登入Eine arrangierte Hochzeit. Aurora wird die Braut eines Milliardärs sein. Aber der Bräutigam ist nicht das, was sie sich vorgestellt hat. Rücksichtslos, schwierig im Umgang, unmöglich zufriedenzustellen. Und... im Rollstuhl. Das alles sind die Beschreibungen, die sie bereits von ihrem zukünftigen Ehemann kennt, und das Schlimmste: Seine kalten Augen zeigen, dass sie ein schreckliches Eheleben erwarten wird. Hat er etwa schon alles gewusst? Wusste er, dass Aurora nur die Ersatzbraut war? Aurora schreitet nun mit rasendem Herzen und einem Geheimnis im Gepäck auf den Altar zu – ohne Zeit, umzukehren. Und auf der anderen Seite durchlief ein eisiger Schauer Andrews' Rücken. Er ballte die Fäuste, bewahrte eine gelassene Miene, doch in ihm kochte der Hass, als er Aurora erblickte und merkte, dass etwas ganz und gar nicht stimmte. — »Willkommen in der Hölle, meine Liebe!«
查看更多Aurora verließ die Villa mit schnellen Schritten, die Schultern gebeugt, als ob die Last ihres gesamten Lebens auf ihr ruhte. Mit der rechten Hand wischte sie sich über das Gesicht und versuchte, die Tränen zu verbergen, die noch nicht getrocknet waren. Sie wollte nicht schwach wirken, nicht jetzt. Sie trug nur eine zerknitterte Karte bei sich, in ihren zitternden Händen zerdrückt, mit einer aufgeschriebenen Adresse – der einzigen Spur dessen, was als Nächstes kommen würde.
Sie blickte zurück und starrte die Villa an, die sie gefangen hielt. Es gab kein Zurück mehr. Das Leben hatte sie auf diesen Weg gedrängt, ohne Ausweg.
Der Fahrer wartete neben dem Wagen auf sie. Sie zögerte nicht. Ihre Füße führten sie zu ihm, und mit einem Seufzer stieg sie in das Fahrzeug. Die Haushälterin war da, still, neben dem Vordersitz. Ihr Blick, stets kalt, richtete sich auf Aurora, als erwarte sie einen Fehler, eine Schwäche.
– Es tut mir leid, Aurora. Aber du weißt, dass du jetzt nicht zurückkannst. Du hast eine Pflicht zu erfüllen. – Die Stimme der Haushälterin war härter als je zuvor, trotz der Sanftheit, mit der sie versuchte, die Schwere der Situation zu verschleiern.
– Diesmal scheine ich wirklich in Schwierigkeiten geraten zu sein, nicht wahr? Als ob nicht schon genug schlimme Dinge passiert wären …
– Vielleicht geht er nicht so weit, wenn er sieht, was passiert ist, und du kannst frei herauskommen.
– Ich möchte lieber, dass das nicht passiert, selbst wenn es den Hass von jemandem weckt. Ich will nicht, dass er zurückweicht, koste es, was es wolle.
– Die Herrin sagte, es gäbe keine Chance, dass er zurückweicht. Schließlich gibt es so viele Leute, und nicht einmal du kannst das tun, verstanden?
Aurora nickte nur, doch ein unkontrollierbares Zittern durchlief ihren Körper. Das Gefühl der Angst war da, latent, die Angst vor einem Mann namens Andrews Westwood.
Während das Auto sich von der Villa entfernte, nahm Aurora ihr Handy und begann, die Nachrichten zu lesen. Sein Name war stets präsent, ein Schatten, der ihr keine Ruhe ließ. Andrews Westwood. Der Mann, der die Stadt mit seiner gnadenlosen Macht beherrschte. Sie las eine Weile über ihn, nahm jedes Wort, jede Beschreibung in sich auf, mit einem Kloß im Hals.
"Gnadenlos. Schwer zu handhaben. Unmöglich zufriedenzustellen. Und ... Rollstuhlfahrer."
