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Sara McCall eilte zum Parkplatz des Bürogebäudes, das sie in wenigen Tagen dekorieren sollte, und beeilte sich, so schnell es ihre hohen Schuhe zuließen.
Als sie in ihr Auto stieg und losfuhr, hoffte sie inständig, dass ihr neuer Kunde ihr die Verspätung nicht übelnehmen würde. Ihr Treffen mit Howard Kendrick hatte so viel Zeit in Anspruch genommen, und das hatte sie nicht eingeplant. Fast gab sie Howard die Schuld daran. Der Mann konnte sich einfach nicht entscheiden, was er wollte, und so hatte sie ihm immer wieder verschiedene Vorschläge gemacht. Als er sich schließlich entschieden hatte, wusste sie, dass sie zu spät zu ihrem nächsten Kunden kommen würde, aber es war trotzdem ihre Schuld. Sie hätte die Verspätung einplanen müssen.
Vorsichtig zu fahren, während sie es eilig hatte, war unglaublich frustrierend, und als sie plötzlich den Stau vor sich sah, stöhnte sie laut auf. Bestimmt würde sie diesen neuen Kunden verlieren, dachte sie. Sie war kurz davor aufzugeben, als ihr klar wurde, dass sie eine andere Route nehmen konnte, solange sie sofort umdrehte. Hoffentlich war die nächste Straße frei.
Ohne nachzudenken, versuchte sie, zurückzusetzen, um auf die nächste Spur zu wechseln. Es schien eine gute Idee zu sein … bis sie einen Knall hörte. Sie hörte ihn nicht nur, sie spürte ihn auch, und in diesem Moment wusste sie, dass sie definitiv zu spät kommen würde und nichts mehr dagegen tun konnte. Und als ob das nicht genug wäre, hatte sie nun auch noch ein weiteres Problem.
Ihre Angst wich sofort der Wut, als sie ausstieg, um ihr Auto zu begutachten und den Idioten zur Rede zu stellen, der ihr hinten reingefahren war. Zu ihrem Entsetzen sah sie, dass eines ihrer Rücklichter kaputt war und der Übeltäter … nun ja, wer auch immer er war, war mit nichts weiter als einem Kratzer an seiner Stoßstange davongekommen.
Sara blickte wütend auf. Gerade rechtzeitig, um zu sehen, wie der Fahrer ausstieg und seine Sonnenbrille abnahm, als er auf sie zukam.
Sara bemerkte schnell, dass er ein sehr gutaussehender Mann war. Sein dunkler Anzug saß perfekt und betonte seine muskulösen Schultern und seine Brust, seine schmale Taille und seine langen, kräftigen Beine. Wahrscheinlich hatte er sich seine Fitness mit morgendlichen Läufen in einem der New Yorker Parks angeeignet, dachte sie. Er war gut 1,80 Meter groß, hatte dunkles, etwas zu langes Haar und scharfsinnige grüne Augen in einem markanten, dunkelhäutigen Gesicht.
„Alles in Ordnung, Miss?“, fragte der Mann mit tiefer, rauer Stimme.
Sara funkelte ihn wütend an und ärgerte sich noch mehr über sich selbst, weil sie in nur wenigen Sekunden so viel über ihn bemerkt hatte. „Was ist das denn für eine Frage?“, entgegnete sie. „Wie soll es mir denn gut gehen? Sie sind mir gerade ins Auto gekracht und haben meine Rücklichter kaputt gemacht!“
Er runzelte die Stirn und hob eine Augenbraue, als wäre er von ihrem Ausbruch überrascht, und Sara warf innerlich einen finsteren Blick zu. Er hatte sogar die Frechheit, so zu tun, als sei er schockiert, dachte sie.
„Tut mir leid“, sagte er, „aber ich glaube, Sie haben das falsch verstanden. Sie sind mir ins Auto gekracht.“
Sara keuchte auf. Sie konnte ihre Wut nicht länger verbergen und auch nicht versuchen, freundlich zu sein. Sie richtete sich auf und starrte ihm herausfordernd ins Gesicht. „Ähm … Entschuldigung, aber Sie kamen wie aus dem Nichts.“
Der Mann wollte die Schuld offensichtlich auch nicht auf sich nehmen. „Habe ich nicht. Sie sind plötzlich ohne ersichtlichen Grund zurückgefahren!“
„Ich hatte es eilig und wollte dem Verkehr ausweichen“, verteidigte sie sich.
„Das heißt aber nicht, dass Sie das hätten tun sollen“, beharrte er. „Sie haben sich falsch verhalten.“
„Ich habe nachgesehen, und da war niemand hinter mir. Sie sind mir direkt hinterhergefahren, bevor ich überhaupt ausweichen konnte. Wenn Sie aufgepasst hätten, hätten Sie gesehen, was ich vorhatte, und wären mir aus dem Weg gegangen.“
Sie erregten langsam die Aufmerksamkeit anderer Fahrer, und Sara hatte keine Lust, mitten auf der Straße Aufsehen zu erregen. Der Mann musterte sie von oben bis unten, seine Augen verengten sich, als sich ihre Blicke trafen, und sein Blick wanderte über ihr Gesicht, das von einer wallenden Haarpracht umrahmt wurde.
