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Kapitel 60

last update Veröffentlichungsdatum: 18.10.2026 15:00:40

Bröckelnde Kontrolle

Elena schlich lautlos zurĂŒck ins Schlafzimmer, ihr Herz raste noch immer wegen dessen, was sie im Garten mit angehört hatte. Luca und Vittorio. Ihre gedĂ€mpften Stimmen, die darĂŒber sprachen, dass sie ein „Problem“ sei, um das man sich kĂŒmmern mĂŒsse. Die Art, wie sie davon gesprochen hatten, dass Sandro weich werde. Vorsichtig kroch sie zurĂŒck ins Bett neben ihn, darauf bedacht, ihn nicht zu wecken, doch der Schlaf wollte nicht kommen. Jeder Atemzug, den er neben ihr tat, tr
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  • EIN VERTRAG MIT DEM TEUFEL   Kapitel 73

    KriegstrommelnDas gesprungene Display des Handys warf ein hartes Licht auf Sandros Gesicht und ließ seine ZĂŒge geradezu dĂ€monisch wirken. Elena beobachtete, wie ihm sĂ€mtliche Farbe aus dem Gesicht wich, als der Überwachungsclip endete und nur das belastende Standbild zurĂŒckblieb, auf dem Luca den USB-Stick ĂŒbergab, als wĂ€re es die selbstverstĂ€ndlichste Sache der Welt.„Verdammter Bastard“, knurrte Sandro mit leiser, tödlicher Stimme. Dieses Mal legte er das beschĂ€digte Handy vorsichtig auf den Tisch, obwohl seine Finger noch einen Moment darauf verharrten, als wolle er es zu Staub zerquetschen. Der zĂ€rtliche Mann, der sie eben noch unter der Dusche verehrt hatte, war verschwunden. An seiner Stelle stand der Don – kalt, berechnend und bereit fĂŒr den Krieg.Elena zog den Seidenbademantel enger um sich, wĂ€hrend ihr Herz hĂ€mmerte. Der Kontrast traf sie mit voller Wucht: Noch vor wenigen Minuten hatten sie sich unter heißem Wasser ineinander verloren und nach Trost und NĂ€he gesucht. Jetzt

  • EIN VERTRAG MIT DEM TEUFEL   Kapitel 72

    Versöhnung unter der DuscheDie Skyline von Manhattan glitzerte wie ein Bett aus zerbrochenem Glas, wĂ€hrend der private Aufzug zum Penthouse hinauffuhr. Elenas Körper schmerzte vor Erschöpfung und dem nachwirkenden Adrenalin. Der Hinterhalt in Sizilien fĂŒhlte sich inzwischen wie ein Fiebertraum an – weit entfernt und doch mit dem Geruch von Schießpulver und Sandros blutbespritzter Weste unauslöschlich in ihre Haut eingebrannt.Vier zusĂ€tzliche bewaffnete Wachen flankierten sie im Aufzug. Das Penthouse hatte sich wĂ€hrend ihrer Abwesenheit verĂ€ndert: verstĂ€rkte TĂŒren, neue Überwachungspaneele, die an jeder Wand leuchteten, und eine Anspannung, die so dicht war, dass sie gegen ihre Brust drĂŒckte. Seit ihrer Landung hatte Sandro ihre Seite nicht verlassen. Seine Hand ruhte auf ihrem unteren RĂŒcken, sein Daumen zeichnete langsame, beruhigende Kreise, wĂ€hrend seine Augen jede Ecke wie die eines Raubtiers absuchten, das jederzeit mit Gespenstern rechnete.In dem Moment, als sich die Aufzugst

  • EIN VERTRAG MIT DEM TEUFEL   Kapitel 71

    Angriff auf den KonvoiDas Chaos verschlang die sizilianische Nacht.Die zweite Explosion riss durch den OstflĂŒgel der Villa und ließ Putzstaub wie Asche herabregnen. Elena kauerte im begehbaren Kleiderschrank, ihr Herz hĂ€mmerte so heftig, dass sie Kupfer schmecken konnte. Draußen knatterten SchĂŒsse – scharf, unaufhörlich. Rufe auf Italienisch und Englisch zerrissen die Dunkelheit, wĂ€hrend Sandros MĂ€nner die Angreifer bekĂ€mpften.„Bleib hinter mir“, befahl Sandro mit einer Stimme aus Stahl. Er hatte sich eine kugelsichere Weste ĂŒber den nackten Oberkörper gezogen und drĂŒckte ihr eine kompakte Pistole in die zitternden HĂ€nde. „Wenn jemand an mir vorbeikommt, schießt du zuerst und stellst spĂ€ter Fragen. Ziel auf die Körpermitte.“Elena nickte, ihre Finger umklammerten den Griff mit weiß hervortretenden Knöcheln. Das Gewicht der Waffe fĂŒhlte sich fremd und erschreckend an – doch die Alternative war noch schlimmer. Vor wenigen Minuten hatten sie sich noch in verzweifelter Versöhnung inein

