LOGINJanna: ,,Du wirst mich niemals bekommen! Lieber sterbe ich" ,,Oh Baby, du hast keine Ahnung. Ich werde dich niemals sterben lassen. Das schwöre ich dir" Er lachte rau und fuhr mit seiner Fingerkuppe über die nackte Haut meines Armes. ,,Dieser Körper gehört nur mir und ich werde alles damit tun, was ich will" Ich sehe ihn hasserfüllt an. ,,Mach was du willst, ich werde dich dafür immer hassen" wimmerte ich. ,,Das sagst du so als würdest du mich nicht schon bereits hassen Baby" er beugte sich runter und drückte mir einen dominanten Kuss auf den Lippen. ,,Bisschen mehr Hass schadet doch nicht oder?" lachte er. ,,Fick dich Tyler!" Ariana: Mein Vater wollte mich zwangsverheiraten? Nur über meine Leiche! ,,KOMMT EINEN SCHRITT NÄHER UND ICH SCHNEIDE MIR DIE PULSADER AUF!" schrie ich meine Schwester, ihren Mann und ihren Schwager entgegen. ,,Es tut mir leid Ari. Wir finden eine Lösung, bitte leg das weg!" weinte meine Schwester. Ich schüttelte traurig den Kopf. ,,ICH HABE VERDAMMT NOCH MAL KEINE WAHL!" schrie ich. ,,STOPP!" schreien alle, doch ich zog das Messer durch die Haut. ,,NEEEEIIIIN!" hörte ich Janna. Ich sah nur das ganze Blut und fiel in Damons Armen. Es war vorbei. Endgültig...
View MoreTriggerwarnung
Inhaltshinweis / Triggerwarnung: Dieses Buch enthält explizite Darstellungen von sexualisierter Gewalt, psychischer und physischer Gewalt, Depressionen, Selbstverletzung sowie Suizidgedanken. Bitte beachte, dass es potenziell weitere triggernde Inhalte geben kann. Diese Geschichte richtet sich ausschließlich an Leser*innen, die sich bewusst für das Genre der Dark Romance – in seiner intensiveren, härteren Ausprägung – entscheiden. Wer mit diesen Themen nicht umgehen möchte oder kann, sollte von der Lektüre absehen. Kapitel 1 – Ariana Ich starrte auf den Sarg meiner Mutter. Aus dem teuersten Ebenholz gefertigt – ein stilles Zeichen dafür, wie sehr mein Vater sie angeblich geliebt hatte. Die Leute sollten genau das sehen: Reichtum. Trauer. Aufopferung. Alles nur Fassade. Meine kleine Schwester Pearl klammerte sich an meine Hand und schluchzte leise. Sie war erst zwölf. Zu jung für so viel Schmerz. Wir lebten beide noch im Haus unseres Vaters, der jetzt in der ersten Reihe der Kirchenbänke saß, ein paar gepresste Schluchzer ausstoßend – als würde er tatsächlich trauern. Vielleicht glaubte er das sogar selbst. Neben ihm saß Janna, unsere ältere Schwester. Sie weinte wirklich. Ich konnte es sehen. Ihre Schultern bebten, sie wischte sich immer wieder die Tränen aus dem Gesicht. Ich saß direkt hinter ihr, starrte in die Menge, beobachtete – und verurteilte. Alles war falsch. Es war vorbei. Das schöne Leben unserer Familie wurde gerade zusammen mit unserer Mutter begraben. Mein Vater? Ein eiskaltes Arschloch. Alles, was er konnte, war Geschäfte – Drecksgeschäfte. Mafia hin oder her, für ihn war alles ein Deal. Auch wir. Mum war die Seele unseres Zuhauses gewesen. Warmherzig, witzig, mutig. Das komplette Gegenteil von ihm. Sie hatte ihn mit zwanzig geheiratet – gezwungenermaßen – und versucht, das Beste daraus zu machen. Ich weiß nicht, wie sie es so lange mit ihm ausgehalten hat. Wir waren drei Schwestern: Janna, Pearl und ich. Und Mum hatte mich