Es war das Einzige, was sie tröstete, die Tatsache, dass er ein Mann war, der ihr nicht nachrennen konnte. Aber nichts anderes an ihm schien tröstlich. Er wurde von allen gefürchtet. Niemand wagte es, ihn herauszufordern. Und sie? Würde sie wirklich dieses Spiel gegen einen so komplizierten Mann spielen?
Aurora atmete tief durch und versuchte, ihre Gefühle zu kontrollieren. Sie war jung, erst 22 Jahre alt, aber das Leben hatte sie früh reifen lassen. Ihr langes, schwarzes, welliges Haar fiel anmutig über ihre Schultern, aber selbst das konnte ihr schlichtes Aussehen nicht verbergen. Sie war ein dünnes, schlankes Mädchen, mit einer unverkennbaren Zierlichkeit, aber ihr Lebensstil entsprach nicht diesem Luxus. Ihre Kleidung war einfach, sehr einfach für jemanden, der in einer Villa wie der, die sie gerade hinter sich gelassen hatte, lebte.
Als sie am Salon ankamen, hielt das Auto vor einem imposanten Gebäude. Die Haushälterin begleitete sie in den Raum, wo bereits andere Angestellte warteten. Wie in einer einstudierten Bewegung begannen sie, sie zurechtzumachen. Aurora ließ es über sich ergehen, ohne zu reagieren, während sie ihr feine Kleider anlegten, von denen sie nie gedacht hätte, sie tragen zu können. Wie in einem fernen Traum.
Als sie fertig waren, sah sie sich im Spiegel an. Da stand sie, eine atemberaubende Braut. Sie war sich selbst fremd. Eine perfekte Frau in den Augen der anderen, aber von Verzweiflung erfasst.
Dann tauchte eine Frage in ihrem Kopf auf, ein Zweifel, den sie nicht verscheuchen konnte: Wie weit würde sie gehen, um ihre Pflicht zu erfüllen? Sie war bereits zu weit gegangen, um umzukehren.
Andrews Westwood saß hinter seinem Schreibtisch aus dunklem Mahagoni, tadellos gekleidet in einem maßgeschneiderten italienischen Anzug. Die Wolle des Stücks schmiegte sich perfekt an seinen athletischen Körper, als wäre sie für ihn geformt worden. Sein schwarzes Haar war stets nach hinten gekämmt und gab den Blick frei auf ein von aristokratischen Zügen geprägtes Gesicht, einen markanten Kiefer und graue Augen. Er war die personifizierte Macht und Eleganz, selbst im Rollstuhl, den viele für seinen Untergang hielten.
Auf der anderen Seite des Tisches nahm sein rechter Arm, Donovan Blake, eine vorsichtige Haltung ein. Der ältere, aber nicht alte Mann, stets diskret, wusste, dass es wie das Betreten eines Minenfeldes war, mit Andrews über Gefühle zu sprechen. Dennoch konnte er nicht ignorieren, was bevorstand.
– Es war eine Überraschung, dass sie eingewilligt hat, dich zu heiraten – bemerkte Donovan und verschränkte die Arme, während er sorgfältig Andrews' Miene analysierte.
Ein kaltes Lächeln erschien auf den Lippen des Milliardärs, ohne jede Spur von Emotion.
– Täusch dich nicht, Donovan. Sie hat mich nicht gewählt. Sie hatte keine Wahl.
Der Assistent runzelte die Stirn, aber schwieg und ließ Andrews weitersprechen.
– Sie wurde von ihrem Ex verraten und betrogen. Der Mann, für den sie alles aufgegeben hat, war derselbe, der ihre Würde zerstört hat. Und sie hat dieser Hochzeit nur zugestimmt, weil ich jetzt mächtig genug bin, um ihr eine neue Stellung in der Gesellschaft zu bieten, die ich damals nicht bieten konnte. Wenn es damals gewesen wäre, als sie noch die perfekte Verlobte war, hätte sie nicht einmal zu mir hingesehen. Erst recht nicht jetzt, mit diesem Rollstuhl.
