MasukDie Nachricht lautete:
Hi Jensen, ich weiß, das kommt völlig aus heiterem Himmel, also … Überraschung! Ist eine Weile her, was? Ich weiß … Ich schätze, wir waren beide echt beschäftigt. Wie auch immer, Jon hat mir erzählt, dass du zu Hause ein brandneues Gebäude eröffnest. Herzlichen Glückwunsch übrigens zu all deinen großartigen Erfolgen. Das ist eigentlich auch der Grund, warum ich dir gerade schreibe, aber ich finde nicht, dass wir das per SMS oder am Telefon besprechen sollten. Deshalb würde ich mich freuen, wenn wir uns nächste Woche treffen und das persönlich besprechen könnten. Such dir einfach einen Tag aus, an dem du Zeit hast, und ich werde da sein. Ich hoffe, bald von dir zu hören. Liebe Grüße, Katherine Kavell.
Jensen runzelte die Stirn. Erinnerungen, die er so hart zu unterdrücken versucht hatte, stürzten wieder auf ihn ein. Wut loderte in seiner Brust auf. Schmengend. Verheerend. Das musste man ihr lassen, dachte er. Die Frau hatte verdammt noch mal ganz schön Nerven.
So wollte sie das also spielen? Kein „Wie ging es dir all die Jahre?“ So tun, als wäre nichts geschehen? Als hätten sie sich kaum gekannt? Als wäre alles gut zwischen ihnen?
Als wären sie einfach … außer Kontakt geraten, und sie würde nun eine Wiederannäherung initiieren, weil sie gerade ein paar Minuten in ihrem ausgefüllten Tag erübrigen konnte?
Nun, er konnte auch kühl und unpersönlich sein, wenn sie es so haben wollte. Verdammt, darin war er ein Meister, dachte er.
Er beschloss, die Nachricht zu ignorieren. Sie warten zu lassen. Sie zu ignorieren, so wie sie ihn ignoriert hatte. Sie warten zu lassen, so wie sie ihn hatte warten lassen – mit der Frage, ob sie jemals zurückkehren würde. Nun, jetzt wollte sie ihn sehen … Aber nur, weil er sein neues Gebäude eröffnete. Wäre das nicht gewesen, hätte er nichts von ihr gehört. Er war wirklich wütend auf sie.
Er legte sein Handy weg und zog seinen Laptop näher heran. Entschlossen, sich an die Arbeit zu machen und die Nachricht zu ignorieren … sie vielleicht sogar zu vergessen.
Aber das war unmöglich. Er konnte sich nicht konzentrieren. Jetzt, da er diese verdammte SMS gelesen hatte, musste er ununterbrochen an sie denken. Was zur Hölle wollte sie? Wie ging es ihr?, fragte er sich. War sie immer noch so wunderschön wie früher? Daran zweifelte er nicht im Geringsten … Sie war die schönste Frau gewesen, die er je gesehen hatte … Mit einem fantastischen Herzen … Bis sie seines zermalmt hatte.
„Verdammt sollst du sein, Kat“, murmelte er leise vor sich hin.
Er hörte auf zu arbeiten, lehnte sich in seinem Stuhl zurück und schloss die Augen. Er erlaubte sich etwas, das er sich seit Jahren nicht mehr erlaubt hatte – an sie zu denken.
Ihr langes braunes Haar, ihre großen schwarzen Augen, ihre Lippen – Lippen, die er so dringend nicht hatte küssen wollen, und es doch nicht geschafft hatte –, ihr sexy Körper. Sie war umwerfend. Seine Gedanken wanderten zurück zu dem ersten Mal, als er sie gesehen hatte. Es war lange her.
Er war acht Jahre alt gewesen und zu ihr nach Hause gegangen, um mit ihrem Bruder Jonathan Fußball zu spielen. Jon war sein bester Freund gewesen – und war es immer noch. Obwohl Jonathan immer zu sagen pflegte, dass Katherine ihm Jensen gestohlen habe.