angeblich am meisten geliebt. Hörst du den Sarkasmus? Ich sitze hier, kein einziges Mal geweint. Nicht mal jetzt, nicht mal heute. Obwohl ich doch die „Lieblings-Tochter" gewesen sein soll. „Ich kann das nicht sehen", flüsterte Pearl mit tränenerstickter Stimme. Sie zitterte. Ich drückte ihre Hand fester. „Musst du auch nicht." Vater drehte sich zu mir um, seine Miene kalt. „Was hast du da gesagt?", fragte er zynisch. „Sie ist ein Kind", erwiderte ich ruhig und stand auf. Er hasste mich. Schon immer. Weil ich nicht spurte, nie klein beigab, nie Angst zeigte – zumindest nicht vor ihm. Ich war ihm ein Dorn im Auge. Und ja, er liebte nur Janna. Nie mich. Ich mochte Janna, keine Frage. Aber seit sie ins Internat nach Frankreich gegangen war, war ein Bruch zwischen uns entstanden. Kein Streit. Nur Distanz. Eine neue Welt, die uns trennte. Als ich mit Pearl nach draußen ging, rutschte mir das Kopftuch vom Kopf. Ich ließ es hängen. Was sollte ich mir noch vormachen? Ich half Pearl ins Auto unseres Vaters. Sie zitterte am ganzen Körper. Sie war reif für ihr Alter – vielleicht zu reif. Bald würde auch sie ins Internat gehen. Und dann ... dann wäre ich allein. Allein mit ihm. Mit einem Mann, der mich nie weggeschickt hatte, weil er mir nicht vertraute. Er hatte Angst, ich könnte frei sein. Pearl begann plötzlich, krampfhaft nach Luft zu ringen. „Scheiße ... Pearl?" Ich packte ihre Tasche, wühlte hektisch. „Wo ist dein Spray?" „Ist alles in Ordnung mit dem Kind?", fragte eine Stimme hinter mir. Ich schüttelte den Kopf. „Sie hat Asthma." Endlich – ich fand das Spray, doch ein fremder Mann nahm es mir ab. „Ich mach das. Ich bin Arzt." Er war Anfang zwanzig, schätzte ich. Braune Haare, klare blaue Augen, Brille, schwarzer Anzug. Sah gut aus. Vielleicht zu gut für eine Beerdigung. Er kniete sich zu Pearl, half ihr beim Inhalieren, sprach leise auf sie ein. „Hey ... hey, warum regst du dich so auf, hm?", fragte er halb scherzhaft, als sie endlich wieder atmen konnte. Sie weinte noch immer. „Kannst du mich zu Mum bringen, Ariana?", flüsterte Pearl. Mein Herz zog sich schmerzhaft zusammen. Ich schluckte. „Sie ist gleich da drin, Pearl ...", sagte ich sanft. „Nein. Ich will auch sterben." Ich erstarrte. Der Boden unter meinen Füßen fühlte sich plötzlich brüchig an. „Was sagst du da? Sowas darfst du nie sagen!" „Ari, bitte ... ich will nicht ohne sie leben", wimmerte sie. Der Fremde wirkte plötzlich ernst, seine Augen blickten wach und wachsam. Kein Hauch von Belustigung mehr. „Tut mir leid, Pearl", sagte er leise. „Aber das ist jetzt so. Deine Mum kommt nicht zurück. Und du kannst nicht zu ihr. Das ist die Realität – und du musst einen Weg finden, mit ihr zu leben." Pearl begann wieder zu weinen, diesmal leiser, tiefer. Ein Schluchzen, das direkt aus ihrer Seele kam. Ich fühlte mich hilflos. Wütend. Überfordert. Die eine Schwester zerbrach draußen, die andere drinnen – und ich stand dazwischen. „Ich hab auch keine Mum mehr", sagte der Typ plötzlich. Er lehnte sich seitlich gegen das Auto, sah Pearl direkt an. „Aber sie schaut von oben zu. Deine Mum tut das auch." Pearl sah ihn durch ihren Tränenschleier an. Dann atmete sie zitternd ein. Und aus. Ich stand daneben, die