern. Meine Finger krallen sich in mein Haar, ziehen gerade so, dass m
SashaDer Schweiß klebt auf meiner Haut, zeichnet salzige Spuren zwischen meine Schulterblätter, während ich mich in den Schatten des Clubs verziehe. Die Bässe vibrieren unter meinen nackten Füßen, steigen wie eine elektrische Liebkosung meine Beine hinauf. Ich habe nichts weiter an als dieses zerr
SashaIch habe nicht einmal Zeit, meinen Satz zu beenden, da springt Volkov auf, sein Whiskyglas knallt auf dem Couchtisch wie ein Schuss in der bedrückenden Stille des Raumes. Seine Augen werden zu zwei glühenden Kohlen, brennend vor Zorn und zugleich Verlangen, sein Kiefer so angespannt, dass ich
SashaIch mache einen Schritt auf ihn zu. Dann noch einen. Meine Hüften wiegen sich bei jeder Bewegung, meine Brüste springen leicht, meine Nippel streifen durch die Luft, als suchten sie seine Berührung. Als ich nur noch einen Meter von ihm entfernt bin, bleibe ich stehen. Nah genug, dass er die W







