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Die Warnung

مؤلف: Beauty-gid
last update تاريخ النشر: 2026-06-30 22:19:37

Mein Herz hämmerte wie eine wilde Trommel gegen meine Rippen. Ich starrte den großen Mann im dunklen Anzug an. Er war gerade durch einen massiven Holztisch gegangen. Mein Verstand konnte einfach nicht begreifen, was meine Augen gesehen hatten. Ich machte einen Schritt zurück in den eiskalten Flur. Meine Finger glitten über die glatte Oberfläche meines Handys. Der Lichtstrahl der Taschenlampe zitterte in der Dunkelheit. Er blieb stehen und beobachtete mich mit einem ernsten Gesichtsausdruck.

„Verlassen Sie dieses Haus. Sofort“, sagte er mit tiefer Stimme.

Ich wartete nicht darauf, dass er noch ein weiteres Wort sagte.

Ich wirbelte herum und rannte den langen, dunklen Korridor entlang. Meine schweren Stiefel hämmerten laut auf den alten Holzboden. An der großen Treppe stolperte ich beinahe. Ich packte das kalte Geländer und fing mich gerade noch rechtzeitig. Die Haustür stand noch offen, und der Regen peitschte unaufhörlich herein. Ich stürzte hinaus und ließ die schwere Holztür hinter mir zufallen. Der kalte Regen fühlte sich auf meinem glühenden Gesicht beinahe beruhigend an. Ich rannte den Kiesweg hinunter zu meinem Mietwagen, riss die Tür auf, ließ mich auf den Fahrersitz fallen und verriegelte alle Türen mit einem hastigen Klicken.

Meine Hände zitterten, als ich den Startknopf drückte. Der Wagen antwortete nur mit einem traurigen Klicken. Der Motor sprang nicht an. Wütend schlug ich auf das Lenkrad und schrie in die Dunkelheit. Ich versuchte es erneut, doch der Motor blieb stumm. Ich saß fest. Mitten im Nirgendwo.

Der Sturm wurde immer heftiger. Donner grollte über den Himmel. Durch den Regen blickte ich zurück zum riesigen Herrenhaus. Im linken Fenster des Obergeschosses brannte ein einzelnes Licht. Es war dasselbe Zimmer, in dem ich den Mann gesehen hatte.

Ich schloss die Augen und holte tief Luft.

Die Nacht in diesem eiskalten Auto zu verbringen, war keine gute Idee. Bis zum Morgen würde ich mir den Tod holen. Also blieb mir nichts anderes übrig, als in das unheimliche Herrenhaus zurückzukehren.

Ich zog meine Jacke enger um mich und öffnete die Autotür. Der Wind drückte mich beinahe wieder zurück. Mühsam kämpfte ich mich gegen den Sturm die Auffahrt hinauf. Mit dem schweren Messingschlüssel schloss ich die Haustür wieder auf.

Die Eingangshalle lag noch immer in völliger Dunkelheit.

Mit der Taschenlampe leuchtete ich ins große Wohnzimmer. Dort entdeckte ich ein langes Sofa, das unter einem weißen Laken verborgen war.

Ich zog das Tuch herunter und setzte mich auf die weichen Polster. Der Stoff roch nach Staub, war aber überraschend bequem. Ich zog die Beine an die Brust und umklammerte meine Knie. Die Taschenlampe ließ ich eingeschaltet und richtete sie auf den Türrahmen.

Jedes kleinste Geräusch ließ mich erschrocken zusammenzucken.

Die ganze Nacht über ächzte und knarrte das alte Haus. Draußen heulte der Wind wie ein Rudel hungriger Wölfe. Ich schloss kein einziges Mal die Augen.

Erst als die Morgensonne durch die großen Fenster schien, verschwanden die tiefen Schatten.

Ich stand auf und streckte meine schmerzenden, steifen Muskeln. Der Akku meines Handys zeigte nur noch fünf Prozent an.

Ich musste von hier verschwinden und einen Mechaniker finden.

Doch ein hartnäckiger Gedanke ließ mich nicht los.

War der Mann im Zimmer vielleicht nur ein Albtraum gewesen?

Vielleicht hatten der Sturm und der Stress meiner Fantasie einen grausamen Streich gespielt.

Geister existierten schließlich nicht.

Und sie sprachen ganz bestimmt kein Englisch.

Ich musste mir selbst beweisen, dass ich nicht den Verstand verlor.

Langsam verließ ich das Wohnzimmer. Im hellen Morgenlicht wirkte der Flur längst nicht mehr so bedrohlich.

Ich ging an der großen Treppe vorbei und den langen Korridor entlang.

Mit jedem Schritt wurde die Luft kälter.

Der silberne Türgriff glänzte hell im Sonnenlicht.

Ich legte meine warme Hand auf das eiskalte Metall und drückte die Tür auf.

Zu meiner Überraschung ließ sie sich diesmal auch ohne den silbernen Schlüssel öffnen.

Das Zimmer war leer und vom sanften Licht des Morgens erfüllt.

Der Mann im schwarzen Anzug war verschwunden.

Erleichtert stieß ich einen langen Seufzer aus.

Mein Verstand hatte mir gestern Abend wohl doch nur einen schrecklichen Streich gespielt.

Ich ging zur Staffelei hinüber.

Die leere Leinwand war nicht mehr leer.

Mitten darauf befand sich ein dicker Streifen roter Ölfarbe.

Neugierig trat ich näher.

Die rote Farbe formte sorgfältig geschriebene Worte.

Ich habe dir gesagt, dass du diesen Ort verlassen sollst, bevor die Nacht hereinbricht.

Mir gefror das Blut in den Adern.

Zögernd streckte ich die Hand aus und berührte die roten Buchstaben.

Die Farbe war frisch.

Sie klebte noch an meinen Fingern.

Plötzlich schlug ein heftiger Windstoß das große Fenster mit voller Wucht zu.

Der laute Knall ließ mich erschrocken aufschreien.

Die Luft im Zimmer wurde kälter als Eis.

Ich drehte mich um und wollte zur Tür laufen.

Noch bevor ich sie erreichte, schlug sie direkt vor meinen Augen zu.

Ich packte den silbernen Griff und zog mit aller Kraft.

Mit einem deutlichen Klicken verriegelte sich das Schloss.

Ich war eingesperrt.

Verzweifelt hämmerte ich mit beiden Fäusten gegen das schwere Holz.

Die Temperatur sank immer weiter.

Mein Atem wurde zu weißen Nebelwolken.

Langsam löste sich ein dunkler Schatten aus der rechten Ecke des Zimmers.

Der große Mann im schwarzen Anzug trat hervor.

Seine eisigen Augen ruhten regungslos auf mir.

„Jetzt bist du hier drin... zusammen mit mir.“

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  • Ein Zimmer für den Geist   Der Schatten in der Asche

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  • Ein Zimmer für den Geist   Die versunkene Halle

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  • Ein Zimmer für den Geist   Die Rückkehr

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