Arme verschränkt. Ich hätte es sein sollen, die ihr das sagte. Ich war siebzehn. Alt genug. Aber innerlich war ich genauso zerschlagen wie sie. „Sie war krank", fuhr der Typ leise fort. „Jetzt ist sie es nicht mehr. Willst du wirklich, dass sie weiter leidet?" Pearl schüttelte den Kopf. „Na also. Jetzt geht's ihr gut. Und sie würde sich freuen, wenn du dein Leben lebst. Wenn du stark bist. Wenn du träumst, lachst, liebst. Mach ihre Träume nicht kaputt, Pearl." Sie warf sich in seine Arme. Er zuckte zusammen, legte dann aber langsam die Arme um sie. Ich trat einen Schritt zurück. Mein Blick begegnete seinem. „Danke", sagte ich leise. Er sah mich an. Seine Augen wirkten forschend. „Du standest deiner Mutter nicht nah, oder?", fragte er ruhig. Ich hielt seinem Blick stand. „Doch. Mehr als alle anderen." Überraschung blitzte in seinem Gesicht auf. Ich reichte Pearl ein Taschentuch. Sie nahm es und wischte sich die Tränen ab. „Ich will trotzdem nicht sehen, wie sie begraben wird." „Musst du auch nicht." „Damon, wo bleibst du?!", rief eine Männerstimme von der Kapelle herüber. Der Fremde – Damon – drehte sich um und ging, ohne sich noch einmal umzusehen. Janna trat neben mich, ihre Augen rot, das Taschentuch zerknüllt in der Hand. Ich strich ihr kurz über den Arm. Sie umarmte Pearl. Ich wendete mich kurz ab, um ihnen diesen Moment zu lassen. Meine Mum war nicht perfekt. Aber wenn ich dich sehe, Ariana, denke ich immer: Gott hat mir Mutter und Tochter in einem gegeben. Dieser Satz hallte in meinem Kopf. Er tat weh. Und heilte zugleich. Ich drehte mich wieder zu ihnen um, strich Janna durchs Haar. „Hey ... komm runter. Es wird alles gut." „Ich konnte es nicht mit ansehen. Ich musste raus", schluchzte sie. „Das nimmt dir niemand übel, Janna." Sie fiel mir um den Hals. Ich hielt sie fest. Unser Band war noch da. Vielleicht dünner als früher – aber es war noch da. „Es wird schwer ohne Mum. Aber wir schaffen das", sagte ich leise. Sie sah mich an, wischte sich die Tränen aus dem Gesicht, atmete tief durch. „Es ist besser so", flüsterte sie schließlich. Ihre Stimme war rau, aber klarer als zuvor. „Ja." „Vater wird wohl wieder heiraten." Ich stöhnte. „Hat das jemand gesagt?" „Wurde gerade getuschelt." „So respektlos ... Aber wir können denen nicht den Mund verbieten. Also bleiben wir ruhig, okay? Wir wissen doch beide, dass es passieren wird." Janna nickte. Das konnte ja was werden.Kapitel 124 – Das Ende der Schuldigen (Damon)„Wir haben sie, Damon!“ Timos Stimme am Telefon war das letzte Puzzlestück. Dr. Birla, die Frau, die Ariana wie eine Ware behandelt hatte, war am Ende ihres Weges. Ich sah durch die Handykamera, wie sie um Gnade flehte – dieselbe Gnade, die sie Ariana verweigert hatte. Ein sauberer Schuss setzte den Schlusspunkt. Ich spürte keinen Triumph, nur eine tiefe, kühle Erleichterung.Tyler und ich sprachen über das unbekannte Mädchen, das an Arianas Stelle sterben musste. Ein „Kollateralschaden“ für Neil, eine Tragödie für uns. New York war nun eine Festung, die Sicherheitsvorkehrungen vervierfacht. Doch die wichtigste Festung war die, die Ariana in ihrem Herzen wieder aufbaute. Als ich an jenem Nachmittag nach Hause kam und sie in diesem glitzernden Kleid in der Küche sah, wusste ich: Die Jagd war vorbei. Jetzt begann das Leben.Kapitel 125 – Die Rückkehr der Sinne (Ariana)Ich hatte Angst, doch das Verlangen nach Damon war stärker. In der Dunkel