  • EIN VERTRAG MIT DEM TEUFEL   Kapitel 70

    ZerreißprobeDer RĂŒckweg zur Hauptvilla schien endlos.Elenas Beine waren von der Begegnung in der steinernen Nische noch immer wackelig, ihr Körper vibrierte noch von den Nachwirkungen ihrer wĂŒtenden Vereinigung, doch ihr Geist war ein Schlachtfeld.Sandros Hand ruhte fest auf ihrem unteren RĂŒcken und fĂŒhrte sie durch die Schatten, als könnte er ihre auseinanderbrechende Welt allein durch diese BerĂŒhrung zusammenhalten. Lucas Nachricht brannte wie SĂ€ure in ihren Gedanken.Die WĂ€nde haben Ohren.Wie viele ihrer geflĂŒsterten Zweifel, ihrer heimlichen Nachforschungen, waren bereits an den Feind weitergegeben worden?Kaum hatten sie den privaten FlĂŒgel des Anwesens betreten und war die schwere EichentĂŒr hinter ihnen ins Schloss gefallen, brach der Damm.Elena riss sich sofort von ihm los.Das luxuriöse Schlafzimmer, dessen Seidenlaken noch immer vom Morgen zerwĂŒhlt waren und in dem noch der schwache Duft ihrer gemeinsamen Dusche hing, fĂŒhlte sich nun wie eine GefĂ€ngniszelle an, eingehĂŒll

  • EIN VERTRAG MIT DEM TEUFEL   Kapitel 69

    Tödlicher VerdachtDas Telefon fĂŒhlte sich in Elenas Hand an wie ein glĂŒhendes StĂŒck Kohle.Sie drĂŒckte nicht auf „Abspielen“. Das musste sie auch nicht. Das eingefrorene Bild genĂŒgte. Sandro, jĂŒnger, mit vor Gewalt lodernden Augen, umgeben von einem Gemetzel, das direkt aus einem Albtraum stammen konnte. Das goldene Licht der Gala wirkte plötzlich grell und höhnisch, als wĂŒrde es den zerbrechlichen Frieden verspotten, den sie sich noch vor wenigen Augenblicken in diesem Badezimmer gestohlen hatten.Sandros Hand schloss sich sanft, aber bestimmt um ihre und nahm ihr das Telefon ab. Sein Gesicht blieb eine Maske kontrollierter Wut, doch sie bemerkte das Flackern in seinen Augen. Wiedererkennen. Resignation.„Nicht hier“, sagte er leise und fĂŒhrte sie mit einer Hand an ihrem unteren RĂŒcken von der flĂŒsternden Menschenmenge fort. Sie gingen die Weinbergpfade entlang, der schwere Duft zerdrĂŒckter Trauben hing in der Luft, bis sie eine abgeschiedene steinerne Nische erreichten, die auf die

  • EIN VERTRAG MIT DEM TEUFEL   Kapitel 68

    Öffentliche RivalitĂ€tDer Ehevertrag lag auf dem Mahagonitisch wie eine giftige Schlange, seine Seiten noch warm von Elenas zitternden Fingern. Valentinas elegante Schrift verspottete sie aus der letzten Notiz: Manche VertrĂ€ge enden nie wirklich. Frag deine Frau, was ihr Vater wirklich fĂŒr seine Schulden eingetauscht hat. Die Wahrheit kommt, Liebling.Sandro hatte seit dem Lesen kein Wort gesprochen. Er hatte die Papiere einfach mit bedachter Sorgfalt zusammengefaltet, als könnte eine zu grobe BerĂŒhrung die Vergangenheit in die Gegenwart bluten lassen. Doch Elena sah den Sturm in seinen Augen, denselben, der sie vor kaum einer Stunde in der Dusche eingenommen hatte. Dieses zĂ€rtliche, anbetende Inbesitznehmen fĂŒhlte sich jetzt wie ein ferner Traum an.„Wir werden heute Abend auf dem Gala der Villa erwartet“, sagte er schließlich mit tiefer, rauer Stimme. „Alte VerbĂŒndete. EuropĂ€ische Partner. Du wirst an meiner Seite stehen, Ehefrau.“Elena wollte ablehnen. Die Worte Ich hasse dich lag

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