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EINE NACHT MIT DEM VATER MEINES EX
EINE NACHT MIT DEM VATER MEINES EX
Author: Ava Sterling

BETROGEN UND HEUTE NACHT BEANSPRUCHT

Author: Ava Sterling
last update publish date: 2026-08-24 06:24:40

Lila checkte ihr Handy ein letztes Mal, während der Aufzug in den zehnten Stock fuhr. Es war kurz nach sieben, und sie hatte Tylers Lieblings-Thai-Essen von dem Laden in der 53rd Street mitgebracht.

Extra scharfes Pad See Ew, genau so, wie er es mochte. Sie lächelte für sich, dachte daran, wie schön es wäre, ihn zu überraschen. In letzter Zeit war er launisch gewesen und hatte gesagt, er sei gestresst wegen Vorstellungsgesprächen, die nie irgendwohin führten.

Sie zahlte die Miete, das Kabel, die Einkäufe, alles. Aber heute Abend wollte sie ihn daran erinnern, dass sie das zusammen durchstehen.

Der Flur roch nach jemandes gekochtem Abendessen.

Sie balancierte die Papiertüte in einem Arm und suchte mit dem anderen nach ihrem Schlüssel. Die Tür klickte leise auf. Sie trat ein und streifte ihre Schuhe ab.

„Tyler?“ rief sie leise. „Babe, ich bin früher zu Hause.“

Keine Antwort. Die Lichter im Wohnzimmer waren gedimmt, der Fernseher aus. Sie stellte das Essen auf die Küchenzeile und bemerkte etwas Seltsames.

Ein Paar rote High Heels stand neben der Couch. Nicht ihre. Sie waren riemchenartig, sahen teuer aus. Daneben lag eine kleine schwarze Handtasche mit goldener Kette. Ihr Magen verkrampfte sich ein wenig.

Vielleicht hatte einer seiner Freunde ein Mädchen mitgebracht? Aber Tyler hatte nie Freunde da, wenn sie nicht zu Hause war.

Sie ging den Flur entlang, der zum Schlafzimmer führte.

Ihre Socken waren lautlos auf dem Parkett. Auf halbem Weg fiel ihr etwas auf dem Boden auf. Ein schwarzer Spitzen-BH. Einfach so da liegend, als wäre er hingeworfen worden. Ihr Herz begann schneller zu schlagen.

Das stimmte nicht.

Sie ging weiter, jetzt langsamer. Stimmen kamen hinter der geschlossenen Schlafzimmertür hervor. Leise, keuchend. Das Kichern einer Frau, dann Tylers Stimme, rau und erregt.

„Komm schon, Baby, reite mich härter. Deine Muschi fühlt sich so verdammt gut an. Enger als ihre jemals war.“

Lila erstarrte. Die Worte trafen sie wie ein Schlag. Sie kannte diesen Ton. Sie hatte ihn gehört, wenn sie zusammen waren, damals, als es sich noch gut anfühlte.

Ihre Hand griff nach der Türklinke, bevor sie nachdenken konnte. Sie drehte sie langsam und stieß die Tür gerade so weit auf, dass sie sehen konnte.

Tyler lag auf einem blonden Mädchen, dessen lange Beine um seine Hüften geschlungen waren.

Er bewegte sich hart, schnell, stöhnte. Das Mädchen stöhnte seinen Namen, die Nägel gruben sich in seinen Rücken. Die Laken lagen verwickelt um sie herum. Das Zimmer roch nach Sex und ihrem Parfüm.

Lila stand da, was sich wie eine Ewigkeit anfühlte, aber es waren wahrscheinlich nur Sekunden. Ihre Brust tat so weh, dass sie nicht richtig atmen konnte. Die Takeaway-Tüte war immer noch in ihrer anderen Hand. Sie ließ sie fallen. Das Plastik knisterte laut auf dem Boden.

Tyler schaute hoch. Seine Augen wurden groß. „Lila?“

Das Mädchen quietschte und versuchte, sich mit dem Laken zu bedecken.

Lila sagte nichts. Sie drehte sich einfach um und ging hinaus. Ihre Beine fühlten sich schwer an, als gehörten sie jemand anderem. Sie hörte Tyler hinter ihr rufen, wie er sich aufrappelte, aber sie blieb nicht stehen.

Sie griff sich ihre Schuhe an der Tür, zog sie nicht einmal an und rannte in den Flur.

Die Aufzugfahrt nach unten war ein Verschwimmen. Tränen brannten in ihren Augen, aber sie ließ sie noch nicht fallen.

Draußen hatte es angefangen zu regnen. Kalte Tropfen trafen ihr Gesicht, als sie auf den Bürgersteig trat. Sie winkte nach einem Taxi, stieg ein und nannte dem Fahrer den ersten Ort, der ihr in den Sinn kam: die Rooftop-Bar im Meridian Hotel an der 57th.

Sie war hundertmal daran vorbeigegangen und hatte immer gedacht, es sähe zu schick für sie aus. Heute Abend war es ihr egal.

Das Taxi hielt an. Sie bezahlte mit dem letzten Bargeld in ihrem Portemonnaie und ging hinein. Die Lobby war warm, überall goldenes Licht. Sie nahm den Aufzug zum Dach. Als sich die Türen öffneten, traf sie der Wind, der den Geruch von Regen und teuren Drinks mitbrachte.

Der Ort war halb voll. Sanfter Jazz spielte. Leute in schönen Kleidern lachten an Tischen unter Lichterketten. Die Stadt funkelte darunter, nass und hell.

Lila ging direkt zur Bar. „Wodka Tonic. Doppelt.“

Der Barkeeper nickte und schenkte ein. Sie trank die Hälfte auf einmal. Das Brennen half. Sie trank den Rest und bestellte einen weiteren.

Dann spürte sie es. Jemand beobachtete sie.

Sie drehte sich leicht um. Ein Mann saß ein paar Hocker weiter. Älter, vielleicht Ende vierzig.

Dunkles Haar mit Silber an den Schläfen. Groß, selbst im Sitzen. Schwarzer Anzug, keine Krawatte, oberster Knopf offen. Er hielt ein Glas mit etwas Bernsteinfarbenem in der Hand. Seine Augen lagen auf ihr, ruhig, nicht unheimlich, aber intensiv. Als könnte er genau durch das Chaos sehen, das sie gerade fühlte.

Er hob sein Glas ein wenig, fast wie eine Frage.

Lila starrte zurück. Etwas Heißes und Wütendes und Bedürftiges rührte sich in ihrer Brust. Sie war fertig damit, um Tyler zu weinen. Fertig damit, diejenige zu sein, die alles gab und nichts bekam. Sie konnte nicht glauben, dass Tyler sie betrogen hatte.

Sie glitt von ihrem Hocker, nahm ihr Glas und ging zu ihm hinüber.

„Du siehst aus, als wüsstest du, was du tust“, sagte sie, die Stimme leise wegen der Musik und weil sie schon ein bisschen angetrunken war.

„Kannst du mich besser ficken als mein betrügerischer Freund es jemals getan hat?“

Er blinzelte nicht. Ein langsames Lächeln krümmte seinen Mund. Tiefe Stimme, glatt. „Lass es uns herausfinden.“

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