Kapitel 121 – Das Zerbrechen der Stille (Damon & Ariana)Die Rückkehr in den Alltag war eine Illusion. Damon hatte Hope alles gekauft, was sie brauchte, doch für uns gab es kein einfaches Rezept zur Heilung. Als ich ihn bat, beim Duschen die Tür nicht abzuschließen, war es ein Eingeständnis meiner tief sitzenden Angst. Ich fürchtete nicht nur die Erinnerung, sondern auch den Blick meines Mannes. Würde er mich noch immer mit Begehren ansehen oder nur noch als „beschädigte Ware“?Damon spürte meine Distanz, die dicke Kleidung, die ich wie einen Panzer trug, und das Schweigen, das wie eine Mauer zwischen uns stand. Er riss das Pflaster schließlich ab. „Wir müssen reden“, sagte er und nahm mir das Buch aus den Händen. Er gab mir das Versprechen, auf das ich nicht zu hoffen gewagt hatte: Dass er in mir nicht den Abschaum sah, der mir Gewalt angetan hatte, sondern die Frau, die er liebte. „Du gehörst noch immer mir“, sagte er, und in diesem Besitzanspruch lag kein Zwang, sondern die heilend
Kapitel 115 – Das Erwachen im Licht (Ariana & Damon)Das Weiß des Zimmers war kein klinisches Sterben, sondern das Versprechen eines neuen Morgens. Ich erwachte in meinem eigenen Bett, umgeben von der Vertrautheit, die Neil mir monatelang vorenthalten hatte. Damon saß an meiner Seite, seine Hand ein warmer Anker in der Realität. Zwanzig Stunden hatte ich geschlafen – ein tiefer, traumloser Abgrund, den mein Körper brauchte, um die Gifte des Bunkers auszuspülen.Damon gestand mir seine Sorge und seinen Zorn darüber, dass ich ihn verlassen hatte, doch in seinen Augen las ich nur unendliche Erleichterung. Ich bereute nichts. Jedes Opfer, jede Sekunde in Neils Gewalt war der Preis für das Leben, das nun in greifbare Nähe rückte. Wir waren keine Trümmer eines Krieges; wir waren die Überlebenden, die nun begannen, die Steine wieder aufeinanderzusetzen.Kapitel 116 – Hope Precious Carta (Ariana)Dann brachte er sie mir. Nach sechs Monaten der Trennung, nach einer Ewigkeit aus Schmerz und Seh
Kapitel 109 – Die Waffen einer Frau (Ariana)Das Gurgeln auf dem Bett war verstummt. Neil war Geschichte, doch draußen tobte die Hölle. Schwere Stiefel hämmerten gegen die Tür, Stimmen brüllten Befehle. Ich durfte nicht stehen bleiben. Mit zitternden Händen, die vom Blut meines Peinigers glitschig waren, durchsuchte ich seine Sachen. In seiner Jackentasche fand ich eine Glock 17 und zwei Ersatzmagazine.Ich hockte mich hinter den massiven Eichenschrank, das Atmen fiel mir schwer, jeder Muskel in meinem Körper schrie vor Schmerz. Als das Schloss der Tür unter dem Druck einer Ramme barst, feuerte ich. Der erste Mann stürzte nach hinten, getroffen in die Brust. Der zweite erwiderte das Feuer, Kugeln zerfetzten das Holz über meinem Kopf. „Kommt nur!“, schrie ich, und meine Stimme klang nicht mehr nach dem Mädchen, das sie entführt hatten. Es war die Stimme einer Mutter, die nach Hause zu ihrem Kind wollte.Kapitel 110 – Der Pfad der Verwüstung (Damon)Ich sah rot. Wortwörtlich. Jede Wache