Er ließ seine Finger über die Armlehne des Rollstuhls gleiten, als sei es eine nebensächliche Kleinigkeit. Aber tief in seinem Inneren wusste er es. Er kannte die Verachtung, die seine Ex verspürte, so sehr, dass sie ihn vor einigen Jahren in seiner schwierigsten Zeit verlassen hatte.
– Trotzdem… Findest du es nicht seltsam, dass sie darauf bestanden hat, dich erst am Altar zu sehen? – bemerkte Donovan zögernd.
Andrews lachte trocken auf, stützte den Ellbogen auf den Tisch und legte sein Kinn auf die Hand.
– Ist mir egal. Im Gegenteil, das macht es nur noch unterhaltsamer. – Seine grauen Augen glänzten mit etwas Düsterem. – Der schlimmste Albtraum seiner Ex-Partnerin ist es, an einen behinderten Mann gefesselt zu sein. Jetzt muss sie mich vor den Medien anstarren, mich ihren Mann nennen, aus Angst, vor den Kameras einen Skandal auszulösen, meine Hand halten und sich als meine Ehefrau präsentieren … Aber ich weiß, innerlich wird sie sich vor Ekel winden.
Er drehte langsam den Rollstuhl und blickte auf die erleuchtete Stadt jenseits der Glasscheibe.
– Ich weiß nicht, was danach passieren wird … – sagte sein Assistent mit unsicherer Stimme.
– Und wenn die Scheinwerfer erlöschen, ist es zu spät.
Donovan schwieg. Er wusste, dass Andrews nicht mehr der Mann war, der einst an die Liebe glaubte. Dieser Mann war am selben Tag gestorben, an dem er von dem Menschen, dem er am meisten vertraute, verlassen wurde, aber auch jede Illusion über die Loyalität der Menschen. Jetzt war er ein anderer. Und diese Hochzeit wäre nur eine weitere seiner leeren Strategien, sich zu amüsieren.
Der Saal der Kathedrale war voller Luxus und Prunk. Kristalllüster verteilten goldenes Licht über die Gäste, und jedes Detail der Dekoration schrie nach Reichtum. Die Presse war strategisch platziert, um jeden Moment der meistdiskutierten Hochzeit des Jahres einzufangen.
Andrews wartete am Altar, tadellos. Sein schwarzer Anzug, sorgfältig angepasst, kontrastierte mit seiner blassen Haut und den grauen Augen, die ihre übliche Kälte bewahrten. Selbst in diesem Rollstuhl ließ er nicht zu, dass die Leute ihn als jemanden sahen, der Mitleid erregte.
Dann setzte die Musik ein.
Alle erhoben sich, die Kamerablitze verstärkten sich, und die Braut erschien am Ende des Ganges, gekleidet in ein extravagantes und elegantes Kleid, all dieser Aufmerksamkeit würdig.
Andrews hob den Blick und erwartete, seine ehemalige Verlobte in diesem luxuriösen Kleid und mit dem erzwungenen Ausdruck des Glücks zu sehen. Aber sobald seine Augen auf die Frau fielen, die auf ihn zukam, durchfuhr eine eisige Kälte seinen Rücken.
Nicht sie war es, die auf ihn zuging, die er dort wirklich erwartet hatte.