Katherine war damals vier gewesen und war felsenfest entschlossen gewesen, beim Spiel mitzumachen. Was Jon nicht wollte … Und er bat sie zu gehen. Aber Katherine wollte nicht hören. Sie war sehr, sehr stur. Sie bestand darauf, mitzuspielen.
Als Jon sie in den Schwitzkasten nahm, um ihr eine Lektion zu erteilen und sie dazu zu bringen, die beiden in Ruhe zu lassen, war Jensen zu ihrer Rettung geeilt.
Befreit aus Jons Griff hatte Katherine mit großen, bewundernden Augen zu ihm aufgeblickt, und das Unheil war geschehen. Von da an war sie ihm auf Schritt und Tritt gefolgt.
Das hatte er nicht gewollt. Wollte nicht, dass ihm irgendein kleines Mädchen hinterherlief. Es war peinlich gewesen. Also hatte er alles getan, um es ihr auszutreiben. Aber sie hatte den Wink mit dem Zaunpfahl einfach nicht verstanden.
Das nächste Mal war er vierzehn und sie zehn. Er war im Auftrag seines Vaters unterwegs und ging den Schotterweg hinab, der von der Hütte seines Vaters abzweigte.
Sie hing kopfüber in einem alten Baum, ihre aufgeschürften Knie um einen tiefen, dicken Ast geschlungen. Sie baumelte hin und her, sodass ihre langen Zöpfe wie Seile herabhingen. Die ganze Zeit über summte sie, während sie die größte rosa Kaugummiblase blies, die er je gesehen hatte.
Er hatte gar nicht gewusst, dass man gleichzeitig summen und Kaugummiblasen machen konnte. Als er an ihr vorbeiging, gab es einen lauten Knall.
„Wo gehst du hin?“, schwang sie sich nach oben, sodass sie den Ast mit einem Bein ritt, während das andere herabbaumelte. Ihre Handflächen stützten ihren Körper ab, und sie starrte auf ihn herab.
Staub fiel auf ihn, und mürrisch wischte er sich über Gesicht und Kopf. Er runzelte die Stirn. Auf Höhe seiner Nase befand sich ein Paar blaue Segeltuchschuhe. Langsam blickte er an ihren Beinen und Knien hoch zu dem kleinen, empörten Gesicht, das aussah wie das einer Puppe.
Sie blies noch eine Blase, zog sie ein und ließ sie auf eine ungezogene Art platzen. „Ich habe gefragt, wo du hingehst“, wiederholte sie, als wäre sie die Königin irgendeiner Insel.
„Geht dich nichts an, Kitty“, sagte er, um sie zu ärgern. Es funktionierte.
Jensen drehte ihr den Rücken zu und ging weiter.
Sie sprang vom Baum herunter und tauchte neben ihm auf.
„Mein Name ist nicht Kitty“, sagte sie. „Nenn mich nicht so.“
Er brummte irgendeine Antwort und ging einfach weiter.
„Du bist so ein Mupfel“, sagte sie.
Er blieb stehen und blickte auf sie herab. Ihr Gesichtsausdruck forderte ihn heraus, sie noch einmal zu ignorieren.
Er ging wieder los, und sie hielt Schritt mit ihm, ohne etwas zu sagen, aber er konnte spüren, wie sie ihn musterte. Schließlich sah er sie an. Alles, was er sah, war ein ausdrucksstarkes Gesicht und ein Paar stirnrunzelnder schwarzer Augen.
„Geh weg“, sagte er.
„Ich bin kein Baby, weißt du“, piepste sie. „Ich weiß eine ganze Menge Dinge.“
„Ach wirklich?“, sagte er sarkastisch.
„Ja.“
„Sachen wie was … Kitty?“, fragte er.
„Weiß nicht“, antwortete sie. „Alles Mögliche.“
Er hätte damals fast gelacht. Sie war so schräg, dachte er … Und irgendwie drollig.