„Meine Dame“, begann er, „Sie haben mich angefahren, und glauben Sie mir, ich sollte derjenige sein, der sich aufregt, aber Sie sehen ja nicht, wie ich mich aufrege. Wenn es nur um die Reparatur Ihres Wagens geht, repariere ich ihn gerne oder bezahle den Schaden, aber ich werde mich nicht für etwas entschuldigen, das ich nicht getan habe. Vor allem nicht, wenn Sie so eine Einstellung haben.“
Sara war überrascht. Wenn dieser Mann eines ganz sicher hatte … abgesehen von seinem guten Aussehen und seinem offensichtlichen Reichtum … dann war es Frechheit. Dachte er wirklich, sie bräuchte Geld von ihm, um ihr Auto reparieren zu lassen? Und hatte er ihr tatsächlich gesagt, dass er sich nicht entschuldigen würde? Was für ein arroganter Kerl!
„Erstens, behalt dein Geld. Ich brauche es nicht“, sagte sie zu ihm. „Und zweitens, behalt deine lächerliche Entschuldigung für dich. Du bist offensichtlich nicht einsichtig und versuchst aufgrund deines aufgeblasenen Egos nicht einmal, Vernunft walten zu lassen. Schönen Tag noch!“
Ohne ihm eine Antwort zu geben, drehte sie sich um und ging zurück zu ihrem Auto. Sie wollte keine weitere Szene machen, und sie musste ja noch ihren Kunden anrufen, um ihm Bescheid zu geben, dass sie sich verspäten würde.
Es war einfach einer dieser schlechten Tage, tröstete sie sich, als das Telefon klingelte. Wenn sie nicht warten konnten, mussten sie das Treffen verschieben.
Als Sara sie endlich erreichte, war Barbara Kent schon ziemlich aufgebracht. Da sie nicht wusste, wann sie aus dem Stau herauskommen würde, bat Sara sie, das Treffen zu verschieben, was Barbara nur widerwillig akzeptierte. Die Frau konnte ihre Verärgerung über die plötzliche Planänderung kaum verbergen, und Sara konnte es ihr nicht verdenken. Sie gab diesem Mann die Schuld, dachte sie, als sie auflegte. Diesem grünäugigen Arschloch, das sich so für etwas Besseres hielt, dass es sich nicht einmal entschuldigen konnte, ihr den Tag verdorben zu haben.
Er nickte. „Ich war so fest entschlossen, Bruce zu ruinieren, indem ich seine Schwester Jennifer benutzte, aber dann habe ich dich getroffen. Und ohne es überhaupt zu versuchen, hast du irgendetwas in mir berührt. Du hast dafür gesorgt, dass es mir nicht mehr egal war. Du hast mich davor bewahrt, ein Monster zu werden, und mich dazu gebracht, mich um wichtigere Dinge als Rache zu kümmern. Verdammt, ich habe mich sogar mit Jennifer angefreundet. Sie hat nach dem Unfall versucht, mich zu erreichen, aber meine Mutter und meine Schwester waren in so einer Zeit einfach noch nicht bereit, sie um sich zu haben.“„Oh, Scott …“„Als ich diesen Unfall hatte, war ich auf dem Weg zu dir. Ich wollte dir sagen, dass ich dich vermisst habe. Ich bin immer noch vor meinen Gefühlen für dich weggelaufen und war nicht bereit, mir meine Gefühle selbst einzugestehen, aber ich habe dich vermisst … unglaublich sehr. Und ich war auf dem Weg zu dir … um es dir zu sagen … Und genau da habe ich … ich … Was ich d
„Du siehst gut aus. Ich meine, du siehst gesund aus – vollkommen erholt“, sagte Vivian.„So fühle ich mich auch.“ Er zog eine dunkle Augenbraue hoch. „Lädst du mich gar nicht erst hinein?“„Natürlich!“ Sie öffnete die Tür weit, und als er in den Flur trat, dachte sie, dass die Tatsache, dass er überhaupt hatte fragen müssen, Bände über die Distanz sprach, die zwischen ihnen gewachsen war. Genau wie die Tatsache, dass er sie nicht berührt hatte – und der kühl-distanzierte Ausdruck auf seinem dunklen Gesicht, der keinerlei Anstalten dazu machte. Sie trat ihm verlegen gegenüber.„Wo wollen wir uns hinsetzen?“Er fragte sich, wie sie reagieren würde, wenn er das Schlafzimmer vorschlüge; doch obwohl das nicht gerade der letzte Gedanke in seinem Kopf war, war das nicht der Grund, warum er heute hierhergekommen war. „Ist es warm genug, um draußen zu sitzen?“„Ich denke schon. Soll ich uns einen Kaffee machen und ihn auf den Balkon bringen?“Aber ihm stand der Sinn nicht nach einem gesellscha