Kapitel 144 – Die Wahrheit, warum Andrews heiratete.– Er hat völlig recht – sagte Andrews schließlich, trat mit festen, aber maßvollen Schritten ins Zimmer, wie jemand, der Stürme in sich trägt, aber sich weigert, sie auf andere loszulassen.Auroras Bruder hob den Blick, als er ihn sah, und ein breites Lächeln öffnete sein Gesicht. Es war ein Lächeln ohne Misstrauen, ohne Groll – nur der Spiegel von jemandem, der noch an die Menschen glaubt.Andrews kam langsam näher und kniete sich neben ihn, auf gleicher Augenhöhe mit dem Jungen. Seine Augen suchten die seinen, und als er sprach, war seine Stimme leise, aber von einer festen, fast ehrfürchtigen Kraft:– Ich werde sie beschützen. Mit allem, was ich bin. – Er machte eine Pause, der Blick fest und aufrichtig. – Also bitte ich dich, als ihr älterer Bruder: Vertrau mir, okay?Der Junge nickte, und seine Antwort kam ohne Zögern:– Ich werde dir vertrauen. Ich vertraue dir schon, Mr. Andrews – pass gut auf sie auf … – er zögerte einen Mom
Kapitel 143 – Eine verborgene Geschichte.– Weil es keine Geschichte ist, die man einfach so erzählt – begann sie, ihr Ton war sanfter geworden. – Auroras Mutter … war nie dafür gemacht, eine Mutter zu sein. Sie war egoistisch, nachlässig und benutzte das Haus wie ein billiges Motel für die Männer, die auftauchten. Aurora hatte das Glück, in ein Internat abgeschoben worden zu sein, wo sie von all den Dingen, die ihre Mutter tat, verschont blieb – außer ihrem älteren Bruder, der bei der Mutter blieb.Andrews spürte ein Stechen in der Brust. Da war etwas in der Stimme dieser Frau, das mehr schmerzte als die Worte selbst – eine Mischung aus altem Schmerz und Empörung, die der Zeit standhielt.– Aurora musste von klein auf mehr als eine Schwester sein – zumindest sobald sie aus dem Internat zurückkam. Sie war alles, was dieses Mädchen hatte. Sie wurde zur Mutter, als sie selbst erst sechzehn war. Und als der Stiefvater begann … – die Tante hielt inne, als würde das nächste Wort ihre Kehle
Kapitel 142 – Ein Bruder, keine Bedrohung.Mit geballten Fäusten und flammenden Augen stürzte er sich ohne Zögern auf Andrews und versetzte ihm einen direkten Schlag ins Gesicht.Andrews taumelte von dem Schlag, erholte sich aber schnell und schlug mit gleicher Wucht zurück, sodass der junge Mann einige Schritte zurückwich.– Fass meine Aurora nicht an! – brüllte der Mann, die Stimme voller Wut.Andrews stürzte sich erneut auf ihn, ohne sich zu beherrschen, während Aurora regungslos zusah und sich die Schläfe massierte, während sie ungeduldig auf die beiden am Boden ringenden Männer blickte.– Und du fasst meine Frau nicht an! Sie gehört nicht dir! – fuhr er auf, sein brutaler Ton zerriss die Luft.Im Nu lagen die beiden am Boden, rollten zwischen Schlägen und Stößen, Flüche vermischten sich mit wütenden Knurren.Das kleine Mädchen begann laut zu weinen, erschrocken von der Szene. Aurora nahm es in ihre Arme, während Donovan auf die beiden Männer zulief.Die Tür der Pension wurde heft
Kapitel 141 – Wessen Mutter?Die Sonne begann sich zu senken, als Aurora das Haus verließ.Vom Arbeitszimmer aus hörte Andrews – noch immer in Schuld und Reue versunken –, wie Donovan mit leichtem Bedauern bemerkte:– Sie ist gegangen, Andrews. Sie hat eine Tasche genommen und ist gegangen, ohne zu sagen, wohin.Andrews nickte nur, starrte ins Leere, unfähig, den Mut zu finden, ihr zu folgen.Dennoch pulsierte eine Unruhe in ihm, und kurze Zeit später fand er sich dabei, ihren Schritten zu folgen – selbst wenn sein rationaler Verstand es nicht verhindern konnte.Donovan widersprach nicht. Auch er machte sich Sorgen, dass sie wieder in Gefahr geraten könnte. So folgten sie diskret, nachdem sie ihren Standort über den Tracker ihres Handys geortet hatten.Andrews kannte dieses Viertel, auch wenn er nur einmal dort gewesen war. Die Erinnerung an diesen Tag war klar … und schwer zu ignorieren.– Wir greifen nur ein, wenn etwas passiert – warnte er und beobachtete Aurora aus der Ferne.– Wa