„Los doch“, sagte sie. „Frag mich irgendwas.“
Er stand da und sah in ihr Gesicht, das ihn mit einem Blick anstarrte, der ihn herausforderte, sich mit ihr zu streiten. Wonach ihm nicht der Sinn stand. Was er nicht wollte.
Er hätte ihren Bluff auffliegen lassen können. Aber er tat es nicht. Er wusste alles über Stolz. Das war etwas, das er verstand.
Er wandte sich von ihr ab und setzte seinen Weg fort.
Sie folgte ihm nicht.
Sie kuschelte sich tiefer in seine Umarmung. Sie hatte bezüglich des Kuschelns nicht gelogen. Sie hatte ihn so sehr vermisst. Und sie war einfach so froh, in den Armen des Mannes zu liegen, den sie liebte. Sie liebte diesen Mann. Sie liebte ihren Ehemann. Und sie wollte, dass er nach Hause kam. Sie schüttelte den Kopf, als ihr klar wurde, dass er sprach und sie gar nicht zugehört hatte.„Wir haben Optionen“, sagte Jensen.Sie blinzelte und richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf das Hier und Jetzt und auf die Tatsache, dass sie nach leidenschaftlichem Sex mit dem Mann, den sie liebte, im Bett lag.Sie konnte sich ein Stöhnen verkneifen.„Welche Optionen?“, fragte sie heiser.„Ich kann dich füttern. Ich kann mich wieder wild und leidenschaftlich mit dir lieben. Oder wir können ein kurzes Nickerchen machen und dann entweder Option eins oder zwei wählen. Oder beide. Siehst du? Ich bin pflegeleicht“, sagte er.Sie lächelte und drückte ihn an sich. Sie liebte ihn wirklich. Es machte ihr ei
„Reit auf mir“, sagte er mit angestrengter Stimme. Seine Pupillen weiteten sich, und seine Stirn zog sich zusammen. Tiefe Falten zeichneten sich auf seiner Stirn ab, und seine Hände umklammerten ihre Hüften so fest, dass sie nichts anderes tun konnte, als ihre inneren Muskeln um seine Erektion zusammenzuziehen.„Heiliger Himmel“, stöhnte er.Sie würde es nicht mehr lange aushalten, und sie konnte nichts dagegen tun. Sie musste sich bewegen. Sie musste es einfach tun.Sie legte die Handflächen flach auf seine Brust, wand sich aus seinem Griff und begann, sich auf und ab zu bewegen. Sie nahm ihn in sich auf, ließ ihn wieder frei und nahm ihn erneut auf. Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn. Seine Augen waren zu schmalen Schlitzen verengt, und er ließ ihren Blick keine Sekunde los. Er zog sie näher zu sich, damit er ihre Brüste umfassen konnte. Sie füllten seine beiden Handflächen aus, und er strich mit dem Daumen über die schmerzhaft aufgerichteten Brustwarzen.„Ich kann mich ni
Sein Atem strich heiß über ihr Kinn und wanderte dann zu ihrem Kiefer. Er küsste sich bis zu ihrem Ohr, bevor er ihr Ohrläppchen zwischen die Zähne nahm und sanft daran saugte. Ein Schauer durchlief sie. Winzige Gänsehautperlen überzogen ihre Haut, bis sie unkontrolliert zu zittern begann.Er trat einen Schritt zurück und ließ seine Hände zu ihrem Hosenbund gleiten. Seine Finger verharrten am Druckknopf, während er reglos dastand und auf ihre sich heftig hebende Brust blickte.„Du bist so wunderschön“, sagte er. „Ich habe dich so sehr vermisst.“Er hob einen Finger und hakte ihn in den Träger ihres BHs ein. Langsam ließ er ihn daran hinauf- und wieder hinabgleiten, bevor seine Fingerspitze sanft die Rundung ihrer Brust streifte.„Ich liebe diese Dessous“, sagte er.Sie lehnte sich gegen die Kommode und stützte ihre Handflächen auf der Oberfläche ab, um ihm einen besseren Blick auf ihr Dekolleté zu ermöglichen.„Du bist wirklich gnadenlos, nicht wahr?“, murmelte er.Sie lächelte und re