Vivian konnte nichts weiter tun als nicken. Sie konnte Scotts Mutter nichts von ihren Problemen erzählen, also umarmte sie sie einfach und wünschte ihr alles Gute. „Bitte sagen Sie Sara, dass es mir sehr leidtut, dass ich sie vor meiner Abreise nicht mehr sehen konnte“, sagte sie und verließ daraufhin das Haus. Erst als sie in ihrem Auto saß und davonfuhr, ließ sie ihren Tränen freien Lauf.Vivian verbrachte den Abend damit, wie eine verlorene Seele in ihrem Haus herumzuwandern, unfähig, sich auf irgendetwas zu konzentrieren, und ihr Herz sprang ihr beinahe aus der Brust, als ihr Telefon zu klingeln begann.Sie riss es an sich, als sie den Anrufer sah. „Hallo?“„Vivian.“„Oh, Scott!“ Sie stieß einen leisen Seufzer der Erleichterung aus, entsetzt über die Erkenntnis, dass sie halb damit gerechnet hatte, nie wieder von ihm zu hören. Aber das hätte einen Mangel an Mut seinerseits bedeutet, und an Mut fehlte es ihm ganz sicher nicht. „Geht es dir gut?“, fragte sie.Gut? Scott sah sich um,
Sie hatte das Gefühl, als späche er das Wort wie ein Fremdwort aus. „Ja, wir.“Er lächelte, aber Vivian empfand es als ein kühles Lächeln, obwohl er die Spitze ihrer Nase mit seinen Lippen berührte.„Ich weiß, dass wir eine Beziehung hatten und dass es eine sehr angenehme Beziehung ist.“Sehr angenehme? Er ließ es klingen wie ein Stück klassischer Musik, das im Radio lief!„Ich verstehe“, sagte Vivian.Er fragte sich, ob sie das wirklich tat, aber im süßen Nachglühen des Liebesspiels war sein Geist nicht untätig gewesen. „Wollen wir uns anziehen und uns etwas zu trinken holen?“Wäre es jemand anderes gewesen, hätte sie vielleicht gedacht, er suche nach flüssigem Mut, aber Scott war nicht der Typ Mann, der Alkohol brauchte, um sich zu einer Äußerung durchzuringen, egal wie unangenehm sie sein mochte.Sie spürte, dass das Ende nahte, und dass sie ihm, wenn es so weit war, ruhig und mit Würde entgegensehen würde. „Gegen einen Drink hätte ich nichts einzuwenden“, sagte sie beiläufig.Er m
Er hatte sich verändert. Die dunklen Augen waren nicht mehr so unruhig. Der blitzende, raubtierhafte Blick des Hais war verschwunden.Aber ein Stoß für sein Gedächtnis könnte ihn doch sicher zurückbringen, oder? Und der kaltblütig ehrgeizige Scott McCall könnte wieder aus dem Kokon seines Komas hervortreten.„Bereit?“, fragte sie.Er ließ seine Hand über ihr Haar gleiten und folgte ihr mit der schmetterlingsleichten Berührung seiner Lippen auf ihrem Nacken. „Vielleicht sollten wir noch eine Weile zurück ins Bett gehen?“, murmelte er.Vivian schloss die Augen, versucht. Wenn es eine Sache gab, die Scott schnell zurückgewonnen hatte, dann war es seine Qualität als Liebhaber. „Aber wir sind doch gerade erst aufgestanden!“, wandte sie ein.„Der Arzt hat gesagt, ich soll mich so viel wie möglich ausruhen.“„Ich glaube, deine Vorstellung von Ausruhen und die des Arztes sind nicht ganz dieselbe“, erwiderte Vivian. Widerstrebend zog sie ihren Nacken zurück. „Sollen wir fahren oder ein Stück z
Er holte leise tief Luft, um seine Bewunderung zu bekunden, als sie vor ihm stand – gehüllt in nichts als hauchzarte Unterwäsche aus weicher, grüner Spitze, während ihre Haut wie Seide schimmerte. Ihre Brüst quollen über den tief geschnittenen BH, und das passende Höschen ließ ihre Beine endlos lang wirken.Er musste sie schon früher so gesehen haben, und doch schien es ihm, als hätte er sie nie wirklich betrachtet. Als hätte er nie den seidigen Fall des dunklen Haares geschätzt, das kaskadenartig über ihre Schultern fiel.„Herrgott“, murmelte er. „Du bist unglaublich. Einfach unglaublich.“„Nein, ich bin echt.“ Sie begann, sein Hemd aufzuknöpfen.„Du trägst all das, während ich fast gar nichts anhabe“, beschwerte sie sich.Er lachte leise auf und hielt den Atem an, als ihre Handflächen leichte, sinnliche Kreise über seine Brustwarzen zogen. „Du trägst viel zu viel, oh, Vivian –“Dies, als sie seine Hose öffnete und mit den Fingerspitzen seine pralle Härte neckte. Er schob seine Hand