„Reiß dich zusammen, Katherine“, murmelte sie. Herrgott, wenn es um Jensen ging, verlor sie aber auch sämtliche Gehirnzellen.Sie lachte unvermittelt laut auf, und das hatte die Wirkung, als stäche jemand ihre Gedankenblase mit einer scharfen Nadel auf. Der Fahrer blickte im Rückspiegel hoch, und sie versuchte tapfer, mit einer ernsthaften Miene zurückzublicken. Wenn er nur wüsste, was für absurde Gedanken sie gerade verarbeitete.Wenn sie wirklich das unartige Mädchen aus ihren Fantasien wäre, wäre sie mit nichts als einem Trenchcoat über ihrer sexy Lingerie hergefahren. Wenn sie dann in Jensens Zimmer träte, könnte sie den Mantel ablegen und seine Reaktion beobachten.Die Idee hatte durchaus etwas für sich, und falls sie je wieder eine solche Einladung wie heute Abend von ihm erhalten sollte, würde sie sie ernsthaft in Erwägung ziehen. Nur um ihn zu necken. Aber für den Moment würde sie sich auf den Augenblick konzentrieren.Einige Minuten später hielt der Fahrer vor dem luxuriösen
„Sie brauchten nur ein wenig Überzeugungsarbeit. Ich bin gerade dabei, die Dokumente für die Auflösung der Partnerschaft fertigzustellen. Ich weiß, dass es dir vielleicht schwerfällt, mir zu verzeihen, aber ich möchte nicht, dass wir uns deswegen voneinander entfernen. Niemand ist das wert. Also bitte sag mir, dass du mich auch wieder zu Hause haben willst, Kat. Und vielleicht kommt das jetzt ein bisschen zu schnell, aber das ist mir egal: Ich möchte heute Nacht bei dir sein. Es ist schon so lange her. Lass mich dich heute Nacht festhalten.“Katherine seufzte. Oh, der Mann wusste wirklich, wie er sie herumkriegen konnte – mit seinen Worten, seinen Berührungen, seinen Küssen. Mit einfach allem. „Jensen“, begann sie erneut und verstummte sogleich wieder, als es eher wie ein klagendes Wimmern als ein Protest klang.„Ich werde dir einen Wagen schicken, Katherine“, sagte er. „Du bist meine Frau. Aber ich möchte, dass das etwas Besonderes wird – irgendwie wie ein erstes Date, wie du schon s
Er sah sie an, als sei das Letzte eine Herausforderung. Sie schob ihr Kinn nach oben und starrte ihn kühl an. Sie hoffte, dass sie so gelassen wirkte, wie sie sich zu geben versuchte.„Warum bist du heute in mein Büro gekommen, Jensen?“, fragte sie.Sein Mund verengte sich kurz, bevor er sich entspannte und sie mit leise verhülltem Amüsement musternde Blicke zuzuwerfen schien. „Wir sind verheiratet, Kat“, sagte er. „Darf ich meine Frau nicht zum Mittagessen ausführen?“Sie ballte ihre Finger zu festen Fäusten. „Jensen“, sagte sie. Sie hielt inne, als ihre Stimme brach. Sie fühlte sich wie die schlimmste Art von Idiotin. Im Moment kam sie sich lächerlich auf den Mund gefallen vor.„Ja?“, forderte er sie auf. Er trug ein neugieriges Lächeln, fast so, als fände er sie und die Situation amüsant. Es machte sie wütend.„Schau, Jensen, ich werde nicht so tun, als hätte ich dich nicht vermisst. Das habe ich. Aber ich weiß nicht, was du vorhast, und wenn du denkst, dass…“Sie beendete ihren Sa







